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Sehr geehrter Herr Strobel,
ich meine, da alles ständig auf den Prüfstein kommt, weshalb nicht die üppig bemessenen Beamtenpensionen, weshalb sich entspannt hinter einem Urteil des BVG zurücklehnen ?
Regierung und Rentenversicherung rechnen sich die Zahlen schön!
So behauptet die Rentenversicherung, nach einer "Studie liegt das durchschnittliche Nettoeinkommen eines Ehepaars im Westen bei über 2500 Euro, im Osten bei rund 2000 Euro." Laut Alterssicherungsbericht beträgt das Haushaltsnettoeinkommen für Senioren-Ehepaare 2433 Euro, für über 65-jährige Singles 1560 (Frauen 1292) Euro. Das sind aber Durchschnittswerte für
ALLE (!!!) über 65-Jährigen, einschließlich der üppig versorgten Beamten (Durchschnittspension: 2750 Euro) und noch berufstätiger Selbstständiger.
Quelle:
www.bild.de
Wie hoch ist die Durchnittsrente eines normalen Lohnsteuerzahlers? Wie viele Rentner haben ein Alterseinkommen von 2750 Euro, wie der Durchschnittsbeamte?
Bei den Berechnungen, die auf der Befragung von Senioren beruhen, wurden auch folgende Nebeneinkommen berücksichtigt: 338 Euro Zinsen, 1043 Euro Mieteinnahmen, 557 Euro Privatrente. Und bei berufstätigen Senioren kommen noch 2086 Euro Gehalt dazu?. Die amtliche Rentenstatistik zeigt dagegen: Es gibt nur knapp 400 (!!!) Rentner, die über 2400 Euro Rente bekommen.
Wer privat vorsorgt, steht zwar im Alter besser da. Aber ausgerechnet diejenigen, die am meisten vorsorgen müssten, haben kaum das Geld dafür. 18,5?% der rd. 15,6 Mio. Riester-Verträge wurden schon wieder storniert. Und die derzeitigen Mini-Zinsen lassen die Vorsorge weiter schrumpfen.
Politiker, sollten sich nicht auf das Verfassungsgericht berufen, welches die Pensionen wirklichkeitsfremd so bestätigt hat. Vor dem GG sind alle gleich, besonders im nichterwerbsfähigen Alter. Welches Konzept hat die Politik zur Lösung des drohenden "Big Bang" der Pensionslasten?
Mit freundlichem Gruß
