Stephan Hilsberg (SPD)

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Frage zum Thema Inneres und Justiz
09.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hilsberg,

da dieses unsinnige Verbot von Paintball bereits am 15.05.2009 in die erste Lesung gehen soll und sich mir und keinem meiner Freunde und Bekannten der Sinn diese Maßnahme erschließt erwarte ich, das sich die Brandenburger Abgeordneten eindeutig dagegen aussprechen.

Eine Teamsportart verbieten zu wollen, um Amokläufe zu verhindern ist ja wohl das unsinnigste was in der letzen Zeit aus der Politik von CDU und SPD kam. Bosbach und Wifelspütz schießen mit Kanonen auf Spatzen was Ihre Kompetenz in diesem Bereich mehr als in Frage stellt. Ich bin 45 Jahre und spiele zusammen mit meinen Söhnen dieses Spiel. Denken diese Herren im Ernst das wir dabei daran denken, uns gegenseitig zu töten? Wie krank ist das denn? Das sind Vereine wie viele tausend andere auch. Man ist den ganzen Tag an der frischen Luft bewegt sich und ist unter Menschen! Das Problem der Amokläufer ist doch wohl, das diese Einzelgänger sind. Des weiteren kommen alle Amokläufer immer aus dem Umfeld der Schützenvereine und nicht der Paintballer.

Und zu guter letzt, die freiheitlichen Grundrechte werden immer mehr eingeschränkt, mir wird Angst und Bange wenn ich die ständigen Eingriffe in die persönliche Freiheit der Bürger beobachte. Welche Partei schreibt sich mal auf die Fahne das Deutschland in absehbarer Zeit ein freies Land wird. Freiheit bedeutet nicht nur das jeder wohnen kann wo er will! Wir sind nur noch von Verboten umgeben, wir werden überwacht und beobachte, ausspioniert und denunziert. Ist der absolute Überwachungsstaat das Ziel dieser Herren? In solch einem Staat möchte ich nicht leben! Permanent seit 20 Jahren wird über die Stasi lamentiert, die waren aber gegen das was heute hier abläuft ein Verein von Amateuren.

Hat sich mal einer der Herren die solch unsinnige Vorschläge unterbreiten die Mühe gemacht eine Paintballverein zu besuchen um zumindest zu wissen wovon man redet? Ich denke nicht. Ich bitte Sie diesen Schwachsinn zu verhindern!

Mit freundlichen Grüßen

A.
Antwort von Stephan Hilsberg
11Empfehlungen
11.05.2009
Stephan Hilsberg
Sehr geehrter Herr ,

ich bin ihrer Meinung. Ich halte nichts von weiteren Verboten. Diese Spiele sind nicht die Ursache dieser Amokläufe, wohl aber sind sie Bestandteil einer neuen Art von Jugendkultur, die zu verstärkten Gewaltbereitschaft führen kann. Dies aber erst, wenn sehr viel weitere Faktoren hinzukommen. Dies muss bedacht werden, wenn man etwas gegen Amokläufe unternehmen will. Andererseits sind das kosmetische Änderungen, die in der Sache nichts bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Hilsberg
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Frage zum Thema Umwelt
15.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hilsberg,
nach meinen Informationen soll das KSpG am 19.06.2009 im deutschen Bundestag behandelt werden. Ich bin in großer Sorge, dass die drohenden Nutzungskonkurrenzen zwischen CCS- und Geothermievorhaben im Gesetz bewältigt werden. Damit droht der Geothermie ein großer Schaden.
Die Entwicklung der Geothermie, insbesondere der Einsatz der so genannten petrothermalen Technologien ist für eine nachhaltige Energieversorgung von entscheidender Bedeutung. Das EEG unterstreicht dies durch die jüngste Einführung des entsprechenden Technologiebonus.
Wenn wie geplant in Brandenburg die CO2-Verpressung zum Zuge kommt, werden Alternativen wie die Geothermische Wärme ernsthaft behindert, welche entsprechend ihren Potentials in Zukunft ein realistischer Ersatz für den Einsatz der Kohle zur Stromerzeugung darstellt.
Ich bitte Sie, sich in Ihrer Fraktion aktiv für den uneingeschränkten Vorrang der Geothermie gegenüber CCS einzusetzen.
Falls Sie den Eindruck haben, dass diese Forderung nicht mehr durchsetzbar ist, bitte ich Sie als Minimalforderung die Entscheidung über eine CCS-Untersuchungsgenehmigung als Ermessensentscheidung auszugestalten, um auch dort Raum für Geothermienutzungen zu lassen, wo die Bergbehörde das Potential abschätzen kann, bergrechtliche Berechtigungen für Geothermie aber noch nicht vorliegen.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Antwort von Stephan Hilsberg
1Empfehlung
23.06.2009
Stephan Hilsberg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Kohlendioxid-Speicherungsgesetz über Abgeordnetenwatch.
Zunächst möchte ich Ihnen mitteilen, dass die geplante Abstimmung zum KSpG am 20. Juni 09 auf Betreiben der Union abgesetzt wurde. Die SPD-Fraktion hatte in den vergangenen Tagen Änderungsvorschläge zum Gesetzentwurf vorgelegt, die klare Kriterien für die Haftungsregelungen, zum Verantwortungsübergang und Sicherheitsstandard, vor allem für eine angemessene Berücksichtung der Geothermie einfordern. Diese wurden aber von der Union abgelehnt.
Wir werden in den nächsten Tagen die Verhandlungen fortsetzen, um dann in der letzten Sitzungswoche vom 29.06 bis 03.07.09 ein modifiziertes Kohlendioxid-Speicherungsgesetz verabschieden zu können. Uns ist dabei wichtig, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffiziens immer Vorrang vor der CCS-Technologie haben muss und bei Nutzungskonkurrenzen zu berücksichtigen ist.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit über meine Homepage www.stephan-hilsberg.de zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß
Stephan Hilsberg
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.06.2009
Von:

Werter Herr Hilsberg,

unter Kanzler Schröder hat die SPD mit den Grünen den Handel mit Zertifikaten zugelassen, obwohl es damals schon Warnungen von Finanzwissenschaftlern gab.
Warum muss jetzt der Steuerzahler für das von den Landesbanken/Politiker verspekulierte Geld aufkommen?
Weshalb werden die Verantwortlichen nicht auf Lebenszeit für Staatsämter gesperrt und müssen mit ihrem Vermögen haften?
Es sind immerhin über 800 Milliarden. Damit meine ich, dass schon wieder Steuererhöhungen in den Schubladen der Parteien gespeichert sind.
In einer von der FDP beantragten ÜBERPRÜFUNG der Bundestagsabgeordneten über ihre STASIMITARBEIT hat auch die SPD dagegen gestimmt.
Warum ist für die Überprüfung der DDR - Abgeordneten Geld vorhanden, jedoch nicht für die Abgeordneten aus den westlichen Bundesländern?

Mit freundlichem Gruß

E.
Antwort von Stephan Hilsberg
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08.09.2009
Stephan Hilsberg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 26.08.09, in der Sie mich sowohl zu den CO-2-Zertifikaten befragt haben, als auch zum FDP-Antrag, der sich mit der Stasi-Überprüfung von Bundestagsabgeordneten beschäftigt.

Was die Warnungen von Finanzexperten beim Zertifikatenhandel betrifft, so muss ich Ihnen aus Erfahrung mitteilen, hat es bislang vor jedem Gesetzgebungsverfahren Warnungen und Kritiken gegeben. Das allein ist nicht ausschlaggebend. Erst wenn sich eine entsprechende Mehrheit der Abgeordneten dieser kritischen Haltung annimmt, können Sie parlamentarisch dagegen vorgehen. In diesem Fall hat man jedoch kein Gehör und keine Mehrheit dagegen gefunden. Und die Zertifikate stellen für mich auch nicht das Problem beim Wertpapierhandel dar, sondern vielmehr die ungerechtfertigten Boni von Managern.

Um eine große, volkswirtschaftliche Krise abzuwenden und um zu verhindern, dass Panik auf dem deutschen Finanzmarkt ausbricht, welche sehr schnell zu Einbrüchen bei der Nachfrage und auf dem Arbeitsmarkt geführt hätte, hat die Bundesregierung - wie ich finde richtiger Weise - Bürgschaften ausgesprochen und Maßnahmen getroffen, die den Konsum aufrecht erhalten sollten. Wie wir heute wissen, waren diese Entscheidungen sehr richtig. Ohne sie wären die Kosten für den Steuerzahler heute und in Zukunft immens höher, denn er müsste dann nicht nur hohe Sozialleistungen, sondern auch einen wirtschaftlichen Wiederaufbau finanzieren. Diejenigen, die am Finanzmarkt bewusst betrogen und sich bereichert haben, werden nach geltendem Recht bestraft, da muss die Politik nicht auch noch ihre Finger im Spiel haben. Jedoch sollten wir in unserer Gesellschaft mal darüber nachdenken, ob Beispielsweise eine Abfindung von 15 Millionen Euro für ein halbes Jahr mehr oder weniger erfolgreicher Arbeit als Geschäftsführer eines Unternehmens noch gerechtfertigt ist, wenn dieses nun Konkurs anmelden muss. An dieser Stelle gibt es sicherlich noch Diskussionsbedarf.

Zuletzt zu Ihrer Anfrage bezüglich des FDP-Antrages: Der Antrag der Freidemokraten betraf im speziellen die Überprüfung von Mitgliedern der Bundesregierung und nicht aller Abgeordneter der Bundestages. Dieser Antrag war schlichtweg rechtlich unsauber und daher nicht durchzusetzen. Ich würde einfach mal "schlechtes Handwerk" dazu sagen. Wenn es zu einer Überprüfung käme, dann würde diese ohne eine Trennung in alte und neue Bundesländer erfolgen. Die finanziellen Mittel stellen hierbei übrigens keine Hürde dar.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Hilsberg
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Frage zum Thema Wirtschaft
24.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hilsberg,

meine Frage ist ganz simpel, ich habe schon sehr lang nichts mehr über die AGENDA 2010 gehört, welche Ergebnisse wurden 2009 erreicht und sind noch zu erwarten, da 2010 vor der Tür steht ! Warum spricht keiner mehr darüber ?
Antwort von Stephan Hilsberg
bisher keineEmpfehlungen
26.08.2009
Stephan Hilsberg
Sehr geehrte Frau ,

auf Ihre Anfrage konnte ich leider nicht vorher reagieren, da ich bis zum heutigen Tag im Urlaub war.

Das man über die Agenda 2010 wenig hört, hat mit der aktuellen Finanzkrise zu tun. Das heißt aber nicht, dass diese nicht mehr aktuell ist oder dass sie ignoriert wird. Die Diskussion über die Agenda 2010 ist inzwischen, außer bei der Linkspartei, Allgemeingut geworden.

Die Resultate waren bis jetzt richtig und teilweise erfolgreich. Die Handlungsfähigkeit des Staates konnte maßgeblich verbessert werden. Bildung und Forschungsausgaben wurden gezielt erhöht. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Im Bereich der Familienpolitik wurden die Investitionen für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren verstärkt. In diesem Bereich erfolgte auch ein Ausbau der Ganztagsschulen. Steuervergünstigungen für die Kinderbetreuung und für die Einstellung von Haushaltshilfen im Privathaushalt wurden ebenfalls eingeführt.

Ich würde sagen, dass es sich im Ganzen eine positive Bilanz ergibt.

Mit freundlichen Grüßen,

Stephan Hilsberg
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hillsberg,

die Bundesregierung hat versprochen die weißen Flecken auf der DSL-Landkarte in Deutschland zu beseitigen. Leider nicht konkret gesagt bis wann!
Nach wie vor ist DSL vor allem in den ländlichen Regionen Brandenburgs und anderer Bundesländer nicht verfügbar. Was die Schweiz im Gebirge geschafft hat – flächendeckendes schnelles Internet – scheint einer der führenden Industrienationen der Welt nicht zu gelingen.
Oder ist es Absicht, ist es Kalkül? Kein Wunder wenn immer mehr Menschen wegziehen.
Gerade Wirtschaftsunternehmen aber auch Schüler und Studenten benötigen schnelles Internet auch auf dem Lande.
Das einstige Staatsunternehmen Telecom nutzt seine Vormachtstellung den Ausbau zu blockieren und bietet auf dem Lande DSL via Sat an. Dies ist nicht nur überteuert sondern auch technisch nicht ausgereift = Schrott. Alternativ Internet via ISDN (viel teurer als DSL)
Ebenfalls nicht verfügbar DSL via Stromnetz oder via Fernsehkabel. Neuestes Angebot = DSL via Richtfunk (Richtfunk = Sichtfunk) funktioniert also auch nur dort wo freie Sicht ist und kein Haus oder kein Baum im Weg stehen!
Bleiben DSL bzw. UMTS über die Mobilfunkanbieter – jedoch keine UMTS - Verfügbarkeit in dünn besiedelten Regionen. Obwohl wir einen E-Plus Mast auf dem Territorium unserer Gemeinde zu stehen haben ist kein UMTS verfügbar.
Der Bund hat mit dem Verkauf der UMTS - Lizenzen sehr viel Geld eingenommen – schade, dass er jetzt jeder Mitsprache beraubt ist, denn sonst hätte hier doch schon etwas zur Lösung des Problems getan werden können.
Was halten Sie von dem Problem und was gedenkt Ihre Partei zur Beseitigung der weißen Flecken im DSL-Netzt zu tun?


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