Stefan Ziller (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Stefan Ziller
Jahrgang
1981
Berufliche Qualifikation
Student
Ausgeübte Tätigkeit
k.A.
Wohnort
-
Wahlkreis
Berlin-Marzahn-Hellersdorf
Ergebnis
3,7%
Landeslistenplatz
6, Berlin
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Frage zum Thema Bildung
03.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Ziller,

vorab möchte ich betonen, dass ich nicht weiß, ob Sie bereits ein Hochschulabschluss examiniert haben und auch wenn Sie sich vielleicht keine Chanche ausrechnen, halten Sie es für sinnvoll, wenn Studenten ein Mandat für den Bundestag haben, schließlich gibt es auch keine Auszubildenen oder Wehrpflichtigen im Bundestag. Groteskerweise war es doch gerade eine studierende Madatsträgerin der B90/Grünen-Fraktion, die sich grundsätzlich nicht mehr gegen Studiengebühren aussprach nachdem sie den finaziellen Niederungen eines Hochschulstudiums durch die Abgeordneten-Diäten entgangen war.
Mit welchen Fähigkeiten kann denn einer junger Mensch ohne jegliche Profession in der professionellen Politik punkten? Ist die grenzelose Verjüngung, also auch unterhalb jeglicher Berufsqualifikation, in Ihren Augen sinnvoll?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Stefan Ziller
bisher keineEmpfehlungen
10.08.2005
Sehr geehrter Herr ,

grenzenlose Verjüngung halte ich nicht für sinnvoll. Aus meiner Sicht
sind aber zu qualifizierter Mitarbeit keine Abschlüsse notwendig. Gerade
jungen Menschen sehen viele Dinge anders und unkomplizierter. Sie können
ganz neue und kreative Lösungsansätze einbringen. Es wäre wünschenswert,
wenn mehr junge Menschen ihre Ideen auch im Bundestag einbringen
könnten. Es gibt auch für junge Menschen Möglichkeiten ihre Qualitäten
unter Beweis zu stellen, so dass eine qualifizierte Verjüngung möglich
ist. Ich bin mit meinem Studium der Informatik fast fertig. Als
Nebenfach habe ich Politikwissenschaften belegt. In der letzten Zeit
habe ich in Berlin bei den BündnisGrünen viel zum Thema Bildung und
Grundsicherung gearbeitet. Für mich sind das die entscheidenden Themen
der nächsten Jahre.

mit kämpferischen Grüßen

Stefan Ziller
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Frage zum Thema Föderalismus
09.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Ziller

im letzten Jahr ist die Föderalismuskommission gescheitert, weil keine Einigung über die Kompetenzen in der Bildungspolitik gefunden werden konnte. Trotz vieler Bekenntnisse zur Notwendigkeit der Reform und Aufforderungen aller seiten wurde bisher kein ernsthafter neuer Versuch unternommen, sicher auch wegen der Unterbrechung durch die Neuwahlen.
Ich halte diese Neuerungen für sehr dringend und interessiere mich daher für Ihre Position zur Reform der föderalen Strukturen. Wo sehen Sie geeignete Ansatzpunkte, um die staatliche Organisation wieder effektiver zu machen, ohne in Zentralismus zu verfallen?
In dieser Diskussion tauchen oft Forderungen nach Länderfusionen auf. Welche Haltung haben Sie dazu, besonders im Hinblick auf einen möglichen Zusammenschluss Berlins mit Brandenburg? Nach einigen Berichten über Expertenmeinungen brächte dies keinen umfangreichen Einspareffekt, und viele sehen die kulturellen Eigenheiten der kleineren Länder gefährdet. Parteiübergreifend wird außerdem mangelnde Gerechtigkeit im Länderfinanzausgleich angeführt, logischerweise meist aus den "reicheren" Ländern heraus.
Wie stehen Sie zu diesen Argumenten?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Stefan Ziller
bisher keineEmpfehlungen
11.08.2005
Sehr geehrter ,

die Reform des Föderalismus ist eine der drängendsten Fragen um die politische Handlungsfähigkeit zu erhalten. Das Scheitern der Föderalismuskommission, im übrigen nicht nur an der Bildungsfrage, sondern auch an Parteipolitischen Blockaden, ist sehr bedauernswert. Bei der Reform müssen endlich wieder klare Zuständigkeiten verteilt werden. Dabei sollte im Zweifel auf unterster Ebene entschieden werden. Es sollte schnellstmöglich versucht werden hier einen weiteren Versuch zu unternehmen. Dabei müssen parteipolitische Bedenken überwunden werden.

Berlin-Brandenburg haben ganz klar eine gemeinsame Zukunft in einem gemeinsamen Bundesland. Dabei spielen Einspareffekte für mich nicht die Hauptrolle. Gerade in einem gemeinsamen Bundesland Berlin-Brandenburg mit starken Kommunen lässt sich der Bürokratieabbau voranbringen und die Entscheidungen näher an den BürgerInnen treffen. Davon profitieren dann vor allem die Menschen, und darum sollte es ja gehen.

Was den Länderfinanzausgleich angeht, kann die Zukunft nur in einem solidarischen Miteinander liegen. Auch die starken Länder müssen begreifen, dass auch ihr Erfolg vom Erfolg der anderen Länder abhängt. 2002 hat dies sogar Edmund Stoiber vertreten. Davon ist leider nichts mehr zu spüren. Das Schüren von Neid seitens der Union halte ich für gefährlich und rückwärts gewandt.

mit kämpferischen Grüßen

Stefan Ziller
(www.stefanziller.de)
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Frage zum Thema Bürgerrechte
16.08.2005
Von:

Es geht mich ja vielleicht nichts an, aber kann es sein, dass Sie in Marzahn bereits für die PDS aktiv waren? Wenn das so ist, würden mich die Motive Ihres Parteiwechsels interessieren.

Gruß

Antwort von Stefan Ziller
1Empfehlung
17.08.2005
Sehr geehrter ,

das ist eine Fehlinformation. Ich war bisher nur für Bündnis 90 / Die Grünen aktiv. Schon in meiner Schulzeit lagen meine Sympathien dort. Ich glaube meine Ideen und Konzepte bei den BündnisGrünen am besten einbringen und umsetzen zu können.

Grüße
Stefan
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Frage zum Thema Energie
20.08.2005
Von:

Guten Tag Herr Ziller,
das Studentenwohnheim Victor Jara in Berlin Biesdorf dürfte Ihnen sicherlich ein Begriff sein.

2004 hat eine Studenteninitiative versucht das Wohnheim via Wlan mit Internet zu versorgen.
Die hierfür enstandenen Kosten hätten sich auf ca. 10.000 € belaufen. Dies wurde von der Studentischeselbstverwaltung allerdings mit dem Verweis auf den Verwaltungsaufwand abgelehnt.
Wie ich nun erfahren habe kommt in den nächsten Jahren eine Festverkabelung, die Kosten schätzt man auf über 100.000 €. Wie sehen sie das? Welche Maßnahmen sollte man Erfgreifen um den Steuerzahler diese Mehrausgaben, welche er in ingend einer Weise zu tragen hat, zu ersparen.

mit freundlichem Gruß
Antwort von Stefan Ziller
bisher keineEmpfehlungen
01.09.2005
Hallo,

da ich über den genauen Ablauf des Verfahrens nicht informiert bin, dazu nur einige Gedanken. Es klingt nach einem super Beispiel von Geldverschwendung, was auch in unserem Bezirk nicht zu selten vorkommt. Leider werden Initiativen von "Betroffenen" viel zu selten gehört. Zu WLan habe ich aber auch eine sehr differenzierte Meinung. Die gesundheitlichen Risiken sind nicht zu unterschätzen, daher bin ich in bewohnten Räumen immer für eine Festverkabelung. Die in eurem Fall höheren Installationskosten, sind wesentlich geringer, als die möglicherweise gesundheitlichen Folgekosten. Und letztendlich spart hier wieder die SteuerzahlerIn!

kämpferische Grüße

Stefan
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Frage zum Thema Umwelt
11.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Ziller,

ich habe in einer Pressemitteilung vom 19.07. gelesen, Sie hätten die Aussage getroffen, in Marzahn-Hellersdorf seien schon erste Folgen des Klimawandels sichtbar.

Ist es nicht im Allgemeinen kompliziert, nachzuweisen oder auch nur plausibel zu machen, dass ein bestimmtes kurzzeitiges Phänomen die Folge des Klimawandels ist, zumal in einem relativ kleinen Gebiet wie Marzahn-Hellersdorf?

Wenn ich mich recht entsinne, beschreibt Klima Witterungbedingungen eines Gebiets integriert über einem Zeitraum von 30 Jahren.

Müsste ich nicht, um globale Klimaänderungen nachzuweisen, global über einen längeren Zeitraum (z.B.) Temperaturen messen und zeigen, dass sich die über 30 Jahre gemittelten Werte in größeren Regionen in eine bestimmte Richtung verschieben?

Wenn es beispielsweise im Frühling 2005 in Marzahn-Hellersdorf trockener und Friedrichshain feuchter als gewöhnlich ist, und ich das als Folge des Klimawandels betrachte, ist das nicht so, als ob mein Sohn eine Fünf von der Schule mit nach Hause bringt, und ich daraus schließe: "Ach ja, die Ausbildung an den deutschen Schulen ist schon ein Desaster!" Oder umgekehrt: "Seht, wie wenig die Kinder an der Schule lernen! Mein Sohn z.B. hat erst neulich wieder eine Fünf bekommen!"

Könnten Sie nochmal konkretisieren, welche in Marzahn-Hellersdorf beobachteten Phänomene, sie auf den globalen Klimawandel zurückführen? Oder ob sie etwas anderes gemeint haben... (bzw. die Pressemitteilung falsch war).

Mit freundlichen Grüßen

, Freiberg (Sachsen)

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