Sehr geehrter Herr

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ich habe nicht behauptet, dass jedem Aufgaben zugeteilt werden. Vielmehr müsste dafür gesorgt werden, dass eine umfangreiche Auswahl der verschiedensten Betätigungsfelder angeboten werden. Die Bereiche müssten so vielfältig sein, dass jeder etwas findet an dem er Spaß und Interesse hat. Sie vergleichen meinen Vorstoß zu sehr mit ein Euro Jobs.
Vielmehr müsste ein System der Selbstorganisation geschaffen werden, welches das eigene Beschaffen von "Bürgerdiensten" anerkennt.
Die Betreuung einer Krabbelgruppe müsste vielmehr aus eigener Initiative mit Kindern befreundeter Familien stattfinden. Dies geschieht oftmals bereits ohne den Titel eines "Bürgerdienstes". Es müsste vielmehr dafür gesorgt werden, dass solche eigenen Anstrengungen auf den Bürgerdienst angerechnet werden.
Ebenfalls gibt es in Köln einen Tag im Jahr, an dem Kölner freiwillig ihre Stadt schöner machen (Müll aufsammeln, Spielplätze reparieren. usw.).
Weiterhin gibt es Bürger, die sich ehrenamtlich in Suppenküchen für Obdachlose (die es bei einem Grundeinkommen hoffentlich nicht mehr geben wird) engagieren. Auch dies müsste angerechnet werden.
Es geht um ein System des Bürgerdienstes, der auf Eigenverantwortung setzt und höchstens durch stichpunktartige Kontrollen überprüft wird.
Die Angaben über die Tätigkeiten würden in einer Art Bürgerdiensterklärung ähnlich der Steuererklärung abgegeben. Dazu müsste es einen Katalog an Tätigkeiten geben, die anerkannt und angerechnet werden.
Jedem sollte es möglich sein diesen geringen Aufwand zu bewältigen, den ich als Bürger generell als selbstverständlich ansehe. Auch ich betätigte mich bereits im Alter von 13 Jahren ehrenamtlich. Es gibt weiterhin Menschen, die das Grundeinkommen nicht nötig haben, die danach auch nicht zu Bürgerdiensten verpflichtet wären.
Mit freundlichen Grüßen
Simon Rabente