Sandra Boser (GRÜNE)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
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Grunddaten
Sandra Boser
Geburtstag
20.06.1976
Berufliche Qualifikation
Diplom Betriebswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellte
Wohnort
Wolfach
Wahlkreis
Lahr , Stimmen (Wahlkreis): 15.449
weitere Profile
(...) Was wir nicht wollen ist der Aufbau einer Sperrinfrastruktur oder eine verpflichtende Filterung von Inhalten. Ein wichtiger Bestandteil eines wirksamen JmStV ist die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen an der Schule.
Die schwindende Netzneutralität sehe ich sehr kritisch. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Sandra Boser hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 26 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
01.02.2011
Von:
Uwe

Sehr geehrte Frau Boser,

meine Frage ist wie stehen Sie zum jetzigen Landesjagdgesetz?
Antwort von Sandra Boser
bisher keineEmpfehlungen
02.02.2011
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten kann. Die Föderalismusreform ermöglicht den Bundesländern, beim Jagdrecht mit Ausnahme der Vorgaben für die Erteilung eines Jagdscheins von Regelungen des Bundesjagdgesetzes abzuweichen und gänzlich eigenständige Jagdgesetze auf Länderebene zu erlassen.

Einige Bundesländer haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Auch wenn dadurch die bundesweite Gültigkeit von Jagdscheinen nicht berührt ist, führen uneinheitliche Jagdgesetze in den Ländern zu einer Zersplitterung des Jagdwesens in Deutschland.

Das Bundesjagdgesetz, mit dem das Jagdrecht an das Eigentum an Grund und Boden gebunden ist und das das seit vielen Jahren bewährte Revierjagdsystem festschreibt, hat sich als einheitliches Regelwerk für die Jagd in Deutschland bewährt; es gilt weltweit als vorbildlich. Dies gilt grundsätzlich auch für unser Landesjagdgesetz im Land.

Eine grundlegende Änderung des Landesjagdgesetzes in Baden-Württemberg würde zu einer weiteren Zersplitterung des Jagdwesens in Deutschland beitragen und wird von uns deshalb abgelehnt. Für eine Anpassung nicht mehr zeitgemäßer Regelungen sind wir offen.

Mit freundlichen Grüßen

Sandra Boser
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Frage zum Thema Gesellschaft
03.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Boser,

ich bitte Sie, mir auf folgende Fragen zu antworten. Eine kurze, prägnante Antwort ist dabei besser als langes Gerede ohne klare Aussage ;-)
Die Nummerierung der Fragen sagt nichts über deren Relevanz aus.

1.) Wie stehen Sie als Kandidat und wie steht ihre Partei zu WikiLeaks und anderen Whistleblower-Platformen? Befürworten Sie einen stärken Whistleblower-Schutz in Deutschland und würden Sie sich gegebenenfalls auch aktiv für eine Verbesserung des Whistleblower-Schutzes einsetzen?

2.) Wie stehen Sie zur Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags im Jahr 2010?
Falls Sie zu dieser Zeit im Landtag saßen: Wie haben Sie abgestimmt?
Falls Sie zu dieser Zeit nicht im Landtag saßen: Wie hätten Sie abgestimmt?
Falls Ihre Partei zu dieser Zeit im Landtag vertreten war: Wie hat diese abgestimmt?
Falls Ihre Partei zu dieser Zeit nicht im Landtag vertreten war: Wie hätte diese abgestimmt?

3.) Wie stehen Sie zu Netzneutralität? Wie steht ihre Partei dazu? Würden Sie sich aktiv für gesetzlich garantierte Netzneutralität einsetzen?

Sofern einige Fragen eher zur Bundespolitik gehören, bitte ich Sie, mir trotzdem Ihre Position und die Position ihrer Partei zu nennen, da Sie sich im Falle einer Regierungsbeteilung Ihrer Partei zumindest im Bundesrat auch zu bundespolitischen Themen positionieren müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sandra Boser
bisher keineEmpfehlungen
04.03.2011
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Fragen.
Die Veröffentlichungen auf Plattformen wie Wikileaks halte ich für richtig und wichtig. Diese Plattformen ermöglichen eine Transparenz, die der Politik nur gut tut. Die Entscheidung was von öffentlichem Interesse ist darf nicht alleine die Politik treffen. Es muss selbstverständlich gewährleistet werden, dass sich durch Veröffentlichungen keine Gefährdungen von Personen ergeben. Genauso wenig dürfen sich durch die Veröffentlichung von Berichten Nachteile für die Personen ergeben, die sich hier aktiv einbringen. Der Schutz von Whistleblower muss gewährleistet werden.
Die Grünen haben dem JmStV nicht zugestimmt, da er große Mängel in der Umsetzbarkeit aufwies. Das der vorliegenden Jugendmedienschutz-Staatsvertrag eine Novellierung benötigt ist aber unbestritten. Wir wollen dies gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren voranbringen. Was wir nicht wollen ist der Aufbau einer Sperrinfrastruktur oder eine verpflichtende Filterung von Inhalten. Ein wichtiger Bestandteil eines wirksamen JmStV ist die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen an der Schule.
Die schwindende Netzneutralität sehe ich sehr kritisch. Daten und Informationen im Netz sollten frei zugänglich und nicht durch Unternehmen kontrolliert und selektiert werden. Es ist daher wichtig den Verbraucherschutz von Usern zu stärken, denn das Internet darf nicht zum rechtsfreien Raum werden.

Herzlich Grüße

Sandra Boser
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Frage zum Thema Gesellschaft
06.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Boser,

Sie sagen in Ihrer obigen Antwort auf meine Fragen: "Die Grünen haben dem JmStV nicht zugestimmt".

Sind Sie sich da sicher?

Ich weiß, dass die Grünen dem JMStV in manchen Bundesländern nicht zugestimmt haben, dies ist aber nicht in allen Bundesländern der Fall.

Ich kann es nicht mit letzter Sicherheit sagen, da man auf der Seite des Landtags von Baden-Württemberg kaum Informationen und relativ schlechte Protokolle erhält, aber soweit ich das sehe, hat die Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg dem JMStV LEIDER ZUGESTIMMT.

Falls ich mich täusche, bitte ich Sie, dies entsprechend klarzustellen und mir eine Quelle zu nennen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sandra Boser
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10.03.2011
Sehr geehrter Herr ,

ich habe mich bei unserer Landtagsfraktion erkundigt, die Fraktion hat sich bei der Abstimmung im Plenum enthalten. Wie bereits geschrieben, haben wir den JmStV auf unserem letzten Landesausschuss als Partei abgelehnt und sehen hier dringend eine Überarbeitung als notwendig an.

Herzlich Grüße

Sandra Boser
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