Robert Zion (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Robert Zion
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Philosoph und Sozialpädagoge
Ausgeübte Tätigkeit
Publizist
Wohnort
-
Wahlkreis
Gelsenkirchen
Ergebnis
2,7%
Landeslistenplatz
keinen, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Bildung
31.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Zion,

seit 1999 ist das Gehalt von angehenden Lehrern, die im Referendariat ihren zweijährigen Vorbereitungsdienst ableisten, auf den Stand von 1970 ABGESUNKEN.

Die Ausgaben für die Lehrer hinsichtlich Materialien, Lehrbücher etc. sind aber im Vergleich dazu eher angestiegen; in den meisten Lehrerbibliotheken finden sich keine neueren Werke als aus der Zeit von 1960! Schulbibliotheken sind Mangelware und sehr häufig schlecht ausgestattet, einige Lehrer leihen fremdsprachliche Lektüre an ihre Schüler aus ihrem Privatbestand aus und verschaffen sich Medien für den Unterricht, wie aktuelle Filme auf eigene Kosten. Gerade Referendare haben da besonders hohe Ausgaben, da sie noch von keinem Fundus zehren können.

Zusammen mit den Preisen, die ja alles andere als 1970er-Niveau haben (das Absinken der Gehälter auf das Niveau von 1970 kann unter www.referendar.de nachgelesen werden), leben angehende Lehrer, wenn man die Krankenversicherung mit einbezieht, am Existenzminimum.

Was gedenken Sie hinsichtlich dieser Situation zu tun? Oder meinen Sie, wie der Kanzler Ihrer Koalition, dass Lehrer nur "Faulpelze" sind, die keine anständige Bezahlung verdient haben?

Wenn Sie schon den faulen, angehenden Lehrern nicht mehr Gehalt gönnen - wie sieht es mit den Schülern aus, gönnen Sie denen irgendwann einmal Schulbibliotheken, die ihren Namen auch verdienen oder sieht da Ihre Partei auch keinen Handlungsbedarf?

Ich weiß, dass das eine landespolitische Frage ist. Dennoch haben auch Bundespolitiker teilweise keine gute Einstellung zum Lehrberuf und halten uns alle für dumm, faul und überbezahlt..

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Robert Zion
1Empfehlung
05.09.2005
Sehr geehrte Frau ,
meine Lebensgefährtin ist selbst Lehererin und hat beim Überfliegen Ihres Beitrages gesagt: "Stimmt! stimmt! stimmt!" Was Sie hier ansprechen ist ein allgemeines Problem der Unterfinanzierung öffentlicher Aufgaben. Das gesamte Bildungs- und Erziehungssystem ist überkommen, selektiv und marode und braucht schlichtweg neben strukturellen Reformen (integrative Konzepte) auch mehr Mittel, mehr LehrerInnen, mehr BetreuerInnen und bessere Ausstattungen. Hier sind die Länder gefragt. Der Bund kann aber und muss auch mehr Mittel bereitstellen (die die Länder dann allerdings auch abrufen sollten!). Natürlich sind Lehrer weder dumm, faul noch überbezahlt, sie üben im Gegenteil einen der wichtigsten und schwierigsten Berufe in unserer Gesellschaft aus, den der Bildung und Erziehung junger Menschen.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Zion
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Frage zum Thema Kultur
01.09.2005
Von:

Lieber Robert,
ich würde dich doch herzlich darum bitten, diese Frage hier zum Anlass zu nehmen, das "Blogzensurverhalten" deines FDP-Gegenkandidaten hier auf dieser Plattform zu kommentieren. Es fällt nämlich auf daß nicht nur deine und meine, sondern überwiegend alle kritischen Kommentare, unabhängig ihrer Herkunft, von Herrn B. zensiert werden, während er gleichzeitig sich das Recht nimmt weiterhin über andere Parteien in der von ihm gewohnten Form zu schreiben.

Gruß
Antwort von Robert Zion
1Empfehlung
02.09.2005
Lieber ,
auf Argumente zunächst mit wüsten Beschimpfungen und Unterstellungen zu reagieren, dann diese einfach zu ignorieren um "liberale" Monologe zu führen und schließlich zuletzt kritische Beiträge einfach herauszulöschen, ist nicht nur unter den Bedingungen des WWW unakzeptabel, sondern auch eines Politikers unwürdig.
Ich habe mit Gelsenkirchener Jungliberalen ganz andere, sehr fruchtbare und offene Gespräche führen können, mit Herrn Buschmann ist das offensichtlich nicht möglich. Sein Verhalten gegenüber denen, die er global als "Linke" bezeichnet (dabei vollkommen außer Acht lassend, dass es doch erhebliche Unterschiede zwischen Sozialdemokraten, linken Grünen, Linksliberalen, Marxisten usw. gibt), scheint mir aus höchst irrationalen Motiven zu entspringen, über die ich hier garnicht spekulieren will. Man darf halt einfach von manchen nicht zuviel erwarten. Ein unübliches Verhalten unter Politikern, lieber dem Monolog als dem Dialog zu huldigen, ist es übrigens nicht. Neben dem Verhalten, vollkommen auf "Parteilinie" zu sein, ist es das an der Politik, was mir leider zu oft am unangenehmsten auffällt.
Grüße
Robert

P.S.: "Alle auf das Recht anderer Menschen bezogenen Handlungen, deren Maxime sich nicht mit der Publizität verträgt, sind unrecht."
(Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, 1795)
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