Reiner Priggen (GRÜNE)
Abgeordneter Nordrhein-Westfalen 2010-2012
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Grunddaten
Reiner Priggen
© Landtag NRW
Geburtstag
04.02.1953
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ingenieur Maschinenbau
Ausgeübte Tätigkeit
MdL (bis März 2012/Auflösung des Landtags), Fraktionsvorsitzender
Wohnort
Aachen
Wahlkreis
Aachen I
Ergebnis
15,6%
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen
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(...) Die grundlegende Frage, ob auch diese Bücherei-Angebote ("ohne Hauptamtliche") künftig mit Landesmitteln gefördert werden können, soll im Rahmen der Diskussion über ein NRW-Kulturfördergesetz bearbeitet werden. Die GRÜNE Landtagsfraktion hat gemeinsam mit dem Koalitionspartner den Antrag für ein solches Gesetz im letzten Sommer bereits einstimmig beschlossen und die rot-grüne Landesregierung hat mit der Erarbeitung der Eckpunkte bereits begonnen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
24.07.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Priggen!
Das "Schöne Fahrt Ticket" des NRW- Tarif gilt nur 2 Stunden und kostet 16 Euro. Ist dies nicht eine viel zu kurze Zeit? Wer direkt an einer Regionalexpress Linie wohnt kann in zwei Stunden umsteigefrei sehr weit kommen, z.B. genau von Münster bis Solingen. Eine vergleichbare Strecke, wie von Münster nach Radevormwald mit Umsteigen ist in 2 Stunden oft nicht machbar. alleine weil ich in Wuppertal 30 Minuten auf den Bus warten muss und zur Abfahrt des Busses die Karte gerade abgelaufen ist.
Beim VRR sieht es so aus:
Zone A, 2.30 Euro, 90 Minuten (Fahrt in einer Stadt) 1,5 Stunden
Zone B 4,50 Euro, 120 Minuten (Fahrt in die Nachbarstadt) 2 Stunden
Zone C 9,20 Euro, 180 Minuten (Fahrt etwas weiter als Zone B) 3 Stunden
Zone D 10.90 Euro, 240 Minuten (Fahrt im ganzen VRR) 4 Stunden
Und nun kommt der NRW. Tarif:
Zone NRW: 16 Euro, 120 Minuten (Fahrt in ganz NRW)
Wäre es nicht sinnvoll, die Fahrzeit für das NRW- Ticket auf 5 Stunden anzuheben, damit man auch aus ländlichen Regionen gute Ziele erreichen kann? Bis zum Regionalexpress bin ich aus Radevormwald ohne Umsteigen schon 40 Minuten Unterwegs. Das ein Ticket, das für Fahrten quer durch NRW gilt nur einen Gültigkeitszeitraum hat, wie ein VRR- Ticket zwischen zwei Gemeinden, kann doch nicht im Sinne einer grünen Verkehrspolitik sein. werden sie sich dafür einsetzen, dass der Nutzungszeitraum des "Schöne Fahrt Tickets" deutlich ausgeweitet wird? Dann wäre Nordrhein Westfalen ein attraktives Bahnland.

Mit bestem Gruß,
Antwort von Reiner Priggen
1Empfehlung
01.08.2010
Reiner Priggen
Sehr geehrter Herr ,

Für Ihre Nachfrage und spannenden Hinweise zur Verbesserung des NRW-Tickets möchte ich mich bei Ihnen ganz ausdrücklich bedanken. Zu Beginn meiner Ausführungen erlauben Sie mir den Hinweis, dass für die Tarifgestaltung im Land NRW nicht der Landtag zuständig ist, sondern dies in der Kompetenz der jeweiligen Verkehrsverbünde im Land liegt. Auch die Ticketangebote für das "Schöner-Fahrt-Ticket" ist im wesentlichen in enger Kooperation zwischen den Verkehrsverbünden des Landes, der Deutschen Bahn und dem Verkehrsministerium des Landes entwickelt worden. Dahinter steckt ein kompliziertes System der Aufteilung der Einnahmen zwischen den Verkehrsverbünden.

Ich finde aber Ihren Hinweis auf die zeitliche Begrenzung von zwei Stunden und die jeweiligen Vor- und Nachteile für die Ballungsräume gegenüber den Ballungsrandgebieten sowie die ländlichen Räume wichtig. Aus meiner Sicht ist Ihre Kritik nachvollziehbar und berechtigt. Aus den vorstehend genannten Gründen möchte ich Sie deshalb bitten, das Anliegen auch ihrem Verkehrsverbund also dem VRR mitzuteilen. Von meiner Seite aus werde ich unseren verkehrspolitischen Sprecher Arndt Klocke über den Sachverhalt informieren. Ich sichere Ihnen zu, dass wir dieses Thema bei unseren Gesprächen mit den Verkehrsverbünden aufgreifen werden.

Mit besten Dank und mit freundlichen Grüßen

Dipl. Ing. Reiner Priggen MdL
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.11.2010
Von:
Tim

Sehr geehter Herr Priggen,

ich bin überzeugter Wähler der Grünen, weil eure Partei sinnvolle Positionen vertritt. So sind Sie auch mit meiner Stimme in den Landtag gekommen. Wie ich aber jetzt erfahren habe, hat die Fraktion beschlossen, dem JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag; Anm. d. Red.) zuzustimmen, obwohl sie wisst, dass die Partei gegen diesen Staatsvertrag ist und sich klar gegen ihn ausgesprochen hat.

Ganz ehrlich, ich als Wähler fühle mich hochgradig verschaukelt. Wenn euch die Position der eigenen Partei nicht interessiert, ist das kein Zeichen von verlässlicher Politik, sondern das genau Gegenteil. Wie kann es sein, dass Sie diesem Vertrag wider besseren Wissens zustimmen wollen? Es ist mir bekannt, dass der Ratifizierungsprozess schon "weit fortgeschritten" ist, aber ist nicht gerade das ein Grund die Notbremse zu ziehen?

Mit freundlichen Grüßen,

Tim
Antwort von Reiner Priggen
bisher keineEmpfehlungen
05.12.2010
Reiner Priggen
Sehr geehrter Herr ,

die Berichterstattung ist falsch. Die Fraktion hat sich noch nicht entschieden, sondern ist noch in der Diskussion. Wir werden nicht wider besseres Wissen entscheiden, sondern nach Abwägung aller Argumente.

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Priggen
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Frage zum Thema Umwelt
16.06.2011
Von:

Sehr geehrte Herr Priggen,

Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und dort ist es üblich den Müll in Tonnen aufzubewahren. Auch den Gelben Müll. Sprich der Müll wandert in die Tonne.
Hier gibt es aber Müllsäcke und das ist schrecklich denn:
1. Mann sieht den Müll im Sack und es sieht echt unschön aus, vor allem wenn er rausgestellt wird.
2. Die Säcke reißen so leicht ein, dass immer Müll auf der Straße rumliegt.
3. Nach jeder Müllabholung, muss die Stadtreinigung her, um die Straßen zu säubern. Kostet Geld und Wasser, muss nicht sein.

Mein Fazit, schaffen Sie die gelbe Tonne ein. Ich meine das grüne Schwabenland macht es ja auch :

www.swr.de

und ich denke, in der Zeit wo man die Energiewende anhimmelt, muss man auch sowas berücksichtigen und durchführen.
Damit auch Aachen noch Grüner und Vorzeigestadt in NRW wird, was Ökologie und auch Ökonomie anbelangt.


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Reiner Priggen
bisher keineEmpfehlungen
16.06.2011
Reiner Priggen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Nur als Vorbemerkung: Niemand "himmelt" die Energiewende an. Sie ist nur eine der notwendigen Konsequenzen aus den erkannten Problemen des Klimaschutzes und der beginnenden Verknappung des Erdöls. Und einem Techniker macht es schon auch ein wenig Spaß Lösungen für die Probleme zu entwickeln und zu begleiten die besser sind als die bisherigen Praktiken der Energieverschwendung.

Die Entscheidung ob gelbe Säcke oder Gelbe Tonnen treffen in NRW die Kommunen. Es gibt beide Praktiken. Das Problem mit den zusätzlichen Tonnen ist bei einem hohen Altbaubestand oft ein Raumproblem in den Kellern, ich glaube dass in Aachen damals deswegen Abstand davon genommen wurde, weil man auf jeden Fall die flächendeckende Tonne für kompostierbare Abfälle und auch die Papiertonne einrichten wollte. Aber sie haben Recht, mir wäre persönlich auch eine gelbe Tonne lieber als ein Sack, nur haben wir auch den Platz dafür.

Noch lieber wäre mir wir hätten eine Wertstofftonne in die man alle wiederverwertbaren Wertstoffe einwerfen könnte. Darunter könnten dann auch die Materialien des gelben Sacks sein, aber auch Metalle etc.

Ein größerer Mangel ist aus meiner Sicht gerade auch vor dem Hintergrund der Energieeinsparung der unvernünftige Umgang mit Leerglas. Wir brauchten Pfandsysteme für standardisierte Glasbehälter. Es gab dafür Ideen mit normierten Gläsern (8 für alle) Acht Behälter unterschiedlicher Volumina mit denen alle Lebensmittel die auch heute in Gläsern verkauft werden wieder verwertet werden können ohne sie zu zerschlagen.

Ein solches Glasmehrwegsystem ist vor allem für Weinflaschen bei Einführung des Dualen Systems in einigen wenigen Kommunen in NRW eingeführt worden. Am besten in Bielefeld. Dort wurden ganze Weinflaschen gesammelt, gereinigt und dann für etwa 50 % des Neupreises einer Flasche wieder an Winzer verkauft. Das ließe sich für viele Glasverpackungen anwenden.



Mit freundlichen Grüßen



Reiner Priggen
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
11.10.2011
Von:
Jan

Sehr geehrter Herr Priggen,

Ende August ging ein offener Brief der "Laizistischen Sozis" an Sie und andere Mitglieder des Ausschusses zur Schulgesetznovelle, bezüglich der Rechtmäßigkeit des Gottesbezugs im Schulgesetz von NRW und der Gerechtigkeit sogenannter "Bekenntnisschulen" – Grundschulen unter kirchlicher Leitung, aber in staatlicher Trägerschaft.

Leider ist bis heute keine Stellungnahme Ihrerseits oder des Ausschusses erschienen (auch keine Empfangsbestätigung). Da das Gesetz eine Dauer bis 2023 haben soll, werden damit langfristig die Weichen gestellt – in einer offensichtlich im Umbruch befindlichen Situation in der Bevölkerung und (ihrer Beziehung zu) den Kirchen. Eine Unrechtssituation könnte so zementiert werden.

Darf ich fragen, wie sie zu den Punkten der "Laizistischen Sozis" stehen?

Viele freundliche Grüße von Jan
Antwort von Reiner Priggen
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12.10.2011
Reiner Priggen
Sehr geehrter Herr ,

mir liegt kein Brief von Ihnen zu dem Thema vor. Ich bin auch nicht Mitglied im Schulausschuss sondern Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion. Wenn Sie mir Ihren Brief zuschicken will ich ihn aber gerne an unsere Schulpolitische Sprecherin Frau Sigrid Beer weiterleiten.


Mit freundlichen Grüßen

Reiner Priggen
Ergänzung vom 12.10.2011
Sehr geehrter Herr ,

mir liegt kein Brief von Ihnen zu dem Thema vor. Ich bin auch nicht Mitglied im Schulausschuss sondern Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion. Wenn Sie mir Ihren Brief zuschicken will ich ihn aber gerne an unsere Schulpolitische Sprecherin Frau Sigrid Beer weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Priggen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Priggen,

in Kürze werden Sie über die Umwandlung der bisherigen Rundfunkgebühr pro Gerät in einen Beitrag pro Haushalt abstimmen.

Das immer wieder angeführte Gutachten von Prof. Dr. Kirchhof ist
im Auftrag der ARD, des ZDF und D Radio erstellt worden, um den e i g e n e n Erhalt halbwegs plausibel erscheinen zu lassen.

Wieso bevormundet man die eigenen Bürger und redet denen das angebliche Angewiesensein und die Begünstigung genau durch den ö.-r. Rundfunk, nicht aber durch die freie Presse und das Internet?

Diese verquaste Argumentation könnte ebenso für die Eintreibung von Zwangsgebühren zu Gunsten von Blogbetreibern und Erstellern von Internetseiten herhalten, deren Beiträge allen zugute kommen. Immerhin zeugen die vielfältigen Angebote der Blogs von direkter Demokratie, von einfachen Möglichkeiten der Meinungsäußerung und -verbreitung sowie von der Mitbeteiligung der Bürger in Diskussionsprozessen. Die riesigen Apparate der Rundfunkanstalten hingegen sind hierarchisch strukturiert, ihre Räte von Parteifunktionären besetzt.
Ist der ö.-r. Rundfunk ein Element für das Funktionieren unserer Demokratie und muss deshalb bezahlt werden durch eine Zwangsgebühr? Da stellt sich die Frage, wie Demokratie vor dem medialen Zeitalter überhaupt funktionieren konnte und ob die DDR angesichts zweier Fernsehkanäle doch - und nicht nur dem Namen nach - ein demokratisches Regime war.

Durch die Zwangsfinanzierung der ÖRR fehlen den Bürgern die Geldmittel für Bücher, Zeitungen, Internetanbindung, Theater, Bildung. Dadurch werden die Bürger in ihrem Recht, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten, behindert.

Verweigern Sie bitte den Bürgern nicht die Entscheidungsfreiheit. Schützen Sie die Demokratie!

Werden Sie als Vertreter der Rundfunkanstalten oder uns Bürger abstimmen?

Schöne Grüße
Antwort von Reiner Priggen
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06.12.2011
Reiner Priggen
Ich werde abstimmen als Abgeordneter, der starke öffentlich rechtliche Medien für unverzichtbar hält, damit in Deutschland kein Medienimperium wie es Berlusconi in Italien geschaffen hat entstehen kann. Wir haben in beiden deutschen Staaten Beispiele genug für unfreie und manipulative Medien erlebt. Die einzige Alternative die ich zu den Mediengebühren sehe wäre eine Steuerfinanzierung für die öffentlich rechtlichen Medien. Das steht aber nicht zur Abstimmung. Deswegen werde ich dem Staatsvertrag zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Priggen
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