Ralph Brinkhaus (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Ralph Brinkhaus
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
15.06.1968
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ökonom, Steuerberater
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Gütersloh
Wahlkreis
Gütersloh
Ergebnis
44,7%
Landeslistenplatz
45, Nordrhein-Westfalen
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(...) Meiner Meinung nach wäre es das beste, wenn Schweizer Banken verpflichtet wären, von deutschen Steuerbehörden angefragte Daten offen zu legen - unter den gleichen Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen eine solche Offenlegung auch von deutschen Banken erfolgt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
28.10.2011
Von:

S. g. Herr Brinkhaus,

ich kürze z. T. ab und knüpfe an Fr. Dr. Knoop an - auch an die "exponierte Verantwortung" (eines MdB - i.S. aufklärender Erwartungshaltg., nicht als pers. Negativkritik gemeint) :

Ich weiß, daß Ihnen Verschuldung sehr große Sorgen macht.
Sie wissen, daß Sie damit nicht allein stehen, z. B. eine Umfrage der FAZ.net: 9 % (von 15.000) sagten JA, 91 % (!!) NEIN zur Frage nach einem dauerhaften Rettungsschirm.
Eine extrem große, weiter wachsende Mehrheit des Volkes lehnt die stetig fortschreitende Verschuldung (ich rechne jetzt einmal unsere derzeitigen Garantiezusagen dazu) ab, fürchtet die Folgen.
Die letzte Zustimmungsquote im Bundestag entspricht in etwa dem Ergebnis der Ablehnungsquote bei Bürgerumfragen.
Eigentlich müsste der gut informierte und gut aufgeklärte "normale Buerger" doch JA sagen, wenn er erkennt, was für ihn selbst das Beste ist:

a) Haben Ihrer Meinung nach

aa) der CDU-Bund,
ab) die CDU-OWL,
ac) der CDU-Kreis-GT,
ad) Sie selbst

genuegend getan in Sachen "Euro-Krise und Rettungsschirm", um verständlich auf zu klaeren (Gespräche, Diskuss., offene Info-Veranstaltungen), so dass besser nachvollzogen und verstanden werden kann - und umgekehrt, damit auch Sie (die Abgeord.) besser nach vollziehen können, worum es geht ?

b) Wer von Ihnen sagt dem Bürger / dem Wähler, was auf ihn zukommt ?

c) Wie könnten Info. und Aufklärg. besser stattfinden, so daß besser verstand. wird ?

c) Ich finde es gut, dass Sie hier sachlich, ernsthaft und ausgewogen antworten und nicht der Gefahr erliegen, "dumme" Fragen mal schnell "abzubuegeln".
Ich weiss, dass das viel Zeit und Energie kostet.
Ideal wären m. E. offene regionale FRAGE-ANTWORT-PLATTFORMEN pro Partei, also jetzt für OWL und auch pro Kreis.
"Stoff" und großes Frage-Interesse an der Basis gäbe es mehr als genug !
Der Erfolg wäre vorprogrammiert.
So weit scheint die CDU noch nicht zu sein ?
Wenn NEIN, welche Gründe sprechen dagegen ?

Mit DANK und freundl. Grüßen,
Antwort von Ralph Brinkhaus
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31.10.2011
Ralph Brinkhaus
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht, sehr gerne gehe ich auf Ihre Fragen ein.

a) Die CDU im Kreis Gütersloh und ich als örtlicher Bundestagsabgeordneter haben im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Gütersloher Stadthalle ausführlich über die EURO-Krise informiert. Ich selbst habe in zahlreichen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie auf vielen Veranstaltungen versucht die EURO-Problematik zu erklären. Darüber hinaus habe ich zahlreiche Interviews zu diesem Thema gegeben. Die CDU-OWL und die Bundes CDU haben dieses Thema ebenfalls im Rahmen von Veranstaltungen, Pressemitteilungen und Medienauftritten der jeweiligen Vorstandsmitglieder ausführlich erläutert.

b) Die Stützung der Stabilität der EURO-Länder wird den Deutschen Steuerzahler viel Geld kosten - mehr als die gegenwärtig bereits zugesagten Summen von (je nach Rechenmethode) ca. EUR 250 Milliarden.

c) Hier sehe ich neben der Politik insbesondere die öffentlich-rechtlichen Medien in der Pflicht.

Das Problem in der Kommunikation der EURO-Krise besteht darin, dass man aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge sehr lange braucht, um auch nur einen skizzenhaften Überblick über die Thematik zu geben. Diese Zeit bekommt man als Politiker aber schlichtweg nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Brinkhaus
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Frage zum Thema Finanzen
23.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Brinkhaus,

Der Koalitionsvertrag zwischen der CDU, CSU und FDP wurde unter anderem ausgeführt:

"Wir werden insbesondere:

  • die steuerliche Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten neu ordnen,

  • dafür sorgen, dass sich BMF-Schreiben auf die Auslegung der Gesetze beschränken und die Praxis der Nichtanwendungserlasse zurückgeführt wird"

Keines dieser Vorhaben wurde bisher tatsächlich umgesetzt. Tatsächlich wurden sogar für die Finanzverwaltung unliebsame Entscheidungen teils durch rückwirkende Gesetzesänderungen ausgehebelt.

So hatte zum Beispiel der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 28.7. 2011, VI R 38/10 entschieden, das Kosten der Erstausbildung regelmäßig als Werbungskosten abzugsfähig sind. Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften wurde diese höchstrichterliche Rechtsprechung auch schon wieder aufgehoben. Trotz gegenteiliger Äußerungen im Koalitionsvertrag wurde der alte Rechtsstand wieder festgeschrieben.

Ein weiterer "gesetzgeberischer Nichtanwendungserlass" betrifft den Nachweis der Zwangsläufigkeit von Krankheitskosten. Auch hier hatte der Bundesfinanzhof eine den Steuerpflichtigen begünstigende Entscheidung getroffen. Mit Steuervereinfachungsgesetz 2011 ist auch diese Rechtsprechung nicht mehr anwendbar.

Anhand der Aufzählung ist erkennbar, das hier regelmäßig Steuerzahlerfreundliche Urteil des höchsten Finanzgerichts Deutschland durch Änderung der Steuergesetze nicht angewendet werden sollen. So wird die Praxis der Nichtanwendungserlasse der Finanzverwaltung einfach durch das Gesetzgebungsverfahren ersetzt.

Wie stehen Sie als Mitglied des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zu dieser Praxis der "gesetzgeberischen Nichtanwendungserlasse"?

Wird hierdurch nicht die grundgesetzlich festgeschriebene Gewaltenteilung umgangen, wen die Exekutive (Finanzverwaltung) in die Arbeit des Gesetzgebers eingreift und praktisch die Gesetzesänderungen zumindest mit veranlasst?
Antwort von Ralph Brinkhaus
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16.01.2012
Ralph Brinkhaus
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Fragen zum Steuerrecht vom 23.12.2011.

Eine gleichlautende Anfrage haben Sie auch an Frau Tillmann MdB geschickt, die Ihnen am 5.1.2012 ausführlich geantwortet hat. Dieser Antwort schließe ich mich an.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Ralph Brinkhaus
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Frage zum Thema Integration
30.12.2011
Von:

Guten Morgen Herr Brinkhaus,

ich bin Teil der Facebook Seite Arzu Lena Özmen, wo über die Verschleppung des Mädchens berichtet und diskutiert wird. Es ärgert mich, dass abgesehen von dem Zentralrat der Yesiden, sich keiner zu dem Vorfall öffentlich geäußert hat. Ist das allen so egal, was in unserer Mitte passiert? Ich habe sie doch nicht gekannt, die Aussage höre und lese ich häufig und das macht mich traurig. Auch wenn man vielleicht nicht dieses Mädchen kennt, dann kennt man das nächste oder übernächste Mädchen. So etwas darf in einer zivilisierten Welt wie der unseren eigentlich nicht passieren, und damit meine ich weder die Verschleppung noch das anschließende Schweigen. Schauen Sie sich diese Seite vielleicht einmal an und wenn ich sie dann bitten dürfte helfen Sie uns bei der Brief-Aktion ( Wir schreiben Texte und Briefe und lassen sie den Inhaftierten zukommen ), in der wir versuchen, die Geschwister dazu zu bringen evt. nachzudenken und ihr Schweigen zu brechen.
Und nun die Frage an Sie: Was denken sie über diese Fälle und über die Tatsache, dass sie in unsere Mitte geschehen und alles schweigt, sowohl die Familie des Opfers, als auch sehr und damit viel zu viele Bürger? Wie sollen wir dagegen angehen?

Vielen Dank,

Antwort von Ralph Brinkhaus
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20.01.2012
Ralph Brinkhaus
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Mit großer Bestürzung haben wir alle erfahren, dass Frau Arzu Lena Özmen tot aufgefunden worden ist. Inzwischen kam die Bestätigung durch die Staatsanwaltschaft Detmold. Das macht uns alle sehr betroffen.

Ihre Einschätzung, dass dieser Fall von mangelndem öffentlichen Interesse begleitet ist, teile ich nicht. Die Medienberichterstattung in diesem Fall war und ist sehr ausführlich. Die Presse hat sehr umfangreich informiert und im Dezember wurde über den Fall in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY-ungelöst" berichtet.

Ich finde es richtig, dass Sie sich mit der Problematik Missbrauch und Ehrenmorde so intensiv beschäftigen. Für eine Einschätzung und damit abschließende Bewertung des Falles von Frau Özmen sollten wir die staatsanwaltlichen Ermittlungsergebnisse abwarten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mir allein aufgrund der Medienberichte kein Urteil bilden möchte. Sollten Sie allerdings ein grundsätzliches Interesse an diesem Thema haben, stehe ich Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Brinkhaus, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
18.01.2012
Von:

Sehr gehrter Herr Ralph Brinkhaus!

Ich bin bei meiner Überlegungen zu den Problemen von herrn Wulff auf etwas gestossen, was ich mir so nicht beantworten kann. Bitte helfen Sie mir dabei.

Es ist ja nun einmal Fakt das herr Wulff einen privaten Kredit zu einen Hauskauf aufgenommen hat, gut das ist sein eigene private Sache. Die Summe betrug 500.000 Euro.
Meine Überlegungen:
Wenn ich ALGII beziehe zählt dieses als Einkommen und muss angegeben werden, Wie ist das nun bei Politikern?
Nehme ich einen Kredit auf das habe ich mit den Kreditgebern ein Geschäft abgeschlossen und habe damit Geschäftsbeziehungen zu den Kreditgebern, Wie ist das bei Politikern?
Sie arbeiten ja im Ausschuß für Steuern, deshalb möchte ich ich hier gleich noch eine Frage anschliessen. Wenn ich einen privaten Kredit aufnehme in dieser Größenordnung, wer bezahlt dafür Steuern? Der Kreditgeber, der hat ja mit diesen Kredit weniger Vermögen, oder der Kreditnehmer, der ja sein Vermögen vergrößert (Haus), hat aber von diesen Kredit kein Bargeld?
Oder ist es so, das der kreditgeber weniger Steurn bezahlt und der Kreditnehmer zahlt auch keine?

Bitte beantworten sie mir die Frage so konkret wie möglich
Danke

.
Antwort von Ralph Brinkhaus
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20.01.2012
Ralph Brinkhaus
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Fragen, die ich gerne beantworte:

1) Auf der Internetseite des Deutschen Bundestages werden die Leistungen an Abgeordnete ausführlich erläutert. "Abgeordnete werden nicht wie Arbeitnehmer oder Beamte bezahlt, sondern sind Inhaber eines öffentlichen Amtes. Dieses Amt sollte jeder unabhängig von seiner individuellen Lebenssituation ausüben können: Es gilt das Prinzip des chancengleichen Zugangs zum Abgeordnetenmandat.
Das meist als Hauptberuf wahrgenommene Amt des Parlamentariers muss finanziell so ausgestattet sein, dass es für alle offen steht: sowohl für bisher abhängig Beschäftigte als auch für Selbstständige oder Freiberufler. Die Effizienz parlamentarischer Arbeit hängt zunehmend davon ab, dass Abgeordnete aus allen Bereichen der Gesellschaft mit ihren Fachkenntnissen zur Verfügung stehen. Es sollte auch für Besserverdienende nicht mit zu großen Verlusten verbunden sein, sich für das Amt als Abgeordneter zu bewerben.
Die Entschädigung muss für alle Abgeordneten gleich sein, ihre Unabhängigkeit sichern und eine Lebensführung gestatten, "die der Bedeutung des Amtes angemessen ist". Das hat das Bundesverfassungsgericht 1975 verbindlich festgelegt, und dies wurde mit dem Abgeordnetengesetz von 1977 auch umgesetzt.
Grundsätzlich gilt, dass alle gewählten Abgeordneten in der Lage sein sollen, effektiv ihre vielseitigen Aufgaben zu erfüllen. Zur Entschädigung kommt deshalb eine so genannte Amtsausstattung hinzu. Davon müssen alle Ausgaben bestritten werden, die zur Ausübung des Mandates anfallen: vom Wahlkreisbüro über den zweiten Wohnsitz in Berlin bis hin zum Büromaterial."
Dort ( www.bundestag.de ) finden sie auch weitere Informationen.

2) Die vertraglichen Beziehungen zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer richten sich nach geltendem Zivilrecht. Dies gilt für Politiker wie für alle anderen.

3) Zum Bereich Steuern bitte ich Sie, Ihre Fragestellung zu präzisieren. Aus Ihrer Formulierung ist mir leider nicht ersichtlich, was Sie von mir wissen wollen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ralph Brinkhaus
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