Prof. Dr. Annette Schavan (CDU)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Prof. Dr. Annette Schavan
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
10.06.1955
Berufliche Qualifikation
Studium katholische Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Wohnort
Ulm
Wahlkreis
Ulm
Ergebnis
42,8%
Landeslistenplatz
2, Baden-Württemberg
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(...) Die Sozialministerin Aygül Özkan hat Fehler in ihrem Ministerium eingeräumt und klargemacht, dass sie keinesfalls beabsichtigt habe, den Medien vorzuschreiben, was sie zu berichten hätten. Bei der Mediencharta habe es sich lediglich um eine Diskussionsgrundlage für ein Rundtischgespräch im August 2010 gehandelt. Dies sei von ihrem Ministerium falsch kommuniziert worden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin Prof. Dr. Annette Schavan,

bezugelich der Anfrage von Frau Nueckel, mit dem Eingangstext
"in der BMBF-Sache 16 I 1548 habe ich im Sommer 2011 Ihnen in
Münster/Westf. am Rande Ihrer Buchvorstellung mein bislang unbeantwortetes
Schreiben an Sie v. 17.1.2011 nochmals übergeben..."
und der Antwort Ihrer Bueroleiterin vom 06.02.2012 wuerde ich Sie gerne persoenlich folgendes fragen und hoffe, dass jetzt nicht Ihre Bueroleiterin darauf antwortet --- diese meine beiden Fragen sind voellig frei von irgendwelchen pol. oder sonstwelchen Interessen (ich kenne auch Frau Nueckel und diesen Vorgang nicht),
ausser, dass ich sie fuer diese m. e. sehr, sehr sinnvolle Plattform abgeordnetenwatch.de fuer sehr wichtig halte:

A)
Ist es Ihrer Meinung / Ihres Wissens nach so, dass man Sie (u. dann natuerlich auch die anderen Abgeodnetn) hier nur hinsichtlich Ihres Abgedneten-Mandats / Ihrer Abgeordneten-Taetigkeit / Ihres Abgeordneten-Denkens, -Wirkens, -Entscheidens befragen darf ?

B)
Gibt es hier auf abgeordnetenwatch.de eine Moeglichkeit, auch die Ministerien erfolgreich um Auskuenfte und Antwort zu bitten ?

PS: Ich denke dabei jetzt auch an die gerade parteiuebergreifend von div. Politikern und dem Bundesverfsass.gericht in der Presse bejahte und diskutierte sog. "Mehr Basisdemokratie soll sein..."

PPS: Das Drohen mit einer Strafanzeige ist m. E. ungluecklich gewessen, weil damit m. E. automatisch jeder Dialog beendet wird / beendet werden muss (auch juristisch-prohibitiv gesehen beendet werden muss). Das lange Nichtantworten war m. E. ebenfalls ungluecklich. Mir geht es nur um die Frageninhalte, genau so wie oben formuliert.

Herzliche Gruesse an Sie und ihr Team,
Antwort von Prof. Dr. Annette Schavan
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15.02.2012
Prof. Dr. Annette Schavan
Sehr geehrter Herr Umbach,

der Schutz des geistigen Eigentums muss auch im Netz gesichert sein, Sie sprechen das ebenfalls an. Die Freiheit der Meinung ist zu Recht ein von unserem Grundgesetz geschütztes Gut. Diese Freiheit endet dort, wo sie berechtigte Interessen Dritter beziehungsweise deren Freiheit berührt. Es kommt also auf die Einhaltung der richtigen Balance an. Dies gilt im "richtigen" Leben - und auch in der virtuellen Welt des Internets.

Seien Sie herzlich und mit guten Wünschen gegrüßt.
Ihre Annette Schavan
Ergänzung vom 15.02.2012
Sehr geehrter Herr ,

gern antworte ich auf Ihre Anfrage vom 6. Februar 2012.

Die Plattform "Abgeordnetenwatch" fördert die gesellschaftliche Kommunikation und dient der Basisdemokratie. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können hier nicht nur in direkten Kontakt mit den Abgeordneten treten, sondern auch deren Abstimmungsverhalten sowie Art und Anzahl etwaiger Nebenbeschäftigungen einsehen. Dass ich "Abgeordnetenwatch" unterstütze, erkennen Sie nicht zuletzt daran, dass ich zu nahezu jeder Anfrage Stellung beziehe.

Die Palette der Themen ist sehr breit gefächert. Wenn Sie die Fragen verfolgen, die mich bisher über diese Plattform erreicht haben, so werden Sie feststellen, dass sie sich eher seltener auf mein Abgeordnetenmandat, weitaus häufiger aber auf meine Tätigkeit als Bundesministerin für Bildung und Forschung bezogen.

Ob die Betreiber von "Abgeordnetenwatch" planen, eine ähnliche Plattform für die Bundesministerien einzurichten, ist mir nicht bekannt.

Seien Sie herzlich und mit guten Wünschen gegrüßt.
Ihre Annette Schavan
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
06.02.2012
Von:

Liebe Frau Schavan,

zunächst einmal ein großes "Danke!", dass Sie den direkten Kontakt zu uns Mitbürgern über das Netz suchen und auch kompetent finden.

Doch wie planen Sie als Teil unserer Bundesregierung das Internet in den kommenden Jahren in Bezug auf Schaffung und Streuung von Wissen zu verändern? An meiner Universität ist in jedweder unserer Forschungsarbeiten eine Internetrecherche sowie die Onlinekommunikation (gerade auch mit Kollegen anderen Hochschulen) unabdingbar. Denn durch den Prozess des schnellen digitalen Teilens von bereits vorhandenem Wissen können wir effizienter denn je neue Erkenntnisse im aktuellen Wissensgeflecht verknüpfen.

ACTA, das "Anti-Counterfeiting Trade Agreement", welches auch von der EU unterzeichnet werden soll, würde auch allen Deutschen das liberale Recht nehmen vorhandenes Wissen zu teilen. Ich bin als Betriebswirtschaftler natürlich für den (digitalen) Rechteschutz, doch glaube ich auch an liberale Rechte (und selbstredend auch an die daraus folgende Verantwortung der Sozialwahl) in einer freien Gesellschaft, um den ökonomischen Nutzen jedes Einzelnen in unserer Volkswirtschaft zu erhöhen. Wo bleibt unser Recht (online) Bildung zu teilen, Wissen weiter zu denken, Freiheit zu leben?

Ein Herr Damerau hat Ihnen am 9. Januar hier eine Frage gestellt - und einen YouTube-Link in seine Frage integriert, welcher unter anderem Material der ARD enthält und von einem Dritten eingestellt wurde. Nach Unterzeichnung von ACTA wären nun - vereinfacht dargestellt - Sie und Herr Damerau rechtlich für Ihren Wissensaustausch zu belangen. Wie ist Ihr Standpunkt zu ACTA? Wie verteidigen Sie als Bundesministerin und Professorin unsere Freiheit zu kommunizieren, zu forschen, Wissen zu teilen?

Herzliche Grüße vom Bodensee,

Antwort von Prof. Dr. Annette Schavan
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15.02.2012
Prof. Dr. Annette Schavan
Sehr geehrter Herr ,

der Schutz des geistigen Eigentums muss auch im Netz gesichert sein, Sie sprechen das ebenfalls an. Die Freiheit der Meinung ist zu Recht ein von unserem Grundgesetz geschütztes Gut. Diese Freiheit endet dort, wo sie berechtigte Interessen Dritter beziehungsweise deren Freiheit berührt. Es kommt also auf die Einhaltung der richtigen Balance an. Dies gilt im "richtigen" Leben - und auch in der virtuellen Welt des Internets.

Seien Sie herzlich und mit guten Wünschen gegrüßt.
Ihre Annette Schavan
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
12.02.2012
Von:

Hallo Prof. Dr. Annette Schavan,

ich bin aus Aserbaidschan. Ich habe in Aserbaidscahn die Agrar Universitat im Jahre 2006 absolviert. Mein Fach ist Agrar Oekonomie. ich will in Deutschland Master studieren. Koennen Sie mir helfen?

mit freundlichen Gruessen,

Vizedirektor in Khazar Ausbildung Zetrum
Aserbaidschan, Ganja
Antwort von Prof. Dr. Annette Schavan
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27.02.2012
Prof. Dr. Annette Schavan
Sehr geehrter Herr ,

ich freue mich, dass Sie sich für ein Masterstudium in Deutschland interessieren.

Informationen zu den über 16.000 Studienangeboten an mehr als 380 Hochschulen in Deutschland finden Sie über den Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK): www.hochschulkompass.de Der Hochschulkompass ist die zentrale Plattform für die Selbstauskünfte der deutschen Hochschulen über ihre Studien- und Promotionsangebote, ihre internationalen Kooperationen und die Ansprechpartner von Hochschulleitung bis Studienberatung. Des Weiteren bietet der Hochschulkompass Informationen zu den Voraussetzungen für das Studium an einer deutschen Hochschule, den verschiedenen Zulassungsverfahren, Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungsangeboten.

Außerdem kann ich sie noch auf das Angebot des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hinweisen. Der DAAD ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Auf den Internetseiten des DAAD können Sie speziell nach Informationen für ausländische Studieninteressierte ( www.daad.de ) und über die Stipendiendatenbank ( www.daad.de ) nach in Frage kommenden Stipendien suchen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Bewerbung.

Seien Sie herzlich und mit guten Wünschen gegrüßt.
Ihre Annette Schavan
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Frage zum Thema Arbeit
23.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Schavan,

habe 1974 mein Diplom als Lehrerin erhalten, danach in verschiedenen Bereichen gearbeitet( Grundschule, Sekundarschule,Drogenberatung,Stützlehrerin für Azubis im Metallbereich, Hausaufgabenhilfe jeder Art, Sozialarbeiterin in einer Berufsschule in Niedersachsen ).Zuletzt habe ich im Bereich außerbetriebliche Ausbildung gute Arbeit geleistet,da es zu Einsparungen in diesem Bereich kam, fiel ich in die Arbeitslosigkeit. Seit Oktober 2011 wohne ich in Berlin und hatte gehofft,in Arbeit zu kommen. Ich bin gesund und motiviert, möchte meine Erfahrungen gern weitergeben oder an neuen Lehrplänen mitarbeiten. Leider kenne ich hier keine Anlaufstellen und hoffe, dass Sie mir welche mitteilen können, denn es herrscht gerade in Berlin Lehrermangel. Ich kann auch gar nicht in Rente gehen, mit ca. 1000,€ für 42 Jahre Arbeit und 3 Kinder fast allein großgezogen, muss ich noch dazuverdienen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.Ich möchte gern noch für unsere Gesellschaft nützlich sein.

Mit freundlichem gruß
Antwort von Prof. Dr. Annette Schavan
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27.02.2012
Prof. Dr. Annette Schavan
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 23. Februar. Es ist gut, dass Sie sich in dem wichtigen Bereich der Bildung engagieren wollen.

Wie Sie aus Ihrer früheren Tätigkeit wissen, sind Schulangelegenheiten alleine Sache der Länder, die Bundesregierung kann hier leider keinen Einfluss nehmen. Insofern empfehle ich Ihnen, sich an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, zu wenden. Die Entwicklung von Rahmenlehrplänen erfolgt im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg durch das gemeinsam getragene "Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg - LISUM" mit Sitz in Ludwigsfelde. Auch daran ist der Bund jedoch nicht beteiligt, so dass Sie sich auch dort direkt nach eventuellen Einsatzmöglichkeiten erkundigen sollten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

Seien Sie herzlich gegrüßt.
Ihre Annette Schavan
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
26.02.2012
Von:

Ich habe in der Zeit (Onlineausgabe) ein Interview zur Bologna-Reform gelesen wo Sie den Begriff "bildungsfernen Elternhäusern" benutzen. Können Sie konkretisieren wie Sie diesen Begriff definieren.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Prof. Dr. Annette Schavan
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27.02.2012
Prof. Dr. Annette Schavan
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 26. Februar 2012.

Die Bezeichnung "bildungsfern" wird in der erziehungswissenschaftlichen Literatur unterschiedlich gebraucht; beispielsweise in Abgrenzung zum Begriff "akademisch". Auf genau diese - positive - Entwicklung wollte ich in dem Interview aufmerksam machen: Immer mehr Studienanfänger stammen aus nicht-akademischen Elternhäusern. Das ist eine Herausforderung für die Hochschulen, das ist aber vor allem eine Herausforderung für diese jungen Leute, die das akademische Leben eben noch nicht über die Familie kennengelernt haben. Deshalb sind Initiativen wie zum Beispiel "Arbeiterkind.de" so wertvoll, weil sie passgenau Hilfestellung anbieten, ohne zu bevormunden. Ansonsten ist es gerade eine Stärke unseres Bildungssystems, dass unsere Berufliche Bildung vielfältige Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bereithält. Akademische und berufliche Bildung sind zwar nicht gleichartig, wohl aber gleichwertig. Dies habe ich nicht zuletzt mit der Entscheidung zur Einordnung unserer Bildungsgänge in den Deutschen Qualifikationsrahmen deutlich gemacht.

Seien Sie herzlich und mit guten Wünschen gegrüßt.
Ihre Annette Schavan
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Ihre Frage an Prof. Dr. Annette Schavan
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