Peter Hintze (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Peter Hintze
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Evangelischer Theologe
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlament. Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Wahlkreis
Wuppertal I
Landeslistenplatz
7, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Die Fusion von Berlin und Brandenburg war gemeinsames politisches Ziel der beiden Landesregierungen, die hierfür bei den Bürgerinnen und Bürgern auch entsprechend geworben haben. Es waren letztlich die Bürgerinnen und Bürger, die dieser politischen Initiative ihre Zustimmung versagt haben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Wirtschaft
13.07.2008
Von:

Sehr geeehrter Herr Staatssekretär Hintze,

vor der letzten Kammerwahl hat kein geringerer als der Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, Herr Dr. Herbert Ferger wie folgt in seinem Kommentar ausgeführt: "Die Vollversammlung braucht die demokratische Legitimation durch eine hohe Wahlbeteiligung, damit sie ihre Funktion- die Artikulation und die Vertretung der Interessen der hiesigen Wirtschaft- glaubhaft erfüllen kann." In fast gleichem Wortlaut haben es die Geschäftsführer anderer IHK s verbreitet. - Ihnen als gelernter Theologe ist der Wortstamm "Glaube" ja wohl nicht ganz unbekannt! -Wenn nun ein Wahlergebnis von lediglich 12,95 % zustande kommt- kann man das als "hohe Wahlbeteiligung" bezeichnen???? Ergo:..........
Ist der Kammerzwang in dieser globalisierten Welt noch zeitgemäß? Paßt er überhaupt in unsere sog. "freiheitlich, demokratische Grundordnung" ? Gibt es denn keine Alternativen zu den Kammern? Was heißt überhaupt "Das Gesamtinteresse der Wirtschaft"???? Gibt es dies überhaupt?
Erwarte mit großem Interesse Ihr Beantwortung und verbleibe

mit einem freundlichem Gruß

Antwort von Peter Hintze
1Empfehlung
15.07.2008
Peter Hintze
Sehr geehrter Herr ,

ich halte es grundsätzlich für sinnvoll und richtig, dass die Wirtschaft ihre Interessen im Rahmen einer Selbstverwaltung vertritt. Die Industrie- und Handelskammern bieten die Gewähr für eine starke und branchenunabhängige Interessenvertretung deutscher Unternehmen, auch und gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung. Die Verfassungsmäßigkeit der Pflichtmitgliedschaft in den Industrie- und Handelskammern hat das Bundesverfassungsgericht in 2001 mit überzeugenden Gründen bestätigt. Möglicher Reformbedarf bei den Industrie- und Handelskammern sollte in enger Abstimmung mit der Wirtschaft ermittelt und umgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Peter Hintze
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
08.08.2008
Von:

Guten morgen H. Hintze,

Warum dauern Zivilprozesse so lange?
Habe jetzt einen Zivilprozess,der geht jetzt schon über 3 jahre und habe schon den 4 Richter.
Die Sache liegt jetzt beim Landgericht Wuppertal und habe einen Termin im Februar 2009.
Muss das alles so lange dauern.......was wäre wenn die Privatwirtschaft so lange bräuchte.......glaube dann könnte man Deutschland als Industriestandort vergessen.
Was kann man dagegen tun??????
Ist da nicht die Politk gefragt??????
mfg
Antwort von Peter Hintze
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08.08.2008
Peter Hintze
Sehr geehrter Herr ,

grundsätzlich ist der Landtag bzw. die Landesregierung NRW für Land- und Amtsgerichte zuständig. Dennoch setzt sich die CDU NRW für eine bürgernahe, leistungsfähige und politisch unabhängige Justiz ein. Das ist für den Rechtsstaat und einen starken Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen unentbehrlich.

Deshalb sollen auch die Funktionsfähigkeit der Gerichte und Staatsanwaltschaften wieder gestärkt werden. Dazu ist eine sachgerechte Ausstattung der Justiz sowohl mit moderner Technik als auch mit den erforderlichen personellen Ressourcen notwendig. Das Ziel ist eine Beschleunigung und Vereinfachung von Justizverfahren, soweit dies ohne Qualitätsverlust möglich ist. Eine generelle Verkürzung des Rechtsweges und die Abschaffung einer zweiten Tatsacheninstanz wird allerdings abgelehnt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Peter Hintze
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Frage zum Thema Soziales
08.08.2008
Von:

Was ist eigentlich christlich daran, wenn man 3% die Mehrwertsteuer erhöht, und für die gestiegenen Lebensmittel-und Energiepreise den ALG II Empfängern keinen Ausgleich gibt?

Wann wird der ALG II Satz endlich der Realität angepasst?
Antwort von Peter Hintze
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26.08.2008
Peter Hintze
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben vom 08. August 2008 zum Thema Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Sie fragen nach einer Anpassung der ALG-II-Regelsätze.

Dazu möchte ich ihnen mitteilen, dass die Höhe der Hartz-VI-Leistungen turnusmäßig überprüft wird. Das Arbeitslosengeld II mit einem bis dahin gültigen Regelsatz von 347 Euro und die Regelsätze der Sozialhilfe wurden für Hartz-IV-Empfänger zum 1. Juli 2008 um 1,1 Prozent erhöht. Ab dem 1. Januar 2009 wird auch das Wohngeld um ca. 60 Prozent von derzeit 90 Euro auf 140 Euro angehoben. Dazu kommen weitere geldwerte Leistungen, die nicht an die Leistungsempfänger ausgezahlt werden wie beispielsweise die Sozialversicherungsbeiträge.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ermittelt dazu einen Durchschnitt, den eine Bedarfsgemeinschaft monatlich erhält. Dieser Betrag setzt sich aus den Leistungen ALG II-Regelsatz, Wohnungsmiete, Heizkosten sowie den Beiträgen für die Renten- und Krankenversicherung zusammen.

Die Gesamtleistungen können im Einzelfall geringer und höher sein als der vom Bundesministerium ermittelte Durchschnittsbetrag. Das liegt unter anderem daran, dass die Leistungen für Wohnungsmiete und Heizung niedriger oder höher als der Durchschnittswert ausfallen können entsprechend der tatsächlichen, angemessenen Aufwendungen.

Ein ALG-II-Empfänger erhält damit eine Zuwendung, die ungefähr dem Lohn eines Beschäftigten in den unteren Lohngruppen entspricht. Die Große Koalition tut alles, was möglich und finanzwirtschaftlich verantwortbar ist, um die Lage arbeitsloser oder arbeitsunfähiger Mitbürger erträglich zu machen. Dazu gehört auch, dass die Regelleistung des ALG-II jährlich gemäß der Entwicklung bei den gesetzlichen Renten angehoben wird. Außerdem wird der Regelsatz alle fünf Jahre gemäß der allgemeinen Preisentwicklung angehoben.

Ziel der Großen Koalition ist, dass möglichst viele Mitbürger, die noch von Arbeitslosigkeit betroffen sind, wieder eine Beschäftigung finden. Die Chancen dafür sind ungewöhnlich gut.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.08.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Hintze,

ich wende mich heute an Sie, um Ihre Meinung zur Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption kennenzulernen und um Sie zu bitten, sich im Deutschen Bundestag für die Ratifizierung einzusetzen.
Die im Jahr 2003 von der Bundesregierung unterzeichnete UN-Konvention gegen Korruption wurde ebenso wie die seit nunmehr neun Jahren unterzeichnete Antikorruptionskonvention des Europarates durch den Bundestag bislang nicht ratifiziert. Von 140 Signatarstaaten haben aber bereits 100 Staaten die UN-Konvention ratifiziert, darunter Frankreich, Großbritannien, Schweden, Südafrika, USA, China und Russland.
Ein wesentlicher Grund für die Nicht-Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption ist die in Deutschland unzureichende strafrechtliche Regelung der Abgeordnetenbestechung. Der § 108 e StGB (Strafgesetzbuch) zur Abgeordnetenbestechung muss verschärft werden, um den Anforderungen der Konvention gerecht zu werden. Der Gesetzentwurf für eine solche Verschärfung soll aus der Mitte des Parlaments kommen, da die Parlamentarier unmittelbar selbst betroffen sind. Diese Aufgabe aber schieben die Parlamentarier seit Jahren vor sich her.
Im Schlussdokument des G8 Gipfels von 2007, das unter deutscher Federführung entstand, wird die vollständige Umsetzung internationaler Übereinkünfte zur Bekämpfung der Korruption zugesichert. Will Deutschland also nicht entscheidend an Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit verlieren, so muss eine schleunige Änderung des § 108 e StGB und die Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption noch in diesem Jahr erfolgen.
Bisher ist die Diskussion ist noch nicht wirklich in Bewegung gekommen und die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben sich noch nicht positioniert.
Ich wäre Ihnen dankbar für eine Mitteilung darüber, wie sie zu der Ratifizierung stehen und was Sie für die Ratifizierung zu tun gedenken.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Peter Hintze
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18.08.2008
Peter Hintze
Sehr geehrter Herr ,

die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist der Auffassung, dass Korruption auf nationaler und internationaler Ebene wirksam bekämpft werden muss. Unser Strafrecht stellt in § 108 e StGB die Abgeordnetenbestechung schon heute unter Strafe. Gegenwärtig wird im Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf der Fraktion "Die Linke" diskutiert, mit dem u. a. Vorgaben der von Ihnen angesprochenen UN-Konvention gegen Korruption in deutsches Recht umgesetzt werden sollen, deren Unterzeichnung durch die seinerzeitige rot-grüne Bundesregierung allerdings auf Bedenken aller Fraktionen im Deutschen Bundestag gestoßen ist. Ein entscheidender Punkt ist hierbei die Frage, ob Beamte und gewählte Abgeordnete gleich oder vergleichbar behandelt werden können. Im Hinblick auf die grundgesetzlich garantierte Freiheit des Mandats hielte ich eine Gleichbehandlung für verfassungsrechtlich problematisch. Ich bin der Auffassung, dass die Diskussion mit großer Umsicht mit dem Ziel geführt werden soll, einerseits den Vorgaben der Konvention gerecht zu werden und andererseits eine für die parlamentarische Demokratie funktionierende Willensbildung zu gewährleisten, zu der auch eine wirksame Interessenvertretung gehört.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Peter Hintze
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
12.08.2008
Von:

Klimawandel und Rohstoffverknappung verlangen ein Umdenken. Beim Verkehr heißt dies Bahnausbau!. Es zeichnet sich eine Renaissance der Bahn ab ( www.allianz-pro-schiene.de ), aber die Politik ist dabei, Bahnanlagen, die für künftige Bahnkonzepte unverzichtbar sind, für Bahnverkehrszwecke unbrauchbar zu machen. Unterstützt werden könnte diese Bahnrenaissance durch NEUE Zugkonzepte ( www.container-linienzuege.de ), Verladetechniken für kleine Ladestellen ( www.containerserviceamladegleis.de ) und Transportnetzwerke ( www.one-nrw.de ).

In ihrem Wahlkreis Wuppertal soll die zweigleisige Rheinische Bahn (Nordbahn) in einem Radweg umgebaut werden, obwohl diese Strecke zahlreiche reaktivierbare Gleisanschlüsse und Güterbahnhöfe besitzt und für den Personenverkehr sinnvoll wäre. Auf einer Teilstrecke fährt mit größtem Erfolg schon die www.regio-bahn.de . Die Wirtschaft braucht preiswerte Transportmöglichkeiten für Waren und Pendler. Dafür sind Fahrradrikschas nicht geeignet. Helmut Kohl warnte davor, Deutschland lediglich als Freizeit- Park zu sehen.

Werden Sie sich dafür einsetzen, das alle Entwidmungen von Eisenbahnflächen zugunsten anderer Nutzungen gestoppt werden, bis es ein Gesamtkonzept für eine moderne Flächenbahn gibt? Würden Sie für die Erstellung eines neue Bahnkonzeptes im Sinne des www.deutschland-takt.de eintreten, einschließlich der Reaktivierung voreilig stillgelegter Bahntrassen und der Anpassung der Regionalisierungsmittel an das erforderliche Zugangebot?

Ich bin Radfahrer und freue mich über Radwege. Aber dort, wo eher heute als morgen Züge fahren sollten, sollten keine Radwege etc. geschaffen werden. Da der Ruf nach guten Zugangeboten zunehmen wird, wird mancher Radweg, der jetzt aufwendig angelegt wird,wieder dem Schienenverkehr weichen. Solche Steuergeldverschwendung gilt es durch eine voraussauende Politik zu vermeiden.
Antwort von Peter Hintze
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18.08.2008
Peter Hintze
Sehr geehrter Herr ,

ich bin für eine moderne und leistungsfähige Bahn. Ein Ausbau des Bahnstreckennetzes sollte sich am tatsächlichen und zu erwartenden Bedarf orientieren und so erfolgen, dass die spezifische Stärke des Schienenverkehrs im Zusammenspiel mit anderen Verkehrsträgern zum Tragen kommen. Dies schließt ein, bestimmte Transportwege etwa dem Straßenverkehr zu überlassen. Ein bloßes Vorhalten brachliegender Strecken für den völlig ungewissen Fall einer möglichen künftigen Nutzung halte ich daher jedenfalls dann für falsch, wenn anderweitige sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten als Alternativen zur Verfügung stehen. Für die "Nordbahn" existiert keinerlei Reaktivierungskonzept. Da die Umwidmung eine große Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal erfährt, ist davon auszugehen, dass die Nordbahntrasse als Radweg ein Erfolg wird und erheblich zur Steigerung der Lebensqualität in der Stadt führen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Peter Hintze
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