Peter Friedrich (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Peter Friedrich
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Konstanz
Landeslistenplatz
13, Baden-Württemberg
weitere Profile
(...) Als Abgeordneter des Landkreises Konstanz, habe ich vor Ort klare Positionen zum Flughafen Zürich bezogen. Unter anderem setze ich mich dafür ein, dass die Fluglärmbelastung fair zwischen schweizer und deutschem Luftraum verteilt wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.05.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Friedrich,
als Bewohner des grenznahen Raumes zur Schweiz, fahre auch ich gelegentlich zum Einkaufen dorthin.
Damit mir die schweizer Warenumsatzsteuer v. z.Z. 7,6% bei der Ausfuhr der Waren in die EU ( Deutschland) erstattet wird, muss ich für mindestens 500,-- sfr (Einzelposten) einkaufen.
Im umgekehrten Fall, können sich die Bewohner der Schweiz, beim Einkauf in Deutschland schon für kleinste Beträge die deutsche Umsatzsteuer von derzeit 19%, erstatten lassen.
Wie stehen Sie zu dieser Ungleichbehandlung?

Wäre es für unsere Staatsfinanzen nicht besser, wenn wir mit der eingenommenen USt weniger großzügig umgehen würden und bei Einkäufen von im Drittausland wohnenden auch erst ab einem Betrag von ca. 400,--€ /Einzelposten die Ust erstatten würden?
über 90% der Einkäfe beläuft sich unter dieser Grenze und wäre somit auch eine sichere Haushaltseinnahme.
Um Einwänden der IHK und des Einzelhandelsverbands vorzubeugen: Die Ch-Kunden würden auch bei nichterstattung der USt im grenzanhen deutschen Raum einkaufen, weil de für in der Ch lebende erheblich billiger ist.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Peter Friedrich
1Empfehlung
01.07.2009
Peter Friedrich
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage nach Einführung einer Wertgrenze zur Erstattung der Umsatzsteuer im deutsch-schweizerischen Grenzraum habe ich zum Anlass genommen, mich beim Bundesministerium der Finanzen nach den genauen Hintergründen der geltenden Regelung zu erkundigen. Dort ist mir mitgeteilt worden, dass die Einführung einer Wertgrenze insbesondere an der deutschen Grenze zur Schweiz sicherlich mit einer deutlichen Personalentlastung für die Zollverwaltung verbunden wäre. Allerdings könnte man eine solche Wertgrenze nicht nur auf den Reiseverkehr über Landgrenzen beschränken, sondern müsste eine solche Maßnahme auch auf den Reiseverkehr über Flughäfen erstrecken. Eine solche Regelung müsste mit den geltenden Richtlinien der EU konform sein, die vorschreiben, dass eine Steuerbefreiung nur dann versagt werden kann, wenn das Entgelt für die gelieferten Gegenstände nicht mehr als 175 Euro beträgt.

In meinen Augen sprechen jedoch die Wirtschaftsinteressen insbesondere des Einzelhandels in unserer Region gegen die Einführung einer solchen Wertgrenze. Bereits vor mehreren Jahren wurde diskutiert, eine Mindestbetragsgrenze für die Erstattung der Umsatzsteuer in Höhe von 50 DM je Rechnungsbetrag einzuführen. Allerdings haben zahlreiche Unternehmen in der deutschen Grenzregion erhebliche Umsatzeinbußen und einen damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen befürchtet. Bei Einführung einer Wertgrenze von 400 Euro dürften diese Befürchtungen noch größer ausfallen.

Zusammenfassend denke ich deshalb, dass wir bei der derzeitigen Regelung bleiben sollten, und bitte Sie um Verständnis für meine Haltung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Peter Friedrich
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Frage zum Thema Internetsperren
19.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Friedrich

Ich würde Sie bitten, mir einem Wähler aus ihrem Wahlbezirk, darzulegen aus welchen Gründen Sie bei der Abstimmung über Internet Sperren zugestimmt haben.
Ich selber habe mir den Entwurf, der zur Abstimmung lag, durchgelesen und konnte keine Gründe finden diesem zuzustimmen.
Da ich meine Frage hier nicht unnötig mit irgendwelchen möglichen Folgen aufgebauscht habe, würde ich Sie auf der anderen Seite dringenst um eine schnelle sachliche Antwort bitten.

Mit freundlichen Grüßen



PS: Ich habe diese Frage bewußt auf dieser Seite gestellt, damit Sie mit ihrer Antwort möglichst viele Wähler erreichen können.
Antwort von Peter Friedrich
2Empfehlungen
01.07.2009
Peter Friedrich
Sehr geehrter Herr ,

wie auch in der Öffentlichkeit, wurde auch im Deutschen Bundestag Für und Wider des so genannten Zugangserschwerungsgesetzes ausgiebig und kontrovers diskutiert. Diese Diskussion spiegelt auch meinen Abwägungsprozess über mein Votum wieder.

Der SPD-Parteivorstand hat noch am Samstag vor der Abstimmung im Bundestag ein Papier verabschiedet ( www.spd.de ), das auf vier Punkte besonderen Wert legte. Zu Beginn der darauf folgenden Woche, hat die Verhandlungsleitung der SPD mit diesen vier Punkten erhebliche Verbesserungen durchsetzen können. So gilt nun das richtige und wichtige Prinzip: Löschen vor Sperren. Das heißt, dass eine Sperre nur dann in Erwägung gezogen werden soll, wenn ein Löschen nicht möglich ist - etwa bei entsprechendem Material, das sich auf Servern im Ausland befindet und dessen Betreiber nicht mit den deutschen Strafverfolgungsstellen kooperieren.

Weiter haben wir eine Kontrollinstanz durchsetzen können, die die Liste regelmäßig auf Fehler überprüft und somit die Wahrung der Informationsfreiheit garantieren wird. Dadurch sind rechtsstaatliche Prinzipien und ein transparentes Verfahren gesichert.
Alle Bestrebungen, an einer Stopp-Seite anfallende personenbezogene Daten zur Strafverfolgung zu verwenden, konnten ebenfalls zurückgewiesen werden. Das BKA erstellt nun lediglich eine anonyme Zugriffsstatistik. Damit ist ausgeschlossen, das etwa durch SPAM-Mails fehlgeleitete Nutzerinnen und Nutzer einem Ermittlungsverfahren ausgesetzt werden.

Besonders wichtig war mir auch, dass es sich bei dem Gesetz um ein Spezialgesetz mit einer zeitlichen Befristung handelt. Das heißt zum einen, dass im Gesetz eine Anwendung auf andere Bereiche als die der Kinderpornographie explizit ausgeschlossen ist und zum anderen, dass das Gesetz 2012 seine Gültigkeit verliert. Dann wird man die Regelung erneut einer strengen Prüfung unterziehen müssen.
Forderungen nach einer Ausweitung der Sperrinfrastruktur erteile ich im Übrigen auch weiterhin - im Einklang mit meinen Fraktionskolleginnen und -kollegen - eine deutliche Absage.

Mit diesen Änderungen, bei denen sich die SPD-Bundestagsfraktion voll durchsetzen konnte, sind auch wesentliche Forderungen des Bundesrats, der Sachverständigen in den Anhörungen und der Netz-Community Rechnung getragen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Friedrich MdB
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Frage zum Thema Finanzen
28.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Friedrich,

im Zusammenhang der künftigen Bundestagswahl möchte ich Sie zur Problematik der Hundesteuer um eine Stellungnahme meiner Anfragen bitten.

1. Befürworten Sie bzw. Ihre Partei weiterhin die Aufrechterhaltung der Hundesteuer für finanzpolitische Interessen?
2. Würden Sie bzw. Ihre Partei sich einsetzen für eine Abschaffung der ungerechten und unsozialen Luxusbesteuerung einer Hundehaltung?

Mehrere europäische Länder und auch Städte innerhalb Deutschlands haben den Sinn und die Notwendigkeit des Hundesteuerwegfalls klar erkannt und dementsprechend auch gehandelt, in dem sie die Hundesteuer wegen ethischer, moralischer und verfassungsrechtlicher Bedenken abgeschafft haben.

Ich denke Ihre Antwort interessiert nicht nur mich, sondern auch ca. 5 Millionen Hundehalter (auch Wähler) in Deutschland.

Als Bürger und Wähler dieses Landes bitte ich Sie um Antwort.


Mit freundlichen Grüßen

W.
Antwort von Peter Friedrich
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2009
Peter Friedrich
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Hundesteuer. Ich halte eine angemessene Hundesteuer für völlig in Ordnung. Durch Hunde entstehen auch Belastungen, zum Beispiel in der Stadtreini-gung, die auch von der Allgemeinheit getragen werden. Wie Sie aber vollkommen richtig erkannt haben, liegt das Recht zur Erhebung einer Hundesteuer bei den Gemeinden und nicht dem Deutschen Bundestag.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Friedrich, MdB
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
30.09.2009
Von:

Lieber ,

Bist du jetzt eigentlich wieder in den Bundestag gekommen? Es mussten ja doch einige Genossen den Bundestag verlassen aufgrund der schlechten Ergebnisse...
Antwort von Peter Friedrich
bisher keineEmpfehlungen
29.10.2009
Peter Friedrich
Lieber ,

vielen Dank der Nachfrage.

Ich bin wiedergewählt und freue mich auf die neuen Aufgaben in der Opposition. Wir werden zeigen, wie man es besser macht.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich
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Ihre Frage an Peter Friedrich
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