Omid Nouripour (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Omid Nouripour
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Politikberater
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Frankfurt
Wahlkreis
Frankfurt am Main II
Ergebnis
15,2%
Landeslistenplatz
2, Hessen
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(...) Um diese drei Krisen zusammen zu denken haben wir den "Green New Deal" aufgestellt. Der "Green New Deal" versöhnt Ökologie und Ökonomie. Ein Neuer Gesellschaftsvertrag verlangt, dass diese Kosten nicht allein den kommenden Generationen aufgebürdet werden. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Omid Nouripour hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Nouripour,

am 7 Juni 2009 votierten die Darmstädter Bürger mit 55% der Abstimmenden eindeutig gegen den Bau der geplanten Nordostumgehung.

Da aber 204 Stimmen zum in Hessen erforderlichen Quorum von 25% der Abstimmenden fehlten, gilt dieser Bürgerentscheid als "unecht" gescheitert.
Die Mehrheit der Abstimmenden will diese Strasse nicht, ganz besonders sichtbar an den Abstimmungsergebnissen in den betroffenen Wohngebietenl, obwohl diese ja angeblich entlastende Auswirkungen haben soll.

Wie werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Strasse NICHT gebaut wird?

MfG
J.
Antwort von Omid Nouripour
bisher keineEmpfehlungen
22.08.2009
Liebe ,

natürlich werde ich mich - gemeinsam mit den Darmstädter Grünen - dafür einsetzen, dass die unsinnige Nord-Ost Umgehung nicht gebaut wird. Ich bin begeistert über das hohe personelle Engagement von dir und Heidrun.

Lass uns beim unserem nächsten Treffen darüber weiterreden.

Alles Gute

Omid
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Frage zum Thema Arbeit
03.09.2009
Von:

Guten Tag,

ich würde gern von Ihnen wissen, welche Politik Sie vertreten in Bezug auf die noch zu erwartende Rezession am Arbeitsmarkt.
Gerade für mich als Berufseinsteiger ohne Job ein sehr wichtige Frage.

besten Dank im voraus

P.
Antwort von Omid Nouripour
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrter ,

vielen Dank für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch.de

Als Bundestagsfraktion haben wir uns ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Ich empfehle Ihnen die Borschüre "Zugang zu Arbeit". Sie finden die Broschüre hier: gruene-bundestag.de

Als Kernthese haben wir 7 Punkte entwickelt, die ich hier kurz aufzählen möchte:

Grundsicherung. Sicherheit und Teilhabe.

Langzeitarbeitslosigkeit. Fördern vor Ort.

Sozialer Arbeitsmarkt. Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren.

Sozialabgaben. GeringverdienerInnen entlasten.

Mindestlöhne. Auskommen mit dem Einkommen.

Weiterbildung. Lebenslanges Lernen.

Existenzgründungen. Auf eigenen Füßen, solidarisch abgesichert.

Der Einstieg ins Berufsleben findet noch immer durch die Ausbildung statt. Während die Zahl der Ausbildungsplätze stagniert, ignoriert die Bundesregierung den anderen Krisenherd der dualen Ausbildung: Immer mehr Berufsschulen verlieren den Anschluss. Etliche Berufsschulen können nach dem aktuellen Ausbildungsreport des DGB gerade im industriellen Bereich nicht mehr mit der technologischen Entwicklung in den Betrieben mithalten. Dazu kommt, dass ihnen die Lehrerinnen und Lehrer ausgehen. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt wird, geht der Kern des dualen Systems verloren: die gleichwertige und aufeinander bezogene Ausbildung in Theorie und Praxis.

Die große Koalition hat bei der Reform der dualen Ausbildung komplett versagt. Sie hat keine neuen Konzepte für die Ausbildungen vorgelegt oder gar umgesetzt. Der Bund hat außerdem in seinem einzigen verbliebenen bildungspolitischen Kompetenzbereich vier Jahre lang keinerlei Anstöße für die Qualitätsverbesserung an den Berufsschulen gegeben. Es wäre ein zentraler Schritt gewesen, die Länder im Rahmen der Qualifizierungsinitiative zu besserer Ausbildung zu verpflichten. Aber die Chance wurde vertan.

Wir haben mit unserem Modell DualPlus vorgeschlagen, Betriebe und Schulen durch die überbetrieblichen Ausbildungsstätten als dritten Lernort zu unterstützen und zu entlasten. So können die duale Ausbildung aufgewertet, die Lehrkräfte unterstützt und die Ausbildung technologisch auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Ich hoffe ich habe Ihnen die Wahl am 27. September mit meiner Antwort erleichtert.

Viele Grüße

Omid Nouripour
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Frage zum Thema Finanzpolitik
16.09.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Nouripour,

zentrale, aber zu wenig thematisierte Frage des Wahlkampfes ist, wie die Lasten der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise verteilt werden. Unterm Strich und auf längere Sicht drohen massive Einschnitte vor allem für einkommensschwache BürgerInnen und die öffentlichen Haushalte.

Eine Initiative von Vermögenden hat deshalb im Mai in einem öffentlichen Appell, der in den Medien viel Beachtung fand, eine zeitlich befristete Vermögensabgabe gefordert. Sie sieht vor, dass Personen mit einem Vermögen von mehr als 500.000 Euro 2009 und 2010 fünf Prozent ihres Vermögens abgeben.

Außerdem fordert die Initiative, der sich mittlerweile 37 Vermögende angeschlossen haben, nach 2010 die Vermögensteuer wieder einzuführen. Mehr dazu finden Sie unter www.appell-vermoegensabgabe.de.

Nach Berechnungen der Initiative würde eine solche Vermögensabgabe in den zwei Jahren ca. 100 Milliarden Euro einbringen.

Diese Einnahmen sollen - anders als die bisherigen Konjunkturpakete - in den ökologischen Umbau der Wirtschaft, in Personal für Bildungs-, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie in die Erhöhung der Transferleistungen wie Harz IV und BaFöG investiert werden.

Einer von der Initiative in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage zufolge unterstützen 57 Prozent der Deutschen die Forderung nach einer Vermögensabgabe
(Quelle: www.tagesspiegel.de ).

Als Mitunterzeichnerin des Appells und Bürgerin Ihres Wahlkreises frage ich
Sie: Wie stehen Sie zu diesen Forderungen? Wenn Sie eine Vermögensabgabe ablehnen, welche alternativen Lösungsvorschläge haben Sie für die sozialen und ökologischen Probleme infolge der Krise?
Mit freundlichen Grüßen,

__
Antwort von Omid Nouripour
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage an mich über Abgeordnetenwatch.de

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Wir brauchen eine Steuerreform, die starke Schultern stärker belastet und Erbschaften und große Vermögen zur Finanzierung des Gemeinwohls stärker heranzieht.

Wir haben die drei aktuellen Krisen zusammengedacht. Deutschland steht mitten in der Finanzkrisen, die Klimakrise droht, die Krise der Gerechtigkeit ist global wie auch national spürbar. Um diese drei Krisen zusammen zu denken haben wir den "Green New Deal" aufgestellt. Der "Green New Deal" versöhnt Ökologie und Ökonomie. Ein Neuer Gesellschaftsvertrag verlangt, dass diese Kosten nicht allein den kommenden Generationen aufgebürdet werden. Ebenso wäre es falsch, diese Kosten durch allgemeine Steuererhöhungen gegenzufinanzieren. Stattdessen sollten vor allem jene einen Beitrag leisten, die in den Zeiten vor der Krise vom Finanzmarktkapitalismus profitiert
und große Vermögen aufgebaut haben. Heute besitzen fünf Prozent der Bevölkerung 47 Prozent des Vermögens. Wir halten es für richtig, zur Bewältigung dieser historischen Krisen, starke Schultern auch stärker in die Verantwortung zu nehmen. Deshalb schlagen wir GRÜNE vor, eine zeitlich befristete, einmalige Vermögensabgabe nach Artikel 106 des Grundgesetzes einzuführen, mit der zweckgebunden die Kosten zur
Bewältigung der Krise getilgt werden sollen. Diese steht allein dem Bund zu und wurde eigens zur Finanzierung außergewöhnlicher Belastungen ins Grundgesetz aufgenommen. Wir GRÜNE forderten eine solche zuletzt zur Finanzierung der Kosten der Wiedervereinigung.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Omid Nouripour
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