Oliver Friederici (CDU)
Abgeordneter Landtag Berlin

Grunddaten
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Dipl. Politologe
Ausgeübte Tätigkeit
kaufmännischer Angestellter
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Steglitz-Zehlendorf WK 5 , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
40,8%
Landeslistenplatz
2
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(...) Einnahmen, die die Flughafengesellschaft erzielt, die betreffenden Umsätze, Hinweise auf die "Jobmaschine BER", die Standortvorteile für Berlin und Brandenburg und die Positionen zum Lärmschutz, entnehmen Sie bitte dem Internetauftritt des Unternehmens unter www.berliner-flughafen.de (...)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Friederici,

die wievielte Legislaturperiode hintereinander sitzen Sie in einem bezahlten Mandat?
Antwort von Oliver Friederici
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02.02.2012
Oliver Friederici
Sehr geehrter Herr ,

mit Beginn der aktuellen 17. Legislaturperiode des Berliner Abgeordnetenhauses bin ich hintereinander selbst in der 5. Legislaturperiode.

Weiteres zu meinem Lebenslauf entnehmen Sie bitte gern dem Internetauftritt des Berliner Abgeordnetenhauses, hier der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ( www.berlin.de ).

Ihnen wünsche ich persönlich alles Gute.

Gruß Oliver Friederici
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
07.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr MdA Friederici,

über abgeordnetenwatch.de (s. dort) habe ich Frau MdA Seibeld einige Fragen gestellt, die sie jedoch nicht beantworten konnte und mich daher zur Beantwortung an Sie verwiesen hat.

Die CDU spricht sich dafür aus, am neuen Flughafen BER ein Flugdrehkreuz zu errichten.
Dabei ergeben sich viele Probleme:
  • Weder der Berlintourismus noch die Wirtschaft hat etwas von Umsteigern
  • Der Süden Berlins und Brandenburgs werden erheblich mit Fluglärm, Feinstaub und Umweltgiften belastet. Dies wird sich in Wertminderung der Immobilien, langfristig steigenden Gesundheitskosten und sinkende Umsätze für Naherholungsgebiete niederschlagen, was sicherlich volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe ausmachen dürfte
  • Der Arbeitsplatzeffekt beim Drehkreuz dürfte nur einige Tausend Jobs betragen. Da sich die meisten der entstehenden Jobs im Niedriglohnbereich befinden, werden auch die Steuereinnahmen entsprechend gering sein.
Fazit: Hauptprofiteure sind die Airlines, wir Bürger haben nur Nachteile, obwohl der BER von unseren Steuergeldern bezahlt wird.

Hier nochmals meine Fragen:
  • Welche Gründe – bitte belegbare Fakten – sprechen Ihrer Meinung nach für ein Drehkreuz am BER?
  • Meinen Sie nicht, dass endlich eine neutrale Studie angefertigt werden sollte, die die volkswirtschaftlichen Vor- und Nachteile eines Drehkreuzes fachgerecht beurteilt?
  • Was unternimmt die CDU, und Sie persönlich, in Richtung Erstellung einer neutralen Studie?

Nur der Staat kann es sich leisten, Großprojekte ohne realistische, volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen Rechnung durchzuführen, wie den neuen Flughafen & Drehkreuz in Berlin. Als sich die privaten Investoren von ihrem 50% Anteil zurückzogen, wohl weil die Wirtschaftlichkeit zweifelhaft war, wurden die Milliardenkosten flugs dem Steuerzahler zugeschoben. Auch die CDU, die ja sonst immer gegen die steigende Staatsquote angeht, machte mit, warum?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. M. Kießling
Antwort von Oliver Friederici
bisher keineEmpfehlungen
12.04.2012
Oliver Friederici
Sehr geehrter Herr Dr. Kießling,

komme aufgrund einer Vielzahl eingegangener Fragen und Themen der letzten Tage leider erst jetzt dazu, Ihnen zu antworten.

Zu Ihrem Fragen- und Meinungskatalog, der Ihnen bereits von meiner Kollegin Frau Cornelia Seibeld beantwortet worden ist, teile ich Ihnen gerne ergänzend mit:

Die Erfahrungswerte anderer deutscher Flughäfen, bspw. Frankfurt/Main, Düsseldorf oder München zeigen, dass im nahen und weiten Umfeld sowie auf dem Flughafen selbst bspw. direkt durch weitere Unternehmensansiedlungen, Gewerbe, Logistik, Hotels, Verkehrsinfrastruktur und sämtlichen flughafen- und luftfahrtbezogenen Dienstleistungen, in der Regel pro 1 Million Fluggäste ca. 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Selbst habe ich mich davon auf einem eintägigen Erkundungstermin am Flughafen Frankfurt überzeugen können. Dies war am letzten Mittwoch. Dabei habe ich übrigens erfahren, vielleicht auch für Sie ebenfalls interessant, dass Flughafengesellschaften inzwischen wesentlich Einnahmen erwirtschaften aus Geschäften und Dienstleistungen neben dem Flugbetrieb und eben nicht nur aus dem Fluglinienverkehr. Nämlich aus der Drehkreuzfunktion und den umsteigenden Passagieren, die vor Ort einkaufen, Geschäfte tätigen und in Berlin/Brandenburg übernachten und sich die Stadt und das Umland anschauen.

Dieses ist an den bisherigen Berliner Flughäfen (TXL und SHF) aus baulichen Verhältnissen nicht möglich und wird sich am neuen Flughafen BER besser realisieren lassen.

Arbeitsplätze, Steuerkraft und folgende Unternehmensansiedlungen sind unendlich wichtig für Berlin. Die hohe Quote arbeitssuchender Menschen in Berlin wird Ihnen bekannt sein. Diesem Thema sich auch zu stellen, Lösungen anzubieten und die Rahmenbedingungen zu verbessern, ist Hauptaufgabe der Politik.

Ich weiß auch, dass die etwaige Steigerung des Luftverkehrs natürlich Sorge, Angst und Furcht verursachen. Bei den mittelbar und unmittelbar betroffenen Anliegern des neuen Flughafens gibt es seit Monaten diese Sorgen. Die Diskussion und das nicht optimale Agieren der Deutschen Flugsicherung haben ebenfalls nicht zu einer Entspannung beigetragen. Gleichfalls möchte ich Ihnen versichern, dass wir als Berliner CDU-Fraktion es auch als unsere Aufgabe sehen, mit Nachdruck auf die Erfüllung des Schallschutzprogrammes zu drängen. So geschehen bspw. in der Verkehrsausschussitzung vor Ostern hier im Berliner Abgeordnetenhaus.

Ihren Vorwurf, Frau Seibeld konnte ihre Fragen nicht beantworten, kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen. Sie hat sich fundiert Ihren Fragen gestellt, nur finde ich es nicht in Ordnung, wenn Sie dies behaupten, nur weil Sie inhaltlich eine andere Meinung zum Thema haben.

Selbst darf ich Ihnen versichern, dass ich im Süden des Berliner Bezirks Neukölln wohne und nicht gedenke, von dort wegzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Friederici, MdA
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
13.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr MdA Friederici,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Die Steigerung des Flugverkehrs versursacht bei uns Lichterfelder-Lankwitzern nicht "Sorge, Angst und Furcht" – wir sind nicht dumm – sondern Ärger darüber, dass der Diepgen & Wowereit Senat seit 1998 von den Stadtüberflügen gewusst und uns Bürger getäuscht hat, sowie die Verlärmung unseres Bezirkes zugunsten der Profitinteressen der Airlines. Das Politiker nun versuchen, die Schuld der DFS zuzuschieben, na ja…..

Leider haben Sie meine Fragen nicht beantwortet, statt BER-spezifischem Zahlenmaterials liefern Sie nur pauschale Standardantworten:
I.) Der BER war als ein mittelgroßer Regionalflughafen genehmigt worden, die Drehkreuzfunktion wurde erst vor ca. einem Jahr bekannt. In Ihrer Antwort vermischen Sie den Flughafen mit der Drehkreuzfunktion. Ich meine, wenn man so engagiert wie Sie für das Drehkreuz eintritt, welches uns Bürger erheblich mit Fluglärm belasten wird, sollten Sie auch den Nutzen beziffern können, z.B. wie viele zusätzliche Jobs & Steuereinnahmen durch das Drehkreuz voraussichtlich entstehen werden. Für ein Milliarden-Projekt werden doch sicherlich solche Daten existieren, müsste ja auch für den Berliner Haushalt wichtig sein?
II.) Die von Ihnen genannte Zahl von bis zu 1.000 Arbeitsplätze pro 1 Million Passagiere ist eine hohe, pauschale Zahl, die immer von der Luftverkehrslobby (!!) herangezogen wird. Renommierte Fachleute rechnen mit deutlich geringeren Zahlen, nur werden die von SPD/CDU ignoriert (s. Abb. 2.3-1 eichwalde.de ).
III.) Bis zur Eröffnung sollen laut Wowereit und FBS 40.000 neue, zusätzliche Jobs am BER entstehen, nach Schätzungen sind es nur ca. 10.000. Bitte lassen Sie mich die aktuelle Zahl wissen.

Das Drehkreuz bringt nur den Airlines finanziellen Nutzen, Berlin hat wenig davon, wir Bürger Lärm & Dreck & Immobilienwertverluste.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. M.
Antwort von Oliver Friederici
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13.04.2012
Oliver Friederici
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihre erneuten Auslassungen, denen ich lediglich unter I. eine Frage entnehmen kann, die ich Ihnen selbstverständlich gerne wie folgt beantworte:

Einnahmen, bspw. aus dem Mehrwertsteueraufkommen aus Umsatz am Flughafen von vor Ort ansässigem Gewerbe, werden nicht für den Flughafen getrennt erhoben.

Einnahmen, die die Flughafengesellschaft erzielt, die betreffenden Umsätze, Hinweise auf die "Jobmaschine BER", die Standortvorteile für Berlin und Brandenburg und die Positionen zum Lärmschutz, entnehmen Sie bitte dem Internetauftritt des Unternehmens unter www.berliner-flughafen.de

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Friederici, MdA
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