Ole Thorben Buschhüter (SPD)
Abgeordneter Landtag Hamburg

Grunddaten
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB,
Wohnort
Hamburg-Rahlstedt
Wahlkreis
Rahlstedt , über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
weitere Profile
(...) Nach Auskunft der für Hauptverkehrsstraßen zuständigen Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ist im Abschnitt der Grindelallee zwischen Rentzelstraße/Grindelhof und Hallerstraße derzeit keine grundhafte Überplanung vorgesehen. Vorgesehen sei lediglich, dort die Deckschicht der beiden Bussonderfahrstreifen und die zwei stadteinwärts führenden Fahrbahnstreifen zu erneuern. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
13.10.2011
Von:
Jan

Sehr geehrter Herr Buschhüter,
ich habe einige Fragen zum Thema Busanschaffnung des HVV:

Heute Morgen fuhr mit der Linie 118, im Einsatz war ein ehemaliger gelber Jasper Flughafenbus, dieser hatte laut Anschlag vorne im Bus stolze 49 Sitzplätze und 45 Stehplätze. Jeder Fahrgast hatte einen Sitzplatz und auch ein Kinderwagen und ein Rollstuhl hatten Platz wie in einem normalen Bus. Gestern widerum war ein ganz neues Fahrzeug im Einsatz, bei dem sämtliche SItzplätze auf der rechten Seite hin bis hin zur Mitteltür fehlten, es standen im ganzen Bus lediglich 17 Sitzplätze und 65 Stehplätze zur Verfügung.

Das Gedränge war in dem Bus mit weniger Sitzplätzen viel größer, älteren Fahrgästen stand nur der eine Vierersitz zur Verfügung, alle anderen Sitze hatten eine Stufe (von wegen "Niederflurbus"), die Meisten Plätzen waren in der Sitzecke im Hinteren Teil sogenanntes "U". Auch andere Fahrgäste waren sauer über die Fahrzeugauswahl. Ein älterer Fahrgast fragte den Fahrer gar, ob es bei den neuen Modellen bald nur noch Stehplätze wie in den Vorfeldbussen auf dem Flughafen gäbe und der Fahrer als einziger sitzen dürfe.

Wer entscheidet über das Modell der Fahrzeuge, welche neu angeschafft werden? Wieso werden neue Fahrzeuge mit nur 17 Sitzplätzen angeschafft bei einer immer älter werden Gesellschaft? Kann die Politik EInfluss auf den Kauf der Fahrzeuge nehmen, weil die Stadt Hamburg Teilhaber der HOCHBAHN ist? Weshalb werden keine neuen Fahrzeuge des Typ "Flughafenbus" angeschafft, wo diese viel mehr Sitzplätze bieten, aber auch der Mehrzweckraum nicht kleiner ist als in den gewöhnlichen Bussen?

Wie stehen Sie zu der Problematik? Werden Sie sich der Problematik annehmen und sich für Fahrzeuge einsetzen, welche wie das Modell des Flughafenbusses eine hohe angemessene Anzahl an Sitzplätzen hat?

Mit freundlichen Grüßen
Jan
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
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15.10.2011
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Wie ich schon in meiner Antwort an Herrn Schneider beschrieben habe, musste infolge der Verdoppelung des Platzes, der Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen zur Verfügung steht, die Anzahl der Sitzplätze reduziert werden. Nur noch 17 Sitzplätze sind allerdings ungewöhnlich. Ich kann aktuell nicht beurteilen, was das Busunternehmen bewogen hat, einen solchen Bus anzuschaffen, und kann mir nur schwer vorstellen, dass dies zukünftig die Regel sein wird. Ich werde der Sache nachgehen und das Ergebnis dann hier nachtragen. Grundsätzlich gilt: Dort wo das Fahrgastaufkommen dies erfordert, sollen zukünftig zusätzliche und größere Busse zum Einsatz kommen.


Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
Ergänzung vom 21.10.2011
Sehr geehrter Herr ,

ich habe mich wegen der "Fahrzeuge mit wenigen Sitzplätzen" mit dem HVV in Verbindung gesetzt und dort folgendes erfahren:

"Es handelt sich bei diesen Fahrzeugen um Standard-Linienbusse (12 m / Citaro mit 18 Sitzplätzen +2 Notsitzen) der Firma Jasper (hier TOG als damalige Tochter von Jasper), die vor einigen Jahren als Versuch mit einem deutlich ausgeweiteten Stehplatzbereich angeschafft wurden. Die Serie umfasst nach unseren Informationen 15 Fahrzeuge, die seit ca. fünf Jahren im Liniennetz der Hochbahn eingesetzt werden. Die Hochbahn hat mit ihren Tochterunternehmen derzeit 850 Linienbusse im Einsatz. Gemessen daran ist der Anteil dieser besonderen Fahrzeuge mit unter 2% sehr gering.

Der Gedanke zu diesen "ausgeräumten" Fahrzeugen entstand aus den Erfahrungen auf den nachfragestarken Tangentialverbindungen (20/25 vor Umstellung auf Gelenkbusbetrieb, 23, 27) mit abschnittsweise hoher Nachfrage auf relativ kurzen Reiseweiten zur Schnellbahn, hoher Nachfrage durch Kinderwagen und ausgeprägten Verkehrsspitzen. In den Hauptverkehrszeiten konnten gute Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen durch kurze Fahrgastwechselzeiten an den Haltestellen und die hohen Kapazitäten durch mehr Stehplätze gewonnen werden. Außerhalb der Verkehrsspitzen sind diese Fahrzeuge jedoch schnell in die Kritik geraten. Daher wurden keine weiteren Fahrzeuge mit dieser besonderen Innenraumgestaltung angeschafft.

Die wenigen "ausgeräumten" Fahrzeuge der Firma Jasper werden überwiegend auf den Tangentialverbindungen im MetroBus-Liniennetz eingesetzt. Die letzten Serien der Stadtbusse der Verkehrsunternehmen haben derzeit einen größeren Aufstellbereich (meist mit Klappsitzen ergänzt) für Rollstühle und Kinderwagen und 33 Sitzplätze bei einem Standard-Linienbus von 12 Metern Länge."

Mein Fazit: Die Anschaffung von (Standard-)Bussen mit nur 18 Sitzplätzen war ein Versuch, der von den Fahrgästen nicht angenommen wurde und deshalb auch nicht fortgesetzt wird. Die Busse dieser Art, die bereits angeschafft wurden, werden aber noch eingesetzt. Bei Neuanschaffungen verfügen Standard-Busse wieder über 33 Sitzplätze. Mehr Sitzplätze wären möglich, wenn der Bereich für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen wieder reduziert würde. Dafür gibt es politisch jedoch keine Unterstützung.


Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Buschhüter,

auch ich habe die Verringerung der Sitzplatzanzahl in den Bussen beobachtet. Besonders problematisch ist es, wenn auch auf der in Fahrtrichtung rechten Seite die Sitzplätze fehlen. Denn ab der Mitteltür sind die Sitzplätze nur mit Stufe zu erreichen, ebenso die Plätze direkt hinter dem Fahrer. Stehen in solchen Fahrzeugen also nur die vier Sitzplätze des Vierersitzes ohne Stufe zu Verfügung, ältere Personen mit Gehstock etc. können die anderen Plätze aber nicht ohne weiteres nutzen. Und das in einem Bus häufig mehr als vier Personen diese Plätze nutzen ist bei der älter werdenden Gesellschaft auch in etwa drei von vier Bussen zu beobachten. Zumal das Gedränge in Fahrzeugen mit nur 17 oder 19 Sitzplätzen viel größer ist. Heißt man muss sich den Weg zur Tür erkämpfen.

Auch ich kenne die Linie 26 zur Genüge, es kommt wirklich allzu häufig vor das Personen nicht mehr einsteigen können, weil der Wagen schon voll ist. Zumal wenn der Bus voll ist erst recht keine Rollstuhlfahrer und Kinderwagen mehr in den Bus passen. Die Idee mit dem Einsatz von Gelenkbussen hat ein Arbeitskollege auch schon der Hochbahn geschrieben eine Antwort gab es nicht.

Geeignet dürfte der Abschnitt "Steilshooper Allee" bis "S Rübenkamp" für den Einsatz von Gelenkbussen in jeden Fall, weil die Fahrzeuge der Linien 277 am Nachmittag und der Linie 7 fast immer dort mit Gelenkbussen verkehrt.

Vielleicht könnten Sie eine Anfrage stellen:
1) Wie sieht die tatsächliche Auslastung der Linie 26 (Fahrgastzählungen, Meldungen der Fahrer, Fahrgästen) aus?
2) Sieht die HOCHBAHN eine Möglichkeit die Überlastung der Linie 26 z.B. durch den Einsatz von Gelenkbussen oder einer Taktverdichtung entgegenzuwirken?
3) Wie wird die Einhaltung der maximal zulässigen Fahrgastzahl überwacht? Wurde die zulässige Zahl tlw.überschritten?
4) Gibt es eine Beschwerdehäufung mit dem Thema dem Überfüllung der Linie 26 beim HVV bzw. der HOCHBAHN?
5) Weshalb werden Beschwerden tlw. nicht beantwortet?
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
bisher keineEmpfehlungen
21.10.2011
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich habe mich zwischenzeitlich zu den Fragestellungen "Fahrzeuge mit wenigen Sitzplätzen" und "Einsatz von Gelenkbussen auf der MetroBus-Linie 26" mit dem HVV in Verbindung gesetzt und meine vorherigen Antworten entsprechend ergänzt.

Kurz zusammengefasst: Im Liniennetz der HOCHBAHN sind seit ca. 5 Jahren 15 "ausgeräumte" Busse mit nur 18 Sitzplätzen im Einsatz. Diese Fahrzeuge sind versuchsweise angeschafft worden. Weitere Beschaffungen von Fahrzeugen dieser Art erfolgten nicht. Die letzten Serien der Standard-Stadtbusse der Verkehrsunternehmen (12 Meter Länge) verfügen wieder über 33 Sitzplätze.

Was den Gelenkbus-Einsatz auf der Metrobus-Linie 26 angeht, so ist hierfür erst noch eine Anpassung einiger Haltestellen erforderlich. Dies soll im Rahmen der vom Senat geplanten Busbeschleunigung in Angriff genommen werden. Damit werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass diese Linie 26 so bald als möglich auf einen Gelenkbusbetrieb umgestellt werden kann.

Im Übrigen verweise ich auf meine ausführlichen nachträglichen Antworten an die Herren Fischer und .


Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
01.11.2011
Von:
-

Sehr geehrter Herr Buschhüter,

ich habe heute etwas bezüglich der Gelenkbusse auf der Linie 26 beobachtet:

Heute (1.11.11) ist um 18:57 etwa an der Haltestelle Alfred-Mahlau Weg, ein Bus der Linie 26 mit Fahrziel "26 - Metrobus - Hamburg Airport" entgegengekommen (ich saß im 26er in entgegengesetzter Richtung). Der Bus mit dem Fahrziel Flughafen war ein Gelenkbus der VHH-PVG (mit schwar-weinroter Lackierung). Es wird daher der Bus der eigentlich um 18:55 an der Haltestelle Alfred-Mahlau-Weg losfahren sollte gewesen sein. Nach Fahrplan sollte der Bus demnach um 18:31 in Rahlstedt eingesetzt worden sein und sollte um 19:24 am Flughafen ankommen.

Wenn bereits Gelenkbusse dort eingsetzt werden, z.B. aufgrund von einem Fahrzeugmangel normaler Busse, weshalb wird dann die Auskunft gegeben, dieses sei aufgrund der zu kurzen Haltestellen nicht möglich? Auch fahren häufig andere Linien wie die Linie 7 auf der Strecke ebenfalls mit Gelenkbussen. Bitte haken Sie dort noch einmal nach.

Ich vermute es liegt eher daran, dass die Anschaffung neuer teurer Gelenkbusse und die dann nicht mehr benötigten normalen Busse das Problem sind.

Bitte fragen Sie nach: Wo an welchen Haltestellen genau müsste etwas für den Gelenkbuseinsatz der Linie 26 verändert werden? - Wenn ja, was genau?
Weshalb ist es möglich das bereits jetzt Gelenkbusse (z.B. aufgrund eines Fahrzeugmangels kurzer Busse) auf der Linie verkehren? Demnach wäre ein Einsatz von Gelenkbusses nach Anschaffung neuer Fahrzeuge sofort möglich.

Viele Grüße
K.-H.
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
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11.11.2011
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

die Hochbahn stellt derzeit den baulichen Aufwand an den Haltestellen zusammen, der notwendig ist, um auf der MetroBus-Linie den Betrieb komplett auf Gelenkbuseinsatz umzustellen. Es ist vorgesehen, im Rahmen einer Streckenbereisung mit den verantwortlichen Tiefbauämtern und der Straßenverkehrsbehörde konkret abzustimmen, welche Maßnahmen umzusetzen sind.

Unabhängig davon kommt es in der Tat gelegentlich vor, dass einzelne Fahrten auf der MetroBus-Linie 26 mit einem Gelenkbus geleistet werden, wenn durch den Ausfall einzelner Fahrzeuge oder aber durch betriebliche Beeinträchtigungen die planmäßig vorgesehenen Stadtbusse nicht zur Verfügung stehen. Dies sind, so der HVV, Ausnahmen, die von den Fahrern besondere Umsicht verlangen und die bei einzelnen Umläufen keine gravierende Beeinträchtigung für den übrigen Straßenverkehr darstellen. Für die komplette Umstellung der Bedienung auf Gelenkbus müssen jedoch die Voraussetzungen erfüllt sein, dass dieser Betrieb reibungslos sowohl im Linienverlauf als auch an den Linienendpunkten abgewickelt werden kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen aktuell hierzu nicht mehr mitteilen kann. Durch die neue politische Zielsetzung, das vorhandene Bussystem auszubauen und zu modernisieren, um den zusätzlichen Bedarfen im ÖPNV Rechnung zu tragen, ist jedoch gewährleistet, dass dem Busnetz nun die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die es verdient. Die Notwendigkeit des regelhaften Einsatzes von Gelenkbussen auf der MetroBus-Linie 26 ist erkannt und die zuständigen Stellen sind dabei, die Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Die weitere Vorgehensweise soll bereits in der kommenden Woche abgestimmt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
09.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Buschhüter,

ich bin heute um 18:49 an der Haltestelle "Steilshooper Allee" in einen 26er als Gelenkbus mit dem Ziel "Airport" gestiegen. Es dürfte damit derselbe Bus (Zeitlich um 18:31 in Rahlstedt eingesetzt) sein, den Herr Brauer vor zwei Wochen gesehen hat. Es war ein Bus der VHH/PVG.

Haben Sie sich diesbezüglich bei der Hochbahn/ dem HVV schlau gemacht? Weshalb wird die Auskunft gegeben, dass ein Gelenkbuseinsatz aufgrund zu kurzer Haltestellenbuchten nicht möglich sei, wo schon jetzt der Bus überall problemlos halten kann und anscheinend regelmäßig Gelenkbusse auf der Linie eingesetzt werden? Was spricht denn dagegen, dass zum Fahrplanwechsel nur noch Gelenkbusse eingesetzt werden? Kann die Politik hier auf den HVV/ die Hochbahn einwirken schnellstmöglich Gelenkbusse einzusetzen (und ggf. anzuschaffen), wo dieses doch problemlos möglich ist und tlw. auch schon getan wird?

Viele Grüße
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
bisher keineEmpfehlungen
11.11.2011
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

wie ich schon an Herrn Brauer geschrieben habe, kommt es in der Tat gelegentlich vor, dass einzelne Fahrten auf der MetroBus-Linie 26 mit einem Gelenkbus geleistet werden, wenn durch den Ausfall einzelner Fahrzeuge oder aber durch betriebliche Beeinträchtigungen die planmäßig vorgesehenen Stadtbusse nicht zur Verfügung stehen. Dies sind, so der HVV, Ausnahmen, die von den Fahrern besondere Umsicht verlangen und die bei einzelnen Umläufen keine gravierende Beeinträchtigung für den übrigen Straßenverkehr darstellen. Für die komplette Umstellung der Bedienung auf Gelenkbus müssen jedoch die Voraussetzungen erfüllt sein, dass dieser Betrieb reibungslos sowohl im Linienverlauf als auch an den Linienendpunkten abgewickelt werden kann.

Durch die neue politische Zielsetzung, das vorhandene Bussystem auszubauen und zu modernisieren, um den zusätzlichen Bedarfen im ÖPNV Rechnung zu tragen, ist gewährleistet, dass dem Busnetz nun die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die es verdient. Die Hochbahn stellt derzeit den baulichen Aufwand an den Haltestellen zusammen, der notwendig ist, um auf der MetroBus-Linie 26 den Betrieb komplett auf Gelenkbuseinsatz umzustellen. Es ist vorgesehen, im Rahmen einer Streckenbereisung mit den verantwortlichen Tiefbauämtern und der Straßenverkehrsbehörde konkret abzustimmen, welche Maßnahmen umzusetzen sind. Die weitere Vorgehensweise soll bereits in der kommenden Woche abgestimmt werden.

Insofern muss ich Sie noch um etwas Geduld bitten. Die Notwendigkeit des regelhaften Einsatzes von Gelenkbussen auf der MetroBus-Linie 26 ist jedoch erkannt und die zuständigen Stellen sind dabei, die Voraussetzungen hierfür zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
11.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Buschhüter,

Sie kündigten in der Antwort an Herrn Fischer hier auf Abgeordnetenwatch Anfang November eine Abstimmung der Vorgehensweise für den Gelenkbuseinsatz auf der Linie 26 schon in der nächsten Woche (also Mitte November) an. Mittlerweise ist es Anfang Dezember, hat diese Abstimmung stattgefunden?

Wenn ja: Was ist bei der Abstimmung herausgekommen?
Wie viele Haltestellen (ggf. welche?) müssten umgebaut werden? Ist schon bekannt in welchem zeitlichen Rahmen dieses geschehen soll?

Viele Grüße
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
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19.12.2011
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich stehe wegen der MetroBus-Linie 26 in engem Kontakt zum HVV. Von dort erfuhr ich auf Nachfrage, dass die Streckenbereisung voraussichtlich im Januar vorgesehen ist. Ziel der Streckenbereisung sei es, die offenen Fragen zu den Haltestellen und dem baulichen Aufwand zur Ertüchtigung auf Gelenkbusbetrieb zu klären. Erst danach könne mit der Planung und der Vorbereitung der Ausbaumaßnahmen begonnen werden. Ein genauer Termin, zu dem die Ergebnisse vorliegen werden, könne noch nicht genannt werden, da der HVV im Zusammenhang mit der Busbeschleunigung ca. 150 Maßnahmen durch Streckenbereisungen erkunden wird.

Neben der Überprüfung der Gelenkbustauglichkeit der Haltestellen auf der MetroBus-Linie 26 müssen auch die Auswirkungen auf die Liniennetzstruktur betrachtet werden. Die Linie weist in ihrem Verlauf eine sehr unterschiedliche Nachfragestruktur auf. Die Linienabschnitte mit dem hohen Verkehrsaufkommen liegen zwischen dem Bahnhof Rahlstedt und der U-Bahnhaltestelle Farmsen sowie im weiteren Verlauf zwischen Farmsen und der S-Bahnhaltestelle Rübenkamp. Die Linienabschnitte in der City Nord und insbesondere der Abschnitt U-Bahn Alsterdorf - Airport weisen demgegenüber eine deutlich geringere Nachfrage auf. Bei einer Umstellung auf Gelenkbusbetrieb besteht daher die verkehrliche Notwendigkeit vorrangig im Abschnitt Bf. Rahlstedt - S Rübenkamp. Eine Weiterführung des Betriebs der großen Fahrzeuge über U Alsterdorf hinaus würde zu einem deutlichen Überangebot an Platzkapazitäten - verbunden mit hohen Kosten - führen. Vor diesem Hintergrund ist bei einer Umstellung der Linie 26 auf Gelenkbusbetrieb auch die derzeitige Linienführung zum Flughafen in Frage zu stellen.

Für den HVV hat die mögliche Umstellung der Linie 26 auf Gelenkbusbetrieb eine hohe Priorität, was ich sehr begrüße. Er wird sich daher in den kommenden Wochen um die genannten Anforderungen und Fragestellungen intensiv kümmern. Dies wird begünstigt durch die Zielsetzung des SPD-geführten Senats, das Hamburger Bussystem zu einem der modernsten in Europa zu optimieren und Schnelligkeit und Komfort des Busverkehrs zu steigern.

Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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