Norbert Geis (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Norbert Geis
Jahrgang
1939
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Aschaffenburg
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Hätte der Bundespräsident sich für eine Begnadigung entschieden, hätten wir dies ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. (...) Herr Söder hat mit seinen Aussagen seine persönliche Meinung geäußert. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
29.04.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Geis!

Sie haben desöfteren klar gemacht, dass Sie von den sogenannten "eingetragenen Partnerschaften" nichts halten. Das Land Bayern diskriminiert Homosexuelle noch immer. Zum Beispiel im Beamtenrecht. U.a. beziehen Sie sich öfters auf "chistliche Werte".
Können Sie einen Menschen nicht einfach so akzeptieren, wie Gott ihn geschaffen hat?

Was wollen Sie tun,um die Situation der Homosexuelle zu verbessern? Ich denke da an das Adoptionsrecht und ich denke vor allem an Steuergerechtigkeit. Denn "eingetragene Partnerschaften" sind steuerrechtlich nicht mit der Ehe gleichgesetzt. Im Gegenteil. Diese sind in der Lohnsteuerklasse der Ledigen.

Ich denke, die Tatsache, dass jemand verheiratet ist, soll nicht steuerlich begünstigt werden. Wenn das aber so ist, dann soll das bitteschön auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gelten. Oder sehen Sie das anders?

Gruß


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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.04.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Geis,

gerade wird über das Unwesen von Lobbyisten (beschönigend als externe Mitarbeiter bezeichnet) in den Berliner Ministerien beraten.

Dass so etwas bisher überhaupt möglich war, ist entsetzlich genug.

Dass aber mit diesen "Bananen-Republik-Verhältnissen" nicht schleunigst Schluss gemacht wird, nachdem sie nun publik geworden sind, sollte in einer Demokratie eigentlich undenkbar sein.

Was unternimmt die CDU/CSU konkret, damit diese Zustände ein Ende finden?

Für Ihre Antwort vielen Dank


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Frage zum Thema Inneres und Justiz
19.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Geis,

nun ist es wieder passiert und keiner hat etwas vorher gemerkt. Ein "Ehrenmord" (dieses Wort ist in meinen Augen Hohn,denn wer mordet hat keine Ehre)

Natürlich hat man bemerkt das die 16 jährige gefährlich lebte,aber man konnte sie nicht schützen. Die Justiz hat Gnade vor Recht walten lassen und diese Gnade wurde von dem vorbestraften Bruder missbraucht. Toleranz und der Satz: "Das geht uns nichts an,das ist halt ihre Tradition." sind eindeutig Mittäter. Die Justiz mit ihren wirklich jämmerlichen Urteilen bringen Täter nur noch zum schmunzeln.

Meine Fragen:

1.Frau Seyran Ate ist wirklich ein Musterbeispiel von Integration.Die Dame hat für solche Frauen gekämpft und mußte aus Angst um ihre Tochter aufgeben.Frau Ates warnt seit langem vor zuviel Toleranz nur geht kaum ein Politiker auf dieses Thema ein.

Warum hören Politiker oft weg wenn es um das schwierige Verhältnis mit Muslimen geht?

2.Macht sich unsere Land nicht zum Mittäter wenn Täter frei herumlaufen ?Es könnten soviele Mädchen noch leben wenn die Richter härter durchgegriffen hätten.Wann ändert sich das?

3.Welchen Grund hat Deutschland Menschen zu dulden,die ihren Kinder das "deutsche Leben" sogar mit Hilfe von Gewalt untersagen.Das dort keine Integration folgen kann dürfte wohl jedem klar sein.

MFG
Antwort von Norbert Geis
2Empfehlungen
20.05.2008
Norbert Geis
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Zuschrift.

Es ist sehr richtig, was Sie sagen. Es kann und darf nicht sein, dass innerhalb unseres gesellschaftlichen und rechtlichen Systems, ein anders System funktioniert, welches mit unserer Verfassung nicht vereinbar ist. Es darf nicht zu Fehlurteilen von Seiten der Gerichte aufgrund von Fragen von Kultur oder Religion kommen. Wer sich integrieren will, muss unserer Verfassung akzeptieren und sich nach ihr richten. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Das gilt insbesondere für die Kinder.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Geis
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.05.2008
Von:

Lieber Herr Geis,

mit befremden habe ich gelesen, wie sehr sie die Kandidatur von Frau
Schwan für das Amt des Bundespräsidentin ablehnen. Deshalb meine Fragen an Sie:

1) Ist es in Demokratien üblich, dass mehrere Kandidaturen für ein Amt erfolgen, und sehen Sie das als sinnvoll an? Oder darf gegen amtierende Politiker nicht kandidiert werden, wenn diese beliebt sind?

2) erwarten Sie in Zukunft, dass Parteien, mit denen Sie koalieren, auch keine Spitzenkandidaten mehr für Bundestagswahlen aufstellen dürfen?

3) Finden Sie es einen guten Umgang mit dem Koalitionspartner, dass Sie, ohne Absprache mit der SPD, und zusammen mit der Oppositionspartei FDP, einseitig vorgeprescht sind, und Herrn Köhler vorgeschlagen haben? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, mit dem Koalitionspartner zusammen nach einem gemeinsam getragenen Kandidaten zu suchen?

4) oder gilt die Aufforderung zur Disziplin, nicht mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten, nur für die SPD und die Union darf mit der FDP machen, was immer sie will? Oder braucht nur die SPD die Erlaubnis der Union einen eigenen Kandidaten aufzustellen, umgekehrt aber nicht?

5) Unterstützen Sie die Wahl von Horst Köhler auch dann, wenn Sie rechnerisch auf die Stimmen der Neonazos angewiesen wären, oder lehnen Sie jegliche Zusammenarbeit ab? Oder sehen Sie die Mitwahl durch die NPD nicht als Zusammenarbeit?

6) wenn letzteres gilt: gilt das auch für die mitwahl von Frau Schwan durch die Linkspartei, oder gelten auch hier andere Regeln für Union und SPD?

Mit freundlichen Grüßen und in gespannter Erwartung, welche demokratischen
Spielregeln sie angewandt haben möchten,
Antwort von Norbert Geis
2Empfehlungen
26.05.2008
Norbert Geis
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Fragen.

1. Frau Schwan ist eine schätzenswerte Persönlichkeit und selbstverständlich ist es üblich, dass mehrere Bewerber kandidieren und auch aufgestellt werden. Vom Grundsatz ist das das gute Recht der SPD.

aber
2. Bundestagswahl und Bundesversammlung sind zwei unterschiedliche Dinge. Es entspricht dem demokratischen Prinzip unseres parlamentarischen Parteisystems, dass Kandidaten der verschiedenen Parteien zur Bundestagswahl gegeneinander antreten. Alles andere wäre undemokratisch.
3. Noch bis vor sehr kurzer Zeit hat die SPD signalisiert, dass man eine erneute Wahl von Horst Köhler befürworten würde. Das Prinzip in einer großen Koalition ist gerade jenes, nach Beratung und Verhandlung eine gemeinsame Position zu finden. Das Amt des Bundespräsidenten ist nicht parteiisch. Der Bundespräsident vertritt keine Parteilinien. Daher ist es umso unverständlicher, wieso man jetzt einen Gegenkandidaten aufstellt, obwohl die Mehrheit mit der Amtsführung des Bundespräsidenten Horst Köhler sehr zufrieden ist. Die SPD verfolgt hier wahltaktische Manöver und bricht eindeutig ihr Versprechen, mit den Linken keine Bündnisse einzugehen und auch nicht mit ihrer Hilfe nicht gewählt zu werden. Es ist aber klar, dass mit großer Wahrscheinlichkeit eine Wahl von Gesine Schwan nur mit den Stimmen der Linken zum Erfolg führt. Dies ist dann der Probelauf für die Bundestagswahl 2009. Ich bin der Meinung, dass das Amt des Bundespräsidenten viel zu wichtig ist, als dass man es für machtpolitische Interessen missbrauchen sollte. Das gab es auch in der Vergangenheit noch nie.

4. Für alle Parteien gelten die gleichen Regeln.

5. Nein, dieser Fall wird aber schon rein rechnerisch überhaupt nicht eintreten können, zumal die NPD erwägt einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Damit ist auch die letzte Ihrer Fragen beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.05.2008
Von:

Lieber Herr Geis,

zunächst einmal danke für die Antwort, obwohl sie mich nicht überzeugt.

Teilen Sie die Ansicht der Presse, dass die Union und die FDP nach der Wahl in Bayern keine Mehrheit im ersten Wahlgang haben, und daher, wenn SPD, Grüne und Linkspartei für Frau Schwan stimmen sollten, auf die Stimmen der Neonazis angewiesen sind?
Und wie vereinbaren Sie Ihre Aussage, dass das Amt jenseits der Parteitaktik stehen sollte, damit, dass CDU und FDP gemeinsam ohne Absprache Herrn Köhler nominiert, bzw. sogar zur Kandidatur gedrängt haben? Und sind Sie ernsthaft der Meinung, dass die Kandidatur Horst Köhlers 2005 absolut nichts mit parteitaktischen Überlegungen in bezug auf die Bundestagswahl zutun hatte? Das wollen Sie die Bürger ernsthaft glauben machen? Herr Köhler ist doch nur aus parteitaktischen Gründen überhaupt zum Bundespräsidenten aufgestellt worden. Finden Sie nicht, dass Ihr Vorwurf heute an die SPD dann ziemlich unanständig wirkt? Zumal die Tatsache bleibt, dass Sie Horst Köhler ohne Rücksprache mit der SPD und zusammen mit der FDP, also unter der Verletzung der Koalition mit der SPD, ohne Not schon frühzeitig ins Rennen geschickt haben
Antwort von Norbert Geis
3Empfehlungen
27.05.2008
Norbert Geis
Sehr geehrte Frau ,

selbstverständlich hat es Gespräche mit Horst Köhler gegeben, übrigens auch zwischen dem Bundespräsidenten und Herrn Beck und natürlich ist die Wahl des Bundespräsidenten immer eine gewisse Aussage für die Bundestagswahl.
Ich gehe davon aus, dass die Wahl in Bayern erfolgreich verlaufen wird und solche Überlegungen, die von der Presse nun angestoßen werden, überflüssig werden. Falls der von Ihnen angeführte unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, wird es natürlich problematisch. Da gebe ich Ihnen Recht. Was aber schlagen Sie vor? Sollte in diesem Fall Herr Köhler die Wahl nicht annehmen? Im Vergleich zur SPD, die Absprachen mit den Linken im Vorfeld treffen wird, würde es in diesem Fall keinerlei Absprachen mit der NPD geben. Die Wahl ist aber frei und geheim und man kann der NPD nicht vorschreiben, wenn sie wählt. Das ist Demokratie. Die CDU/CSU wird aber in keinem Falle im Vorfeld, so wie die SPD mit den Linken, Vereinbarungen mit der NPD eingehen.Das ist ein entscheidender Unterschied. Darüber hinaus wird man von Seiten der SPD sich sicherlich auch im Vorfeld der Nominierung von Frau Schwan über das Abstimmungsverhalten der Grünen erkundigt haben.

Im Übrigen hört man auch aus den Reihen der SPD Stimmen, die nicht verstehen können, wieso man eine Gegenkandidatin aufstellt. Die Zustimmung und Zufriedenheit mit Horst Köhler kommt längst nicht nur aus den Reihen von CDU/CSU und FDP.

Mit freundlichen Grüßen
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