Milan Berger (PIRATEN)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Milan Berger
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Systemtechniker NOC
Wohnort
Nuernberg
Wahlkreis
Nürnberg-Süd
Ergebnis
2,2%
Landeslistenplatz
-, Bayern
(...) Generell bin ich eher gegen eine weitere Herabsetzung des wahlfaehigen Alters. Mir wurde auch in einem anderen Rahmen schon die Frage gestellt, ob man das Alter nicht auf 14 herabsetzen sollte. (...)
Fragen an Milan Berger
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung und Kultur
02.09.2009
Von:

Hallo,

die Piraten-Partei befürwortet eine Kultur-Flatrate. Das so eingenommene
Geld muss aber an die Kulturschaffenden verteilt werden.

Haben Sie oder die Piraten-Partei hierzu detaillierte Vorstellungen?

Eine Verteilung ähnlich der, die die GEMA praktiziert (pauschal ohne Playlists bezahlte Beträge für Partys und Veranstaltungen werden auf die Handvoll "Top-10-"Künstler" verteilt, andere Künstler erhalten nur Anteile entsprechend eingereichter Playlists (vereinfacht dargestellt)), hätte ja den sicherlich nicht gewünschten Effekt, dass gerade Newcomer
und "Nischen-Künstler" nahezu leer ausgingen.

Eine absolut gerechte Verteilung hätte aber wiederum einen ausufernden
Überwachungs-Apparat (DRM...) und vermutlich alles Geld auffressende Verwaltung (GEMA lässt grüssen...) zur Folge.

Antwort von Milan Berger
bisher keineEmpfehlungen
18.09.2009
Milan Berger
Sehr geehrter Herr ,

bitte entschuldigen Sie die verspaetete Antwort zu Ihrer Frage.

Generell moechte ich Ihnen mitteilen, dass die Piratenpartei gegen die Einfuehrung einer Kulturflatrate ist, wie Sie momentan von einigen Parteien gefordert wird, es wuerde sich bei den aktuellen Modellen um eine Zwangsabgabe aehnlich der GEZ oder der Abgabe auf Rohlingen, Brennern etc handeln.

Weiterhin wuerden auch hier nur die grossen Kuenstler/Lables unterstuetzt werden und das eigentliche Ziel, die Gleichstellung (ein Ziel das uns Piraten sehr am Herzen liegt) wird keineswegs erreicht. Unsere Spezialisten fuer das Urheberrecht sind immer noch mit der Ausarbeitung eines "Piratenkulturflatrate"-Konzepts beschaeftigt, dieses liegt jedoch noch nicht in einer fertigen Fassung vor, denn wie Sie sich denken koennen muessen hier sehr viele Punkte behandelt werden eben auch die Punkte die Sie angesprochen haben wie: Gerechte Verteilung und Verzicht auf DRM und aehnliche Massnahmen.


Mit freundlichen Gruessen
Ihr Direktpirat Milan Berger
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Soziales und Familie
02.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Berger,

das Modell Harz IV ist gescheitert. Als Alternative wird zum Beispiel das "bedingungslose Grundeinkommen" vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass ein arbeitender Mensch am Ende des Monats auf jeden Fall mehr Geld in der Tasche hat als ein Nichtarbeitender mit Sozialhilfe / Harz IV.

Wie stehen Sie zu diesem oder ähnlichen Modellen?

Viele Grüße,
Antwort von Milan Berger
7Empfehlungen
02.09.2009
Milan Berger
Sehr geehrter Herr Schoeck,

ich gehoere zu den klaren Befuerwortern eines bedingungslosen Grundeinkommens und sehe dies auch in unserem Grundgesetz verankert. Durch ein Grundeinkommen wird Ausbeutung ueber den Arbeitsmarkt verhindert und wird sicherlich vielen die insgeheim schon resigniert haben helfen, wieder neuen Mut und Kraft zu schoepfen und sich auf den Weg zur Arbeitssuche zu begeben, dies ist wichtig fuer die Gesellschaft und auch unsere Wirtschaftskraft.

Kind Regards

Milan Berger
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Gesundheit
02.09.2009
Von:

Was würden Sie an der derzeitigen Gesundheitspolitik, soweit Ihnen möglich, als erstes ändern?
Antwort von Milan Berger
6Empfehlungen
02.09.2009
Milan Berger
Sehr geehrter Herr ,

ich persoenlich empfinde die aktuelle Gesundheitspolitik schafft momentan ein 2 Klassen System, welches untragbar ist fuer einen demokratischen Staat. Gerade beim Thema Gesundheit hat jeder Buerger das Recht auf die gleiche Pflege und Behandlung, hierbei darf ein finanzieller Hintergrund keine Rolle spielen, daher wuerde ich mich fuer die Abschaffung privater Krankenkassen einsetzen und weiterhin dafuer sorgen das der Buerger durch das aktuelle Gesundheitssystem nicht noch mehr belastet wird. Ich denke hier an Zuzahlungen bei Medikamenten, Praxisgebuehr und dergleichen, dies ist fuer einen Sozialstaat nahezu untragbar.

MfG

Milan Berger
Ihr Direktkandidat fuer die Piratenpartei NBG/Sued
Ergänzung vom 03.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich persoenlich empfinde die aktuelle Gesundheitspolitik schafft momentan ein 2 Klassen System, welches untragbar ist fuer einen demokratischen Staat.
Gerade beim Thema Gesundheit hat jeder Buerger das Recht auf die gleiche Pflege und Behandlung, hierbei darf ein finanzieller Hintergrund keine Rolle spielen, daher wuerde ich mich fuer die Abschaffung privater Krankenkassen einsetzen und weiterhin dafuer sorgen das der Buerger durch das aktuelle Gesundheitssystem nicht noch mehr belastet wird. Ich denke hier an Zuzahlungen bei Medikamenten, Praxisgebuehr und dergleichen, dies ist fuer einen Sozialstaat nahezu untragbar.

MfG

Milan Berger
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
06.09.2009
Von:

Hi,

ich streite immer mit meinen Freunden, warum es nicht gut ist ein "gläserner" Patient zu sein. Für mich ist es einfach vom Gefühl ungut, aber andere meinen, es sei doch prima, wenn man z.B. nach einem Unfall bewusstlos ist aber auf dem Chip alles Wesentliche gespeichert ist. Ich denke dann eher an den möglichen Missbrauch der Daten, aber meine Freunde meinen, ich hätte Verfolgungswahn.
Natürlich sind die Piraten dagegen, das ist mir klar, aber mir wären stichhaltige Argumente sehr lieb!

Danke

Antwort von Milan Berger
4Empfehlungen
08.09.2009
Milan Berger
Hallo Frau ,

ich beginne als erstes mit einem Zitat des Praesidenten der Freien Aerzteschaft Martin Grauduszu: "Das ist eine Schnüffelkarte, um intime Patientendaten auf den Servern der Krankenkassen zu sammeln".

Das Argument Ihrer Freunde laesst sich auch relativ schnell widerlegen, denn die Gesundheitskarte ansich bietet nur einen Schluessel zu der Akte die auf einem zentralen Server gespeichert wird. Es werden keine Daten auf der Karte ansich gespeichert, es ist also fraglich ob Beispielsweise aus dem Krankentransport heraus Daten abgefragt werden koennen. Jedoch beginnt hier schon das erste Problem, da weder die Uebermittlung der sensiblen Daten noch die Speicherung der Daten ansich genormt wurde. Auch gibt es kein Konzept wer auf die Schluessel zugreifen darf. Zum Thema Unfall zurueck, was wird hier benoetigt neben Blutgruppe und etwaigem Allergiepass? Am besten noch die Telefonnummer der naechsten Angehoerigen, all dies ist auf der Gesundheitskarte ansich nicht zu finden, nur auf dem zentralen Server, die Telefonnummer der naechsten Angehoerigen jedoch nicht. Alle 3 Dinge loest ein Allergie/Notfallpass schon seit Jahren.

Weiterhin duerfte es nur eine Frage der Zeit sein und bis die Zugriffe auf die Daten gelockert werden und evtl ein neuer Arbeitgeber vorher Einblick in die Krankenakten bekommen koennte, oder bis sich findige Hacker Zugriff auf Datensaetze verschafft haben, die Vergangenheit zeigt wie schnell gespeicherte Daten nach Aussen gelangen, denken wir hier beispielsweise an Grossbritannien oder die Deutsche Telekom.

Eine weitere Moeglichkeit des Missbrauchs waere sogenanntes Patientenscoring, aehnlich wie das Scoring welches von Banken bekannt ist um die Kreditwuerdigkeit einzustufen.

Tatsache ist es auch, dass die eGk die aerztliche Schweigepflicht z.B. durch das E-Rezept aushebelt.

Ein weiteres Argument gegen die eGk sind die massiven Kosten, die sich selbst auf 10 Jahre nicht rechnen duerften. Alleine das Primaersystem wird mit Kosten in Hoehe von 1 Milliarde Euro beziffert, welche natuerlich direkt auf den Versicherten zukommen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen, auch wenn mir stichhaltigte Argumene bei diesem Thema kaum moeglich sind.

Mit freundlichen Gruessen

Milan Berger - Piratenpartei Deutschland
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
07.09.2009
Von:

Hallo,

wie steht die Piraten-Partei und wie stehen Sie als Kandidat zum "Fraktionszwang", den die etablierten Parteien immer wieder "betonen"?

Laut §38, Abs. 1 des GG sind Abgeordnete ja nicht an Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen verpflichtet.

Würden Sie daher bei einer Abstimmung Ihre evtl. der Partei-Meinung entgegensetzte eigene Meinung vertreten?

A.
Antwort von Milan Berger
bisher keineEmpfehlungen
08.09.2009
Milan Berger
Sehr geehrter Herr Schaefer,

natürlich entscheide ich nach meinem besten Gewissen, dazu bin ich meinen Wählern, sowie meiner charakterlichen Integrität verpflichtet. Allerdings ist der Fraktionszwang bei einer geschlossenen Partei, wie den Piraten, in welcher alle an einem Strang ziehen gar nicht gegeben. Das ist einer der Punkte, die uns von den "etablierten Parteien" unterscheiden: Wir sind alle auf gleichem Kurs.

Mit freundlichen Gruessen
Milan Berger
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Milan Berger
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.