Michael Kretschmer (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Michael Kretschmer
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom Wirtschaftsingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Löbau-Zittau - Görlitz - Niesky
Landeslistenplatz
keinen, Sachsen
weitere Profile
(...) Auf den von Ihnen geschilderten Vorfall hat das Sächsische Sozialministerium bereits mit der Anordnung höherer Sicherheitsmaßnahmen reagiert, so dass die Patienten strenger überwacht werden und beispielsweise bei Ausgängen von einem Mitarbeiter begleitet werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Soziales
06.07.2009
Von:

Hallo Herr Kretschmer!

Seid der Grenzöffnung 2007 berichtet die lokale Presse immer öfter von Diebstählen. Mein Eindruck ist das sich die Zahl von Diebstählen stark vergrößert hat seitdem.

Gibt es eine offizielle Statistik zur Grenzkriminalität im grenznahen Bereich. Mit der Entwicklung in den letzten Jahren.

Wie ist die Personalentwicklung in den letzten Jahren bei der Landes und Bundespolizei.

Welche Maßnahmen macht Berlin damit Diebstähle nicht noch mehr werden.

Mein Fahrrad wurde schon zwei mal gestohlen

Hochachutngsvoll
T.
Antwort von Michael Kretschmer
1Empfehlung
09.07.2009
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

seit dem Beitritt Polens und der Tschechischen Republik zum Schengener Abkommen im Dezember 2007 ist die Kriminalität in Sachsen gesunken. Das ist erfreulich und es zeigt, dass die Hysterie, die teilweise in den Monaten zuvor geherrscht hatte, unbegründet war.

Jedoch zeigt die Statistik auch einen starken Anstieg von Autodiebstählen, vor allem konzentriert auf Görlitz und Zittau. Durch verstärkten Polizeieinsatz ist es gelungen, diese organisierte Kriminalität in die Schranken zu weisen. Auf die in letzter Zeit verstärkt im Oberland auftretenden Autodiebstähle wird die Polizei ebenso reagieren müssen. Zu den konkreten Maßnahmen möchte ich Sie auf meine Antwort auf die Frage von Herrn Müller vom 07.04.2009 verweisen.

Die Personalentwicklung bei Landes- und Bundespolizei ist differenziert zu betrachten. Während bei der Bundespolizei im Zuge einer umfassenden Reform Kräfte aus Sachsen abgezogen wurden, ist die Personalstärke der Landespolizei ausgebaut worden. Nähere Angaben dazu finden Sie in meiner Antwort an Herrn Müller vom 24.04.2009.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Sicherheit
09.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

in mehreren Ihrer Anworten zur Steigerung der Grenzkriminalität haben Sie erwähnt, dass Präsenz der Landespolizei im Grenznahen Raum erhöht wurden ist. Die Bewohner im Grenznahen Raum haben zwar dort nichts davon bemerkt, ich nehme aber diese Info einfach mal zur Kenntnis. Was gedenken Sie aber zu tun das die Exekutive endlich die Sorgen der Bürger ernst nimmt und entlich effektiv eine vernünftige Sicherheit der Bürger garantiert. Für Firmen des Autogewerbe wird die Situation existenzbedrohend, wie die letzten Tagen es in der Oberlausitz gezeigt hat. Am Geld und den Anzahl von Beamten kann es nichtliegen, denn davon ist bei Fußballspielen der hochbezahlten Profis und bei Staatsbesuchen ect. genug vorhanden. So kann es auf keinen Fall weiter gehen.

MfG
Antwort von Michael Kretschmer
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31.07.2009
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien muss weiter intensiviert werden. Hier sind durchaus schon Erfolge zu verzeichnen, wie Görlitz und Zittau gezeigt haben.

Ich hoffe wie Sie und werde mich dafür einsetzen, dass die Sicherheit im Grenzraum gestärkt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
31.07.2009
Von:

Werter Herr Kretschmer,

warum soll ich Sie eigentlich wählen. Sie sind im Bundestag in Ausschüssen tätig wo aus meiner Sicht die Region nicht wirklich profitiert.
Der Wahlkreis hat seit mehr als 10 Jahren eine hohe Arbeitslosenquote.Ihre Partei ist gegen einen Mindestlohn.
Die meisten Unternehmen in Ostsachsen zahlen keine Tariflöhne,klagen aber über Fachkräftemangel.Der Region droht eine zunehmende Überalterung mit wachsender Altersarmut.
Was werden Sie für die Menschen in der Region unternehmen,damit sich die Lage verbessert?
Antwort von Michael Kretschmer
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25.08.2009
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

ein Schwerpunkt meiner Arbeit im Deutschen Bundestag liegt im Bereich der Bildungs- und Forschungspolitik. Das ist natürlich nur ein Teil meiner Arbeit, denn in erster Linie bin ich natürlich als Interessenvertreter meines Wahlkreises im Bundestag. Und als solcher halte ich engen Kontakt zu den Menschen in unserer Region. Ich besuche Unternehmen, Schulen, Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen, Verbände, Vereinen und spreche - nicht nur in Bürgersprechstunden - mit den Menschen unserer Heimat, um von den Problemen vor Ort zu erfahren und diese zu lösen. Und natürlich werden diese Probleme, soweit sie nicht anders zu regeln sind, im Bundestag sowohl in der Landesgruppe Sachsen als auch in der Fraktion diskutiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Aber ich glaube auch, dass viele Menschen die Themen Bildung und Forschung und deren Reichweite unterschätzen. Denn natürlich haben sie eine enorme Bedeutung, gerade auch für unsere Region, in der die Arbeitslosigkeit vergleichsweise hoch ist. Sie haben ja selbst den Fachkräftemangel angesprochen, die drohende Überalterung und Altersarmut. Das sind doch alles Themen, die unmittelbar mit Bildung und Forschung zu tun haben.
Ohne exzellente Bildung und Forschung in unserer Region werden wir es nicht schaffen, unsere Heimat lebenswert zu erhalten - mit einer gut aufgestellten Wirtschaft und guten Arbeitsplätzen. Wir müssen den Menschen in unserem Land eine gute Ausbildung ermöglichen und ihnen mehr Aufstiegschancen bieten. Nur wenn wir gut ausgebildete Fachkräfte bei uns haben und ein innovatives Klima herrscht werden wir es schaffen, dass sich mehr Unternehmen in unserer Region niederlassen. Dann müssen unsere jungen Menschen auch nicht mehr auf der Suche nach einem Arbeitsplatz ihre Heimat verlassen. Und natürlich können wir auch nur mit Arbeit einer drohenden Altersarmut entgegentreten.
In dieser Legislaturperiode haben wir in den Bereichen Bildung und Forschung viele wichtige Programme auf den Weg bringen können, die unserer Region zugute kommen. So etwa das Ausbildungsplatzprogramm Ost, den Ausbildungspakt und Ausbildungsbonus, mit denen wir mehr Ausbildungsplätze für junge Menschen schaffen, die BAföG-Erhöhung und die Erweiterung des Meister-BAföG, um die Möglichkeiten der beruflichen Aufstiegsfortbildung zu verbessern. Viele Programme fördern gezielt Forschung und Innovationen in den Neuen Bundesländern, etwa durch Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, um die exzellente Forschung in den Neuen Ländern international sichtbar zu machen, innovative Produkte zu entwickeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Sachsen ist in den Bereichen Bildung und Forschung insgesamt schon sehr gut aufgestellt, auch wenn wir noch viel tun müssen.
Zum Thema Mindestlohn: Ich bin gegen einen flächendeckenden Mindestlohn, gleich welcher Höhe. Selbstverständlich muss sich Arbeit lohnen. Es kann nicht sein, dass Menschen Vollzeit arbeiten, aber sich und ihre Familie davon nicht ernähren können. Mindestlöhne sind meiner Meinung nach aber das falsche Rezept. Denn gerade bei uns in der Oberlausitz würden dadurch Arbeitsplätze vernichtet werden, nicht zuletzt wegen der Nähe zu Polen und der Tschechischen Republik. Daher halte ich Modelle wie den Kombilohn für sinnvoller, wo der Staat Löhne aufstockt, die nicht zum Überleben ausreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Wirtschaft
05.08.2009
Von:

Werter Herr Kretschmer,

Ihre Aussagen zur sozialen Marktwirtschaft verwundern mich etwas. Ist aus Sicht ihrer Partei die "Soziale Marktwirtschaft" eine eigene Gesellschaftsform die mit dem Kapitalismus nichts zu tun hat oder ist es eine Form des Kapitalismus der, u.a. durch starke Gewerkschaften und insbesondere Parteien wie in der Vergangenheit die SPD, soziale Züge hat.
Wie steht ihre Partei zur gegenwärtigen "Entartung" des Systems und wie lange kann und wird mit Steuermitteln diese einzudämmen sein ?
Antwort von Michael Kretschmer
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25.08.2009
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

Richtschnur des Handelns von CDU und CSU war und ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ist die beste Wirtschaftsordnung, Fundament unseres Wohlstands und Garant für weiteres Wirtschaftswachstum. Auch in der Krise ist sie der Kompass.

Wir brauchen nachhaltiges Wachstum, um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden. Um dieses zu erreichen, müssen wir den Haushalt konsolidieren, Investitionen fördern sowie Bürgerinnen und Bürger entlasten. So gibt der Staat mit Zukunftsinvestitionen in die Infrastruktur wichtige Impulse für eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft.

Die aktuelle Krise zeigt deutlich: Nur wenn in guten Zeiten konsolidiert wird, entsteht ein Spielraum, um im schlechten Zeiten wirksam gegenzusteuern. Durch die am 12.06.2009 auch vom Bundesrat beschlossene Reform der verfassungsrechtlichen Schuldenregel, auch Schuldenbremse genannt, wird beides dauerhaft möglich: eine nachhaltige Finanzpolitik, die unseren Kindern und Enkeln keine ständig wachsenden Schuldenberge hinterlässt, und eine konjunkturgerechte Finanzpolitik.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
22.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

mit meiner Frage beziehe ich mich auf auf die Frage von Herrn Dipl.-Ök. Frank Müller vom 08.04.2009 und Ihre Antwort darauf vom 24.04.2009.
In Ihrer Antwort erklären Sie, dass die Bundespolizei nach dem Abschluss ihrer Umstrukturierung in Sachsen mit insgesamt 4000 Dienstposten in ganz Sachsen vertreten sein wird.
Von Ihnen möchte ich nunmehr wissen, wie viele von diesen Dienstposten an den Grenzen zu Polen und Tschechien, insbesondere hier in der Region, erhalten bleiben und wie viele von diesen 4000 Dienstposten sind Kontroll- und Streifenbeamte (also Beamte, die "auf der Strasse" ihren Dienst versehen) und wie viel von diesen 4000 Stellen sind im Verwaltungsbereich angesetzt.

Weiterhin wüßte ich gern von Ihnen, ob Sie Kenntnis von der Personalstärke der BPOL in der Region haben, besonders unter Berücksichtigung der Tatsache, das Kontingente der BPOL - Inspektion Ludwigsdorf mit den Revieren Görlitz und Bad Muskau in nennenswerter Höhe zur Unterstützung der anderer Dienststellen im gesamten Bundesgebiet (u. a. nach München, Frankfurt/Main, Stuttgart, Köln/Bonn, Magdeburg...) aus der Region abgezogen wurden.
Haben Sie Kenntnis davon, dass aufgrund dieses Personaldefizits die Arbeitsfähigkeit einzelner Dienstschichten teilweise am Rande der Arbeitsfähigkeit bewegt, da die Personalstärke im Bereich von teilweise max. 5 - 6 Beamten/Angestellen bewegt (abzüglich des Personals für den Innendienst i. H. v. 1 - 2 Beamten bzw. Angestellten).
Was sagen Sie zu diesen Tatsachen???
In diesem Zusammenhang erlaube ich mir die Frage, ob es möglicherweise politisch so gewollt ist?
Schließlich ist es doch für die Kriminalstatistik nur von Vorteil, wenn Straftaten nicht festgestellt werden, weil das Personal fehlt, diese überhaupt festzustellen. Schließlich wurde seitens der Herren Buttolo und Schäuble ja nach der EU-Erweiterung behauptet, es werde keinen Anstieg der Kriminalität geben.

In Erwartung Ihrer Antwort

Hochachtungsvoll

Antwort von Michael Kretschmer
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25.09.2009
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

gerne habe ich ihr Anliegen vom Bundesministerium des Innern prüfen lassen.

In der Tat wird im Grenzraum im Bereich der Bundespolizeidirektion Pirna -wie auch an anderen Orten- mittelfristig ein Personalabbau stattfinden, der sich aus den neu entstandenen Aufgabenschwerpunkten, insbesondere aber aus dem Schengenbeitritt unserer östlichen Nachbarstaaten ergibt. Ich werde weiterhin dafür eintreten, dass die Präsenz der Bundespolizei hier in Sachsen dem aufgabenbedingten Bedarf gerecht wird. Gegenwärtig werden andere Schwerpunktdienststellen u.a. auch aus der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf personell verstärkt werden. Dies stellt jedoch keinen Vorgriff auf die personellen Maßnahmen der Neuorganisation dar und entspricht der gängigen Praxis einer lagebedingten Kräfteverteilung. Die Aufgabenerfüllung vor Ort ist dennoch gesichert. Auch dies werde ich im Interesse der Sicherheit unserer Bürger weiter verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Ihre Frage an Michael Kretschmer
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