Michael Kretschmer (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Michael Kretschmer
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
07.05.1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Markersdorf
Wahlkreis
Görlitz
Ergebnis
42,4%
Landeslistenplatz
3, Sachsen
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(...) Derzeit werden die Regelsätze für Kinder vor dem Bundesverfassungsgericht geprüft und das Urteil wird in den nächsten Wochen erwartet. Ich gehe davon aus, dass die Regelsätze dann überarbeitet und den gestiegenen Bedürfnissen der Kinder angeglichen werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
20.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

in der SZ vom 17.11.11 werden Sie als erfolgreicher "Bildungspolitiker" in Sachsen dargestellt.Wenn es um Bildung im Freistaat geht ist mir nur Herr Colditz von der CDU bekannt,Sie traten meines Erachtens bisher nie in dieser Sache in Erscheinung,deshalb meine Frage.
Wie sehen Sie als Bildungspolitiker die zunehmende Überalterung der sächsischen Lehrer/innen?
Was wollen Sie konkret für die Neueinstellung junger Lehrer in Sachsen tun?

MfG

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Frage zum Thema Arbeit
22.11.2011
Von:

Guten Tag
vor der Frage die (notwendige) Einleitung zur Frage :

über die Internet Seite der Agentur für Arbeit ( www.arbeitsagentur.de ) wird auf eine Beratung für Arbeitslose hingewiesen die den Sprung in die Selbständigkeit ermöglichen soll. Hier wird auch auf eine Beratungssoftware (über den Link des BMWi www.bmwi.de )verwiesen.
Über diesen kommt man zur folgenden Seite www.softwarepaket.de

Hier steht dann das Softwarepaket zum herunterladen bereit - wohlgemerkt für Arbeitslose.

Statt aber hier eine Plattformunabhängige Software anzubieten wird hier Windows Vista (kaum verbreitet) oder Windows 7 oder für Mac OS angeboten.
Alle samt hochpreisige Software - als Voraussetzung.
Diese Software ist nur ein Frage und Antwort Spiel, dass durchaus mit Java als Webangebot umgesetzt werden könnte.
Und nun - nach dieser sehr langen Einleitung - die Frage :
Warum werden Steuermittel dafür verwendet, um Bürger die Hilfe benötigen und bestimmt kein Geld zuviel haben, dazu zu bringen, teure Software zu kaufen (Windows 7, Vista oder MAC OS) ?

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

ich habe bewußt das Thema Demokratie und Bürgerrechte gewählt.

Das wahre Thema Herr Kretschmer ist die für 2013 geplante GEZ Zwangsabgabe, Kopfgeldpauschale oder wie auch immer. Die gesamte deutsche Politik ist heruntergekommen zu einer mittelalterlichen Raubritterpolitik.
Nur das die Regierungsschergen heut nicht mehr zu Pferd sondern mit Audi A8 und ähnlichem unterwegs sind.
Bevor ich Ihnen meine Fragen stelle eine Anmerkung aus dem " Brockhaus Konversationslexikon von 1908:"
"Kopfsteuer, roheste und unvollkommenste Art der Personalsteuer, welche die Individuen ohne Unterschied und ohne Rücksicht auf die größere oder geringere Leistungsfähigkeit gleichmäßig trifft. Sie wurde namentlich unterworfenen Völkerschaften auferlegt und steht überhaupt in engem Zusammenhang mit der Unfreiheit."
Und nun beantworten Sie mir bitte meine Fragen:

Frage 1:
Wieso sind wir auf eine ÖRR Grundversorgung mit der stolzen Anzahl von 23 Fernseh- und 77 Radioprogrammen sowie mind. 77 Internetauftritte angewiesen und wird diese Größe heute im Internetzeitalter noch benötigt?

Frage 2:
Wieso werden wir genau durch den ö.-r. Rundfunk begünstigt (die Begründung für die neue Haushaltspauschale für den ÖRR durch Prof. Dr. Kirchhof) und zur Zwangsgebühren verpflichtet, jedoch nicht durch die freie Presse oder das Internet?

Frage 3:
Gerne bringt man Gesetze ins Spiel, wenn die Argumente nicht sofort zur Hand liegen. Gesetze sind Gesetz, deswegen aber noch nicht Recht. Recht
muss e r k a n n t werden. Mit 2157 EUR in 10 Jahren für ÖRR Radio + TV kann jeder nach seinem Belieben für seine Bildung etwas anfangen. Warum sollten die Bürger nicht selber, ohne Bevormundung und ohne Zwang, über Ihre Ausgaben für den ÖRR entscheiden können?

Für die Beantwortung der drei Fragen wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Demokratie und Bürgerrechte Herr Kretschmer. Wir in Deutschland leben in einer Diktatur in einer Verwaltungsdiktatur um genau zu sein.

Antwort von Michael Kretschmer
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25.01.2012
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gern will ich Ihnen auf Ihre drei Fragen antworten:

1. Wenn wir die umfangreiche, qualitativ hochwertige und breit gefächerte Medienlandschaft in der Bundesrepublik nicht hätten, was ohne die Gebühren des ÖRR der Fall wäre, würde mir dies Grund zur Sorge geben. Jeden Tag informieren sich ca. 33 Mio Bürgerinnen und Bürger via Nachrichtensendungen im Fernsehen, die Mehrheit zieht dabei die Angebote der öffentlich-rechtlichen den privaten Angeboten vor – und halten sie auch für glaubwürdiger. Des Weiteren wird die Pauschale lt. Staatsvertrag nicht - wie von Ihnen in der Einleitung ausgeführt - pro Kopf erhoben werden, sondern pro Haushalt.

2. Sie haben bewusst das Thema "Demokratie und Bürgerrechte" gewählt. Da der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Teil Grundrechts (Artikel 5 Abs. 1 Satz 2 GG) gilt, bedeutet dieser Verfassungsstatus auch eine Organisation sowie Finanzierung nach Regeln des Rechtsstaats. Dieser wiederum ist demokratisch legitimiert – von daher finde ich es falsch, von "Zwangsgebühren" zu schreiben, abgabenrechtlich gesehen zahlt man "Beiträge". Aus sozialen Gründen sind beispielweise allein ca. 10% der Nutzer in Nordrhein-Westfalen zahlungsbefreit. Indirekt finanzieren wir die privaten Sender alle mit: indem wir Produkte kaufen, für die auf den privaten Sendern Reklame läuft.

3. Der neue Staatsvertrag regelt die Finanzierung des Rundfunks nach dem Solidarprinzip – auch bei den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung findet dieses Anwendung. Dr. jur. Hans Peter Bull, Univ.-Prof. (em.) für Öffentliches Recht, Bundesbeauftragter für den Datenschutz a.D. meinte zu diesem Thema: "Der Gleichheitssatz verlangt für das Abgabenrecht, dass der Abgabepflichtige nicht nur rechtlich, sondern auch tatsächlich gleich belastet wird. Diese Belastungsgleichheit fordert also eine gleichheitsgerechte Gesetzgebung und ebenso eine gleichheitsgerechte Durchsetzung des gesetzlich Angeordneten". Diese Feststellung entspricht der Rechtsprechung des BVerfG, das in Aufsehen erregenden Urteilen deutlich gemacht hat, welche große Bedeutung die Gleichbehandlung gerade bei der Rechtsdurchsetzung hat. Das materielle Steuerrecht müsse "in ein normatives Umfeld eingebettet sein [...], welches die Gleichheit der Belastung auch hinsichtlich des tatsächlichen Erfolges prinzipiell gewährleistet". .."Der jetzt bevorstehende Systemwechsel ist gerecht, weil er dazu beitragen wird, die Erhebungsdefizite zu verringern und dadurch eine Erhöhung der Beiträge zu vermeiden. In fast jeder Wohnung ist heute mindestens ein Hörfunkempfänger vorhanden und in weit über 90 Prozent aller Wohnungen außerdem ein Fernsehempfänger; hinzukommen die ebenfalls flächendeckend verbreiteten PCs (und Mobiltelefone), die über das Internet auch Rundfunkprogramme empfangen.
Auch in den allermeisten Betriebsstätten werden Geräte betrieben, die zum Rundfunkempfang bestimmt und geeignet sind. Der Rundfunkbeitrag ist heute "die dem Rundfunkverfassungsrecht angemessene Finanzierungsform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks". Allenfalls diejenigen Wohnungs- und Betriebsstätten-Inhaber, in deren Bereich dauerhaft kein Empfangsgerät vorhanden ist, könnten sich über die Beitragspflicht beschweren, die insofern wie eine Art "Rundfunksteuer" erscheint. Über diese "Gerechtigkeitslücke" hilft die Ermächtigung an den Gesetzgeber hinweg, sich bei der Tatbestandsbildung am Regelfall zu orientieren, d.h. auf typische Sachverhalte abzustellen und seltene Ausnahmen zu ignorieren."

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer

Seit dem Jahr 2005 ist es erforderlich, bei Beantragung eines Reisepasses die Fingerabdrücke abzugeben. Da ich grundsätzlich gegen die Speicherung persönlicher biometrischer Daten durch staatliche Stellen bin, lehne ich die Abgabe meiner Fingerabdrücke ab. Dies ist m. E. ein weiterer Schritt hin zum "gläsernen Bürger". (-Was kommt als nächstes? Ein implantierter Identitäts-Chip unter der Haut…? Bei Haustieren die man ins Ausland mitnimmt, ist das schon gang und gäbe! Warum nicht auch beim Menschen?-) Ich empfinde diese Entwicklung als sehr bedenklich, entwürdigend und willkürlich.
Durch die Pflicht der Abgabe meiner Fingerabdrücke fühle ich mich auf eine Stufe mit Dieben und Verbrechern gestellt. Diese Regelung verstößt gegen meine Würde und ist somit nach meinem Verständnis mit dem Grundgesetz nicht vereinbar: Art.1(1)GG: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
Ich habe die zweifelhafte Wahl, ob ich mir einen Reisepaß ausstellen lasse oder nicht. Wenn ich aber einen möchte oder brauche, sind meine Fingerabdrücke zwingend notwendig. Ansonsten bekomme ich keinen(AVwV PassVwV vom 17. 12. 09; "Die Ausstellung des beantragten Reise-, Diplomaten- oder Dienstpasses ist abzulehnen, wenn sich die antragstellende Person weigert, ihre Fingerabdrücke erfassen zu lassen…"). Meiner Ansicht nach ist das eine eklatante Einschränkung der Freiheitsrechte, des freien Willens und der freien Entscheidung. Man behandelt hier die Bürger wie unmündige Kinder.
Diese Maßnahme verstärkt weder mein Sicherheitsempfinden, noch bindet sie m. E. die Terrorgefahr.

Meine Frage: wie stehen Sie als gewählter Volksvertreter und Mitarbeiter des Bundestages zu der Problematik und wenn sie meiner Ansicht folgen sollten, was können und werden Sie aktiv gegen diese Regelung tun?

MfG
Antwort von Michael Kretschmer
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25.01.2012
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

die Speicherung biometrischer Daten in Deutschland geschah aufgrund der EU-Verordnung Nr. 2252/2004. Doch bereits 2002 wurde das Pass und das Personalausweisgesetz von der rot-grünen Bundesregierung dahingehend modifiziert, dass biometrische Daten prinzipiell integriert werden können. Letztendlich werden die Fingerabdrücke gelöscht und alle anderen Daten dezentral gespeichert, denn: "Eine bundesweite Datei wird nicht eingerichtet." (vgl § 4 Abs. 3 Satz 3 PassG). Die Fingerabdrücke werden also mit keiner Referenzdatenbank abgeglichen – genau das wäre jedoch beispielsweise im Rahmen kriminaltechnischer Untersuchungen notwendig. Dies sollte Ihnen zeigen, dass Sie keineswegs auf eine Stufe mit Dieben und Verbrechern gestellt werden. Durch das Ausstellen eines "ePasses" werden Sie nicht unter Generalverdacht gestellt. Vielmehr dient der neue Reisepass Ihrer Sicherheit – Diebstahl und Missbrauch werden erschwert. Außerdem ist der biometrische Reisepass mittlerweile Voraussetzung für die Einreise beispielsweise in die USA. Wenn Sie eine Grenzkontrolle passieren und Ihren ePass an den Grenzbeamten übergeben, so kann dieser – ein Lesegerät vorausgesetzt – auf die im Pass gespeicherten Daten zugreifen. Dafür brauchen die Behörden jedoch eine ausdrückliche Berechtigung. Für Reisen ins Schengen-Ausland können Sie auch weiterhin Ihren Personalausweis verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.03.2012
Von:

Sehr geehrter herr Kretschmer,

bitte erklären Sie mir warum ein Bundespräsident, der selbst kündigt ein besserer Bürger der BRD ist, wie ein AN der 30 und mehr Jahre pünktlich seine Steuern, Beiträge zur Sozialversicherung bezahlt hat.
Ber Bundespräsident, der selbst gekündigt hat erhält zirka 15800 EUR monatlich + andere Privilegien. Ein AN der ehrlich und unbescholten seine Steuern und Abgaben geleistet hat, erhält erst einmal eine 3monatige Sperre des ALG durch das Arbeitsamt und dann maximal 24 Monat ALG.
Bitte erklären Sie mir, warum ist Herr Wulff ein so extrem besserer und wertvollerer Mensch für die Gesellschaft ist. Ich bitte Sie mir auch zu erkläen , wie dies mit den Grundsatz zu erklären -Vor den Gesetz sind alle Menschen gleich-.-

MfG
Antwort von Michael Kretschmer
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30.03.2012
Michael Kretschmer
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Anfrage. Ihr Anliegen kann ich gut verstehen. Ich bin selbst sehr enttäuscht von Herrn Wulff.
Zur Bundesversammlung 2010 habe ich ihn in der Gewissheit gewählt, dass er der richtige Mann für das Amt des Bundespräsidenten ist. Ich erwartete, dass Herr Wulff dem Land als Bundespräsident wichtige neue Impulse geben könnte. Bedauerlicherweise konnte er, während seiner kurzen Amtszeit seinen Ideen für Deutschland nur wenig Raum geben. Die Fehler aus seiner Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen haben ihn bis nach Berlin begleitet. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft und er wird sich seinen Fehlern stellen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
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