Michael Kretschmer (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Michael Kretschmer
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom Wirtschaftingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Görlitz , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
42,4%
Landeslistenplatz
-, Sachsen
weitere Profile
(...) Eines sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten: In privatwirtschaftlichen Unternehmen ist es Aufgabe der Eigentümer, über die Vergütung des Managements zu entscheiden. Eine staatlich festgelegte Begrenzung von Gehältern und anderen Vergütungselementen hat der Bund festgelegt, dann, wenn der Staat die Unternehmen (Banken) stützt. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Michael Kretschmer hat bisher noch nicht am Kandidaten-Check teilgenommen.
Fragen an Michael Kretschmer
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Wirtschaft
07.09.2009
Von:

Guten Tag Herr Kretschmer,

ist es richtig das sie zur letzten Wahl angeregt hatten in der Oberlausitz eine Tankkarte für Anwohner einzuführen? Bzw. wie stehen sie heute zu der Idee in der Oberlausitz eine Tankkarte einzuführen um den Tanktourismus zu stoppen und die einheimischen Tankstellen zu fördern? Es ist ja schon lange Zeit still um dieses Thema und gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise wäre dies doch ein guter Schritt für viele Grenzregionen in Deutschland.

Außerdem würde mich gern interresieren ob sie für die Einführung eines Sozialtickets für Einkommensschwache Menschen sind, auch wenn sie dies vielleicht nicht in Berlin regeln können?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Michael Kretschmer
bisher keineEmpfehlungen
18.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

das Jahr 2004 stand für Rekordpreise an den Tankstellen. Schockierte Autofahrer flüchteten in Scharen zum Tanken über die Grenze, so auch im Landkreis Görlitz. Daraus resultierte die Anregung der Einführung einer Tankkarte in der Oberlausitz, um damit gezielt die einheimischen Tankstellen zu unterstützen. Aber das Erstarken des Zloty und ein allmählicher Anstieg der Benzinpreise auch in den benachbarten Regionen in Polen und Tschechien führten wiederrum in den vergangenen Monaten zu einem Rückgang des Tanktourismus und zu einem positiven Kaufverhalten an deutschen Tankstellen. Aus diesem Grund sehe ich die Diskussion um die Einführung einer Tankkarte für beendet.

In Ihrer zweiten Frage interessierten Sie sich für meinen Standpunkt zur Einführung eines Sozialtickets für Einkommensschwache. Wir alle wissen, dass sowohl in den sächsischen Städten als auch im ländlichen Raum der öffentliche Personennahverkehr eine Voraussetzung für die Teilnahme am beruflichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben ist. Das Sozialticket wäre daher eine Maßnahme, den Betroffenen Ermäßigungen auf Monatskarten und Einzelfahrscheine der öffentlichen Verkehrsmittel zu gewähren und somit ihre Mobilitätsbedürfnisse zu verbessern.
Aber leider können finanzschwache Landkreise wie Görlitz ein Sozialticket aus eigener Kraft nicht realisieren. Und die Lasten der Arbeitsmarkt- und Sozialreformen dürfen nicht ausschließlich auf die Kommunen abgewälzt werden. Aufgrund der überwiegend angespannten Haushaltslage besteht auf kommunaler Ebene nicht die Möglichkeit, das Sozialticket zu finanzieren. Deshalb bin ich nicht für die Einführung eines Sozialtickets im Landkreis Görlitz.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
08.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer,

ich würde gerne wissen, ob soziale und ökologische Kriterien im öffentlichen Beschaffungswesen Berücksichtigung finden. Wird beim Einkauf z.B. von Büromaterialien, Kaffee, etc. für den Bundestag auf Nachhaltigkeit, gerechte Löhne und Arbeitszeiten
geachtet ?
Wenn nein, warum nicht? Würden Sie sich als Abgeordneter für faire Beschaffung einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Michael Kretschmer
bisher keineEmpfehlungen
18.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

neben den Vergabegrundsätzen Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit können bei der Öffentlichen Beschaffung auch soziale und ökologische Aspekte Berücksichtigung finden. In der jüngsten Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, in dem wesentliche Teile des Vergaberechts geregelt sind, ist dies nochmals klargestellt worden. Es liegt in der Zuständigkeit des "Beschaffungsverantwortlichen", durch eine entsprechende Ausgestaltung der Ausschreibung diese Grundsätze umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Außenpolitik
10.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmer,
bei der Abstimmung über das EU- Begleitgesetz zum Vertrag von Lissabon haben sie ihre Stimme nicht abgegeben. Warum nicht? Wäre ein deutliches "Nein" nicht ein Zeichen das man die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes respektiert? Denn laut Markus Kerber (frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7.September, Seite 15) konnten sich die Abgeordneten gar kein genaues Bild über die neuen Regelungen machen. Er sagt, dass selbt "ein Ordinarius für Öffentliches Recht, sah sich in der Bundestags anhöhrung nicht in der Lage, eine abschließende Stellungnahme dazu abzugeben." Werden so nicht die Abgeordneten und somit die Bürger bevormundet, da sie sich kein eigenes Bild machen können?
Vielen Dank für ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß,
Antwort von Michael Kretschmer
1Empfehlung
18.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

die Präsenz an den Sitzungstagen sowie die Teilnahme an den Plenarsitzungen und Abstimmungen ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Aber neben der Arbeit im Plenum gibt es noch weitere Verpflichtungen, die ein Abgeordneter zu erfüllen hat. Diese führen teilweise zu zeitlichen Überschneidungen mit den Plenarsitzungen und, wenn unvermeidbar, folglich auch zu Verhinderungen des Parlamentariers im Plenum, was natürlich die Ausnahme sein sollte. Dieser Fall lag bei mir zum Beispiel am 8. September 2009 vor.
Mit dem Sieg der Sächsischen Landtagswahl am 30. August durch die CDU liegt der Regierungsauftrag jetzt bei der Sächsischen Union. Damit verbunden fanden in Dresden fast täglich Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP statt, so auch am 8. September. Die Regierungsverhandlungen in Dresden hatte an diesem Tag Priorität und verhinderten meine Präsenz im Plenum und an der namentlichen Abstimmung zum Gesetz über die Ausweitung und Stärkung der Rechte des Bundestages und des Bundesrates in den Angelegenheiten der Europäischen Union. Für meine Abwesenheit habe ich mich natürlich im Vorfeld beim Bundestagspräsidenten entschuldigt.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales und Familie
20.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kretschmar,

sie schreiben zur Rentenanpassung: "[...]Damit die Lücke zwischen Ost- und Westrenten geschlossen werden kann, müssen die Löhne im Osten Deutschlands stärker steigen als im Westen. In dem Maße, wie sich die Einkommen angleichen, gleichen sich auch die aktuellen Rentenwerte an. Das bedeutet, nur durch eine Politik, die für mehr Wachstum und Arbeit sorgt, ist die Rentenangleichung seriös herbeizuführen und die derzeit bestehende Lücke von 12% zu schließen.[...]"

Wie hoch bzw. um wie viel höher als in den "alten Bundesländer" müsste denn das Wachstum, nach der derzeitigen Rentenformel, in Ostdeutschland sein, damit es zu einer Angleichung kommen kann? Und strebt ihre Partei weitere Anpassungen bei der Rentenformel an?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Michael Kretschmer
bisher keineEmpfehlungen
15.10.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich möchte gern die zweite Frage zuerst beantworten. Ich bin der Meinung, dass die Rentenformel etwas ist, auf dass alle Beteiligten – sowohl Rentner als auch die jüngere Generation – vertrauen können. Es ist wichtig, dass ein heute 30-Jähriger ebenso wie ein 55-Jähriger weiß, was ihm als Rente zusteht und auch wie sich die Beiträge für ihn bis zum Renteneintritt entwickeln werden. Ich stehe daher Eingriffen in die Rentenformel skeptisch gegenüber. Bei Anpassungen wird in den kommenden Jahren das Augenmerk darauf liegen müssen, wie sich die Altersstruktur unserer Gesellschaft entwickelt. Wir wissen heute, dass in Zukunft immer weniger junge Menschen für die Renten von immer mehr älteren Menschen aufkommen müssen.

Ihre zweite Frage zielt auf den Zeitpunkt der Anpassung der Ost- an die Westrenten ab. Wie auch in meiner vorherigen Antwort muss ich leider sagen: das Wann ist gänzlich ungewiss. Es hängt, wie Sie richtig bemerken, entscheidend vom Wirtschaftswachstum in Ost und West ab, aber auch von Lohnniveauunterschieden. Dabei ist klar, dass der Zeitpunkt der Angleichung von der Geschwindigkeit des Aufholprozesses abhängt. Und aufholen wollen wir so schnell wie möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kretschmer
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Michael Kretschmer
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.