Martina Kaesbach (FDP)
Abgeordnete Landtag Hamburg

Grunddaten
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Hamburger Kinder- und Jugendhilfe
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Billstedt - Wilhelmsburg - Finkenwerder
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen
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Durch den sogenannten Mittelstandsbauch sind gerade die Normalverdiener besonders stark belastet. Die aktuellen Grenzsteuersätze steigen gerade zu Beginn rasant an. (...)
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Frage zum Thema Finanzen
29.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Kaesbach,
der Wort Mittelstandsbauch wird häufig von Politikern benutzt, unter anderem auch von Ihnen.
Auf den Mittelstandsbauch bezieht sich meine Frage:
Mit der Bezeichnung Mittelstandsbauch wird der Eindruck erweckt, der Mittelstand werde in besonderer Weise bei Lohnerhöhungen durch den Einkommensteuertarif benachteiligt. Die Grafik der Einkommensteuertabelle zeigt aber nur im Bereich um 11000€ einen Ausreißer nach oben. Wenn damit der Mittelstandsbauch gemeint ist, dann ist die Bezeichnung irreführend falsch und sollte nicht mehr benutzt werden.
Sollte der Mittelstandsbauch aber etwas anderes bezeichnen, dann wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mich aufklären.
mfG
Antwort von Martina Kaesbach
bisher keineEmpfehlungen
31.05.2011
Martina Kaesbach
Sehr geehrter Herr ,

ich möchte Ihrer Ausführung folgendes entgegensetzen:

Durch den sogenannten Mittelstandsbauch sind gerade die Normalverdiener besonders stark belastet. Die aktuellen Grenzsteuersätze steigen gerade zu Beginn rasant an. Werden bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 8.004 Euro nur 14 Prozent fällig, sind es bei 13.469 Euro schon 24 Prozent. Danach flacht die Progression stark ab, bis sie dann bei 52.882 Euro den Spitzensteuersatz von 42 Prozent erreicht.

Insofern umfasst die Zone des starken Steueranstiegs gerade die Gering- bis Normalverdiener und muss durch die Abschaffung der kalten Progression abgeflacht werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Martina Kaesbach MdHB
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
27.11.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Kaesbach,

Ich komme vom Gymnasium Farmsen und besuche dort das Politikprofil.
Im Unterricht haben wir gerade das Thema Medien in der Demokratie, was mich dazu bewegt hat, Ihnen zu diesem, aber auch zu anderen Themen, ein paar Fragen zu stellen.

  • Glauben Sie, dass die Medien in Deutschland zu mächtig sind? ( -> Nehmen die Medien zu viel Einfluss auf politische Entscheidungen?)

  • Haben Sie das Gefühl, dass SIe oder Parteifreunde von Ihnen von den Medien unter Druck gesetzt zu werden?

  • Nehmen die Medien zu viel Einfluss auf das Meinungsbild der Bürger, bzw. ist der Bürger noch fähig dazu, sich ein eigenes Bild zu machen, welches nicht von Medien "vorgekaut" wurde?

  • Tragen Internetseiten wie abgeordnetenwatch.de zur Bekämpfung der Politikverdrossenheit bei?

Des weiteren habe ich noch Fragen zu Ihrer Partei, unabhängig von dem Thema Medien:

  • Was hat Sie dazu bewegt, sich den Liberalen anzuschließen?

  • Stehen sie voll und ganz hinter ihrer Partei, oder gibt es Streitpunkte, bei denen Sie sich mit ihren Parteifreunden der FDP uneins sind, und wenn ja, welche wären es?



Ich würde mich sehr freuen, wenn Sei meine Fragen beantworten könnten
Antwort von Martina Kaesbach
bisher keineEmpfehlungen
05.12.2011
Martina Kaesbach
Sehr geehrte Frau ,

die gewählten Politiker sollten ihre Wähler vertreten und sich am Bürger orientieren und sich nicht von den Medien beeinflussen lassen. Die politischen Entscheidungen beruhen grundsätzlich auf dem Partei- und Wahlprogramm und werden nicht durch die Medien bestimmt. Die Medien sind aber ein gutes Instrument der Informationsbeschaffung, sorgen für Transparenz und der Regierungskontrolle. Wenn man z.B. in der Opposition ist, wie wir hier in Hamburg, besteht für uns die Möglichkeit über die Medien auf Missstände der Regierung hinzuweisen.

Meine Parteifreunde und ich haben nicht das Gefühl, von den Medien unter Druck gesetzt zu werden. Wir haben nichts zu verbergen und stehen zu unseren Positionen.

Der Einfluss der Medien auf die Bürger ist sicherlich unterschiedlich, hängt von seinen Interessen, der Nutzung der Informationsquellen, seiner Bildung und vielen anderen Aspekten ab. Es bestehen in der heutigen Zeit sehr viele und unterschiedliche Möglichkeiten sich zu informieren, wozu auch die Internetseite www.abgeordnetenwatch.de gehört, die die Möglichkeit bietet, Politiker direkt anzusprechen, was sicherlich ein Instrument gegen Politikverdrossenheit ist. Allerdings ist auch der Bürger in seiner Eigenverantwortung gefragt. Jedem steht es frei, sich politisch zu engagieren.

Ich habe mich den Liberalen angeschlossen, weil ich politisch mitgestalten möchte und mir die Ziele der Liberalen, den Menschen möglichst große Freiräume zu eröffnen und damit zu einem selbstbestimmteren Leben beizutragen, gefallen. Die Liberalen sind für unterschiedliche Lebensentwürfe offen, tolerant und unterstützen das eigenverantwortliche Leben, ohne dabei aber diejenigen, denen geholfen werden muss, aus dem Blick zu verlieren. Sicherlich gibt es auch manchmal Punkte, wo ich anderer Auffassung bin als meine Partei. Aber dass es unterschiedliche Ansichten gibt, kommt im Leben in jedem Bereich vor und man muss auch manchmal kompromissbereit sein, sonst kann auch eine Partei nicht funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Kaesbach, MdHB
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