Martin Delius (PIRATEN)

Martin Delius
© cc-by 3.0 @ben_de_biel
Jahrgang
1984
Berufliche Qualifikation
keine
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Abgeordnetenhauses
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Pankow WK 3
Ergebnis
8,8%
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
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martindelius
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Internationales
09.04.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Delius,

der schreckliche Genozid von Ruanda jährt sich dieses Jahr zum zwanzigsten Mal.
amnesty kommt in diesem Bericht zu dem Ergebnis, dass die Welt nichts dazu gelernt hat:

www.amnesty.de

Wie würde Ihre Partei abstimmen, wenn sich solch ein Genozid wiederholen würde? Würden Sie und Ihre Partei dann gegen einen Einsatz stimmen?

Ich finde den Einsatz in Afghanistan und anderswo geradezu grauenvoll.
Aber darf und kann man als sozial denkender Mensch Totalpazifismus praktizieren, auch wenn dadurch so viele Menschen umkommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Martin Delius
1Empfehlung
07.09.2014
Martin Delius
Lieber Herr ,

Die Fragen, die sie stellen muss meiner Meinung nach jedes mal neu verhandelt werden und gehört zu den wohl wichtigsten Gewissensentscheidungen von Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Es ist ein großer Fortschritt, dass wir eine Parlamentsarmee haben und keinen gewählten Oberbefehlshaber oder eine Oberbefehlshaberin. Allerdings bedeutet, dass auch, dass wir uns als Nation und als Europäische Gemeinschaft aktiv und intensiv in die Außenpolitik stürzen müssen um im Ernstfall eine vernünftig informierte und abgewogene Entscheidung treffen zu können. Insbesondere Deutschland aber auch Europa haben es allerdings lange versäumt überhaupt hinzugucken. Deshalb werden hierzulande komplexe Außenpolitische Zusammenhänge selten in der Öffentlichkeit diskutiert; eben genau dann, wenn unmenschliche Gräueltaten, Kriegsverbrechen oder sogar Völkermord längst traurige Wirklichkeit sind.

Im Falle eines sicher (hoffentlich) bevorstehenden Genozids würde ich mich für einen Einsatz entscheiden. Gemeinsam mit anderen Staaten. Am besten aber mit einem vollständig demokratisch kontrollierten internationalen Kontingent. Es ist richtig, dass auch wir zu oft Krieg ohne guten Grund führen und man sicher über die Gründe immer streiten kann. Wenn es darum geht, dass Zivilistinnen und Zivilisten einfach nur deshalb abgeschlachtet werden sollen, weil sich "nicht dazu gehören", ist für mich ganz klar, dass wir Verantwortung übernehmen müssen. Ich würde meiner Fraktion und Partei das gleiche Empfehlen.

viele Grüße

Martin Delius
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.09.2014
Von:

Herr Delius,

Sie haben den Regierenden Bürgermeister von Berlin angezeigt, weil er Ihrer Auffassung nach, keine guten Antworten und Auskünfte auf Ihre Schreiben und Fragen abgibt.

Was würden Sie tun, wenn E- Mails und Briefe an Abgeordnete nicht beantwortet werden ?
Antwort von Martin Delius
bisher keineEmpfehlungen
03.09.2014
Martin Delius
Lieber Herr

Abgeordnete bekommen bisweilen eine Menge Briefpost und Anfragen per E-Mail. Ich weiß, dass alle meine Kollegen versuchen alles zu beantworten. Leider ist das nicht immer möglich. Genauso wie bei mir, ist es nicht allen Kollegen möglich immer auf alles und zeitnah zu antworten. Ich würde es weiter probieren oder einen anderen Abgeordneten ansprechen. Eine weitere Möglichkeit ist das persönliche Treffen bei einer Sprechstunde.

Die Piratenfraktion bietet darüber hinaus die Möglichkeit in ihren Sitzungen Eingaben zu machen. Das nennen wir aktuelle Viertelstunde mit Gästen. Diese können sie vor jeder Fraktionssitzung bis Freitags unter post@piratenfraktion-berlin.de anmelden.

viele Grüße

Martin Delius
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.09.2014
Von:

Im Blog freiheitsworte.de steht:
"Und die Piraten? Nun, ich hoffe das sie in Kreuzberg zu Sinnen kommen. Von den Mitgliedern der Fraktion im Abgeordnetenhaus verlangt die Berliner Piratenpartei derzeit keinen "Sonderbeitrag” an die Partei abführen, lies mich Martin Delius wissen. Sehr schön, ich hoffe es bleibt dabei."

Ist das heute noch gültig?

Piratige Grüße aus Bremen
Antwort von Martin Delius
bisher keineEmpfehlungen
07.09.2014
Martin Delius
Lieber Herr ,

Dazu ob Herr Stöcker immer noch die Einschätzung vertritt, die er damals in seinem Blog geäußert, kann ich mich natürlich nicht äußern. Zum Inhalt kann ich sagen, dass die Piraten im Landesverband Berlin weiterhin keine zusätzlichen Beiträge von Mandatsträgerinnen oder Mandatsträgern fordern.

viele Grüße

Martin Delius
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Frage zum Thema Sicherheit
05.09.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Delius,
die innere Sicherheit bereitet mir sehr große Sorgen. Laut Verfassungsschutzbericht gibt es über 40.000 Islamisten in Deutschland und einige Hundert sind schon nach Syrien/Irak gezogen, um zu töten. (Quelle: www.stern.de

Meine Frage an Sie ist folgende:
Was gedenken Sie und die SPD gegen diese Gefahr zu unternehmen? Wie gedenken Sie die Christen, Juden, Jesiden, Atheisten, Buddisten und die anständigen Moslems in Deutschland vor dieser Bedrohung zu schützen?

Oder anders gefragt:
Wann gibt es endlich Lichterketten gegen Islamisten?
Wann gibt es endlich runde Tische gegen Islamisten?
Wann gibt es endlich Aussteigerprogramme gegen Islamisten?
Wann organisieren die JUSOS der SPD endlich Demos gegen Islamisten?

All diese Dinge gibt es schon im Kampf gegen Rechtsextremismus und das scheint doch gut zu funktionieren (immerhin gibt es immer weniger Neonazis); warum das nicht auch gegen die Islamisten anwenden

Da es dank all der Maßnahmen gegen Rechtsextremismus immer weniger Neonazis gibt, dürften viele "Kämpfer gegen Rechts" nichts zu tun haben; also warum kämpfen sie dann nicht gegen Islamismus?

Gegen die am Alex Korane verteilenden Salafisten könnten diese "Kämpfer gegen Rechts" doch ebenso vor Ort protestieren, wie gegen NPD-Infostände, oder nicht? Schließlich haben Neonazis und Islamisten einiges gemeinsam; sogar eine gemeinsame Geschichte: Wer sich mit Geschichte auskennt und ein alte Exemplar von "Islam und Nazionalsozialismus" auf dem Flohmarkt gefunden und gelesen hat, der weiß wie gefährlich Islamisten sind.

Nur das ich nicht falsch verstanden werde: Wenn mein türkischer Nachbar Korane verteilen täte, hätte ich nichts dagegen; es geht nicht um das Buch,sondern um die radikalen Verteiler, die so neue Leute für ihre Terrorpläne anwerben wollen. Diese Leute sind gefährlich; was gedenken Sie zu tun, um sie zu stoppen?

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