Martin Delius (Piratenpartei)
Abgeordneter Landtag Berlin

Grunddaten
Martin Delius
© cc-by-nc @stadhold
Jahrgang
1984
Berufliche Qualifikation
keine
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Abgeordnetenhauses
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Pankow WK 3
Ergebnis
8,8%
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
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(...) Gerade bei Ministerposten stelle ich mir absolute Fachleute vor, auch wenn man bei der thematischen Breite, die ein Minister oder eine Ministerin abzuarbeiten hat, sicher Abstriche machen muss. Die Zielrichtung ist es auf jeden Fall. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.03.2013
Von:

Hallo, Martin Delius,


ich verfolge schon eine Weile ziemlich intensiv Ihre politische Arbeit und sage: Alle Achtung. Ihre ehrliche und offene Art gefällt mir und ich staune über das Pensum.

Ich habe gerade einen Kommentar an die Märkische Oderzeitung geschickt, der eine Anregung für eine mögliche gegenseitige Ergänzung der Piratenpartei und der neuen "Alternative für Deutschland" enthielt, ich könnte es mir jedenfalls vorstellen und würde mich darüber freuen.

Ich füg´mal hier meinen Beitrag ein:



20.03.2013 18:47:54


"Klar machen zum Ändern!", am besten gemeinsam mit der "Alternative für Deutschland"

Das wär´s doch! Eine klasse Symbiose:

Die medientechnisch Begabten demokratisch erneuerten jungen Piraten mit den erfahrenen klugen Alten von der neu gegründeten Partei "Alternative für Deutschland", die genau wissen wie der Hase lang läuft im globalisierten finanzkapitalistischen Wirtschaftsbetrieb.

Beide wollen weil sie merken, dass sie müssen: nämlich ernsthaft daran arbeiten, dass wir mit unseren Nationalstaaten in Europa nicht untergehen. Weil sie begriffen haben, das die Zeit drängt, zu retten was es zu retten gilt und das nicht im egoistischen Interesse, sondern genau so wie es unser Grundgesetz vorsieht.

Es gibt sie also durchaus noch, die Politiker und Parteien, die tatsächlich Verantwortung zeigen.

Ich werd´ diese Anregung gleich mal an den anerkannt positiv engagierten Piraten Martin Delius über abgeordnetenwatch.de schicken.

Ich rede hier natürlich nicht von einem direkten Zusammenschluss, aber von gegenseitigem möglichem Lernen und Ergänzen.
Beide Parteien haben gegenwärtig ja ohnehin schon sehr viel zu tun.


Als ich gestern Marina Weisband in der Runde bei Markus Lanz zwischen den im Denken festgefahrenen von sich so überzeugten Bevormündern fand, wurde mir wieder bewusst, wie wenig sie von den Piraten begriffen haben und diese bessere Fürsprecher verdienen.


Was meinen Sie dazu?

Beste Grüße

Antwort von Martin Delius
4Empfehlungen
23.03.2013
Martin Delius
Liebe Frau

Es tut mir leid aber ich persönlich muss ihrem Vorschlag eine klar Absage erteilen. Ich werde Ihnen allerdings gern die Gründe für mein Nein erläutern.

Die Piratenpartei steht für eine postnationale Außenpolitik, ein geeintes und demokratisches Europa und versteht sich als eine Internationale Bewegung, die inzwischen in über 40 Ländern mit beinahe identischen Zielsetzungen existiert. Wir stehen also gegen die Stärkung von Nationalstaaten und für eine internationale, vielfältige Gesellschaft ohne künstliche - z.B. nationalstaatliche - Grenzen.

Die protektionistische und rückwärts gewandte Politik der AfD steht unseren Grundsätzen klar entgegen. Mit mir wird es kein Zweckbündnis in irgendeiner Form mit dieser Gruppierung geben.

Ich bin außerdem der festen Überzeugung, dass die Piraten ab besten daran tun ihre eigenen Erfahrungen zu machen, eigene Wege zu gehen und sich möglichst nicht an dem orientieren, was vermeintlich erfahrene und etablierte Politiker_innen ihnen raten.

Ich bedanke mich für Ihre Sorge um die Piratenpartei und das Lob, dass mir zuteil wurde.

viele Grüße

Martin Delius
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
29.03.2013
Von:

East Side Gallery.

Sehr geehrter Herr Delius,
der Presse war zu entnehmen, dass der Senat in Bezug auf die Öffnung der East Side Gallery am Mittwoch, den 27.03. völlig überrascht war. Nun frage ich mich, wer den Einsatz der 250 Polizisten in Auftrag gegeben hat? Wenn Sie mir diese Frage beantworten könnten, wäre ich Ihnen dankbar.

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Frage zum Thema Kultur
17.04.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Delius,

mit großer Besorgnis sehe ich die Entwicklung bei dem neuen "Beitragsservice" der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Wie stellen Sie sich dazu? Hier die einzelnen Kritikpunkte:

1. Der neue Beitrag wird ja jetzt auf Haushalte erhoben, ungeachtet dessen, ob es sich dabei um einen Rentner am Existenzminimum oder um eine Luxusvilla handelt.

2. Zwar gibt es eine Härtefall-Regelung, der aber nur sehr bedingt Folge geleistet wird. Inzwischen wurden Fälle bekannt, daß sogar Hartz-4-Empfänger bezahlen sollen. Und zwar dann, wenn diese keine zusätzlichen Sozialleistungen beantragt haben. Tun sie dies aber, so wird jede zusätzliche Leistung erst mal mit dem Beitrag verrechnet. - Studenten, die Bafög beziehen, müssen trotzdem bezahlen, wenn der diesbezügliche Bescheid zu spät erstellt wird.

3. Bürger, die keinerlei Leistungen der Sender abfordern, sollen im Rahmen dieser "Demokratie-Abgabe" dennoch bezahlen. Mein Verständnis für Demokratie ist ein anderes.

4. Wenn ich mir anschaue, wofür diese immensen Gelder - die Rede ist von mindestens 7,5 Milliarden - verwendet werden, stellt sich mir doch die Frage, ob hier von einer "Grundversorgung" gesprochen werden kann. Gehört zu einer solchen Grundversorgung der Ankauf extrem teurer Fußballübertragungsrechte? Oder die Finanzierung völlig überzogener Moderatoren- und Intendantengehälter? Oder die Berentung der Mitarbeiter in Höhe von € 1.500,00 - zusätzlich zur gesetzlichen Rente? Nur drei Beispiele von vielen anderen.

5. Der gesetzlich verankerte Bildungsauftrag führt nur noch ein Nischendasein.

6. Mit am schlimmsten finde ich das Einsammeln der privaten Daten bei den Meldämtern. Hier wird eine parallele Meldedatei aufgebaut. Ja, parlamentarisch abgesegnet, das macht die Sache aber nicht besser.

Mich interessiert Ihre persönliche Meinung dazu, insbesondere die Piraten könnten hier neue Akzente in die gefühlte Ein-Parteien-Landschaft bringen.

Mit freundlichem Gruß,

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