Martin Delius (PIRATEN)

Martin Delius
© cc-by 3.0 @ben_de_biel
Jahrgang
1984
Berufliche Qualifikation
keine
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Abgeordnetenhauses
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Pankow WK 3
Ergebnis
8,8%
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
(...) Diese Angaben ersetzen natürlich keinen Haushaltsplan, können aber sicher über die Zeit hinweghelfen bis wir einen beschlossenen Haushaltsplan haben und natürlich auch veröffentlicht haben. Wir werden außer dem Haushaltsplan auch turnusmäßig Angebote und Rechnungen veröffentlichen um ordentliche Nachweise zu führen. Außerdem werden wir neben der Anzeige über die Verwendung von Fraktionsmitteln an den Präsidenten auch den Rechnungsprüfungsbericht unserer Fraktion veröffentlichen. (...)
 
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Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Soziales
25.11.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Delius,

wie sehen Sie die Chancen, dass sich Ihre Partei auch langfristig auf Bundesebene etablieren kann?
Spätestens seit den Nachrichten über die Debatten der letzten Parteitage, wie z.B. die Erforschung über Zeitreisen, habe ich da leichte Zweifel dran.
Auch angesichts schlafender Parteimitglieder in den Medien auf dieser Parteiversammlung ergibt sich mir die Frage, für wie autentisch ich dies ansehen kann.
Auch grundsätzlich Gute Ideen, wie freies W-Lan für Jeden oder der kostenfreie ÖPNV, stellen meiner Meinung nach große Hürden dar.

MfG
Antwort von Martin Delius
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11.02.2013
Martin Delius
Liebe Frau

Zunächst einmal entschuldige ich mich für die späte Antwort. Die Arbeit beim Flughafenuntersuchungsausschuss spannt mich sehr ein, so dass ich Anfragen hier erst nach einer Weile beantworten kann. Ich möchte natürlich hauch keine Abstriche in der Qualität machen.

Zu ihrer Frage:

Ich halte die Chancen uns auf Bundesebene zu etablieren nach wie vor für realistisch. Die drängenden Probleme und rasanten Umwälzungen der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts brauchen mutige Experimente und das Denken außerhalb von erlernten politischen Mustern. Ob nun freies WLAN, eine neue Herangehensweise an die öffentliche Daseinsfürsorge oder die Frage was Identität und Authentizität in Zeiten des Internets bedeutet, kann nur mit einer neuen Partei wirklich effektiv diskutiert werden.

Gerade der letzte Parteitag in Bochum war sehr ambivalent was die Ergebnisse angeht. Wir haben neben den von Ihnen angesprochenen Punkten auch eine Menge gute Programminhalte beschlossen. Leider ist die Außenwahrnehmung dennoch sehr schlecht.

Ich persönlich halte Parteitage für eine überholte Technologie in der Piratenpartei und befürworte die ständige Mitgliederversammlung über das Internet um effektiver und verlässlich Inhalte entwickeln und entscheiden zu können ohne auf eine bestimmte Zeit und einen Ort angewiesen zu sein.

Wir bleiben dran und machen für die guten Ziele weiter. Ich persönlich nehme die Piratenpartei auch als ein langfristiges Projekt wahr. Das heißt es geht weiter auch wenn wir nicht in den Bundestag in diesem Jahr einziehen sollten.

viele Grüße

Martin Delius
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
03.12.2012
Von:

Hallo Herr Delius!

Meine Frau und ich sind durch unsere Besuchsfahrten in die ehemalige DDR zu Opfern des Staatssicherheitsdienstes geworden und kämpfen seit über 20 Jahren um die Veröffentlichung. Auf den ersten Blick mag unser Fall einer von vielen sein, aber durch unsere Strafanzeige (wegen unterlassener Hilfeleistung) gegen den damaligen Bundeskanzler Kohl und Innenminister Schäuble hebt dieser sich deutlich ab von anderen Fällen! Es würde uns schon sehr interessieren, wie Sie bzw. die Piraten einer Veröffentlichung gegenüberstehen? Nähere und weitreichendere Informationen bekommen Sie auf unserer Internetseite.

Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen

Petra und
Antwort von Martin Delius
bisher keineEmpfehlungen
03.12.2012
Martin Delius
Lieber Frau und Herr

Ich habe mir Aufgrund ihrer Frage auch ihre Internetpräsenz angesehen. Ich konnte auch nach mehrmaligem Lesen der verschiedenen Unterseiten nicht erkennen welchen genauen Tatbestand sie zur Anzeige gebracht haben. Ich möchte Sie daher bitten mir, wenn gewünscht, eine persönliche E-Mail zukommen zu lassen um genauere Informationen zu erhalten.

Grundsätzlich kann ich die Aufarbeitung und öffentliche Diskussion über die Arbeit und die Verbrechen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR voll unterstützen. Meine Familie ist selbst aufgrund so genannter "subversiver Tätigkeiten" in der DDR beobachtet worden. Meine Eltern und auch ich haben schon vor längerer Zeit Einsicht in die eigenen Akten der Stasi genommen und daraus unsere eigenen Schlüsse zur Aufklärung ziehen können. Ich stehe gern dafür ein, dass problematische Vorfälle und Verbrechen der Stasi auch mehr als 20 Jahre nach dem Fall der Mauer öffentlich diskutiert werden.

Wir sind uns sicher alle einig, dass ein solcher Überwachungsmechanismus nicht wieder installiert werden darf und dafür ist Aufklärung und öffentlicher Diskurs das wichtigste Mittel.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Delius
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
08.01.2013
Von:

sehr geehrter Herr Delius,

ich habe als Dipl.-Ing. Architekt 25 J in der Ausführungsplanung/ Ausführung großer Bauvorh. der Industrie,Schulen,Kraftwerken ,Bürogebäuden, Freizeitzentrum SEZ u.Stahlwerk in DDR in Westberlin bei der größten Baufirma Deutschlands gearbeitet . Nach Wende 10 BV in Leipzig und seit 1999 10 Jahre als Freiberufler im Auftrag verschiedener Bauherrn als Qualitätsprüfer für Planung ( incl. Gebäudetechnik) und Ausführung. Zuletzt Einkaufzentrum in Wilmersdorf.
Warum wird von den Opositionsparteien immer auf dem Aufsichtsrat herumgekackt?
Ein Aufsichtsrat ist in den Entscheidungen von den Verantwortlichen des Bauvorhabens abhängig!
Hier von den Chefs der Flughafengesellschaft! Warum ist nicht Herr Ramsauer / Verkehrsminister und sein Staatsekretär verantwortlich? Warum haben diese nicht ihre Fachabteilungen als beteiligter Bauherr zur Kontrolle der Bauabläufe eingesetzt?
Warum wurden die verantwortlichen Planer, besonders GMP ( Stararchitekt bei Tegel, Olympiastadion, Hauptbahnhof , Südstern, Tempodrom) die bei keinem der genannten Objekte die Kosten eingehalten haben ,nicht zur Verantwortung gezogen sondern entlassen?
Beruhen die Probleme des Brandschutz und der Gepäckbeförderung etc. nicht auf den Abweichungen zur Baugenehmigung? Muss nicht der Architekt als Generalplaner schon bei seiner Entwurfplanung die Bauordnung einhalten? Hat er nicht ein funktionsfähiges, wirtschaftliches Gebäude nach seinem Vertrag zu planen? Ich kenne es nicht anders!
Architekturkritiker loben den schön "designten" Flughafen! Wurde er so beauftragt?
Wird nicht seit 1Jahr über Politischen Fehler diskutiert, statt über die Planungsfehler zu sprechen? Wann werden endlich die Planer und die ausführenden Firmen belangt? Wann die teuren Gutachter und Projektsteuerer? Haben diese nicht alle die Probleme verschwiegen? Die Verantwortlichen sind entlassen statt sie zur Beseitigung ihrer Fehler zu zwingen! Schadenersatzpflichtig sind auch die Ausführenden Firmen!

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.01.2013
Von:

Warum wird die Abstimmung zum Misstrauensantrag nicht verdeckt gemacht? So könnte jeder Abgeordnete frei entscheiden, auch gegen die Vorgabe seiner Partei und ohne zu befürchten, dass er für die nächste Wahl nicht mehr aufgestellt wird.
Antwort von Martin Delius
bisher keineEmpfehlungen
11.02.2013
Martin Delius
Lieber Herr

Ich antworte einmal verkehrt herum. Ja es wäre sehr wünschenswert einen Misstrauensantrag geheim abstimmen zu können um Fraktionsdisziplin und öffentlichen Druck von den Abgeordneten zu nehmen. Gleichzeitig ergibt auch eine namentliche Abstimmung Sinn, denn so kann sich keiner der Abgeordneten von seiner ganz persönlichen Verantwortung frei machen.

Gleichzeitig ist uns als Parlament in dieser Sache leider durch unsere eigene GO - gegen die die Piraten aus anderen Gründen gerade klagen - die Hände gebunden. Sowohl die Verfassung des Landes Berlin in Artikel 57 Abs 2 als auch die Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses in § 45 Abs 1 schreiben uns eine namentliche Abstimmung in diesem Fall vor.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Delius
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Frage zum Thema Arbeit
23.02.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Delius,

das Internet ist längst zu einer ökonomischen Spielwiese für Datenkraken wie Google, facebook und Co. geworden. Diese schnappen sich die Daten von Millionen Nutzern, um daraus Profit zu schlagen. Andererseits bekommen Fotografen nur noch ein paar schlappe Cent bei Bildagenturen und Redakteure für Texte nur noch ein paar müde Euro, was nicht zum Leben ausreicht.

Die Jobangebote bzw. Honorare im Online-Bereich sind fast schon Lohndumping. Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Für viele Medienschaffende geht es ja um Kunst und um das Publizieren - wie kann Ihrer Meinung nach die Vielfalt des Internets gewährleistet werden und gleichzeitig die Existenzgrundlage für Kreative im Netz gesichert werden?

gruß
Antwort von Martin Delius
bisher keineEmpfehlungen
26.07.2013
Martin Delius
Lieber Herr Scholz

Sie haben Recht. Im Internet hat sich eine Vielzahl an Geschäftsmodellen etabliert, die zu recht auch regelmäßig kritisch hinterfragt werden. Sie haben zwei völlig unterschiedliche Geschäftsmodelle angesprochen.

Die immer alltäglichere Praxis für kostenlose Online-Services die eigenen Daten zu einer Ware zu machen, kritisiere ich. Um hier in Umdenken zu ermöglichen brauchen wir vor allem eine ethische Auseinandersetzung der Firmen mit ihrem eigenen Geschäftsgebaren. Alternative erfolgreiche Art und Weisen im Internet Geld zu verdienen gibt es längst.

Für Kreativschaffende, die sich auf das Internet als Medium ihrer Selbstvermarktung und Produktvermarktung einlassen finden sich heute schon erfolgreiche und einträgliche Modelle. Wir haben aber noch große Probleme im Bereich der Verwertung von Werken durch Verwertungsgesellschaften oder Agenturen. Starre Abrechnungsmodelle passen nicht mehr zu der neuen, durch Rezeption und Reproduktion geprägten, Verwertungslogig im Internet.

Das Internet ist schon jetzt die beste Möglichkeit um Reichweite zu bekommen. Publikationen im Internet sind nahezu kostenlos und stark rezeptiv. Für Künstlerinnen und Künstler, denen es nur um Kunst und Publikation geht, ist es durch das Internet denkbar einfach geworden. Diejenigen die von ihrer Kunst leben müssen und wollen, können sich in Zukunft nicht mehr auf klassische Verwertungsmodelle stützen. Wirtschaftliche Alternativen, kreative Verwertungsmodelle mit dem Internet, müssen gefunden werden.

Die Politische Forderung hinter dieser Entwicklung muss heißen: Urheber und Konsumenten stärken. Das Recht am eigenen Werk ist für Urheber stark eingeschränkt bis nicht mehr existent, sollten sie sich unter Vertrag eines Verwerters begeben. Das kann in Zeiten in denen sich Medium, Reichweite und Vergütungsmodell ständig ändern können nicht mehr der Standard sein. Urheber müssen deshalb das Recht bekommen im Zweifel die Modalitäten der Verwertung neu zu verhandeln. Konsumenten müssen entkriminalisiert werden damit nicht eine noch stärkere Entfremdung zwischen ihnen und den Urhebern entsteht. Alle diesbezüglichen Studien zeigen deutlich, dass der Teil "illegal", d.h. nicht nach dem vom Verwerter entschiedenen Modell, erworbenen Werke den Verkauf und die Verwertung im "legalen" Bereich stärkt und die zusätzlichen Gewinne sogar die potentiellen Verlust ausgleichen. Das gilt freilich nur wenn die kommerziell angebotenen Werke maximal leicht für den Endkunden erreichbar sind. Das kann zum Beispiel über online-Plattformen auch für Fotographen und deren Abnehmer gelten.

Das Thema ist zu groß, zu ausufernd um wirklich an dieser Stelle eine Antwort zu finden aber ich habe versucht meine Gedanken in Worte zu fassen. Gestützt werden meine Aussagen durch das Wahlprogramm der Piratenpartei.

viele Grüße

Martin Delius
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