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Sehr geehrte Frau Mortler,
auch ich möchte mich zur sogenannten Gesundheits"reform" fragend an Sie wenden.
1. Ich kann - selbst Mitglied einer PKV - nicht nachvollziehen, weshalb dieses zweifelsohne funktionierende System vorsätzlich gestört werden soll, indem man krampfhaft versucht, es der GKV anzugleichen - siehe "Basistarif" etc.
Gleichzeitig wird der bürokratische Wasserkopf der GKV, der ohnehin schon viel zu viel Geld (=Beiträge!) verschlingt, nochmals durch Schaffung des "Fonds" künstlich aufgebläht.
Warum fehlt der Mut, einen genau umgekehrten Weg zu gehen, und die GKV an die PKV anzugleichen? Der GKV - m.E. längst überfällige - Strukturen der PKV angedeihen zu lassen?
Einen bürokratischen Wasserkopf - Verwaltung genannt - wie bei den GKVen findet man bei keiner einzigen PKV, aber die Politik getraut sich nicht, hier rigoros einzuschreiten und überflüssige Posten ersatzlos abzuschaffen.
2. Die Risikozuschläge der PKVen werden als "unsozial" dargestellt, weshalb man sie -angeblich- nicht in die GKV übernehmen könne. Angesichts der in den letzten Jahren vollzogenen massiven Leistungskürzungen und vor allem -streichungen der GKV frage ich mich jedoch, was unsozialer ist: immer mehr Leistungen - verstärkt sogar Basisleistungen! - zu streichen, was immense Eigenbeteiligungen oder für deutsche Verhältnisse beschämend geringe medizinische Leistungen bedeutet, oder für bestimmte Risikofaktoren Zuschläge einzuführen.
Ich meine damit Risiken, die von den Versicherten selbst "verschuldet" werden, vor allem "Spaß"-Sportarten, bei welchen eine körperliche Gesunderhaltung hintan steht, das Verletzungsrisiko jedoch sehr hoch ist, wie z.B. Ski, Inliner, Motorradfahren (ich fahre selbst!) etc.
Die durch derartige Freizeitvergnügungen verursachten Behandlungskosten sind für die KVen zweifelsohne immens. Es schadet jedoch niemandem, wenn er diese Aktivitäten nicht ausübt - im Gegenteil!
Warum also hierfür keine Risikozuschläge erheben?