Marlene Mortler (CSU)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Marlene Mortler
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Hauswirtschaftsmeisterin, Unternehmerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Unternehmerin
Wohnort
-
Wahlkreis
Roth , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
44,6%
Landeslistenplatz
10, Bayern
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(...) Wir hoffen, dass betroffene Schwangere und ihre Familien sich mit Hilfe der besseren Unterstützung eher für ein Leben mit dem Kind entscheiden und sich leichter dem Automatismus entziehen, der oft entsteht, wenn eine Behinderung beim Kind festgestellt wird. (...)
Kandidaten-Check
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Frage zum Thema Soziales und Familie
25.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Mortler,

wie stehen Sie zum Thema Spätabtreibung?

Und was ist Ihre Meinung nach davon zu halten, wenn Politiker der Linken, Embyros als "Zellhaufen" bezeichnen, wie von Asja Huberty (Die Linke Schleswig Holstein) behauptet wird. Abtreibungsgegner werden z.B. als Klerikale und Nazis bezichtigt.

Auzug von der Website Der Linken Schleswig Holstein Autorin Asja Huberty:

Zitat Anfang: Die Menschwerdung findet statt, indem sich das Kind aus den rein auf räumlich-zeitliche Explikationen begrenzten Wahrnehmungsmöglichkeiten des Tieres befreit. Ein Embryo/Fötus befindet sich in einem Zustand der Dämmerung, etwa vergleichbar mit dem unbewussten Gefühlsleben einer Pflanze. Er verfügt also weder über einen Charakter, über nichts, was man mit nachhaltiger Emotion oder gar Intelligenz auch nur entfernt vergleichen könnte, über keine wie auch immer geartete Persönlichkeitsstruktur oder irgend eine andere spezifische Disposition, die ihn einmalig machen würde. Er ist kein Individuum und befindet sich im besten Falle auf der evolutionären Stufe mit einer Kaulquappe, aber ganz sicher nicht mit einem Menschen, auch wenn er – rein ontologisch betrachtet – aufgrund seines potentiellen Menschseins der Kategorie "Mensch" zugeordnet werden muss.

Ein Schwangerschaftsabbruch kann demnach niemals als "Mord" bezeichnet werden, da schlicht niemand ermordet wird. Punkt. Zitat Ende.

Mehr unter:

www.linke-sh.de

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Marlene Mortler
1Empfehlung
26.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Die CSU setzt sich seit Jahren für eine Verbesserung des Lebensschutzes ein. Wir mussten jedoch feststellen, dass Vorschläge, den Paragrafen 218a des Strafgesetzbuchs (StGB) zu ändern, keine Chance auf eine parlamentarische Mehrheit haben.

Nach intensiven Gesprächen mit Betroffenen, Expertinnen und Experten sowie Politikerinnen und Politkern anderer Fraktionen haben wir uns entschieden, über eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes eine Verbesserung der Situation bei Schwangerschaftskonflikten und Spätabbrüchen zu erreichen. Das hauptsächlich von der CDU/CSU-Fraktion erarbeitete Gesetz, das am 13. Mai 2009 verabschiedet wurde, beinhaltet eine umfangreichere, verbesserte Aufklärung, Beratung und Unterstützung von Schwangeren in Konfliktsituationen und eine dreitägige Mindestbedenkzeit. Verstößt die Ärztin oder der Arzt gegen seine Pflichten, muss sie oder er mit einem Bußgeld rechnen.

Wir hoffen, dass betroffene Schwangere und ihre Familien sich mit Hilfe der besseren Unterstützung eher für ein Leben mit dem Kind entscheiden und sich leichter dem Automatismus entziehen, der oft entsteht, wenn eine Behinderung beim Kind festgestellt wird.

Ich bin davon überzeugt, dass dieses Gesetz ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist.

Einen Kommentar zur SED-Fortsetzungspartei "SED.PDS.Die Linke" erspare ich mir.

Mit freundlichen Grüßen

Marlene Mortler, MdB
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Frage zum Thema Finanzpolitik
09.09.2009
Von:

Guten Tag Frau Mortler.

Wie stehen Sie und Ihre Partei heute zum Solidaritätszuschlag. Sollte nicht mal darüber nachgedacht werden diesen nun endlich wieder abzuschaffen?

Vielen Dank für eine Antwort
Antwort von Marlene Mortler
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

der Solidaritätszuschlag war angelegt als Beitrag zur finanziellen Unterstützung des wirtschaftlichen Aufbaus der Neuen Länder. Er sollte über die Jahre hinweg abgebaut werden. Ein erster Schritt erfolgte zum 1. Januar 1998 durch die Absenkung von 7,5 Prozent auf 5,5 Prozent. Die durch die internationale Finanzkrise hervorgerufenen haushalterischen Rahmenbedingungen lassen derzeit eine weitere Rückführung des Solidaritätszuschlags zusätzlich zu den von uns beabsichtigten steuerlichen Entlastungen wie etwa die Abmilderung der kalten Progression jedoch nicht zu. Gleichwohl wird die Union dieses Ziel weiter fest im Blick behalten. Unabhängig von dieser Frage stehen wir fest zum Aufbau Ost und den gemachten finanziellen Zusagen. Wir wollen eine selbsttragende Wirtschaftsentwicklung in den Neuen Ländern erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Marlene Mortler, MdB
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Frage zum Thema Soziales und Familie
23.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Mortler,

das Programm der CDU fordert ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr. Die DGB Funktionärin und CDU Mitglied Ingrid Sehrbrock fordert gar eine Krippenpflicht. Wie stehen Sie zu einer Kindergartenpflicht und der damit einhergehenden Entmündigung der Familie?
Sollen nach Ihrer Meinung alle Familien ausnahmslos zu einem einzigen Lebensentwurf, der Fremdbetreuung gezwungen werden oder bekennen Sie sich zur Wahlfreiheit?
Eine familienfreundliche Partei sollte sich nach meinem Verständnis für die größtmögliche Freiheit und Autonomie der Familie einsetzen anstatt neue Zwänge einzuführen. Dazu gehört auch, dass Familien, die sich bewußt dafür entscheiden ihre Kinder selbst zu erziehen statt sie fremdbetreuen zu lassen, nicht länger finanziell benachteiligt werden dürfen.
Falls Sie für die Wahlfreiheit eintreten würde mich interessieren wie sich Ihrer Meinung nach eine Kindergartenpflicht im Wahlprogramm der CDU mit dem Freiheitsverständnis und dem Grundrecht, dass das elterliche Erziehungsrecht den Eltern zusteht, vereinbaren lässt.
Falls Sie die Kindergartenpflicht befürworten wüsste ich gern, ob Sie in diesem Fall eine zwangsweise Durchsetzung der Kindergartenpflicht mit der Polizei befürworten gegenüber Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder selbst übernehmen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Marlene Mortler
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre elektronische Anfrage vom 24. September. "Wahlfreiheit für Familien" - so lautet das eindeutige Bekenntnis von mir und meiner Partei in unserem Regierungsprogramm. Für mich und die Union steht fest: Eltern dürfen nicht zu einem Lebensmodell gedrängt werden, das sie nicht wollen. Vielmehr sollen sie selbst entscheiden, wie sie Kindererziehung und Erwerbstätigkeit miteinander vereinbaren. Der Staat muss hierfür die Voraussetzungen schaffen. Er darf Eltern aber nicht bevormunden und zu einem bestimmten Lebensmodell drängen.

Was heißt das für die CSU in der Praxis? Neben dem bereits beschlossenen Ausbau der Betreuungsangebote bis 2013 für Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind, wollen wir zugleich sicherstellen, dass Eltern, die ihre Kinder vor allem zu Hause erziehen, ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro pro Monat erhalten.

Die CSU will eine familiengerechte Gesellschaft. Kinder sind unsere Zukunft. Wir wollen wieder mehr Menschen Mut zum Kind machen und es den Familien leichter machen, so zu leben, wie sie es selbst wollen. Hierfür setzen wir auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Das Betreuungsgeld ist eine davon.

Mit freundlichen Grüßen
Marlene Mortler, MdB
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