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Sehr geehrter Herr Grübel,
aufgrund aktuellen Anlasses, auf den Beschluss der Innenministerkonferenz der Länder zum Herstellungs- und Verbreitungsverbot sogenannter "Killerspiele", wende ich mich direkt an Sie.
Für mich als Bürger stellen sich mir in diesem Zusammenhang einige Fragen:
1. Studien belegen, dass sog. "Killerspiele" keinen Menschen zum Amokläufer werden lassen, sondern die Gründe weit tiefer gehen und psychologischer / gesellschaftlicher Natur sind. Gewiss mögen, derart geschädigte Menschen, solche Spiele auch zum "anheitzen" verwenden, doch sind die nicht die Ursache der eigentlichen Probleme. Ohne diese Spiele wäre das Angebot an "Gewaltkonsum" immer noch groß genug.
Wieso nutzt die Politik also die vielen Vorurteile und die Medienhetzerei gegen Bürger mit einem _normalen_ Hobby (nahezu jeder männliche Jugendliche spielt solche Spiele, auch wenn es in den Medien dargestellt wird als sei es eine Ausnahme) um sich offensichtlich vor der Öffentlichkeit zu profilieren, anstelle die _eigentlichen Probleme_ anzugehen?
2. Der Begriff "Killerspiele" stellt eine Diskriminierung für Millionen Spieler dar. Es handelt sich hier um normale Menschen die in ihrer Freizeit Action-Computerspiele spielen und die von den Medien zu potentiellen Mördern, Amokläufern und perversen Irren stigmatisiert werden. Es wird weder von Killerfilmen, noch von Killersport (z.B. Boxen, was wesentlich realer ist als ein fiktives Szenario) gesprochen, und genauso sollte es bei Computerspielen sein. Ich sehe hier eine grobe Verletzung des Artikel 1 im Grundesetz, wieso unternimmt die Politik hier nichts gegen diesen Medien-Raubbau an Millionen von Bürgern?
3. (Und das ist für mich die essentiellste Frage)
Wie kann die Politk es mit sich vereinen, Spielzeuge zu verbieten, aber die REALEN WAFFEN zu behalten? Das geht mir beim besten Willen nicht in den Kopf. Ich sehe keine Notwendigkeit für den Besitz echter Schusswaffen außerhalb der Polizei und Armee.
mfg
