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Sehr geehrte Frau Schuster,
der kleine Mann verliert - die FDP kassiert!
Diese Überschrift zur Finanzkrise wurde von Herrn Solms provoziert. Dieser war per Mail von mir gefragt worden:
Wird die FDP von unter dem Rettungsschirm stehenden Banken Großspenden von jeweils 100.000 Euro annehmen?
Antwort: Als Schatzmeister der FDP kann ich Ihnen versichern,
daß die FDP sich strikt an § 25 Parteiengesetz hält(Spendenverbot bei Unternehmen mit mehr als 25 % Staatsbeteiligung).
Die Antwort bedeutet: Spendenannahme bei Spenden von Banken mit nicht mehr als 25 % Staatsbeteiligung!
Sind Großspenden für die FDP kein Hinweis darauf, daß eine Kapitalhilfe zu hoch war? Will die FDP von diesem Steuergeldmißbrauch profitieren?
Die klare Zweckbestimmung in den Soffin-Regelungen steht im Widerspruch zu den erwähnten Großspenden. Interessiert dies weder die FDP noch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt?
Sind auch Sie dafür, daß die FDP die erwähnten Großspenden annimmt?
Denken Sie bei dieser Frage auch an die Leute, die durch die Finanzkrise schwer geschädigt werden?
Unabhängig von der Rechtslage verhalten sich Parteien bei
der Annahme von Spenden dieser Art in höchstem Maße unanständig. Etwas Hoffnung gibt mir die Stellungnahme von Frau Dr. Hendricks vom 5.3.09 in Abgeordnetenwatch: Die SPD
wird solche Spenden nicht annehmen.
Mit freundlichen Grüßen
