Manfred Weber (CSU)
Abgeordneter EU-Parlament 2004-2009
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Grunddaten
Manfred Weber
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Diplomingenieur (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Bayern
Bundeslistenplatz
8, über Liste eingezogen
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(...) Schon heute ist ein Großteil aller nationalen Gesetze auf Entscheidungen der EU-Ebene zurückzuführen. Der Einfluss des Europäischen Parlaments steigt stetig und würde, unter dem neuen Reformvertrag, neue Ausmaße erhalten. Dies ist wichtig, da das Europäische Parlament die einzige direkt gewählte Institution der EU ist. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Soziales
10.01.2009
Von:

Im Zusammenhang mit den vielen internen Problemen der islamischen Bruderschaften und Vereine ist es gerade für eine demokratische Partei wichtig, die sozialen grundgesetzlich verankerten Werte immer wieder anzumahnen. Wäre es zum Beispiel nicht spätestens heute notwendig, anstelle von Gebetshäusern (Moscheen) soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen zu fördern? Das sind die in Zukunft notwendigen Investitionen, die für alle Bundesbürger zur Verfügung stehen sollten. So werden Arbeitsplätze geschaffen und die Integration kann ganz unten beginnen. Schade, dass so viele Volksvertreter sich über diese Themen nicht unterhalten wollen.
Antwort von Manfred Weber
4Empfehlungen
14.01.2009
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Natürlich müssen wir Krankenhäuser, Schulen uvm. fördern. Gerade das Investitionsprogramm der Bundesregierung setzt hier einen Schwerpunkt. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Kirchen, Moscheen und Syngogen für eine Gesellschaft auch wichtig sind. Wir brauchen auch Gebetsräume. Jedoch muss dort der Glauben im Mittelpunkt stehen.

Beste Grüße
Manfred Weber
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weber,

ich heiße , bin Aramäer und gehöre der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien an. Desweiteren bin ich in Syriac Universal Alliance (SUA) für kulturelle Angelegenheiten zuständig. SUA ist der Dachverband aller syrisch-aramäischen Föderationen weltweit. In Deutschland ist die Föderation der Aramäer in Deutschland (FASD) für die Belange der Aramäer zuständig. Hier leben über 90.000 Aramäer aus dem Nahen Osten, vor allem aus der Türkei. Sie haben sicherlich vor Enteignung des syrisch-orthodoxen Klosters im Südosten der Türkei gehört. Drei kurdisch-arabische Dörfer haben das Kloster angezeigt. Sie beschuldigen das Kloster missionarischen Tätigkeiten und Beraubung der Felder. Gegebenenfalls kann ich Ihnen Material zukommen lassen. Es stehen viele Gerichtsverhandlungen an der Tagesordnung.
Am 25.01.2009 demonstrieren in Berlin tausende von Aramäern für die Rettung des Klosters Mor Gabriel.

Was kann Ihre Partei, die CSU, in diesem Zusammenhang für uns Aramäer machen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Manfred Weber
10Empfehlungen
19.01.2009
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

die bedauerliche Situation syrischer und aramäischer Christen im Südosten der Türkei hat auch in Deutschland die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich gezogen. In den vergangenen Tagen kontaktierten mich Bürger in dieser Angelegenheit und berichteten von den Enteignungen und Plünderungen kirchlichen Besitzes und von der unwürdigen Zweckentfremdung dieser geistlichen Stätten, die Berichten zufolge von der muslimischen Dorfbevölkerung nun als Ställe für ihr Vieh genutzt werden.

Auch von dem Prozess gegen das Kloster Mor Gabriel wurde ich informiert. Die Mönche werden des illegalen Landbesitzes sowie der Missionierung und Unterrichtung Minderjähriger beschuldigt. Bereits die Tatsache, dass derartiges Gedankengut solche Auswirkungen nach sich zieht, gibt Anlass zur Sorge.

Presseberichten zufolge weisen die Grundbuchämter kirchliche Grundstücke im Rahmen einer gezielten Einschüchterungskampagne unrechtmäßig als leerstehend oder als Staatseigentum aus und die betroffenen Christen sehen aus Angst vor Übergriffen keine Möglichkeit, für ihre Rechte eintreten zu können. Ein solcher Umgang gegenüber anders Gläubigen und Minderheiten steht in einem starken Widerspruch zu den Grundrechten und humanistischen Werten der Europäischen Union, die in ihren Fundamenten entscheidend von der christlichen Kultur geprägt ist, gleichzeitig andere Glaubensrichtungen aber uneingeschränkt respektiert und achtet. Aus diesem Grund habe ich auch den EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn in einem Brief über diese Vorfälle informiert, verbunden mit der Bitte, angesichts der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei eine Stellungnahme zu diesen Geschehnissen abzugeben.

Das C im Namen ist keine leere Formel, sondern die CSU setzt sich aktiv für die Respektierung der freien Glaubensausübung von Christen in aller Welt ein. Ich halte es für wichtig, dass Muslime in Europa ihre eigenen Gotteshäuser haben, um in einer würdigen Umgebung ihren Glauben ausleben zu können. Dasselbe Recht muss aber auch den Christen in arabischen Ländern zustehen.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Weber
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
23.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr MdEP Manfred Weber,

zwei Meldungen in der Süddeutschen Zeitung vom 23.4.2009 irritieren mich :

Die Bundesrepublik Deutschland soll einer EU-Regelung zugestimmt haben , wonach die Subventionen, die Landwirte auf Grund EU-Rechts erhalten, im Internet veröffentlich werden soll.
Gleichzeitig findet sich die Meldung, daß sich der Freistaat Bayern weigert, diese Informationen im Internet zu veröffentlichen .

Vielleicht können Sie mir diesen Widerspruch - so die oben genannten Umstände der Wahrheit entsprechen - erklären .

Gerade in Hinblick auf die anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament stellt sich mich die Frage der Bedeutung von EU-Entscheidungen, wenn diese durch die Regierung eines deutschen Bundeslandes einfach ausgehebelt werden kann.

Halten Sie es für sinnvoll und erfolgversprechend, sich im Falle der Verweigerung der Auskünfte durch die zuständige Behörde ab Mai 2009 direkt an die Organe der EU zu wenden ?

Wer wäre hier für eine "Beschwerde" zuständig oder gibt es für EU-Bürger keinen direkten subjektiven Auskunftsanspruch ?

Mit freundlichen Grüßen
F.
Antwort von Manfred Weber
4Empfehlungen
27.04.2009
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die von Ihnen geschilderten Vorgänge entsprechen der Wahrheit. Die Bundesministerfür Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner hat sich bei ihrer Empfehlung auf die Urteile mehrerer Gerichte berufen, die den Klagen landwirtschaftlicher Betriebe Recht gegeben haben, wonach deren Grundrecht auf Datenschautz verletzt worden sei. Allderdings gibt es auch andere Sichtweisen. Nur solange diese Fragen nicht geklärt sind, EMPFAHL die Bundesministerien, die Subventionen VORERST nicht zu veröffentlichen. Das letzte Wort ist also noch nicht gefallen.

Ich bin grundsätzlich schon der Meinung, dass Transparenz ein hoher Wert ist, jedoch müssen wir den Schutz der privaten Interessen schon auch berücksichtigen. Die Öffentlichkeit und der Steuerzahler könnte auch gut informiert werden, wenn die Zahlen allgemeiner veröffentlicht werden.

Eine Anfrage bei der Europäischen Kommission, welcher Betrieb wieviele Mittel bekommt, ist nicht möglich, da die Gelder jeweils über die Mitgliedstaaten verteilt werden, die die konkrete Geldvergabe kontrollieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen zufriedenstellen beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Weber
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Frage zum Thema Umwelt
14.05.2009
Von:

SgH Weber,

ich möchte von ihnen wissen, ob sie die Erklärung 12
zum Wohlergehen der Straßentiere mit Fristablauf vom 07.05.2009 unterzeichnet haben.
Leider ist mir nicht bekannt, ob Sie diese Erklärung unterzeichnet haben. Wenn ja, dann ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle für Ihr Engagement.
Sollten Sie diese Erklärung jedoch nicht unterzeichnet haben, möchte ich Sie an dieser Stelle nach Ihren Beweggründen fragen:
Vielleicht jedoch haben Sie sich auch bisher nur keine Gedanken zu diesem Thema gemacht.. In diesem Fall bitte ich Sie schon heute um Ihre Unterstützung, falls es wieder einmal eine Erklärung zu diese Thema gebe sollte.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weber,

Sie sind mir von Wahlplakaten bekannt.
Das Menschenbild, nach dem z.B. "unser Rechtsstaat" aufgebaut ist, beinhaltet die unrealistische Vorstellung, wegen der im Grunde edlen menschlichen Natur sei das demokratische Prinzip ausreichend, um den Machtmissbrauch von Herrschenden zu verhindern, weil diese ja verpflichtet sind, sich an Verfassung, Gesetz und Recht zu halten (vgl. www.gewaltenteilung.de ). Stehen Sie hinter dieser Weltanschauung? Ich persönlich halte diese Weltanschauung für einen Irrtum und Änderungen unter Einschaltung der Verhaltensforschung für dringend notwendig.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Manfred Weber
1Empfehlung
26.05.2009
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

seien Sie versichert, dass die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes, die Ihre verantwortungsvolle Aufgabe noch unter dem Eindruck der leidvollen Erfahrungen des Dritten Reiches meisterten, mit Sicherheit keinerlei Illusionen hegten, was die menschliche Natur betrifft. Im Rückblick auf 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland hat sich unser System der Gewaltenteilung und Gewaltenkontrolle bestens bewährt. Nachdem Sie vor allem Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Judikative zu haben scheinen, möchte ich betonen, dass sich insbesondere das Bundesverfassungsgericht über die Jahre mit seiner Rechtsprechung als eigenständiges Verfassungsorgan behauptet hat.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Weber, MdEP
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