Manfred Weber (CSU)
Kandidat Europawahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Manfred Weber
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ingenieur (FH) Physikalische Technik
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Bayern
Bundeslistenplatz
4
(...) Wir als CSU setzen uns für Volksentscheide bei allen wichtigen Europa-Fragen ein, beispielsweise bei künftigen Kompetenzübertragungen oder EU-Erweiterungen. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Persönliche Website
www.weber-manfred.de
Fragen an Manfred Weber
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Gesundheit
29.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ferber,

in der Vergangenheit hat die CSU sich im Europa-Parlament wiederholt für die Möglichkeit der Privatisierung der Trinkwasserversorgung eingesetzt. Werden Sie dies auch tun? Sind Sie für die Privatisierung der Trinkwasserversorgung?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Manfred Weber
bisher keineEmpfehlungen
05.06.2009
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema kommunale Daseinsvorsorge. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich beim nächsten Mal die Mühe machen würden, die Anrede auszutauschen, wenn Sie eine Frage zuvor bereits an meinen Kollegen Herrn Markus Ferber gestellt haben.

Eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung steht für mich nicht zur Debatte. Versorgungssicherheit und Qualität der Trinkwasserversorgung können nur garantiert werden, wenn diese auch weiterhin Aufgabe der kommunalen Hand bleibt. Dafür werde ich mich auch weiterhin entschieden einsetzen.

Ich hoffe, ich habe Ihre Frage damit zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen

Weber
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umwelt
03.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weber,

In einem Interview des Deutschen Depeschendienstes
(ddp) haben sie die tschechische Regierung für ihre Pläne kritisiert, ein Endlager für Atommüll in der Nähe des Dreiländerecks in Erwägung zu ziehen
( www.dernewsticker.de ).

1. Abgesehen von der grundsätzlich wünschenswerten Einbeziehung benachbarter Staaten bei solchen Entscheidungen: Erscheint es ihnen nicht als Widerspruch, dass sie die Errichtung eines Endlagers für Atommüll mit der Begründung ablehnen, die Natur der besagten Region sei schützenswert, gleichzeitig aber den Ausbau des Zwischenlagers Gorleben fordern?

2. Halten sie das Dreiländereck für schützenswerter als andere Regionen Deutschlands/Europas?

3. Hätten Sie der politischen Standortentscheidung bezüglich des
geplanten Atommüllagers Gorleben im Jahre 1977 zugestimmt, als dieses sich ebenfalls in direkter Nachbarschaft zu einem angrenzenden Staat befand?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Manfred Weber
bisher keineEmpfehlungen
05.06.2009
Manfred Weber
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Fragen zum Thema Atommüllendlager.

Die Tatsache, dass der geplante Standort für das Endlager direkt in der Naturregion Sumava liegt, ist ein wichtiger Grund, mich gegen dieses Projekt einzusetzen. Es handelt sich dabei um das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas. Wir sprechen von einer Region, die von Tourismus lebt. Die tschechische Republik verbietet dort den Bau von Skiliften und Tourismuseinrichtungen, würde aber gleichzeitig ein Atommüllendlager bauen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die Wahl des Standortes Gorleben 1977 war eine politische Entscheidung, die vor dem Hintergrund der damaligen weltpolitischen Lage und der wirtschaftlichen Situation der Region beurteilt werden muss. Ungeachtet dessen halte ich es für unverantwortlich, heute einen Standort, für dessen wissenschaftliche Untersuchung in einem Zeitraum von mehr als 20 Jahren insgesamt über 2 Milliarden Euro aufgewendet wurden, und dessen grundsätzliche Eignung als Endlager durch verschiedene Gutachten festgestellt wurde, aufzugeben.

Ich bitte Sie des weiteren zu bedenken, dass die politische Situation und die Möglichkeit zur Kommunikation im geteilten Deutschland mitten im Kalten Krieg nicht vergleichbar ist mit dem Verhältnis zweier Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Jahr 2009. Niederbayern, Oberösterreich und Südböhmen sind durch die gemeinsame Kultur und Geschichte seit jeher eng verbunden, der Beitritt der Tschechischen Republik zur EU hat diese Entwicklung noch verstärkt. Um dieses enge nachbarschaftliche Verhältnis weiter zu intensivieren, setze ich mich für die Gründung einer Europaregion in naher Zukunft ein. Vor diesem Hintergrund finde ich es besonders bedauernswert, wenn derart weitreichende Entscheidungen wie der Plan für ein Endlager ohne Einbeziehung der Partner jenseits der Landesgrenze getroffen werden. Ohne mir ein Urteil über die landesinterne Kommunikation der Tschechischen Republik anmaßen zu wollen, finde ich es doch verwunderlich, dass selbst der Bürgermeister des geplanten Standorts von diesen Plänen erst aus der Zeitung erfahren hat.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen


Manfred Weber
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Agrarpolitik
04.06.2009
Von:

Sehr geehrter Weber,

Der Milchpreis ist im Moment katastrophal.
Deutschland ist mit 21%der größte Milchproduzent der EU ( berichte.bmelv-statistik.de /SJT-8033000-0000.pdf ) und nach Italien der größte Überlieferer.
Nun möchte ich Sie fragen, wieso die Politik hier nicht, wie z.B. in
Frankreich ( mit 18 % zweitgrößter Milchproduzent , Verlinkung siehe oben ) regulierend eingreift und die strenge ( anstatt der hier gehandhabten liberalen ) Saldierung anordnet.
Dies ist eine nationale Maßnahme, die nicht mit der EU abgestimmt werden muss.
Ebenso: Wieso wird der in Deutschland festgelegte Umrechnungsfaktor von Liter in kg nicht von 1,02 auf 1,03 geändert, wie es in der gesamten EU - außer Österreich und Dänemark - der Fall ist?
( www.bundesrat.de )
Wir Landwirte haben hier einen klaren Wettbewerbsnachteil, da wir mehr Menge Milch zu produzieren haben, um die selbe Entlohnung , die ja in kg erfolgt, zu erhalten.
Mit diesen obigen Maßnahmen könnten ca 5 % der Milchmenge vom Markt genommen werden ( www.bdm-verband.org ).
Darüber hinaus stellen einige Länder wie F und A die Quotenerhöhnung in die nationale Reserve ein.
Es wäre schön, wenn Sie mir erklären könnten, wieso jene kostenlosen Maßnahmen, um das Überangebot an Milch in den Griff zu bekommen, in anderen Ländern praktiziert werden, nicht aber in Deutschland?
Die momentan praktizierten Maßnahmen wie Exportförderung und Interventionen kosten den Steuerzahler Unsummen ( www.oxfam.de ), packen das Übel aber nicht an der Wurzel.

Desweiteren wurde anhand einer Umfrage festgestellt, dass 94 % der Landwirte eine zukünftige Mengenregulierung befürwortet. ( www.bdm-verband.org )
Wieso gehen unsere Politiker nicht auf diese Mehrheit ein, die sie eigentlich vertreten sollten?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Manfred Weber
2Empfehlungen
06.06.2009
Manfred Weber
Sehr geehrte Frau ,

ich darf Sie bitten, Ihre Fragen an die Kollegen der SPD, FDP und Grüne zu stellen.

Ich habe, so wie alle CSU-Europaabgeordneten, im Europäischen Parlament gegen die Quotenerhöhung gestimmt - und stand dabei ziemlich allein.
Der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat im Europäischen Rat gegen die Quotenerhöhung gestimmt - und stand dabei ziemlich allein.
Unser bayerischer Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hat im November im Bundesrat die von Ihnen geforderten Punkte eingebracht - und stand dabei ziemlich allein. Vor wenigen Wochen bei der Landwirtschaftsministerkonferenz die gleiche Situation.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Weber
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Manfred Weber
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.