Laurenz Meyer (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Laurenz Meyer
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
25, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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(...) In verschiedenen Bundesländern gibt es bereits Elemente direkter Demokratie und auch ich persönlich halte etwa Volksinitiativen im Sinne eines Vorschlagsrechts durch das Volk für unterstützenswürdig. Dies habe ich auch früher bereits so vertreten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
10.12.2006
Von:
-

Welche Haltung nehmen Sie zum Thema \"Allgemeine Wehrpflicht\" für junge Männer ein?
Halten Sie es für möglich, dass es in Deutschland zu erheblichen Wehrungerechtigkeiten bei Erfüllung der Wehrpflicht kommt, wenn ja, wie wirken Sie dem entgegen?
Antwort von Laurenz Meyer
bisher keineEmpfehlungen
22.04.2009
Laurenz Meyer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email, mit der Sie sich über abgeordnetenwatch an mich wenden.

Die Wehrpflicht hat sich bewährt und sie ist auch nach wie vor zeitgemäß. Sie ist nach wie vor ein geeignetes Instrument, um auch den neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen zu begegnen. Die Wehrpflicht ist zudem aktive Sicherheitsvorsorge. Es ist überhaupt nicht absehbar, wie sich die Sicherheitslage in Europa in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird.

Gerade angesichts der Gefahren asymmetrischer Kriegsführung oder des Nuklearterrorismus würden wir mit fließenden Übergängen vom Katastrophenschutz bis zum klassischen Verteidigungsfall zu tun haben. In solchen Fällen wird uns die mit der Wehrpflicht verbundene, schnelle Aufwuchsfähigkeit sehr nützlich sein.

Wenn die Wehrpflicht einmal abgeschafft ist, wird es kaum die Chance geben, sie wieder einzuführen - selbst wenn dies dann noch so notwendig sein sollte. Diese Art der Mobilisierung kann nicht einfach aus- und wieder angeknipst werden. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen zudem, dass Berufsarmeen deutlich kostenintensiver sind.

Darüber hinaus ist die Wehrpflicht wichtig, um für die Bundeswehr weiter qualifizierten Nachwuchs zu finden.

Wir müssen den Wehr- oder Zivildienst besser als bisher honorieren, zum Beispiel durch den Erlass der Gebühren im Falle eines anschließenden Studiums. Möglichkeiten dazu gibt es viele.

Was die Frage der Wehrgerechtigkeit angeht, so müssen Einberufungs- und Musterungspraxis deutlich verbessert werden. Mängel dort sind aber kein Argument gegen die Wehrpflicht, sondern eine dringende Aufforderung an Politik und Verwaltung, sie so weit wie möglich abzustellen. Vollständige Wehrgerechtigkeit hat es jedoch nie gegeben, seitdem es die Bundeswehr gibt. Es macht auch keinen Sinn, vom Staat zu verlangen, mehr Wehrpflichtige einzuziehen, als aktuell erforderlich sind. Im Übrigen wird allein aufgrund des demografischen Faktors - vor allem im Osten Deutschlands erwarten wir ab 2009 geburtenschwache Jahrgänge - die Wehrgerechtigkeit wieder zunehmen.

Die Idee der SPD, eine "freiwillige Wehrpflicht" einführen zu wollen, ist ein Widerspruch in sich. Ich halte sie außerdem mit dem Grundgesetz nicht für vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht hat diesem Modell im Übrigen eine Absage erteilt: "Würde man im Hinblick auf die behauptete gleichheitswidrige Einberufungspraxis es jedem Wehrpflichtigen freistellen, ob er den Grundwehrdienst antritt, wäre die Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit Deutschlands in hohem Maße gefährdet" (2 BvR 821/04 vom 17.5.2004, Absatz Nr. 27).


Mit freundlichen Grüßen

Laurenz Meyer
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
13.12.2006
Von:

Es ist unbegreiflich, daß die Bundesregierung die - organisierten - kriminellen Energien bestimmter Vertreter aus den Wirtschaftsbereichen Banken und Sparkassen, Versicherungen, Finanzdienstleister und Bauträger schützt.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen folgende Fragen stellen:

1. Sind Sie nicht auch der Meinung, daß der Verbraucherschutz in der Rechtsprechung eines demokratischen Staates Vorrang vor dem Schutz der Wirtschaft, hier der Banken, haben sollte?

2. Halten Sie es für mit einem funktionierenden Rechtsstaat vereinbar, daß ein Senat des Bundesgerichtshofs, hier der XI. Zivilsenat, unter Verletzung europäischer Richtlinien deutsches Recht einseitig zugunsten der Banken auslegt (EuGH C 229/04 ua)?

3. Sehen nicht auch Sie die Unabhängigkeit eines obersten Richters, hier Senatspräsident Gerd Nobbe, durch dessen bezahlte Nebentätigkeiten in der Kreditwirtschaft verletzt?
( www.mein-parteibuch.de )

4. Werden Sie sich für einen Untersuchungsausschuß einsetzen, der die zahlreichen Verdachtsmomente auf Rechtsbeugung und Vorteilsnahme im Hinblick auf den XI. Zivilsenat im Zusammenhang mit einseitiger Rechtsprechung zugunsten von Banken aufklärt und ggfs. ein Amtsenthebungsverfahren nach Art. 98, Abs.2,GG einleitet?

5. Halten Sie nicht ebenfalls einen Untersuchungsausschuß über die Hintergründe, warum die EU-Richtlinie in punkto Verbraucherschutz bei in Haustürgeschäften verkauften Kapitalanlagen und Kreditgeschäften nicht in die deutsche Rechtsprechung Eingang finden und somit die Bundesregierung potentiell haftbar macht, für unverzichtbar?

6. Teilen Sie die seit Jahren von Anlegerschützern vertretene Auffassung, daß der Verbraucherschutz hochrangige Zielsetzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sein sollte, um zigtausendfache Existenzvernichtung wie im Falle von organisiertem Betrug durch den Verkauf von Schrottimmobilien zu verhindern?

Vielen Dank für eine schnellstmögliche Antwort

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Frage zum Thema Umwelt
28.02.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Meyer,

was hat es mit den vielen Chemtrails auf sich? Heute sah ich es ganz genau, daß da etwas faul ist: 5 Streifen über Hamm Mitte, die sich in 45 Minuten langsam verbreiterten. Die Flugzeuge konnte man auch sehr gut sichten. Dann kam eine andere Maschine, welche auch so gut erkennbar war, doch hier lösten sich der Streifen nach 30 Sekunden auf! Da ist doch was faul! Was kosten eigentlich die vielen Flüge dem Steuerzahler? Ich werde nun Mitglied der BI Dortmund gegen Chemtrails und erhoffe jedoch von Ihnen sachdienliche Hinweise zu bekommen.

Frau

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Frage zum Thema Umwelt
04.04.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Meyer,

ich habe in der ZDF Sendung "Frontal 21" den Beitrag über die geplanten Kohlekraftwerke gesehen. Ich verfolge seit einiger Zeit die Diskussion über den Umweltschutz, CO2 Verringerung etc. und frage mich daher, wie man denn heutzutage ernsthaft die Erbauung solcher Kraftwerke in Betracht ziehen kann?
Mir ist klar, daß Deutschland seinen Energiebedarf decken will bzw. muss. Meines Wissens gibt es mittlerweile Alternativen zu Kohlekraftwerken - z. Bsp. Biogas Anlangen. Diese Technik scheint sauberer zu sein und belastet die Umwelt nicht so sehr. Ausserdem könnte sich Deutschland - wenn man dies tatsächlich ausbauen und unterstützen würde - nach einiger Zeit unabhängiger von Gas-Fremdlieferanten werden.
Saubere Energie und mehr Unabhängigkeit – wäre das nicht ein Anreiz für mehr Engagement in dem Bereich? Warum nicht einfach statt Kohlekraftwerken neue Biogasanlagen bauen? Mit denen läßt sich doch auch Geld verdienen, wenn es darum gehen sollte…..
Dies ist nur ein Beispiel. Eine solche Entscheidung zur Kohle ist einfach unverantwortlich und bedauerlich.
Natürlich, Politiker sind "auch nur Menschen", die sich gern um ihre eigenen Geschäfte kümmern - ich dachte bzw. hoffte jedoch immer, dass schon ein wenig Idealismus zu solch einem Beruf gehören müsse und der Wille, den Bürgern und - in diesem Fall - der Umwelt tatsächlich beizustehen – also verantwortungsvoll zu handeln und dementsprechend zu entscheiden.
Das Problem der Umweltverschmutzung ist ja kein Neues, auch wenn z. Bsp. die deutschen Autohersteller so tun, als ob es das Co2 Problem erst seit gestern gäbe.Diese Einstellung gegenüber Menschen und der Natur ist bedauerlich und leider kein Einzelfall. Aber was soll´s? Wenn wirklich alles zu Spät ist sind wir doch eh nicht mehr am Leben. Also kann man ja ruhigen Gewissens mit dieser "alles Egal"-Einstellung weitermachen.
Nach uns die Sinflut!

Mit freundlichen Grüssen,

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Frage zum Thema Finanzen
10.06.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Meyer,
die Beantwortung bei ABGEORDNETENWATCH.de scheint Ihnen uns Wahlbbrgern gegenüber nicht zu liegen? Ich empfinde das schon als kleinen Skandal...

Dennoch stelle ich Ihnen ein brisantes Thema zur kontroversen Beantwortung:

Was ist aus dem Finanzamt geworden? Überführt in eine GmbH?

Gehe ich recht in der Annahme, dass durch diese Form der Privatisierung die Schuldenmasse auf den einzelnen Bürger im Falle der Insolvenzdurchführung abgewälzt wird?

Die Insolvenz ist nicht mehr verhinderbar. Was ist mit der Anzeigepflicht der Geschäftsführer? Sind da schon Anzeigen wegen Nichtbeachtung der GmBh Richtlinien gestellt worden? Konkursverschleppung , dürfen überhaupt noch Beamte in der GmbH beschäftigt werden?
etc.

Welche Auswirkungen hat der Bankrott und was ist aus der BRD seit 1990 eigentlich geworden? Dürfen überhaupt noch Beamte in der GmbH beschäftigt werden?

Auch Ihnen schreibe ich extra zusätzlich noch über Ihre private Hompage, damit die ansässigen Moderatoren diese wichtige Frage nicht känzeln! Eine Kopie werde ich ohne Abgeordnetennamen im Hammer Wa noch schalten.

Frau Rentnerin
Antwort von Laurenz Meyer
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12.06.2007
Laurenz Meyer
Sehr geehrte Frau Schnack,

ich danke Ihnen für Ihre E-mail vom 10.6.2007, in der Sie sich nach der Rechtsform "des Finanzamts" erkundigen.

Die Finanzverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland ist zwischen dem Bund und den einzelnen Ländern aufgeteilt. Finanzämter als solche nehmen ihre Verwaltungstätigkeit hierbei als Ortsverbände war und sind der jeweiligen Oberfinanzdirektion und dem entsprechenden Finanzministerium unterstellt.

Die Erfüllung von Verwaltungsaufgaben durch Eigengesellschaften-wie von Ihnen bzgl. der Finanzämter angesprochen-bietet sich vornehmlich in betriebswirtschaftlichen Sektoren an, da somit Zukunftsmöglichkeiten für Investitionen und Wettbewerb gefördert werden. Als Beispiel ist hier die Privatisierung der Post und der Bahn zu nennen.

Vor diesem Hintergrund steht eine Privatisierung von Finanzämtern außer Diskussion.


Mit freundlichen Grüßen

Laurenz Meyer MdB
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