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Sehr geehrter Herr Klingbeil,
Wie erklären Sie sich den Unterschied/das auseinander laufen zwischen dem Verhältnis der Geldmenge einerseits - 1948 zu heute - und andererseits, im Verhältnis dazu, die Entwicklung des Bruttolohns aller Arbeiter von 1948 bis heute?
Bei analoger Entwicklung, Geldmenge und Bruttolohn, müsste doch (eigentlich) ein Arbeiterstundenlohn von 1948 in Höhe von 1,00 DM, heute etwa bei € 120,00 liegen. Bekanntlich sieht die Realität völlig anders aus. Warum ist das so?
Das sagte Ludwig Erhard: Wohlstand für alle, 1957, S. 7
..So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, dass ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breit geschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden.....
Stehen wird heute nicht vor dem gleichen Problem - wie einst Ludwig Erhard? Wie steht es denn heute um die Massenkaufkraft?
Vergleichsweise:
Das Wirtschaftswunder der 1960er Jahre funktionierte mit einer Geldmenge, die viel kleiner war als die Vermögen der 100 reichsten Deutschen!
Was würde, Ihrer Meinung nach, eine gesetzliche Begrenzung von inländischem Gewinn bringendem Vermögen bei natürlichen Personen auslösen?
Das Grundgesetz selbst weist uns den richtigen Weg: Artikel 14 Absatz 1 Grundgesetz lautet: "Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.” Das Grundgesetz selbst sieht also die Möglichkeit der Beschränkung durch einfaches Gesetz vor.
Zum Thema Wettbewerb: Sind Sie der Meinung, dass Wettbewerb das einzige Mittel zur Erreichung und Sicherung des Wohlstands ist?
Für Ihr Bemühen, meine Fragen einer Beantwortung zuzuführen, Danke ich Ihnen bereits an dieser Stelle.
Mit freundlichen Grüßen
