Kurt Beck (SPD)
Kandidat Rheinland-Pfalz 2011
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Kurt Beck
Geburtstag
05.02.49
Berufliche Qualifikation
Ausbildung zum Elektro-Mechaniker der Fachrichtung Elektronik
Ausgeübte Tätigkeit
Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Landesvorsitzender der SPD
Wohnort
Steinfeld
Wahlkreis
Südliche Weinstraße , Stimmen (Wahlkreis): 23.848, 53,3%, über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1
Die Herstellung von Gänsestopfleber ist in Deutschland tierschutzrechtlich verboten. Dies gilt jedoch nicht für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. (...)
 
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Frage zum Thema Arbeit
28.02.2011
Von:

Hallo Herr Beck,

gleiche Arbeit gleicher Lohn dürfte Ihnen bekannt vorkommen.

Lehrer an der Realschule Plus sind davon weit entfernt.
Haupt-und Realschullehrer unterrichten dieselben Schüler,leisten somit diegleiche Arbeit,werden aber unterschiedlich besoldet:A12/A13(gehobener Dienst/höherer Dienst)

Sie haben Elektriker gelernt,erhalten jedoch nicht Elektrikergehalt!

Frage:
Wie gedenkt die SPD bei einem Wahlsieg diese Ungleichheit zu ändern?

LG

/Tel.:
Antwort von Kurt Beck
1Empfehlung
10.03.2011
Kurt Beck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!

Parallel zur Einführung der Schulstrukturreform werden alle Lehrkräfte, die für das Lehramt an Realschulen plus ausgebildet sind, künftig einheitlich in die Besoldungsgruppe A 13 eingestuft. Für zukünftige Lehrkräftegenerationen gibt es also keine Ungleichheit mehr.

Auch für bereits im Dienst befindliche Lehrerinnen und Lehrer bringt die Dienstrechtsreform, die zum 1. Juli 2012 in Kraft tritt, eine deutliche Verbesserung. Bei der Reform wird für Lehrkräfte mit einer Ausbildung für das Lehramt an Grund-, Haupt-, Real-, oder Förderschulen eine neue Aufstiegsmöglichkeit geschaffen. Es wird damit eine zusätzliche Beförderung möglich, ohne dies an eine Funktionsstelle zu binden. Zunächst sollen zehn Prozent der Lehrerinnen und Lehrer davon profitieren.
Als Folge hiervon sind mehrere Schulleitungsämter besoldungsrechtlich höher zu bewerten, um auch zukünftig hinreichende monetäre Anreize bieten zu können, dass Lehrerinnen und Lehrer derartige Funktionsämter wahrnehmen. Schulleitungen nehmen sehr verantwortungsvolle Aufgaben wahr, die für die Qualitätsentwicklung an rheinland-pfälzischen Schulen von zentraler Bedeutung sind.
Die besoldungsrechtlichen Maßnahmen im Schulbereich führen zu Mehrkosten von rund 12 Millionen Euro pro Jahr.

Ihr Vergleich mit meinem Ausbildungsberuf trifft nicht zu, da ich nicht in diesem Bereich tätig bin.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Beck
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Frage zum Thema Umwelt
28.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Beck,

auf der Seite der Energieagentur des Landes (www.EOR.de) sind die Fördermittel des Landes dargestellt. Gibt es beim Land eine Internet-Plattform aus der auch alle Fördermöglichkeiten des Bundes ersichtlich sind oder kann diese z.B. unter der neuen Seite www.energie-komm.de oder EOR eingerichtet werden?

Begründung:
Die ehrenamtlich arbeitenden Initiativen / Vereine des Netzwerkes für 100 % Erneuerbare Energien beteiligen sich hier in der Region an der "Woche der Sonne" www.woche-der-sonne.de, dem vom Land initiierten "Unser-Ener-Aktionstag" www.unser-ener.de sowie den Umweltmessen in der Region und informieren dort die Bürger in Bezug auf mögliche Maßnahmen und Förderungen zum Einsatz der EE, Energieeinsparung und Gebäudesanierung.

Die permanenten Änderungen der Förderungen insbesondere des Bundes überfordern aber selbst die Energieberater zeitweise und es ist mitunter schwierig zu den Messen aktuelle Informationen bereit zu halten.

Wenn es eine zentrale dauerhaft gepflegte landesseitige Internet-Plattform mit Verlinkung und Info zu EEG-Sätzen und Förderseiten bei www.BAFA.de, www.Kfw.de, www.BMWi.de, www.BMU.de mit Downloadmöglichkeit einer Übersichtstabelle gäbe, würde ein Link auf den Internetseiten der Initiativen zur Landesseite ausreichen. Es wären keine Änderungen auf deren Seiten mehr erforderlich, was die Arbeit der Initativen ungemein erleichtern würde.

Mit freundlichen Grüßen
, Landau
Antwort von Kurt Beck
bisher keineEmpfehlungen
09.03.2011
Kurt Beck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!

Zunächst danke ich Ihnen für Ihr Engagement. Die flächendeckende Beratung der Bürgerinnen und Bürger gelingt nur mit der Hilfe auch Ehrenamtlicher, weil die Thematik sehr komplex ist und die Beratung individuell erfolgen muss. Wir versuchen deshalb Ihre Arbeit wo es geht zu erleichtern: Die Fördermitteldatenbank www.energiefoerderung.info bietet eine umfassende Übersicht über die Fördermöglichkeiten zur Gebäudesanierung, zur Steigerung der Energieeffizienz und für die Nutzung Erneuerbarer Energien unter Einschluss der Bundesförderung. Sie ist sowohl über die Seite des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz www.mufv.rlp.de als auch über die Seite der rheinland-pfälzischen Energiesparkampagne "Unser Ener" www.unserener.de verlinkt.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Beck
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Frage zum Thema Gesundheit
28.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Beck,

Falls Sie nochmal zum Ministerpräsident in RLP gewählt werden, werden Sie dann das Nichtraucherschutzgesetz von Bayern in RLP 1:1 übernehmen?
In RLP haben wir, nach NRW, das zweitschlechteste Nichtraucherschutzgesetz in ganz Deutschland, das kann doch auch für die SPD nicht befriedigend sein, oder??
Ich hoffe nicht, dass Sie der Raucherlobby näher stehen, als der Gesundheit der MitbürgerInnen in RLP!! Auch wenn Sie sich öffentlich bei der Einweihungsfeier eines großen Zigaretten-herstellers fotografieren lassen und deren ARbeit hoch loben!!

Ihre Antwort ist mir als Astmatiker sehr wichtig!!
Hiervon mache ich auch zum größten Teil meine Stimme bei der nächsten Wahl abhängig.
Ich habe mein Leben lang SPD gewählt und bin zum ersten Mal unsicher, da ich den Eindruck habe, dass die Politik, SPD miteingebunden, lieber Politik für die Industrie und Unternehmen macht, als für die Gesundheit der Mitmenschen. Mein zweiter Eindruck ist, dass sich SPD, CDU, Grüne und FDP nur mit dem eigenen Fehlverhalten beschäftigen. Sieht man sich die SWR-Nachrichten an, sieht man fast täglich Nürnburgringaffäre, Justizaffäre, Hotelaffäre, Spendenskandal usw., hier hat man ebenfalls den Eindruck, dass es im Land RLP keine wichtigeren Dinge gibt, obwohl es im Land überall klemmt und zwickt. Das finde ich als Politikinteressierten Menschen zum "k..zen" (sorry, dass ich das so deutlich schreibe).

Vorab vielen Dank für Ihre Antwort
mit freundlichen Grüßen
Antwort von Kurt Beck
1Empfehlung
03.03.2011
Kurt Beck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!

Jeder Bürger kann sich mittlerweile in Kneipen, Restaurants, Diskotheken, öffentlichen Räumen oder aktuell bei Karnevalsveranstaltungen bewegen, ohne sich dem lästigen und gesundheitsschädlichen Rauch aussetzen zu müssen. Wir sehen deshalb aktuell keinen Änderungsbedarf, da das Gesetz mittlerweile auch auf eine breite Akzeptanz bei den Menschen innerhalb des Landes trifft, sowohl bei den zu schützenden Nichtrauchern, als auch bei den Rauchern selbst.

Erlauben Sie mir bei dieser Gelegenheit einige Anmerkungen zur Entwicklung des Landes und seine gegenwärtige Lage zu machen.

Wir haben Rheinland-Pfalz in den letzten 20 Jahren in vielen Bereichen auf vor­dere Plätze im Reigen der Länder bringen können, sei dies bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, der Modernisierung der Infrastruktur oder dem Ausbau des Bildungswesens mit einem umfassenden Ansatz, der seinesgleichen sucht.

Im Jahr 2008 hat die Landesregierung eine Schulstrukturreform auf den Weg gebracht, die bereits weit fortgeschritten ist. Sie führt die Bildungsgänge der Haupt- und der Realschule in der neuen Schulform der "Realschule plus" zu­sammen. Zum Schuljahr 2011/2012 wird es 174 Realschulen plus und 54 Integ­rierte Gesamtschulen geben. Das Erfolgsmodell der freiwilligen Ganztagsschulen hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren konsequent fortgeführt: Von 2006 bis zum Beginn des Schuljahres 2010/2011 ist die Zahl der Ganztagsschu­len von 360 auf 537 gestiegen.

Meine Partei hat am 15. Januar das Regierungsprogramm für die kommende Wahlperiode des Landtags beschlossen. Den Schwerpunkt setzt die SPD dabei auf das Thema Bildung. Ein Stufenplan sieht vor, ab dem Schuljahr 2011/2012 bis zum Jahr 2014 die Schülerzahl pro Grundschulklasse von maximal 30 bis auf 24 zu senken. Bis 2016 sollen auch die Klassenstufen fünf und sechs höchsten 25 Schülerinnen und Schüler zählen. Die rund 1000 Lehrerstellen, die für die Reform nötig sind, sollen aus der demografischen Rendite durch den Rückgang der Schülerzahlen finanziert werden, sodass keine zusätzlichen Kosten entste­hen. Das Programm sieht außerdem kostenfreie Schulbusse für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I vor – unabhängig von der Schulform.

Rheinland-Pfalz kommt schneller aus der Krise als andere Länder. Die rund 180.000 Unternehmen im Land haben durch verantwortungsvolle Absprachen mit den Betriebsräten, durch den klugen Einsatz von Kurzarbeit und durch das Investitionsprogramm von Bund und Land viele Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten können. Die langjährig bewährte, verlässliche Zusammenarbeit zwi­schen Landesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften, Kommunen, Arbeits­verwaltung und Betriebsräten in Rheinland-Pfalz hat das ihre dazu beigetragen, dass das Land sich schneller und stabiler vom Konjunktureinbruch der Jahre 2008/2009 erholen kann als die meisten erwartet haben.

Zu einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung gehört selbst­verständlich eine funktionierende Infrastruktur. Die Landesregierung hat deswe­gen in den vergangenen Jahren mit Verkehrsinvestitionen von über 500 Millionen Euro jährlich für eine deutliche Verbesserung der Straßenwege gesorgt und mit diesen Rekordinvestitionen auch Arbeitsplätze in rheinland-pfälzischen Unter­nehmen gesichert.

Ich teile Ihre Ansicht, dass wir in Rheinland-Pfalz wieder deutlich mehr über Inhalte sprechen sollten als über (vermeintliche) Skandale. Daher wünsche ich mir auch in den letzten Wochen vor der Landtagswahl eine sachliche Auseinandersetzung mit den Positionen der anderen Parteien. Und ich sehe, dass die SPD in allen wesentlichen Bereichen die deutlich fundierteren Konzepte vorzuweisen hat.

So bin ich fest davon überzeugt, dass es uns gelingen wird, den Menschen in den vor uns liegenden Monaten zu verdeutlichen, dass Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg ist. Was gut ist, werden wir fortsetzen, aus Fehlern ziehen wir die richtigen Konsequenzen. Wir werden den Weg des Erfolges im Zusammenwirken mit den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes weiter gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Beck
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Frage zum Thema Gesundheit
01.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Beck,

Ihren diversen Antworten zum Thema Nichtraucherschutz und speziell auch zur VBG Bad Marienberg mit dem Verweis auf Rechtsmittel gegen das Ordnungsamt kann ich als Bürger dieses Landes nicht nachvollziehen!

Es kann doch nicht angehen, dass man als Bürger für die Durchsetzung eines Gesetzes erst mal klagen soll - oder etwa doch?

Was können Sie mir zu dem Themenbereich sagen, dass mich noch überzeugt als alter SPD Wähler am 27. wieder SPD zu wählen und meine Stimme nicht anders zu vergeben, weil die SPD offenbar an einem wirksamen Gesundheitsschutz für die Bürger und im Besonderen der Jugend nicht wirklich interessiert ist?
Antwort von Kurt Beck
1Empfehlung
03.03.2011
Kurt Beck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!
Ich vertraue auf unsere Behörden, die die Gesetzeslage kennen, überprüfen und einschreiten, wenn es notwendig ist.
Im Übrigen bleibe ich bei meiner Position: Das Nichtraucherschutzgesetz in Rheinland-Pfalz hat sich bewährt, Änderungen sind nicht vorgesehen.

Mit freundlichen Güßen
Kurt Beck
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
02.03.2011
Von:

Hallo Herr Beck,

wir wachen Bürger machen uns große Sorgen um dieses Land. Im Internet häufen sich Nachrichten und Webseiten, in denen über die Selbstherrlichkeit der Justiz im Land geklagt und glaubhaft berichtet wird. Richter m/w, Staatsanwälte m/w setzen sich bedenkenlos über geltendes Recht hinweg und decken sich gegenseitig, wenn Strafanzeigen wegen Rechtsbeugungen erstattet werden. Ihr Justizminister Bamberger hat mit der willkürlichen Durchsetzung eines Richters für ein entscheidendes Richteramt ein fatales Beispiel gesetzt. Er hat den Versuch gestartet, das Gewaltenteilungsprinzip zu Gunsten der SPD-Partei-Interessen außer Kraft zu setzen. Dieses Prinzip gehört seit 2500 Jahren zu den grundlegenden Merkmalen eines Rechtsstaates und darf unter keinen Umständen angetastet werden! Es ist tragendes Verfassungsprinzip.
Dass der Versuch am Bundesverwaltungsgericht gescheitert ist, weckt in uns wenigstens die Hoffnung, dass der Rechtsstaat Deutschland im Bundesbereich noch halbwegs funktioniert.
Die Tatsache aber, dass der Landtag mit der Mehrheit der SPD-Stimmen die beantragte Ministeranklage nach Art. 131 der Landesverfassung abgelehnt hat, zeigt, dass die SPD im Ernstfall nicht auf der Seite der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, sondern Parteiinteressen für wichtiger hält und einen Verfassungsbruch in Kauf nimmt.
Sie selbst haben in der Mainzer Allgemeinen Zeitung dem Justizminister das Vertrauen ausgesprochen. Damit haben Sie allerdings unser Vertrauen verloren und sind wie auch die ganze SPD für uns verantwortungsbewusste Bürger nicht mehr wählbar. Viele Wähler werden die Verantwortung für eine Mandatsverlängerung des jetzigen Landtags nicht übernehmen und zu Hause bleiben, oder auf andere Weise die Abgeordneten "abwählen".
Was werden Sie, falls Sie trotz allem wieder zum Ministerpräsidenten ernannt werden, tun, um den weiteren Abbau unseres Rechtsstaats zu verhindern und den Makel tilgen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Kurt Beck
1Empfehlung
03.03.2011
Kurt Beck
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!
Wir haben einen funktionierenden Rechtsstaat, die Landesregierung hält sich an geltende Gesetze und hat dies auch im Falle des OLG-Präsidenten in Koblenz getan, wie zwei Gerichte bestätigt haben. Als das Bundesverwaltungsgericht anders entschieden hat, hat die Landesregierung gehandelt und die Stelle, wie gefordert, neu ausgeschrieben.
Es ist der gleiche Rechtsstaat, der beispielsweise jetzt dafür gesorgt hat, dass in Rheinland-Pfalz am 1. März das Landestariftreuegesetz in Kraft getreten ist. Unternehmen, die sich um öffentliche Aufträge bewerben, müssen sich künftig je nach Branche an Tarifverträge halten oder einen vergabespezifischen Mindeststundenlohn von 8,50 Euro garantieren. Damit wird erreicht, dass ein wirksamer Mechanismus Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie deren Familien  im Ringen um einen fairen und auskömmlichen Lohn schützt und unterstützt.  

Mit freundlichen Grüßen
Kurt Beck
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