Konrad Dippel (FÜR VOLKSENTSCHEIDE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Konrad Dippel
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Holzbearbeitungsmechaniker
Ausgeübte Tätigkeit
Verantwortl. Leitung Holzwerk und Fachmarkt Konrad Dippel e. K. (Vater), Nebenerwerbslandwirtschaft
Wohnort
Trabitz - Schmierhof
Wahlkreis
Weiden
Ergebnis
14,1%
Landeslistenplatz
-, Bayern
(...) Ich habe Verantwortung in der Gemeinde Trabitz übernommen, als Gemeinderat der Freien Christlichen Wählergemeinschaft FCW (bei den hiesigen als "Sportheimliste" bekannt). Auch bei der letzten Europawahl habe ich teilgenommen (mit meiner Wählervereinigung FÜR VOLKSENTSCHEIDE) und versucht über demokratische Defizite in diesem Bereich aufzuklären. Ein Besuch meiner Veranstaltung z. (...)
 
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
18.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dippel,

im Wahlkreis Weiden erhielten Sie 2005 als Parteiloser 13,6 Prozent der Erststimmen, fast halb so viel wie der dort damals ebenfalls angetretene bayerische SPD-Chef Ludwig Stiegler (27,5). Ein großer Erfolg!

1.) Worauf führen Sie Ihren goßen Stimmenanteil 2005 zurück?

2.) Kennen Sie höhere oder ähnlich hohe Stimmergebnisse für Einzelkandidaten in den letzten 30 Jahren auf Bundes- oder Landesebene?

3.) Wie hatten Sie 2005 Ihren Wahlkampf organisiert?

4.) Hat die Wahlkampfkostenerstattung den Großteil ihrer Ausgaben 2005 in Höhe von ca. 40.000 Euro abgedeckt?

5.) Wie organisieren Sie Ihren Wahlkampf 2009?

6.) Wie ist die Resonanz der Medien und der Bürger 2009 zu Ihrer Kandidatur?

Ich wünsche Ihnen einen großen Stimmenzuwachs für 2009.

Antwort von Konrad Dippel
15Empfehlungen
19.08.2009
Konrad Dippel
Sehr geehrte Frau !

Danke für die guten Wünsche!
Und natürlich für die guten Fragen:

Ihre Frage 1: Worauf führe ich meinen großen Stimmenanteil zurück?
Es ist ein uralter Traum von mir, denen da oben den Standpunkt von uns Menschen am anderen Ende der demokratischen Hierarchie klar zu machen. Politik hat mich schon als Kind interessiert und beim "politisieren" in der Familie, mit Freunden und Bekannten stellte ich immer wieder fest, dass praktisch alle mit mir übereinstimmten. Dann müsste ich doch auch von allen die Stimme kriegen, wenn ich kandidieren würde.
Wie einfach man auf den Stimmzettel kommt, habe ich in der Schule gelernt. Und alles was ich tue mache ich mit ganzen Herzen. Da fängt man fröhlich an und wird schließlich immer euphorischer. Bei der letzten Bundestagswahl habe ich dann vier Wochen wirklich nichts anderes als Wahlwerbung gemacht. Und beim Tun gelernt. Ein Beispiel waren die Wahlplakate: die ersten waren klein und schwarzweiß, beim Aufstellen sah ich dann wie klein und unproffessionell die waren. So habe ich halt A0-Plakate bestellt, 200 Ständer genagelt, geklebt und eine Woche vor der Wahl aufgestellt. Und alle sahen, der Dippel ist auf Augenhöhe mit den Großen, wenigstens bei den Plakaten.
Und ich hatte ein gutes Argument auf meiner Seite: CSU und SPD Erststimmenkandidaten hatten von Parteikreisen bestätigt sichere Listenplätze. Mit der Erststimme für mich hätten meine Landsleute ein zusätzliches Mandat gewonnen. Drei sind besser als zwei, stand folgerichtig auf meinem Plakat.
Mit drei Stühlen zog ich durch die Gaststätten, erzählte von mir, meinen Ansichten und dem dritten Stuhl, den sie gewinnen wenn sie mich wählen. Über diese Wahlveranstaltungen, die ich immer in freier Rede halte, berichtet dann die Tagespresse. So wie bei allen anderen, die das auch tun. In der Presse, Lokalradio und Lokalfernsehen schaltete ich auch entsprechende Werbung. Die erwähnten 40.000 € waren das reine Anzeigen-Budget.
Wie gesagt: wenn man etwas tut, dann voll und ganz. Von den 13.6 % war ich im ersten Moment enttäuscht. Ich wollte ja gewinnen. Wie groß das Ergebnis doch war erkannte ich erst später. Bildlich gesprochen: ich zielte auf einen Elefanten. Aber der lief einfach weiter. Aber alle sagten ich hätte einen stattlichen Hirsch erlegt: Blattschuß!

Ihre Frage 2: Kenne ich höhere oder ähnlich hohe Stimmergebnisse von Einzelkandidaten auf Bundes- oder Landesebene?

Auf Landesebene gibt es keine Einzelkandidaten. Und auf Bundesebene hatte Herr Hohmann ca. 20 % der Erststimmen. Herr Hohmann war vorher allerdings Amtsinhaber der CDU und wurde unter bundesweiten großem Tamtam aus der Partei verstoßen und kandidierte deshalb einzeln. Das ist nicht vergleichbar.
Ansonsten gab es nie jemanden der über zwei, drei Prozentpunkte hinauskam. Mein damaliger Mitbewerber Herr Stiegler sagte deshalb mit absoluter Überzeugung im Gespräch zu mir: "Dippel, wirst segn die wöhln a bor Freind und dei Vawandtschaft, moust frou sa wennst 500 Stimm zamkrejgst" (Dippel, du wirst sehen dich wählen ein paar Freunde und deine Verwandtschaft, du musst froh sein, wenn du 500 Stimmen bekommst). Nachdem ich ihm klarmachte, dass es mir durchaus ernst ist, empfahl er mir das vorgesehene Budget aufzuteilen und besser ihm und seinem Mitbewerber von der CSU (Herrn Rupprecht) zu spenden.
Dass auch der Gesetzgeber nicht mehr damit gerechnet hat, dass jemals ein Einzelbewerber über die Kostenerstattungshürde von 10 % der Stimmen kommt, zeigte auch, dass der entsprechende Paragraph im Jahre 2005 noch auf DM lautete (seit 2002 gab es den Euro!). Man sah da wohl keinen Anpassungsbedarf.

Ihre Frage 3: Wie hatte ich meinen Wahlkampf 2005 organisiert?

Im Betrieb abmelden, Verstand auf Wahlmodus umstellen und die Dinge tun wie sie einem einfallen und sinnvoll erscheinen. Die Landkarte des Wahlkreises auf eine Platte kleben, systematisch Plakatplätze und Gaststätten für Veranstaltungen suchen, Termine ankündigen, Freunde und Verwandtschaft zum Plakate kleben einspannen, Plakate aufstellen, Ideen wie sie kommen umsetzen (z. B. für Wahlspot). Sie glauben nicht, was man leisten kann, wenn man motiviert ist. Auch wenn man ein bisschen chaotisch arbeitet. Und immer wieder bekommt man Hilfe dort, wo man es nicht erwartet.

Ihre Frage 4: Hat die Wahlkostenerstattung den Großteil meiner Ausgaben von ca. 40.000 Euro abgedeckt?

40.000 Euro Anzeigen und Postwurfsendungen, und noch ca. 8.000 Euro andere Kosten ( siehe www.derdippel.de ) Zeit und ca. 4000 gefahrene Kilometer nicht eingeschlossen.
Erhalten habe ich dann pro Stimme 4,00 DM (18.000 x 2,05 €), also ca. 36.000 €. Bei 9,99 % der Erststimmen hätte ich keinen Pfennig (auch keinen Cent) erhalten. Allerdings hatten die Parteien das Wahlkostenerstattungsgesetz sehr wohl auf Euro umgestellt, und zwar von 4 DM auf 2,80 € (+ 40%!!!). Freundlich aber bestimmt, habe ich dann auf dem Rechtsweg Gerechtigkeit gefordert. Die Bundestagsverwaltung (übrigens sehr freundliche Menschen) hat dann die Änderung der Wahlkostenerstattung für Einzelbewerber durch den Bundestag vorgeschlagen. Und die Parteien wollten da wohl nicht im Glashaus Steine werfen und haben es beschlossen. So bekam ich eine Nachzahlung von ca. 13.000 €. Dann ging die Rechnung auf. Zufall?
Auch nach dieser Wahl, werde ich wieder eine große Abrechnung machen und auf meiner Homepage veröffentlichen. Gläserne Bürger haben gläserne Vertreter verdient. Die gesamten Vermögensverhältnisse und alle Bewegungen werde ich als Volksvertreter offenlegen. Ich denke das ist für den Wähler bestimmt interessant. Ich bin gerne offen.

Ihre Frage 5: Wie ich 2009 meinen Wahlkampf organisiere?

Wie das letzte mal: selbstständig (selbst und ständig): Familie und Co. sind für das Kleben zuständig, an vielen Abenden Wahlveranstaltungen, zwischendurch Flyer und Anzeigen entwerfen (mit einem Freund der das gut kann), Spots für Radio und Lokalfernsehen einfallen lassen (hab ich noch nicht) und viel in der Gegend herumfahren (natürlich mit System) Plakate aufstellen und mit allen Leuten reden die ich treffe und dazu in der Stimmung sind. Wenn Sie mich auf der Strasse treffen - reden Sie mich an! Ich bilde mir immer ein, alle überzeugen zu können. Und dann schaun mer mal...

Frage 6: Wie ist die Resonanz bei Bürgern und Medien zu meiner Kandidatur

Ich denke sehr gut. Aber ich spüre, dass viele, die sich mit den Parteien identifizieren mich nun als Gefahr oder zumindest als Schädling sehen. Und das tun auch Menschen, die mich persönlich sehr gut kennen und wissen dass ich nicht die kleinen Parteikader, sondern den Missbrauch der Menschen in den Parteien für die Machtpolitik von kleinen "Eliten" kritisiere.
Lesen Sie meinen Bericht www.derdippel.de und Sie wissen was ich meine. Das Sangesbrüder mit denen man jahrein jahraus gemeinsam harmonisch singt, und auch im politischen Gespräch allermeist recht geben, einen trotzdem nicht ihr kleines Erststimmlein geben können, hat stimmt mich sehr nachdenklich. Der "Verrat" am eigenen Parteiverein wiegt schwerer als die menschlichen Beziehungen. Das uralte Herrschaftsprinzip vom "Teilen und Herrschen" funktioniert bis in den Freundeskreis. Das stimmt mich zwar ein wenig traurig, aber läßt mich nicht verzweifeln. Denn ich kenne meine Motivation. Ich glaube an das Gute und die Werte die man mir von klein auf vermittelt hat. Und das sage ich den Leuten auch: Meine Chance ist so groß, wie die, welche Sie mir geben. Und wenn normale freie Bürger nicht mehr für den Bundestag kandidieren sollen, dann sollen sie halt das Wahlrecht entsprechend ändern.
Aber wenn die Erststimme für einen Menschen aus dem Wahlkreis gedacht ist, sollen die Parteien nicht so tun als ob Einzelbewerber von einem anderen Stern (also chancenlos) wären.
Über die Resonanz bei den lokalen Medien kann ich mich nicht beklagen. Wir sind eine ländliche Gegend und alles ist irgendwie menschlich und fair. Und stellen Sie sich vor, wenn ich in den Bundestag einziehe. Ganz Deutschland weiß dann wo der Wahlkreis Weiden liegt, und dass hier denkende Wähler leben. Das ist vielleicht auch für die lokalen Medien eine Perspektive. Vielleicht ähnlich interessant wie die Krokodilsichtung in der Kiesgrube Pressath. Nur etwas nachhaltiger. Ich denke auch, dass sich viele kleine Menschen mit mir freuen, wenn ich erfolgreich bin. Wir sind es ja gemeinsam. Das sind auch die Botschaften die Menschen gerne lesen.
Auch das ist etwas, was den Aufwand lohnt. Und das höre ich oft: die Menschen freuen sich mit mir und wünschen mir viel Erfolg! Genau so wie Sie das getan haben.

Ich hoffe, sie sind jetzt ein wenig schlauer. Vielleicht waren das ein wenig viele Fragen auf einmal, ich hab versucht mich kurz zu halten. Aber es hat Freude gemacht!

Liebe Grüße aus der Nordoberpfalz
Konrad Dippel
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dippel,

vorab danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihre überaus interessante Antwort vom 19.08.2009.

Sie haben in den Bundestagswahlkampf 2005 ca. 50.000 € investiert.

Trauen Sie sich eine Schätzung zu, wieviel Stimmen Sie 2005 erhalten hätten, wenn Sie nur ca. 1.000 € investiert hätten.

Wie läuft der Wahlkampf 2009?

Was machen Sie anders im Wahlkampf 2009?

Viele Menschen in ganz Deutschland wünschen Ihnen sehr, daß Sie 2009 das Direktmandat im Wahlkreis Weiden erhalten.

Viele Grüße

Antwort von Konrad Dippel
9Empfehlungen
05.09.2009
Konrad Dippel
Hallo Frau !

Gerne versuche ich auch diese Fragen bestmöglich zu beantworten: Wenn ich nur 1000 € ausgeben könnte, dann würde ich das für Plakate, Ständer und ein paar tausend Flyer ausgeben. Wieviele Stimmen ich dann allerdings erhalten hätte ist wirklich schwer zu sagen. Man muss mit den Menschen ins Gespräch kommen - z. B. in Wahlveranstaltungen. Darüber berichtet dann die Presse. Ob da ein Zusammenhang mit dem Anzeigenbudget besteht, weiß ich nicht sicher zu sagen. Wenn nicht, dann hätte es wohl für ein paar Prozent gereicht. Vermute ich.

Leichter ist Frage 2:
Wie der Wahlkampf läuft. Ich denke gut. Jede Woche schalte ich im den wichtigsten Blättern im Wahlkreis eine Stellungnahme und dazu passend verschiedene kritische Fragen (ich werde diese Anzeigen demnächst auf derdippel.de online stellen). Und über diese Stellungnahmen (Konrad Dippel zum Thema Gesundheit, oder Konrad Dippel zum Thema Deutschland im Krieg...) diskutieren viele vor allem ältere (weil aufmerksamere) Zeitungsleser. Und man erinnert sich an meinen letzten Wahlerfolg.

Auch spüre ich eine extreme Verdrossenheit bei den Wählern. Ich bin sicher, dass die nichts vom Dippel ahnenden oft zu hause bleiben werden. Boshaft gesagt, ich hoffe dass nur die Dippel-Wähler zur Wahl gehen ;-). Im Gegensatz zur letzten Wahl, stelle ich meine Plakate nicht nur da auf, wo viele Autos vorbeifahren, sondern lieber wenige (aber dafür mehrere mit verschiedenen Aussagen) an Stellen, wo die Menschen miteinander sprechen. Und wenn Sie sich in meine Plakate vertiefen, dann kann ich sie oft überzeugen. Und auch bei den Wahlveranstaltungen lasse ich niemanden aus dem Saal, der nicht überzeugt ist, dass der Dippel für eine gute Sache steht und Chancen hat. Und das spricht sich rum. Gerade in einer ländlichen Gegend, in der die Menschen noch miteinander reden. Ja, das ist ja schon die Antwort auf Frage 3: was ich anders mache. Ich versuche es leichter zu nehmen, und viele, viele kleine Menschen anzusprechen, bei deren politischer Meinung abzuholen und auf eine mögliche politische Zukunft einzustimmen. Und natürlich zur Wahl zu motivieren. So viele Menschen wie möglich. Heute z. B. morgens klebte ich Plakate traf einen Musikanten der mich sowieso wählt, ebenso zwei ältere Damen, den Bürgermeister der Stadt Eschenbach, mit dem ich eine heftige Diskussion über Chancengleichheit beim Wahlkampf führte - und ich hoffentlich klarmachen konnte, dass ich auch gerade für die kleinen Parteigänger kandidiere (denn ich verstehe sehr gut, dass eben diese nicht für die große Politik ihrer Parteien verantwortlich gemacht werden können) und dass ich für alle kandidiere. Der Dippel ist bunt - und wie das Volk ganz unt` (auf dem Wahlzettel). So hab ich das formuliert. Dann war ich in der Gaststätte, in der ich morgen abend spreche und habe da schon fast einen ganzen Wahlvormittag abgehalten. Aber es hat für alle Freude gemacht. Und jetzt kopiere ich Noten für heute abend in Weiden: Schließlich will ich da am besten mit hundert Leuten erst unsere Hymnen (mit Herz und Sinn für die guten Texte) und dann zum Ausklang ein schönes altes Heimatlied zu singen. Damit alle voll Mut für die Zukunft, aber mit dem Geist der kleinen friedliebenden Menschenseelen nach hause gehen. Und dann sagen: Es war ein schöner Abend, den Dippel sollten wir auf jeden Fall wählen. Er hat eine Chance verdient. Wissen Sie wie die dritte Strophe der Bayernhymne geht?

Gott mit uns - und Gott mit allen
die der Menschen heilig Recht
treu beschützen und bewahren
von Geschlechte zu Geschlecht.
Frohe Arbeit - frohes Feiern
reiche Ernten jedem Gau!
Gott mit dir du Land der Bayern
unterm Himmel - weiß und blau!

Bei dieser Strophe denke ich an mein Bemühen um eine gute Zukunft für uns alle. Da bekomme ich so eine Zuversicht, dass mir die Tränen der Freude in die Augen steigen. Können Sie das verstehen?

Liebe Grüße aus der nördlichen Oberpfalz
Konrad Dippel
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Frage zum Thema Arbeit
03.09.2009
Von:

Hallo Herr Dippel,

was haben Sie seit der letzten Wahl gemacht? Schon vor der letzten Wahl waren sie an jeder Ecke auf Plakaten zu sehen, nach der Wahl hat man nichts von Ihnen gesehen oder gehört. Jetzt sind Sie wieder sehr präsent, aber man weiss weder was Sie in der Zwischenzeit gemacht haben, noch was Sie nach er Wahl machen. Was ist Ihr Programm, ich erwarte konkrete Aussagen und nicht pauschal "ich mache alles besser"

Viele Grüße
D.
Antwort von Konrad Dippel
12Empfehlungen
05.09.2009
Konrad Dippel
Hallo Herr !

Nachdem mir bei der letzten Wahl nicht der Auftrag erteilt wurde, den Wahlkreis Weiden im Bundestag zu vertreten, habe ich wieder mein ganz normales Leben weitergeführt. Das heißt, Familienvater zu sein, das Holzwerk Dippel durch die Zeiten zu führen, aufzubauen (z. B. die Wohnung meiner Mutter), Schulden zu bezahlen statt neuer zu machen (im Betrieb und privat), so zu leben, dass man gesund bleibt oder wird. Ich habe Verantwortung in der Gemeinde Trabitz übernommen, als Gemeinderat der Freien Christlichen Wählergemeinschaft FCW (bei den hiesigen als "Sportheimliste" bekannt). Auch bei der letzten Europawahl habe ich teilgenommen (mit meiner Wählervereinigung FÜR VOLKSENTSCHEIDE) und versucht über demokratische Defizite in diesem Bereich aufzuklären. Ein Besuch meiner Veranstaltung z. B. in Wildenreuth (also nur ein paar Kilometer entfernt von Ihnen) hätte viele Fragen beantworten können. Und natürlich habe ich immer das Geschehen in Politik und Gesellschaft aufmerksam beobachtet. Und daraus wahrscheinlich ähnliche Schlüsse gezogen wie Sie.

Was meine Ziele sind und was ich machen würde, sollte eines Tages eine regierungsfähige Mehrheit in meinem Sinne entscheiden können, davon können Sie sich z. B. heute Abend im Postkeller in Weiden ein Bild machen. Wissen sie, wieviele Worte man in drei Stunden sprechen kann? Und dort, oder auf einer anderen Veranstaltung können wir auch einen für Sie wichtigen Punkt vertiefen. Wenn Sie von mir zum politischen Alltagsgeschäft konkrete Wege verlangen, wie bin ich dazu jetzt in der Lage? Das ist *noch* nicht mein Aufgabenbereich. Allerdings sollten Sie alle anderen Mitbewerber, die in Amt und Würden stehen, einen Stab an wissenschaftlichen Mitarbeitern unterhalten, und entsprechende Parteigremien und externe Berater für große Summen seit Jahrzehnten unterhalten, dazu intensiv befragen. Deren fundierte Antwort legen Sie mir bitte vor, und ich werde nach meinem Wissen, Gewissen und praktischer Erfahrung, nebst der mir geschenkten guten Intuition ein begründetes Ja oder Nein abgeben. Das ist fair. Um sich ein Bild von meiner grundsätzlichen Einstellung sofort zu machen, dazu können Sie ja unter dem Menüpunkt "Ziele" kurz nachlesen, oder auf meiner Site www.derdippel.de. Oder am besten mich persönlich treffen. Nach einem persönlichen Treffen, da bin ich mir sicher - werden wir einer Meinung sein, oder Sie meine zumindest wohlwollend respektieren.

Mit freundlichen Grüßen
Konrad Dippel
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dippel,

ich war noch auf keiner Ihrer Veranstaltungen, aber ich habe versucht, moeglichst viel ueber Sie aus Zeitungen und dem Internet zu erfahren. Im Grossen und Ganzen kann ich Ihren Ansichten zustimmen. Aber es gibt zwei Dinge, die mich etwas skeptisch machen:

1) Sie betonen sehr haeufig Gott, Kirche, Christentum, usw.:
Wie stehen Sie zur Saekularisierung, also der Trennung von Kirche und Staat? In Deutschland, v. a. Bayern ist es ja nicht weit her damit (Eintreiben der Kirchensteuer durch den Staat, Religionsunterricht an staatlichen Schulen, usw.).

2) Hier nur eine kleine Anmerkung von mir (eine konkrete Frage habe ich dazu nicht): Ich finde Ihren Lokalpatriotismus etwas uebertrieben. Klar, unsere Region wird gerne von der Landes- und Bundespolitik ignoriert, aber diese extreme Betonung auf die Oberpfalz geht schon etwas weit. Im uebrigen finde ich es nicht besonders nett, Nicht-Oberpfaelzer als "Fischkoepfe" zu bezeichnen (wie ich das irgendwo von Ihnen gelesen habe). Aber vielleicht muss das im Wahlkampf so sein...

Jedenfalls wuensche ich Ihnen viel Glueck bei der Wahl! Der Bundestag koennte auf jeden Fall mehr "Einzelkaempfer" wie Sie vertragen, die nur ihrem Gewissen verpflichtet sind (und nicht ihrer Fraktion), so wie es das Grundgesetz eigentlich vorsaehe.

Mit freundlichen Gruessen
Antwort von Konrad Dippel
8Empfehlungen
15.09.2009
Konrad Dippel
Hallo Herr !

Zu Ihrer Frage 1, einem übrigens sehr heiklem Thema: Ich spreche immer von den grundsätzlichen Aussagen des Jesus von Nazareth, die eine sehr gute Basis für das Zusammenleben einer Gesellschaft sind. Als Mitglied der kath. Kirche (ohne bewusst eingetreten zu sein) und Mitarbeiter dort (als Kirchenchormitglied), aber auch als ein aus Überzeugung in das kath. Landvolk eingetretener Mensch (weil dort von der Führung her ein guter Geist herrscht) wage ich es zu sagen, dass auch in den Kirchen christliche Grundüberzeugungen noch mehr belebt werden sollten. So wie in den weltlichen Parteien der Demokratiegeist.
Zur Trennung von Kirche und Staat meine ich, dass man hier behutsam vorgehen muss. Denn viele Menschen sehen das als Angriff gegen ihre Sicht des Christseins. Christus war unendlich tolerant (auch gegen seine Feinde) und sicherlich keiner, der Macht und Druck ausgeübt hätte. Wenn ich jetzt nicht durch das ritualisierte katholisch sein getauft und durch Kirchgang und Religionsunterricht von der christlichen Botschaft gehört hätte, weiß ich nicht ob ich so denken würde, wie ich es jetzt tue. Also nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten. Im Gegenteil, der Kirche tut es sehr gut, wenn gerade die offenen Christusfans sich mit einbringen. Mit Politik und den Parteien ist dies das Gleiche. Es sollten die ganzen Parteienkritiker alle auf einmal in die Ortsverbände eintreten und dann genau die Satzung studieren. Ich hoffe, sie haben jetzt zwischen den Zeilen die Antwort auf Ihre Fragen finden können.

zu 2: da bin ich vielleicht zugegeben etwas populistisch (also der Mehrheit des Volkes zugewandt). Aber es ist halt auch ein zugkräftiges Alleinstellungsmerkmal. Und durch die optische Markierung des Wahlkreises, wollte ich auch verdeutlichen, dass ich eben nur hier im Wahlkreis Weiden wählbar bin. Und wir hier in der Nordoberpfalz es auch alleine entscheiden. Der Lohn wäre so etwas wie ein Gallisches Dorf der freien denkenden Demokraten zu werden. Und das fühlt sich dann für uns Gallier-Dörfler halt auch gut an. Mit eigenem Sitz und Keilchen in der Sitzverteilungsgrafik am Wahlabend. Davon hat zwar letztendlich nicht wirklich jemand einen greifbaren Nutzen. Außer vielleicht der Steigerung des Bekanntheitsgrades. Aber man freut sich doch. Als ob man im letzten Winkel der Erde einen Porzellanteller aus der Heimat trifft. Das mit den "Fischköpfen" war ein Fehlerchen, denn das gedruckte Wort wirkt oft anders, als das gesprochene. Ich nimm damit immer meine Neigung im Dialekt zu sprechen aufs Korn. Damit haben die nördlich des Mains, oft schon die fränkischen Nachbarn leichte Verständnisprobleme. Aber wenn man sich begegnet, mag man sich doch, ohne jedes Wort zu verstehen. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen. Denn in der Sache bin ich mit den allermeisten einig. Und so gedacht, und gesagt, kam dieser Lieblingsspruch immer sehr gut an. Sie sehen, das Zusammenkommen von Mensch zu Mensch kann nichts ersetzen.

Ich hoffe ich konnte eventuelle negative Eindrücke etwas ausbügeln. Wenn nicht, bohren Sie ruhig nach. Oder rufen sie mich an. Die Nummer steht auf derdippel.de.

Viele Grüße nach Pullenreuth
Konrad Dippel
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
16.09.2009
Von:

Hallo Herr Dippel,

mich würde mal interessieren, warum die B470 Weiden Richtung Auerbach jedes Jahr neu abgefräst und der Belag erneuert wird. Dies passiert nun schon seit mindestens 10-15 Jahren (wenn nicht schon länger). Und jedes Jahr wundere ich mich drüber, ob man es nicht mal schafft, einen Belag zu besorgen, der länger als 1 Jahr hält. Mich würde auch interessieren, wer die Verantwortlichen sind und was die dazu meinen.

Vielleicht können Sie mir die Frage beantworten. Wäre super!

Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Wahl, bleiben Sie bitte weiter so offen und erlich!

Viele Grüsse

Antwort von Konrad Dippel
3Empfehlungen
18.09.2009
Konrad Dippel
Hallo Frau !

Ich wohne ja ganz in der Nähe dieser Straße und kann Sie beruhigen: der Eindruck täuscht. Es wird zwar jedes Jahr abgefräst und der Belag erneuert, aber jedesmal an anderer Stelle. Was erneuert wird, entscheiden nach meinem Wissen die Fachleute der Straßenmeistereien. Es gibt da klare Regelungen, was gut und was schlecht ist. Nach Jahren bilden sich Spurrillen, die bei Regen eine Aquaplaninggefahr darstellen. Und wenn diese Rillen zu tief werden, wird erneuert. Jedes Jahr an anderer Stelle. Sollte tatsächlich mal irgendwo schon nach einem Jahr wieder abgefräst worden sein, dann könnte das nur durch Baumängel bei der Ausführung verursacht sein. Das wäre dann aufgrund der Gewährleistungspflicht der Baufirmen auch deren Problem.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort ein bisschen weitergeholfen zu haben.

Viele Grüße

Konrad Dippel
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