Klaus-Peter Willsch (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Klaus-Peter Willsch
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, beratender Volkswirt (freiberuflich)
Wahlkreis
Rheingau-Taunus - Limburg
Landeslistenplatz
16, Hessen
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(...) Ein wichtiger Bestandteil des Energie- und Klimaprogramms ist die künftige Ausrichtung der Kfz-Steuer am CO2-Ausstoß. Bereits im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD war vereinbart worden, dass zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs von Fahrzeugen und der Verminderung von CO2-Emissionen im gesamten Straßenverkehr wirksame Anreize für die Einführung hocheffizienter Antriebe durch eine am CO2- und Schadstoffausstoß orientierte Kfz-Steuer geschaffen werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
09.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Willsch,

Jeder spricht über die Intransparenz des bestehenden Gesundheitssystems. Als Patient weiß man nicht, was die Therapie des Arztes kostet - man erhält keine Rechnung. Auch kann man nicht kontrollieren und unnötige Arztbesuche / Kosten vermeiden. Ich wünsche mir eine Gesundheitssystem, in dem mir der Arzt eine Rechnung schreibt,die ich zu bezahlen habe. Die Gesetzliche Krankenkasse zahlt davon die Teile, die in Ihrem Leistungsumfang enthalten sind. Die restlichen Anteile trage ich entweder selbst oder ich habe Zusatzversicherungen abgeschlossen, die dieses Leistungen abdecken. Da ich Ihr Wahlprogramm aufmerksam gelesen habe und sich aus den allgemeinen, schönklingenden Worten keine feste Aussage ableiten läßt, möchte ich Sie an Hand meines Beispiels fragen, wie Sie und auch die CDU zu dieser Vorgehensweise steht und ob die Absicht besteht das System in diese Richtung zu verändern.

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus-Peter Willsch
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13.08.2009
Klaus-Peter Willsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben auf www.abgeordnetenwatch.de, in dem Sie um eine Stellungnahme zur Transparenz des Gesundheitssystems bitten.

Prinzipiell teile ich Ihren Wunsch nach mehr Transparenz und einem Erstattungssystem, in dem der behandelnde Arzt seine Rechnung direkt an den Patienten schickt. Dies wird auch von der CDU/CSU im Regierungsprogramm 2009 – 2013 gefordert (S. 24).

Allerdings finde ich es wichtig, dass das Arzt-Patientenverhältnis nicht verrechtlicht wird. Ein Patientenrechtegesetz darf dieses Vertrauensverhältnis nicht stören. Außerdem darf ein solches Gesetz nicht zu unnötiger Bürokratie und Kontrolle führen.

Sie sehen also, dass es noch einiger Verbesserungen bedarf, bevor ein praktikables System vorliegt. Ich setze mich jedoch dafür ein, dass in der nächsten Legislatur eine Stärkung der Patientenrechte vollzogen wird und hoffe, dass in einer ausführlichen Diskussion gute und umsetzbare Ergebnisse zum Wohle der Patienten erzielt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Klaus-Peter Willsch MdB
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Frage zum Thema Arbeit
03.09.2009
Von:

1. Warum fordert die CDU nicht ebenfalls einen generellen Mindestlohn?
Der Unternehmer, der seine Mitarbeiter angemessen entlohnt, kann nur so lange konkurrieren, solange seine Mitbewerber dies auch tun. Sobald einer Niedriglohn zahlt, müssen andere der Branche nachziehen und der Steuerzahler Lohnergänzung leisten. Dadurch entsteht eine Spirale nach unten. Dies halte ich für volkswirtschaftlich schädlich. Das Argument der Schwarzarbeitvermeidung ist nicht stichhaltig, da dies für alle Bereiche wo bereits Standarts geregelt sind, ebenso wenig gilt.
2. Warum werden keine einheitlichen Standarts für Leiharbeit, wie z.B. ein Mindestlohn von der CDU gefordert? Die Leiharbeit ist sicherlich ein Mittel um Auftragsspitzen auszugleichen, sie wird aber mittlerweile zum Problem, da dadurch das Tarifgefüge ausgehebelt wird und erhebliche Unzufriedenheit unter den Kollegen herrscht. Wie hoch ist der Anteil der Leiharbeiter, die bisher in den Ersten Arbeitsmarkt übernommen werden konnten?
Wenn die FDP plakatiert "Arbeit muß sich lohnen", ist das ein Hohn für Niedriglohnempfänger.
Sicherlich gab es Gründe, hinsichtlich der hohen Arbeitslosenzahl, die uns Schröder hinterlassen hat, gegenzusteuern, doch dabei darf die soziale Gerechtigkeit nicht ganz verloren gehen.
Die Soziale Marktwirtschaft, als Leitmotiv Ludwig Erhards, gebietet eine klare Haltung. Das muß in der CDU immer noch ganz oben auf der Agenda stehen.
Leistung muß sich lohnen war auch mein Motiv, als ich vor 42 Jahren der CDU beitgetreten bin und so schnell gebe ich nicht auf.
Viele meiner Fraktionskollegen sind übrigens ebenfalls dieser Meinung.
MfG E.
Antwort von Klaus-Peter Willsch
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09.09.2009
Klaus-Peter Willsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Gegen die Einführung eines Mindestlohn sprechen mehrere Argumente. Die angesprochene Begünstigung für Schwarzarbeit ist nur eines von vielen. Grundsätzlich ist die Vereinbarung von fairen Löhnen Aufgabe der Tarifparteien. Das dies sehr gut ohne die Politik funktioniert, zeigt zum Beispiel die jüngste Einigung im hessischen Gastgewerbe zwischen dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der tarifliche Mindestlohn beträgt nun 7,50 Euro.

Der eingängige Slogan , dass man von einer Vollzeitstelle leben können muss, blendet die individuelle Situation des Beschäftigten aus. Unser Konzept lautet dagegen, jedem ein ausreichendes Grundeinkommen zu gewähren. Dies geschieht in Form der Grundsicherung oder von Leistungen nach SGB II, wobei die individuelle Situation wie Unterhaltsverpflichtung für Familienangehörige und vorhandenes Vermögen berücksichtigt werden. Ein Alleinerziehender mit zwei Kindern erhält 1433 Euro, was bei einer 40-Stunden-Woche einem Stundenlohn von mehr als 8 Euro entspricht. Daran kann man sehen, dass mit einem gesetzlichen Mindestlohn nichts erreicht wird. Allenfalls werden geringer entlohnte Tätigkeiten in den Bereich der illegalen Beschäftigung verdrängt oder nicht mehr erbracht. Man kann die Unternehmen nicht zwingen, einen Lohn zu zahlen, der nicht erwirtschaftet werden kann. Wenn mit den Lohnkosten ein wesentlicher Produktionsfaktor staatlich reguliert wird, muss man über kurz oder lang auch die Preise für Dienstleistungen oder Güter staatlich regeln. Dies führt direkt in die staatliche Mangelwirtschaft mit schlechterer Versorgung der Verbraucher.

Aus gleichen Gründen lehne ich auch die Einführung eines Mindestlohnes für Leiharbeiter ab. Die Zeitarbeit ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Arbeitsmarktes, obwohl nur etwas mehr als zwei Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Zeitarbeit tätig sind. 61 Prozent der neu abgeschlossenen Zeitarbeitsverhältnisse im zweiten Halbjahr 2008 wurden mit Personen geschlossen, die direkt davor keine Beschäftigung ausübten. Zeitarbeit ist somit eine Chance für Arbeitslose, wieder in einen Beruf zu kommen. Natürlich mag es auch hier und da zu Unzufriedenheit bei den festangestellten Kollegen kommen. Hier kann man aber auch wieder entgegenhalten, dass diese im Vergleich zu den Zeitarbeitern in einer komfortablen Situation sind: Die derzeitige Wirtschaftskrise schlägt sich zunächst in einem Abbau derjenigen Mitarbeiter nieder, die nicht langfristig an den Betrieb gebunden sind, und das sind vor allem die Zeitarbeiter.

Zahlen darüber, wie hoch der Anteil der in den Ersten Arbeitsmarkt übernommenen Leiharbeiter ist, habe ich im Moment leider nicht verfügbar.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus-Peter Willsch MdB
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Frage zum Thema Schuldenbremse
15.09.2009
Von:

Hallo Klaus Peter,

mache in meinem Mikrokosmos auch Wahlkampf, konnte keine überzeugenden Argumente vorbringen, warum die CDU im Wahlprogramm erhebliche Steuerentlastungen verspricht wo doch der Schuldenberg so gewaltig ist. Aus dem Wahlprogramm, auch in der Langfassung, konnte ich keine weitergehenden Informationen entnehmen.

Gibt es zusätzliches Infomaterial?

Frdl. Grüße und ich drücke Euch und uns die Daumen !!
Antwort von Klaus-Peter Willsch
1Empfehlung
24.09.2009
Klaus-Peter Willsch
Hallo ,

vielen Dank für Deine Anfrage und die Unterstützung vor Ort.

Natürlich stehen wir vor einem gewaltigen Schuldenberg. Wir werden auch nicht darum kommen, die Schulden abzubauen. Aber dafür brauchen wir - wenn wir keinen Kahlschlag in den Sozialsystemen wollen - vor allem eines: Wachstum.

Das Versprechen, die Bürger durch Steuersenkungen zu entlasten, ist eines der zentralen Versprechen in unserem Wahlprogramm. Mit einer Mischung aus Steuersenkungen und staatlichen Zukunftsinvestitionen werden wir die Wachstumskräfte in unserem Land stärken. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise ist das ein wichtiges Signal: Nur durch Leistung können wir gestärkt aus der Krise hervorgehen. Deshalb ist es richtig, den Leistungsträgern durch Steuersenkung Anreize zu geben und Leistung zu fördern. Steuererhöhungen wären dagegen Gift für die Konjunktur. Entlastung der Leistungsträger, nicht neue Belastungen, ist der Weg zu mehr Wachstum und Beschäftigung. Um das Wachstum nachhaltig zu gestalten wollen wir außerdem bis 2015 10% des Bruttoinlandsprodukts in Bildung und Forschung investieren.

Unsere Konsolidierungserfolge in dieser Legislaturperiode haben gezeigt, dass Wachstum die Voraussetzung zur Bekämpfung des Haushaltsdefizits ist. 2007 hatte Deutschland zum ersten Mal seit rund zwanzig Jahren wieder einen ausgeglichenen Gesamthaushalt. Wachstum und der damit verbundene Aufwuchs von Steuer- und Beitragseinnahmen sind der beste Weg zur Konsolidierung der Staatsfinanzen.

Die Bürgerinnen und Bürger haben am 27. September die Wahl: Soll Deutschland von einem Linksbündnis unter Führung der ausgelaugten und ideenlosen SPD regiert werden oder soll Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen und unser Land in einer Koalition aus CDU/CSU und FDP sicher aus der Krise führen?

Mit freundlichen Grüßen
Klaus-Peter Willsch
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