Klaus Hagemann (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Klaus Hagemann
© spdfraktion.de
Geburtstag
31.12.1947
Berufliche Qualifikation
Lehrer
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Osthofen
Wahlkreis
Worms
Ergebnis
37,6%
Landeslistenplatz
9, Rheinland-Pfalz
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(...) Schließlich ist es Aufgabe verantwortlicher Politik, die Maßnahmen zu ergreifen, welche die Schwelle zur Begehung von Verbrechen möglichst hoch setzen. Dies hat nichts mit einem "Generalverdacht" gegen sämtliche legale Waffenbesitzer zu tun sondern damit, dass die Einhaltung bestimmter Vorgaben - beispielsweise zur Verwahrung der Waffen - ohne behördliche Kontrolle im Einzelfall laxer ausfällt als unter dem Druck einer jederzeit möglichen Kontrolle. Kontrollen und Kontrolldruck können nicht jeden Regelverstoß verhindern, aber sie werden mit Sicherheit dazu beitragen, dass die Regeln besser eingehalten werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.02.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

ich möchte mich der Frage von Herrn Buck anschließen und noch etwas hinzufügen. Denn nicht nur der üblicherweise kolportierte Denkansatz des Grundeinkommens berechtigt dessen Einführung. Der deutsche Sozialstaat ist von einer Exportwirtschaft abhängig, die aufgrund eines ausufernden Abgaben- und Verwaltungssystems seit den 70er Jahren jeden Wettlauf mit asiatischen Wirtschaftsmächten verloren hat. Ein Sieg qualitativer, innovativer Elemente war unter diesen Belastungen nicht möglich. Wir können unter den seit 1990 herrschenden Bedingungen erst recht nicht wohlstandssteigernd konkurrieren. Nur wohlstandsmindernd. Alle Statistiken, sei es der private Verbrauch, die Reallöhne, die Arbeitslosenzahlen belegen dies. Selbst ein echter Aufschwung kommt nicht mehr beim Volk an – denn er basiert auf Lohnverzicht. Während die öffentlichen Haushalte ihren Standort mit schuldenbasierten "Anreizzahlungen" aufpäppeln müssen. Deutschland ist ein guter Standort, doch nicht im Vergleich zu Chinesen, die keine , aber auch gar keine wohlfahrtsstaatlichen Errungenschaften auf ihre Produkte aufschlagen müssen. Auf lange Sicht sehe ich deshalb das Ende aller öffentlichen Strukturen, wenn nicht die Umstellung auf das Konsumeinkommen so schnell wie nur irgend möglich gelingt, sprich: 100 Prozent Konsumsteuer und dessen Stützung über das bedingungslose Grundeinkommen. Die Folgen können sie sich ausmalen, wenn Produkte im Ausland nur die Hälfte kosten, Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung unmöglich sind, sich 100% der Menschen am Steueraufkommen beteiligen, wenn Menschen wieder mit Spaß zur Arbeit gehen. Eine starke Exportwirtschaft ist im Sinne meiner SPD, ebenso der freie Arbeiter. Ich würde gern ihre Position und Kritik zu einem solchen Befreiungsschlag wissen, dessen Finanzierbarkeit angesichts einer jetzigen Staatsquote von 55 Prozent außer Frage steht, vielen Dank.

Hochachtungsvoll und mit sozialdemokratischen Grüßen
.
Antwort von Klaus Hagemann
1Empfehlung
30.03.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage.

Wir halten an der Forderung der Vollbeschäftigung fest. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ein Stück ihrer Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Art Stillhalteprämie. Das kann nicht im Sinne unserer Gesellschaft und Ziel sozialdemokratischer Politik sein. Vielmehr muss erreicht werden, dass alle Menschen in unserem Land von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können.

Deshalb will ich Mindestlöhne und keine staatlichen Lohnsubventionen. Ein flächendeckender Mindestlohn ist der einzig wirksame Schlüssel gegen Lohndumping. Menschen, die Arbeit haben und Existenz sichernde Löhne erhalten, brauchen keine bedingungslose Grundeinkommen.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann
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Frage zum Thema Arbeit
30.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Havemann!

Sie antworten am 30.03.10 auf die von Herrn Buck am 04.02.10 gestellte Frage:

Zitat Herr Klaus Havemann:

"Wir halten an der Forderung der Vollbeschäftigung fest. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ein Stück ihrer Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Art Stillhalteprämie(...). Vielmehr muss erreicht werden, dass alle Menschen in unserem Land von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können."

www.abgeordnetenwatch.de

Ihre Forderung mag schön klingen, nur leider gehen Sie mit keinem Wort darauf ein, wie Sie die von Ihnen favorisierte Vollbeschäftigung erreichen möchten

Frage 1:

Wie wollen Sie konkret eine qualitätsvolle Vollbeschäftigung, sprich ausreichend Arbeit zu ausreichenden Löhnen erreichen?

Ich erkenne nämlich dagegen allein in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der letzten beiden Jahrzehnte die m.E. katastrophale Kontinuität von hoher Arbeitsosigkeit , trotz m.E. verharmlosend ausgelegter Arbeitsmarktstatitstiken. Dabei konnte die deutsche Wirtschaft zumindestens vor der Krise mit halbwegs guten wirtschaftlichen Kenndaten aufwarten.

Ich darf erinneren:

In dem beschriebenen Zeitraum, der von hoher Arbeitslosigkeit, zunehmender Staatsverschuldung und sinkenden Realeinkommen vieler Menschen negativ gekennzeichnet war und ist, hat allein die SPD 11 Jahre lang Regierungsmitverantwortung auf Bundesebene wahrgenommen,

Frage 2:

Hat die von Ihrer Partei betriebene Politik aus Ihrer Sicht wirklich etwas an der von der von mir beschriebenen Negativentwicklung ändern/verhindern können?

Frage 3:

Ist es mit Verlaub nicht reichlich naiv zu glauben, ohne einen radikalen systemischen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik und dem Wirtschaftssystem könnten sich die Verhältnisse für Arbeitnehmer und Arbeitssuchende zum Besseren wenden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus Hagemann
1Empfehlung
21.04.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Nachricht.

Zunächst darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass ich Hagemann heiße.

Wie in Frank-Walter Steinmeiers "Deutschland-Plan" aufgezeigt, gibt es keinen Grund, das Ziel der Vollbeschäftigung aufzugeben. Vielmehr müssen wir erreichen, dass unser Land in den Wirtschaftsbranchen der Zukunft (Gesundheit, Energie, ressourcenschonende Umwelttechnologien etc.) gut aufgestellt ist. Leider setzt Schwarz-Gelb mit dem geplanten Ausstieg aus dem Atomausstieg und den Einschnitten bei der Förderung in der Solarbranche das völlig falsche Signal.

Was Ihre Frage zur SPD-Arbeitsmarktpolitik angeht, so bin ich in der Tat der Auffassung, und mit mir zahlreiche Wirtschaftswissenschaftler, dass wir mit unserer Reformpolitik die richtigen Weichen für den Arbeitsmarkt der Zukunft gestellt haben. Darüber hinaus darf ich Sie daran erinnern, dass es vor allem auch dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Olaf Scholz zu verdanken ist, dass mit der Ausweitung des Kurzarbeitergeldes und anderen Maßnahmen krisenbedingte Massenentlassungen bislang verhindert werden konnten.

Die neoliberale Ideologie hat die Welt in eine beispiellose Krise geführt. Wir müssen nun erreichen, dass sich unsere Gesellschaft, vor allem auch die Wirtschaftseliten im Land, wieder auf die Stärke der sozialen Marktwirtschaft besinnt. Durch gezielte Investitionen in Bildung und Forschung und die Förderung von Zukunftstechnologien müssen wir erreichen, dass die Produkte von morgen in Deutschland hergestellt werden.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann
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Frage zum Thema Finanzen
24.04.2010
Von:

Guten Tag, Herr Hagemann.

Meine Frage ist ganz einfach auf ein "Ja" oder ein "Nein" zu reduzieren.
Werden Sie bei einer kommenden Abstimmung für die Freigabe eines Hilfspaketes für
Griechenland mit "Ja" oder "Nein" stimmen ?

Über eine Antwort freue ich mich sehr, da ich davon meine Wahlentscheidungen für die nächsten
Wahlen abhängig machen werde.

Mit freundlichen Grüssen

.
Antwort von Klaus Hagemann
bisher keineEmpfehlungen
27.04.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage.

Leider liegt noch kein Gesetzentwurf vor, über den der Bundestag abstimmen könnte. In der Bundesregierung gibt es offenbar höchst unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Der Finanzminister möchte das Geld bereitgestellt wissen, die FDP wirft diesem wiederum schwere Fehler vor, Teile der CSU würden Griechenland gerne ganz aus der Eurozone verbannen und die Kanzlerin zögert eine dingend gebotene Entscheidung weiter hinaus und irritiert damit die europäischen Partner.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
29.04.2010
Von:

Guten Tag.

Ich hoffe die Frage passt hier in die Rubrik rein. Meine Frau und ich möchten uns demnächst ein Haus kaufen, nun haben wir erfahren, dass wir an die Gemeinde eine Gebühr entrichten müssen, da diese ein sogennantes Vorkaufsrecht auf alle Immobilien hat. Wir Fragen uns womit dies begründet wird, da die Gemeinde sicher nicht jedes Haus kaufen möchte das zum Verkauf steht. Wir verstehen den Sinn dieser Gebühr nicht, zumal sie sich auch nach dem Wert der Immobilie richtet. Wenn ich ein Haus kaufe und bekomme den Zuschlag ist die Angelegenheit damit erledigt, warum also muss ich noch diese Gebühr an die Gemeinde zahlen ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Klaus Hagemann
bisher keineEmpfehlungen
04.05.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage: Um diese sachkundig beantworten zu können, benötige ich noch einige ergänzende Informationen zu dem geplanten Immobilienerwerb. Rufen Sie dazu bitte doch einfach mein Wormser Bürgerbüro (Tel.: 06241-305249 Frau Schwarz) an, die sich um Ihr Anliegen kümmert.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Soziales
16.10.2010
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Hagemann,

HINTERGRUND: Ich freue mich über Ihre offenen Antworten auf Abgeordnetenwatch. Am 8. November dieses Jahres sind Sie Mitglied des Petitionsausschusses, wenn die Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen behandelt werden wird. Sie lehnen das Grundeinkommen ab. Stattdessen scheinen Sie auf Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum und MIndestlöhne zu setzen, alles Faktoren, die einem gestandenen Politiker als inzwischen irrational bekannt sein sollten. Zusammen mit der Erfahrung, dass das jetzige soziale Sicherungssystem immer weiter zusammenbricht.

BITTE: Bitte sagen Sie doch den Bürgern (und den SPD-Wählern), wie Sie sich auf das Thema Grundeinkommen vorbereitet haben, und, ob Sie zumindest den Basis-Film Grundeinkommen, Kulturimpuls von Daniel Häni und Enno Schmidt (z.B. www.kultkino.ch angesehen haben, der die wesentlichen Argumente und Kritikpunkte zusammenfasst.

Es grüsst Sie

Schleifer Ring 20, D 96317 Kronach
Antwort von Klaus Hagemann
bisher keineEmpfehlungen
04.11.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage.

Ich habe mich hier bereits zu diesem Thema geäußert und sehe keine Veranlassung, meine Meinung zu ändern.

In meinem Wahlkreis habe ich mehrfach mit Befürwortern des Bedingungslosen Grundeinkommens diskutiert. Wenn auch gewisse Übereinstimmungen hinsichtlich der Leistungsdefizite unseres Sozialstaats bestehen, so halte ich das Bedingungslose Grundeinkommen für kein geeignetes Instrument, Armutsprobleme und Exklusionen in unserem Land zu überwinden.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hagemann
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