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Sehr geehrter Herr Havemann!
Sie antworten am 30.03.10 auf die von Herrn Buck am 04.02.10 gestellte Frage:
Zitat Herr Klaus Havemann:
"Wir halten an der Forderung der Vollbeschäftigung fest. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ein Stück ihrer Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Art Stillhalteprämie(...). Vielmehr muss erreicht werden, dass alle Menschen in unserem Land von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können."
www.abgeordnetenwatch.de
Ihre Forderung mag schön klingen, nur leider gehen Sie mit keinem Wort darauf ein, wie Sie die von Ihnen favorisierte Vollbeschäftigung erreichen möchten
Frage 1:
Wie wollen Sie konkret eine qualitätsvolle Vollbeschäftigung, sprich ausreichend Arbeit zu ausreichenden Löhnen erreichen?
Ich erkenne nämlich dagegen allein in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der letzten beiden Jahrzehnte die m.E. katastrophale Kontinuität von hoher Arbeitsosigkeit , trotz m.E. verharmlosend ausgelegter Arbeitsmarktstatitstiken. Dabei konnte die deutsche Wirtschaft zumindestens vor der Krise mit halbwegs guten wirtschaftlichen Kenndaten aufwarten.
Ich darf erinneren:
In dem beschriebenen Zeitraum, der von hoher Arbeitslosigkeit, zunehmender Staatsverschuldung und sinkenden Realeinkommen vieler Menschen negativ gekennzeichnet war und ist, hat allein die SPD 11 Jahre lang Regierungsmitverantwortung auf Bundesebene wahrgenommen,
Frage 2:
Hat die von Ihrer Partei betriebene Politik aus Ihrer Sicht wirklich etwas an der von der von mir beschriebenen Negativentwicklung ändern/verhindern können?
Frage 3:
Ist es mit Verlaub nicht reichlich naiv zu glauben, ohne einen radikalen systemischen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik und dem Wirtschaftssystem könnten sich die Verhältnisse für Arbeitnehmer und Arbeitssuchende zum Besseren wenden?
Mit freundlichen Grüßen
