Klaus Hagemann (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Klaus Hagemann
© spdfraktion.de
Geburtstag
31.12.1947
Berufliche Qualifikation
Lehrer
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Osthofen
Wahlkreis
Worms
Ergebnis
37,6%
Landeslistenplatz
9, Rheinland-Pfalz
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(...) In meinem Wahlkreis habe ich mehrfach mit Befürwortern des Bedingungslosen Grundeinkommens diskutiert. Wenn auch gewisse Übereinstimmungen hinsichtlich der Leistungsdefizite unseres Sozialstaats bestehen, so halte ich das Bedingungslose Grundeinkommen für kein geeignetes Instrument, Armutsprobleme und Exklusionen in unserem Land zu überwinden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
28.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

Ich bin Pendeler in den Rhein-Main Raum und fahre jeden Tag mit dem Zug von Wörrstadt über Mainz HBF nach Raunheim. Normalerweise nehme ich immer den Zug 06:38 Uhr ab Wörrstadt Richtung Mainz. Dieser Zug hat die unangenehme Eigenschaft öfters gar nicht oder verkürzt zu kommen. Die letzten 2 Tage war er verkürzt (1 Triebwagen statt 2 Triebwagen), so das ab Saulheim keiner mehr zusteigen konnte. Dies geschieht schon seit Jahren in mehr oder weniger Regelmässigkeit. Nach Protesten z.B. über die Presse geht es wieder ein Zeitlang gut. Aber dann fängt alles wieder von vorne an. Der Grund ist wohl der das die Bahn auf der Strecke altes Material einsetzt und allen Anschein nach auch nicht sonderlich daran interessiert ist dies zu ändern.

Mit welcher Missachtung die Bahn diese Strecke bestraft kann man auch an 2 Punkte ablesen:

1. In Wörrstadt gibt es keine Lautsprecher zur Durchsage von Verspätungen (der Bahn ist dies zu teuer), obwohl Wörrstadt mit die meisten Fahrgäste stellt.

2. Es gibt keine direkte Verbindung auf die S-Bahnen in Richtung Frankfurt. Die S-Bahn fährt 3 Min. vorher ab bevor der Zug aus Alzey ankommt. Dann muss man eine halbe Stunde warten bis zur nächsten S-Bahn (Linie 8). Wie ich nach Wörrstadt gezogen bin vor ca. 11J war dies gerade 10min. Dann hat der RMV die Fahrzeitverschoben (vor ca. 4J) und der RNN macht einfach ohne Anpassung weiter. Proteste wurden ignoriert. Es gibt natürlich Schnellzug Verbindungen Richtung Frankfurt aber sollte nicht die S-Bahn das Mass aller Dinge sein für den Nahverkehr. Ich stehe auch nicht alleine da mit diesem Problem.

Grundsätzlich ist die Qualität und der Service auf dieser Strecke heruntergekommen und, so Paradox es klingen mag, je mehr Fahrgäste desto schlechter wurde es.
Ich persönlich würde gerne mal mit einen Verantwortlichen der Bahn reden, vielleicht Hilft das mal. Briefe und E-Mails werden ja im allgemeinen nur Standardbeantwortet.

Gruß
Antwort von Klaus Hagemann
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06.11.2009
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Hinweise und Ihre Fragen. Wie telefonisch besprochen, habe ich die Deutsche Bahn AG um eine Stellungnahme zu den von Ihnen geschilderten Problemen gebeten. Sobald diese vorliegt, setzt sich mein Büro wieder direkt mit Ihnen in Verbindung.

Bis dahin
Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
16.12.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,
ich benutzte jeden Tag die Bundesautobahn 63 Richtung Mainz und abends wieder zurück Richtung Alzey. Wie kann es denn sein, dass seit ca. einem - anderthalben Jahr die Fahrbahnmarkierungen bei der AS Wörrstadt fehlen und dort nichts passiert? Man kann sich bei Regen und wenn es dunkel ist sehr schlecht orientieren.
Weiterhin fehlen Farbahnmarkierungen in den Ortsdurchfahrten z.B. Flomborn, Ober-Flörsheim, Flörsheim-Dalsheim... Wann wird dies mal erneuert?

Mit freundlichen Grüßen
C.
Antwort von Klaus Hagemann
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22.12.2009
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage und Ihre Hinweise. Dazu habe ich den Landesbetrieb Mobilität bereits am 16. Dezember um eine Stellungnahme gebeten. Sobald mir diese vorliegt, setze ich mich direkt wieder mit Ihnen in Verbindung.

Bis dahin wünsche ich Ihnen besinnliche Weihnachtstage und verbleibe

Mit freundlichem Gruß


Klaus Hagemann MdB
Ergänzung vom 17.02.2010
Sehr geehrter Herr ,

zwischenzeitlich liegt mir die angekündigte Stellungnahme des
Landesbetriebs Mobilität zu Ihrem Anliegen vor:

"Wir haben die Fahrbahnmarkierungen bei der Anschlußstelle Wörrstadt an der A 63 überprüft.
Die z. T. schlechte und fehlende Markierung werden wir im Rahmen der in diesem Jahr durch-
zuführenden Markierungsarbeiten erneuern.
In den Bereichen der angesprochenen Ortsdurchfahrten sind allerdings keine Markierungsarbeiten
vorgesehen, da in den Ortsdurchfahrten standartmäßig keine Markierungen (Leitlinie) vorgenommen
werden."

Mit freundlichem Gruß


Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
25.01.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

als Anwohner der B9 in Nierstein erlebe ich seit einiger Zeit wieder stark zunehmenden LKW-Verkehr, obwohl es hier eindeutig ein Fahrverbot für den Durchgangsverkehr gibt.
Allein das Unternehmen Frankenbach befährt diese Strecke zwischen den Containerhäfen Mainz und Worms sehr häufig. Ich verstehe schon, dass die B9 die kürzeste Strecke zwischen beiden Punkten ist, dennoch geht das eindeutig zu Lasten der Bürger. Gibt es dafür eine Ausnahmegenehmigung und wenn ja, weshalb?

Nun sind alle B9-Anwohner von der äußerst starken Frequentierung dieser Straße betroffen und daher stellt sich die Frage, wann endlich eine Lösung für dieses Problem gefunden wird.
Gerade vor dem Hintergrund der Äußerungen des Bundesverkehrsministers zu neuen Investitionen in den Straßenbau muss hier endlich eine Lösung für alle Lärm- und Abgasgeplagten Anwohner her.

Mir scheint, dass dieses Thema momentan in der Prioritätsskala nicht oben steht, weshalb ich über diesen Weg dieses Problem wieder in die Öffentlichkeit bringen möchte.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine Antwort zum Status der B9-Planung geben würden.

Mit freundlichem Gruß
M.
Antwort von Klaus Hagemann
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01.03.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage zur B9/B420-Ortsumgehung Nierstein: Ihren Hinweis in Sachen zunehmendem LKW-Verkehr auf dieser Strecke habe ich zum Anlass genommen, die zuständige Polizeidirektion um eine Stellungnahme dazu zu bitten. Sobald mir diese vorliegt, werde ich Ihnen diese gerne übermitteln.

Was die Planung der Ortsumgehung selbst angeht, liegen bekanntermaßen seit geraumer Zeit mehrere Trassen- und Ausbauvarianten auf dem Tisch, deren ökologische Auswirkungen näher untersucht werden. In diesem Jahr soll das Raumordnungsverfahren für die neue B9-Trasse beginnen. Aktuell habe ich deshalb den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister um ein Gespräch in dieser Sache gebeten.

Im Grunde nach teile ich im übrigen Ihre Einschätzung: In den vergangenen Jahren ist es gelungen, herausragende Verkehrsprojekte im Wahlkreis Worms - Alzey - Oppenheim wie die B9-Ortsumgehung Oppenheim - Guntersblum und die zweite Rheinbrücke Worms zu realisieren. Die B47-Ortsumgehung im Wormser-Süden ist im Planfeststellungsverfahren, so dass neben einem neuen Projekt im südlichen Rheinhessen einzig die B9/B420-Ortsumgehung Nierstein - auch durch zwischenzeitlich unsägliche Diskussionen wie z.B. die Verknüpfung mit einer Mautbrücke - bislang nicht bis zu einem baureifen Planungsstadium vorangekommen ist.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
Ergänzung vom 04.05.2010
Sehr geehrter Herr ,

zwischenzeitlich liegt die Stellungnahme der Polizeidirektion Oppenheim vor, die ich Ihnen - wie angekündigt - auf diesem Wege übermitteln möchte:

"Die Polizeiinspektion Oppenheim führt regelmäßige LKW-Kontrollen insbesondere im Bereich Nierstein durch. Diese Kontrollen belegen zwar einen Anstieg des LKW-Verkehres in den letzten beiden Jahren, es handelt sich hierbei aber um berechtigten Zuliefer- und Anliegerverkehr. Verstöße gegen das Transitverbot oder das Nachtfahrverbot im Bereich Guntersblum-Oppenheim (00.00-04.00 Uhr) sind äußerst selten und werden geahndet.

Die Anwohnerbeschwerden wurden auch schon an unsere Dienststelle herangetragen, haben sich aber als unberechtigt (=subjektives Empfinden) herausgestellt, zumal der größte Teil der Beschwerdeführer über die tatsächliche Beschränkung/ Sperrung des LKW-Verkehres nicht richtig informiert ist. So kommen viele Beschwerdeführer aus dem Bereich der Wörrstädter Straße in Nierstein, wissen aber nicht, dass diese Straße offizielle Umleitungsstrecke für die LKW ist, die wegen ihrer Höhe die Bahnunterführung B 420 nicht befahren können. Gleichzeitig fahren alle Zulieferer/ Anlieger/ "Kiesbomber" in Altrheingebiet pp. berechtigt diese Strecke."

Gerne stehe ich Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um etwaige Alternativen auszuloten. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin mit meinem Wormser Bürgerbüro (Tel.: 06241-305249).

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.02.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,
was mich derzeit am meisten stört ist die blinde Fokussierung der Politik auf Arbeitsplatzerhalt. Die Rettung von Konzernen, die Produkte herstellen, die nun mal keiner mehr braucht macht für mich einfach keinen Sinn. Es ist sicher hart für die Opelaner wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Ich selbst war auch gerade ein Jahr arbeitslos und es ist nicht sehr angenehm. Das Problem ist allerdings nicht das "keine Arbeit haben" an sich, sondern die Tatsache, dass unsere Gesellschaft dies immer noch als individuelles Scheitern abtut.

Es ist nicht genug Erwerbsarbeit für alle da und es wird auch nie wieder genug Erwerbsarbeit für alle geben. Dieser Tatsache sollten Sie ins Auge sehen. Es muss über alternativen zur Vollbeschäftigung nachgedacht werden. Wie stehen sie zum Beispiel zum bedingungslosen Grundeinkommen? Denken Sie, dass ein solches Grundeinkommen zum Zusammenbruch der Wirtschaft führen würde? Meinen Sie der Großteil der deutschen würde seine Arbeit niederlegen und sich in die Hängematte legen? Dann bin ich mir fast sicher, dass Sie noch nie in ihrem Leben arbeitslos waren. Denn sonst wüssten Sie, dass es nichts schlimmeres gibt als sich nutzlos zu fühlen.

Es gibt ein paar wenige die nichts zur Allgemeinheit beitragen wollen. Die gibt es heute und die wird es immer geben. Aber auch diese Menschen müssen von der Gesellschaft getragen werden und werden es ja auch. Aber das ist nicht die große Masse und wird es auch nie sein.

Falls Ihr Menschenbild tatsächlich so schlecht sein sollte, dass Sie meinen der einzige Antrieb der Menschen sei das Geld dann fangen Sie bei sich an. Würden Sie denn noch arbeiten wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre? Würden Ihnen z.B.1500€ mtl. reichen oder würden sie noch etwas hinzu verdienen wollen? Ich habe für mich diese Frage längst beantwortet und ich bin noch keinem Menschen begegnet der mit 1500€ mtl. dauerhaft die Arbeit nieder legen würde.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Klaus Hagemann
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30.03.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage.

Wir halten an der Forderung der Vollbeschäftigung fest. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ein Stück ihrer Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Art Stillhalteprämie. Das kann nicht im Sinne unserer Gesellschaft und Ziel sozialdemokratischer Politik sein. Vielmehr muss erreicht werden, dass alle Menschen in unserem Land von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können.

Deshalb will ich Mindestlöhne und keine staatlichen Lohnsubventionen. Ein flächendeckender Mindestlohn ist der einzig wirksame Schlüssel gegen Lohndumping. Menschen, die Arbeit haben und Existenz sichernde Löhne erhalten, brauchen keine bedingungslose Grundeinkommen.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann
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Frage zum Thema Soziales
14.02.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

vor gut einem Jahr haben fast 60000 Bürger dieses Landes eine Petition "Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens" unterzeichnet.
Leider haben es die von uns gewählten Volksvertreter nach über einem Jahr immer noch nicht geschafft, einen Termin für eine öffentliche Anhörung festzusetzen.

Da Sie Mitglied des Petitionsausschusses sind, können Sie mir vielleicht erklären warum das so ist bzw. ob Sie evt. schon einen Termin für die Anhörung benennen können.

Zum zweiten würde mich interessieren, wie Sie persönlich zu einem Bedingungslosen Grundeinkommen stehen, vor dem Hintergrund, dass es in unserer Gesellschaft ganz offensichtlich nicht genügend Arbeit geben wird, wo so viel verdient wird dass man davon menschenwürdig leben und am kulturellen Leben teilhaben kann.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus Hagemann
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30.03.2010
Klaus Hagemann
Sehr geehrter Herr

danke für Ihre Frage.

Die von Ihnen angesprochene Petition hat nicht das für eine öffentliche Anhörung erforderliche Quorum von 50.000 Unterschriften innerhalb von drei Wochen erreicht. Wegen der hohen Zahl der Unterstützer ist es jedoch wahrscheinlich, dass es dennoch zu einer öffentlichen Anhörung kommt.

Wir halten an der Forderung der Vollbeschäftigung fest. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ein Stück ihrer Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Art Stillhalteprämie. Das kann nicht im Sinne unserer Gesellschaft und Ziel sozialdemokratischer Politik sein. Vielmehr muss erreicht werden, dass alle Menschen in unserem Land von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können.

Deshalb will ich Mindestlöhne und keine staatlichen Lohnsubventionen. Ein flächendeckender Mindestlohn ist der einzig wirksame Schlüssel gegen Lohndumping. Menschen, die Arbeit haben und Existenz sichernde Löhne erhalten, brauchen keine bedingungslose Grundeinkommen.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann
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