Karl Schiewerling (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Karl Schiewerling
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Industrie- und Personalfachkaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Diözesansekretär des Kolpingwerkes in der Diözese Münster
Wohnort
-
Wahlkreis
Coesfeld - Steinfurt II
Ergebnis
51,6%
Landeslistenplatz
-, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Umwelt
14.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Schiewerling,

Wie Stehen Sie zur Ökologischen Landwirtschaft. Bioprodukte werden immer gefragter.
Längst ist Bio keine Randgruppe mehr. Würde die CDU die Entwicklung von Bioprodukten ( Ökologische Landwirtschaft) weiter fördern ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Karl Schiewerling
1Empfehlung
16.09.2005
Karl Schiewerling
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur ökologischen Landwirtschaft, die ich ihnen natürlich gerne beantworte:
Da bekannter Weise die Nachfrage nach ökologisch produzierten Lebensmitteln in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, konnte sich der ökologische Landbau als eine besonders kundenorientierte Form der Landbewirtschaftung in Deutschland fest etablieren. Mit der Erschließung des Marktsegmentes für ökologisch produzierte Lebensmittel hat die gesamte deutsche Landwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle hinzugewonnen. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung wird der ökologischen Landwirtschaft durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen den gesellschaftlichen Ansprüchen an die Landwirtschaft in besonderer Weise gerecht. Auch aus diesem Grund wird der ökologische Landbau auch unter einer von der Union geführten Bundesregierung weiter gefördert.

Allerdings ist die Fülle der Maßnahmen für die Landwirte nur noch schwer überschaubar und hat zudem einen enormen bürokratischen Aufwand zur Folge. Deshalb gilt es, die Maßnahmen stärker zu bündeln.. Dabei ist stärker als bisher darauf zu achten, dass die Förderpolitik nicht zu einem Preisverfall in diesem Marktsegment führt und ausgrechnet jene Landwirte benachteiligt, die diesen Wirtschaftszweig kostenintensiv als Erste erschlossen haben. Infolgedessen soll auch das deutsche Biosiegel im Interesse der Erzeuger so angepasst werden, dass es die im Vergleich zur EU die tatsächlich höheren deutschen Standards auch widerspiegelt.

Gleichwohl hat die Politik der Agrarwende den ökologischen Landbau in eine zunehmende Fremdbestimmung und politische Abhängigkeit gebracht. Dabei hat die Politik durch ihre angebotsorientierte Förderpolitik das Marktgleichgewicht gestört und den Wettbewerb verfälscht. Überangebote und Preisverfall waren die Folge der falschen Anreize.

Die unternehmerische Entscheidung, den Betrieb auf ökologischen Landbau umzustellen, sollte deshalb grundsätzlich mehr auf Signalen des Marktes als auf Unterstützung durch Förderprogramme beruhen.

Mit freundlichen Grüßen
Karl Schiewerling
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