Karl Schiewerling (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Karl Schiewerling
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Industrie- und Personalfachkaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Nottuln
Wahlkreis
Coesfeld - Steinfurt II , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
50,8%
Landeslistenplatz
keinen, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) In meinen Augen bieten Fahrzeuge mit elektrifizierten Antrieben große Potentiale bei der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sowie der Reduzierung von Schadstoffen, CO2-Emmissionen und Lärm. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Karl Schiewerling hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Karl Schiewerling
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales und Familie
31.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schiewerling,

Ihr Parteifreund Herr Öhmann rühmt sich damit, das Coesfeld zu einer Musterstadt in der Kinderbetreuung zu machen.
Gerade für die unter Dreijährigen soll das Angebot verbessert werden. Wie vereinbart sich eigentlich solch ein sozialistischer Familien-politischer Ansatz mit den Grundwerten einer Christlichen Partei?
Warum steht dann die Steuerpolitik der CDU dazu im krassen Widerspruch. Bei einer Steuerkombi 3/5 und einem Einkommen von 36000 €/10000 € p/a, zahlt die Familie in der Regel meistens weniger Steuern als Sie müsste, so das am Ende des Jahres bei einer Steuererklärung meist eine Nachzahlung fällig wird.
Bei 850 € Brutto bleibt aber Netto nur ca. 550 € pro Monat, das heißt bei ca. 3 bis 4-fachen höherem Zeiteinsatz, dieser fehlt ja für die Familie, kommt unter dem Strich nur 35% mehr Einkommen für die Familie raus, als bei einem 400 € Job; höhere Kindergartengebühren und ähnlich Beiträge nicht eingerechnet.
Das ist weder gerecht noch uns Bürgern vermittelbar.
Gehen beide Partner voll Arbeiten schlägt der Staat noch stärker zu.
Insbesondere Kosten für dann vielleicht einen zweiten PKW um die Kinder Zeitnah zum Kindergarten zubringen werden kaum anerkannt. sind aber gerade im Ländlichen Raum Voraussetzung.

Wo liegt dann der Sinn einer solchen Betreuung, außer das wir mehr Steuern zahlen?
Oder erhofft sich die CDU das der Staat der bessere Erzieher ist?
Oder ging es schlussendlich nur darum EU-Fördermittel in die Region zu holen? Da ja bei vielen Politikern der Glaube vorherrscht, eine gute Europapolitik ist die, die viele Zuschüsse für die Region holt.
Antwort von Karl Schiewerling
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

es ist richtig, dass in Coesfeld das Betreuungsangebot für unter Dreijährige verbessert werden soll, und dass dieses zum Teil aus EU-Fördermitteln geschieht. Die CDU verfolgt mit der erweiterten Betreuung von Unter-Dreijährigen keinesfalls das Ziel, den Staat als Erzieher einzusetzen. Die Kinder müssen als Zukunft unseres Landes gesehen werden. Folglich hat die Bundespolitik unter der Familienministerin einen neuen Schwerpunkt gesetzt. Dazu zählt auch der Ausbau der U3-Betreuung, da es gerade heute der Wunsch vieler Mütter ist, weiterhin berufstätig zu bleiben. Durch gesteigerte Qualität der Kinderbetreuung ist eine zusätzliche Förderung der Kinder, bei gleichzeitiger Entlastung der Eltern, möglich. Dabei bleibt es den Eltern selbst überlassen, ob sie das geschaffene Betreuungsangebot für ihre Kinder annehmen möchten, oder ihre Kinder in den ersten Lebensjahren zuhause betreuen. Durch die Einführung des Betreuungsgeldes ab 2013 wird die häusliche Erziehung der Kinder durch die Eltern honoriert.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtig. Daher habe ich das Projekt FAMM Familie-Arbeit-Mittelstand im Münsterland auf den Weg gebracht, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Nur Kinder ermöglichen uns und unserer Gesellschaft die Zukunft. Wir Politiker müssen deshalb die Bedingungen schaffen, dass sich wieder mehr Menschen für Kinder entscheiden. Das verstehe ich unter moderner Familienpolitik, für die ich einstehe.

Desweiteren wird sich die CDU für eine Abmilderung der Kalten Progression, und somit für eine finanzielle Entlastung, einsetzen. Unser Ziel ist, dass den Bürgern netto mehr bleibt. Gehaltserhöhungen müssen wieder stärker bei den Menschen ankommen. Die Unterschiede zwischen Geringverdienern und 400€-Jobs werden hierdurch wieder deutlicher. Bis jetzt ist es in Deutschland so, dass die Steuerklassen frei wählbar sind. Wenn bei einer Steuerklasse von 3/5 bekannt ist, dass am Jahresende eine Nachzahlung erfolgen wird, wäre es ratsam, diese bereits im Laufe des Jahres mitzuberücksichtigen. Anders ist dies bei einer Steuerklasse von 4/4, bei der während des Jahres mehr Steuern gezahlt werden und man am Ende gegebenenfalls eine Rückzahlung bekommt. Bei beiden Steuerklassen können berufstätige Eltern die Kindergartengebühren steuerlich absetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Schiewerling
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
23.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schiewerling,

leider scheint ja das Internet nicht so Ihr Metier zu seien, den nach 4 Wochen sollte doch hier eine Antwort vorliegen. Schade.

doch vielleicht können Sie folgende Frage beantworten.

Würden Sie an einer Podiumsdiskussion aller 5 Kandidaten im Kreis teilnehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karl Schiewerling
bisher keineEmpfehlungen
25.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben sie vielen Dank für Ihre Mail über Abgeordnetenwatch. Bedauerlicherweise hat Ihre erste Mail uns nicht erreicht, sonst hätten wir schon eher geantwortet.

Für eine Podiumsdiskussion steht Herr Schiewerling grundsätzlich immer gern zur Verfügung; allerdings wird es terminlich schon schwierig. Um Konkretes planen zu können, würde ich Sie bitten, sich telefonisch mit unserem Büro in Verbindung zu setzen. Einzelheiten sind so einfacher zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Beate Bußmann
Büroleitung
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
04.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

bitte beantworten Sie folgende 4 Fragen. Ich gehe davon aus, dass Ihnen aufgrund Ihrer langjährigen Erfahrungen in der Politik, nicht zuletzt auch aus Ihrer Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter, die Thematik vertraut ist.

1. Trifft es zu, dass das Rentenüberleitungsgesetz (RÜG) von den Vertragspartnern des Einigungsvertrages vom 31.08.1990 ausschließlich für die Bürger und Versicherten des Beitrittsgebietes bestimmt wurde, um deren Rentenbelange nach der Wiedervereinigung zu regeln?

2. Waren Ihrer Meinung nach die Deutschen, die vor dem Mauerfall und Wiedervereinigung die DDR verlassen haben und rechtsstaatlich in die alten Bundesländer eingegliedert wurden, zum Zeitpunkt des Beitritts der DDR als DDR-Bürger anzusehen?

3. Die ehemaligen DDR-Flüchtlinge wurden im Zug ihrer Eingliederungsverfahren nach geltendem Recht (Fremdrentenrecht) in die bundesdeutschen Sozialversicherungen übernommen. Die Rentenversicherungsträger haben den Versicherten darüber entsprechende Bescheide erteilt. Können Sie ein Gesetz nennen, das nach erfolgtem Beitritt der DDR die Löschung dieser Rentenanwartschaften und eine Neubewertung nach dem RÜG zulässt bzw. sogar verlangt? Können Sie ein Gesetz nennen, das die Versicherungsträger aus der Pflicht entlässt, die betroffenen Versicherten darüber zeitnah zu informieren, also auf die Versendung entsprechender Aufhebungsbescheide zu verzichten?

4. Der Bundestag ist lt. Grundgesetz der Gesetzgeber. Die Gesetzesvorlagen werden in der Regel von Fachleuten aus den einschlägigen Ministerien erstellt. Gesetzeskraft erhalten diese nach der Verabschiedung durch den Bundestag.
Halten Sie es für vertretbar, dass die Exekutive nach der Verabschiedung eines Gesetzes dieses Gesetz eigenmächtig auf eine weitere Zielgruppe anwendet, die bei der Debattierung und Verabschiedung des Gesetzes ausdrücklich ausgeschlossen wurde?

Mit freundlichem Gruß,
Dr.-Ing. ,
Verein IEDF e. V.
Standard-Antwort von Karl Schiewerling
4Empfehlungen
09.09.2009
Sehr geehrter Herr Dr. ,

aufgrund der Vielzahl von Anfragen, die uns nicht nur über die Seite www.abgeordnetenwatch.de erreichen, habe ich mich dafür entschieden, vorrangig nur Fragen aus dem eigenen Wahlkreis zu beantworten.

Ich bitte Sie dafür um Ihr Verständnis und würde mich freuen, wenn Sie sich mit Ihrem Anliegen an den für Sie zuständigen Abgeordneten wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Schiewerling
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
15.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schiewerling,

laut Ihren Angaben im Kandidaten-Check von Abgeordnetenwatch sprechen Sie sich gegen einen gesetzlichen Mindestlohn aus. Daher möchte ich Sie bitten mir eine handvoll Berufe zu nennen, die Ihrer Meinung nach keinen Mindestlohn von beispielsweise 7,50 Euro/Stunde verdient haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Karl Schiewerling
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2009
Sehr geehrte Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über abgeordnetenwatch zum Thema Mindestlöhne. Gern erläutere ich Ihnen, warum ich gegen einen gesetzlichen Mindestlohn bin.

In einigen Branchen würde damit gar nichts erreicht, weil die weit verbreiteten tariflichen Lohnuntergrenzen deutlich über einem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Das gilt z. B. für viele Bereiche der Metallindustrie. Die IG Chemie ist gegen einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn, weil sie befürchtet, dass sich die Chemiearbeitgeber an ihm orientieren könnten, um in Tarifverhandlungen eine Absenkung der unteren Lohngruppen zu erreichen.

Ich bin für einen tariflichen Mindestlohn. Den müssen nach meiner Überzeugung die Tarifvertragsparteien vereinbaren. Sie wissen besser als der Staat, welche Marktpreise ein Produkt in einer bestimmten Region erzielen kann.

Mindestlohnhöhe das Optimum für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darstellt, und gleichzeitig, welcher daraus resultierende Endpreis die Kunden bei der Stange hält.

Aufgrund eines solchen Abwägungsprozesses haben Tarifvertragsparteien den Mindeststundenlohn der Leistungsgruppe 6 im Gebäudereinigerhandwerk Westdeutschlands auf 10,80 Euro, und damit höher als die magischen 10 Euro der Linken, festgelegt. Zugleich liegt der Mindeststundenlohn der Leistungsgruppe 1 im Gebäudereinigerhandwerk der neuen Bundesländer bei 6,58 Euro. Den Ostdeutschen wäre mit Sicherheit ein Mindeststundenlohn von 10 Euro zu gönnen. Aber die Tarifvertragsparteien haben sich in Kenntnis der Verhältnisse des Gebäudereinigerhandwerks in den neuen Bundesländern für den Betrag von 6,58 Euro entschieden.

Ich bin auch deshalb für einen tariflichen Mindestlohn, weil in der Ordnung der sozialen Marktwirtschaft Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Lohn vereinbaren. Den Arbeitnehmern kann ich nur raten, sich in den Gewerkschaften zu engagieren und den Arbeitgebern ihre Verbände nicht zu verlassen. Nur so funktioniert die soziale Marktwirtschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Schiewerling
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umweltpolitik
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schiewerling,

der Kreis Steinfurt will bis zum Jahr 2050 "energieautark" werden. Mit welchen konkreten Massnahmen würden Sie sich als Vertreter des Kreises in den nächsten 4 Jahren beteiligen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Karl Schiewerling
bisher keineEmpfehlungen
02.10.2009
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage über abgeordnetenwatch.de zum Thema Energie.

Dass der Kreis Steinfurt bis 2050 energieautark werden möchte, ist ein begrüßenswertes Ziel. Dieses Ziel ist meiner Meinung nach nur in kleinen, aber konsequenten Schritten zu erreichen. Ein wesentlicher Beitrag dazu sind der Ausbau und die Nutzung regenerativer Energien. Bereits jetzt leisten Windenergie und Biogas bei der Versorgung privater Haushalte im Kreis Steinfurt einen immensen Beitrag.

In Zukunft muss verstärkt das Augenmerk auf die Reduzierung im Verbrauch fossiler Brennstoffe sowie die Forschung und Investition z.B. von alternativen Antriebsmethoden gelegt werden. Ich denke dabei insbesondere an Elektromobilität.

Mit dem Förderprogramm "Modellregionen Elektromobilität in Deutschland" hat sich die Bundesregierung dieses Themas angenommen, welches Teil des "Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität" ist. Sein Ziel: Forschung und Entwicklung, Marktvorbereitung und Markteinführung von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland voranbringen. Zurzeit fahren etwa 1456 Elektroautos auf Deutschlands Straßen, bis 2020 hat die Bundesregierung das Ziel, diese Zahl auf eine Million zu erhöhen. Die Regierung unterstützt das Vorhaben mit 500 Mio. Euro bis zum Jahre 2012.

Auch in unserem Wahlkreis ist ein solches Projekt bereits am Start. In Lüdinghausen konnte ich mich von dieser Zukunftstechnologie selbst schon überzeugen. In meinen Augen bieten Fahrzeuge mit elektrifizierten Antrieben große Potentiale bei der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sowie der Reduzierung von Schadstoffen, CO2-Emmissionen und Lärm. Deshalb werde ich mich für diese Technologie stark machen und in Berlin auf dem parlamentarischen Weg begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Schiewerling
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Karl Schiewerling
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.