Karl-Heinz Warnholz (CDU)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
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Angaben zur Person
Karl-Heinz Warnholz
Jahrgang
1944
Berufliche Qualifikation
Bautechniker
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführer einer Immobilienfirma, selbstständig
Wohnort
-
Wahlkreis
Rahlstedt , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 12.038, 15,1%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Wer auf den Kiez geht soll sich amüsieren dürfen. Dafür brauche ich keine Waffe. Wenn dort niemand mehr eine Waffe trägt wird auch keiner motiviert sich selber aufzurüsten. (...)
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Frage zum Thema Soziales
23.01.2008
Von:

Guten Tag, Hr. Warnholz,

ich habe die Frage bereits anderen Kandidaten der CDU gestellt, diese äußern .sich leider nicht. . Ich habe deshalb einfach den Kern kopiert, bitte nicht böse sein.
Im Bezirk Wandsbek wird (wie fast im restlichen, kompletten Hamburg) sehr wenig getan, um Kinder zu selbstkritischen und motivierten, jungen Menschen zu erziehen. Stattdessen findet eine weitläufige Verrohung statt, geprägt durch ein Weltbild aus Gewaltmusik und nicht wirklich friedlicheren Computerspielen.
Dazu bedarf es einer Aufklärung durch Erwachsene, denen Kinder vertrauen, und das in einem Alter, dass es nicht fast zwingend voraussetzt, sich einer Szene/ Gruppe/ Bande anzuschließen, um nicht unterzugehen.
Ich denke, man müsste mehr Stätten offener wie auch gruppenorientierter Jugendarbeit schaffen. Stätten, an denen Jugendliche ihre Zeit sinnvoll verbringen können. Dazu gehört auch die entsprechende Werbung zu machen, um dort jemanden "hinzulocken". Ich selbst bin aktiver Pfadfinder und leite eine Gruppe, aber viele Eltern der Kinder sind Hartz IV-Empfänger und somit können diese Kinder manchmal nicht mit oder werden eben schnell wieder abgemeldet/ gar nicht erst angemeldet.
Diese Jugendarbeit müsste verstärkt aufgebaut werden.
Das in meinen Augen ziemlich unsinnige Hundegesetz oder das Waffenverbot auf dem Kiez wurde durchgesetzt. Warum werden Tötungssimulationen, also Ego-Shooter und andere, gewaltverherrlichende Computerspiele und Songs nicht aus den Geschäften verbannt? Warum fangen Gesetze nicht gleich zu Beginn der Erziehung zur Gewalt zu wirken statt erst am Ende dieser unseligen Entwicklung?
Mit FSK-18 ist es nicht getan, denn gerade in den Problemgruppen ist die Scheibe morgen multipliziert und jedem zugänglich.
Immer mehr Kinder gehen statt mit einer Vorstellung einer zu realisierenden und coexistierenden Gesellschaft mit einem aufgebauten Feindbild durch die Welt. Wie vermittelt man wieder echte Werte?

Liebe Grüße,

Antwort von Karl-Heinz Warnholz
bisher keineEmpfehlungen
29.01.2008
Karl-Heinz Warnholz
Sehr geehrter Herr ,

zunächst einmal möchte ich Ihnen vorweg mitteilen, dass die Kinder- und Jugendpolitik nicht in das Recour fällt, in dem ich in der Bürgerschaft tätig bin.

Dies vorweggeschickt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1.. Ich bin schon der Auffassung, dass die Kinder- und Jugendpolitik, sowohl im Bezirk Wandsbek als auch die der Fachbehörden der Hansestadt, erfolgreich ist. Leider - und da teile ich Ihre Auffassung - werden nicht immer auch alle Jugendlichen erreicht. Wenn dann auch noch das Elternhaus als erzieherische und moralische Instanz ausfällt, kann es zu den Erscheinungen kommen, die Sie als Verrohung bezeichnen. Mit dieser Situation haben es leider derzeit nahezu alle Staaten Westeuropas zu tun. Bevor eine gesamte Teil-Generation wie bspw. in Frankreich sich aus der Gesellschaft verabschiedet, muss sehr frühzeitig, aus präventiven Erwägungen heraus, gehandelt werden. Ein Schlüssel dazu ist mit Sicherheit auch die Ausbildung der Jugend in den Schulen. Wer in der Schule weiterkommt, wird in der Regel in unserer Gesellschaft seinen Weg gehen. Daher ist der Ansatz des Senats, gerade in den Stadtteilen, in denen die Anzahl von Schulabbrechern höher liegt als im Durchschnitt, die Klassen auf eine Stärke von unter 20 Schülern zu senken, aus mehrfacher Sicht zu begrüßen.

2.. Das Hundegesetz ist meines Erachtens nicht unsinnig. In einer Stadt wie Hamburg, in der die Menschen dicht an dicht zusammenleben, ist eine Regelung, für den Fall, dass jemand sich ein generell abstrakt gefährliches Tier hält, eben erforderlich. Vom Hundegesetz ist daher leider auch der friedliebende Mops eines bekannten von mir betroffen. Auch meine Hunde unterliegen diesem Gesetz. Ich bin aber gerne bereit den Auflagen des Gesetzes nachzukommen, weil ich auch weiß, dass gefährliche Hunde und auch solche Hunde, die von ihren Besitzern wissentlich und gewollt falsch erzogen und gehalten worden sind, nicht mehr eine Bedrohung für die kleinen Kinder und Senioren darstellen.

3.. Das Waffenverbot auf dem Kiez ist und bleibt erforderlich. Leider haben in der Vergangenheit immer wieder Männer eine Auseinandersetzung - oftmals aus unerklärlich unbedeutsamen Gründen - genutzt um diese mit dem Einsatz einer Waffe im Sinne des Waffengesetzes zu beenden. Dabei sind oftmals Unschuldige verletzt worden. Wer auf den Kiez geht soll sich amüsieren dürfen. Dafür brauche ich keine Waffe. Wenn dort niemand mehr eine Waffe trägt wird auch keiner motiviert sich selber aufzurüsten. Mit dem Waffenverbot ist auch eine Aufrüstungsspirale gestoppt worden.

4.. Zu den von Ihnen benannten Computerspielen möchte ich nur sagen, dass die Welt so etwas nicht braucht. Unsere Jugend hat sich - aus welchen Erwägungen auch immer - aber schon immer für etwas "crime" interessiert. Denken Sie nur an die Spiele "Cowboy und Indianer" oder "Räuber und Gendarm". Die Übertragung dieser Spiele in die digitale Welt verlässt aber die menschliche Ebene. Daher sind diese Spiele eben anders zu bewerten, als dass was wir aus der Vergangenheit kennen. Darauf sollte auch der Bundesgesetzgeber reagieren.

5.. Zusammenfassend möchte Ihnen zustimmen, dass wir sowohl sozial-präventive Elemente in der Innen- und Sozialpolitik benötigen, wie auch repressive Ansätze um denen, die die Grundvereinbarung unserer Gesellschaft verlassen, ein Signal des Stopps zu vermitteln. Beide Ansätze, sinnvoll miteinander verbunden, sind erfolgversprechend. Und wer das bessere Konzept - wie Ole von Beust und der Senat - hat gewinnt die Wahl.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Warnholz
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
29.01.2008
Von:
Jan Ole

Sehr geehrter Herr Warnholz,

wenn die CDU wieder an die Regierung gelangen sollte, wird es dann mit der CDU eine Lebensarbeitszeiterhöhung für Feuerwehr- und Polizeibeamte in Hamburg geben?

Mit freundlchen Grüßen
Jan Ole
Antwort von Karl-Heinz Warnholz
3Empfehlungen
06.02.2008
Karl-Heinz Warnholz
Sehr geehrter Herr ,

die Bürgerschaft und der Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft haben sich in der 18. Wahlperiode intensiv mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt.

Für eine erneute Diskussion mit der von Ihnen skizzierten Fragestellung, besteht weder gesellschaftspolitisch noch aus anderen Gründen eine Notwendigkeit.

Das sehe ich auch für die kommenden vier Jahre.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Warnholz
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Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
08.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Warnholz,
seit ca 18 Jahren wohnen wir in Meiendorf und sehen mit großem Bedauern den Verfall des ehemals schönen Stadtteils.
Warum wird an der Ecke Wildgansstr./Meiendorferstr. mit der Brandruine nichts getan? Weiter die Meiendorferstr. stadtauswärts, Ecke Grönländerdamm steht ein Einfamilienhaus leer. Warum wird auch hier nicht der Grundbesitzer gezwungen, das Grundstück frei zu geben? Weiter Ecke Saselerstr./Meiendorferstr. stehen mehrere Läden leer. Was wird aus dem ehemaligen Postladen? Warum haben wir immer noch beim " Randel Haus " einen lebensgefährlichen Fußweg? Und das bei dem LKW Aufkommen! Warum wird der Vorgarten nicht als Fußweg genommen? Das sind nur einige Beispiele, die uns aufgefallen sind. Was plant das Bezirksamt mit diesem Stadtteil? Er muss doch nicht erst zu einem sozialen Brennpunkt absinken, bevor etwas getan wird!!
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karl-Heinz Warnholz
2Empfehlungen
12.03.2008
Karl-Heinz Warnholz
Sehr geehrter Herr ,

zunächst einmal möchte ich Sie um Verständnis dafür bitten, dass ich Ihnen erst heute antworte.

Die letzten Wochen haben viel Zeit in Anspruch genommen. Durch ein Büroversehen ist Ihre Fragestellung daher leider unbearbeitet liegen geblieben.

Sie sorgen sich, und das nicht zu Unrecht, darüber, dass wir in den alten bestehenden kleinen Einzelhandelszentren, einen größeren Leerstand an Flächen zu beklagen haben. Das gilt, wie Sie festgestellt haben, auch für den Bereich Saseler Straße/Meiendorfer Straße.

Im Bereich des Einzelhandels findet seit mehreren Jahren ein Prozess hin zu größeren Einheiten und Filialisten statt, der von der CDU-Rahlstedt, wie auch von unserer Regional- wie auch Bezirksfraktion mit großer Sorge beobachtet wird. Die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek hat daher gemeinsam mit dem Bezirksamt Wandsbek mehrere Dutzend Bebauungspläne aufgestellt, um neue - die Zentren gefährdende - Einzelhandelsnutzungen zu unterbinden.

Wir versuchen damit die kleinen bestehenden Zentren zu erhalten.

Zur Frage des Fußweges und des Fußgängerweges beim Randel Haus, dem Leerstand in der Meiendorfer Straße/Grönländerdamm, der Brandruine in der Wildgansstraße/Meiendorfer Straße und der Zukunft der Postläden sprechen Sie ausschließlich regionale Themenbereiche an, die ich nach Absprache mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Kommunalpolitik gemeinsam Ihnen erörtern möchte.

Ich bitte Sie daher, mit meinem Kollegen aus der Regionalausschussfraktion Rahlstedt, Herrn Winfrid Lange, und mir einen Termin im unserem Abgeordnetenbüro in der Schweriner Straße, oder direkt bei mir unter Tel: 647 51 24, zu vereinbaren.

Ich kann Ihnen schon jetzt mitteilen, dass für einige der von aufgeführten Problemstellungen bereits an Lösungsansätzen gearbeitet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Warnholz
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