Karin Strenz (CDU)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Karin Strenz
Geburtstag
14.10.1967
Berufliche Qualifikation
Sonderschullehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Sehlsdorf
Wahlkreis
Wismar - Nordwestmecklenburg - Parchim
Ergebnis
33,7%
Landeslistenplatz
5, Mecklenburg-Vorpommern
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(...) Wenn Sie mögen, nenne ich Ihnen gern einen Kollegen meiner Fraktion. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Sicherheit
18.12.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Strenz,

ich weiß, ich komme nicht aus ihrem Wahlkreis, aber sie sitzen im Verteidigunsausschuss und können mir sicherlich hinsichtlich der wohl endlosen und parteipolitisch motivierten Diskussion um den Luftschlag in Kundus einige Fragen beantworten.

1. Trifft es zu, das seit dem Luftschlag, der Raketenbeschuss des deutschen Lagers in Kundus aufgehört bzw. rapide abgenommen hat?

2. Wenn ja, hatte der Luftschlag dann nicht seine Berechtigung?

3. Kann es sein, das die Vermeidung des Wortes Krieg bzw. die Aberkennung das es sich um einen solchen in Afghanistan handelt, zu finanziellen Vorteilen für die Bundesregierung, hinsichtlich der Entschädigung möglicher Hinterbliebener in der Heimat, führt?

4. Was tun SIe bzw was könnte im allgemeinen getan werden, das dieser und die anderen Einsätze in der Welt ihre entsprechende Würdigung findet? Sprich, dass das Ansehen der ehemaligen kameraden besser wird, das sie nicht schief angesehen werden, wenn sie mit Uniform am Bahnsteig stehen, sondern vielleicht mal einen Dank oder entsprechenden Würdigung bekommen?

Vielen Dank im voraus!

Antwort von Karin Strenz
1Empfehlung
28.04.2010
Karin Strenz
Sehr geehrte Herr ,

sehr gern beantworte ich Ihre vier Fragen. (Ich hätte dies übrigens längst tun müssen.)

1. Einerseits wird das deutsche Camp nach meinen Informationen weniger beschossen. Allerdings gibt es heute mehr Angriffe auf unsere Soldaten aus dem Hinterhalt. Und auch die Gefahr durch Sprengfallen hat zugenommen.

2. Der Luftschlag war nicht angemessen. Oberst Georg Klein hat in einer schwierigen Situation zum Schutz der ihm anvertrauten Soldaten gehandelt.

3. Ich habe diesbezüglich im Verteidigungsministerium nachgefragt. Die Antwort steht noch aus.

4. Ich halte es für absolut wichtig, dass die Auslandseinsätze unserer Soldatinnen stärker als bislang gewürdigt werden. Dies ist übrigens auch der Wunsch der Truppe. Sie wünschen sich den Rückhalt der Bevölkerung und der Politik, und sie wollen, dass in der Heimat anerkannt wird, wie gefährlich ihr Einsatz ist.

Ich persönlich bemühe mich erstens um eine ehrliche Informationspolitik. Ich habe die deutschen Soldaten in Afghanistan zweimal besucht und nehme auch wegen dieser Erfahrungen kein Blatt vor den Mund. Keinem Soldaten ist geholfen, wenn wir seinen Dienst verharmlosen. Er ist riskant. Zweitens biete ich Vorträge an, um den Afghanistan-Einsatz zu erklären. Ich betone, dass der zivile Aufbau Schutz braucht und wir den Terrorismus nicht hinnehmen dürfen, weil er uns sonst auch treffen kann in Deutschland. Drittens unterstütze ich die Initiative "Gelbe Schleife", um so meine Solidarität mit unseren Soldaten auszudrücken.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Strenz
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Frage zum Thema Internationales
04.03.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Strenz,

der scheidende UN-Sondergesandte für Afghanistan, Kai Eide, hat zum Abschluss seiner Amtsperiode der internationalen Gemeinschaft im Umgang mit den Afghanen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. "Der Westen habe sich in der Vergangenheit auf eine Weise verhalten, die die Afghanen als respektlos und manchmal erniedrigend empfunden hätten, kritisierte Eide laut www.spiegel.de .

Wenn Eide Recht hat, wie soll der Westen dann die Chance haben, diesen Krieg zu gewinnen? Kann man den Kampf um die Herzen und Köpfe der Afghanen gewinnen, wenn man sich wie ein Kolonialherr aufführt, auch wenn man noch so gute Waffen hat?

Oder sollte Eide Unrecht haben? Sie selbst waren in Afghanistan -- haben Sie mit genügend Afghanen sprechen können, um sich einen unabhängigen Eindruck davon zu verschaffen, was die Menschen dort über die westlichen Besatzer denken? Oder haben Sie nur mit solchen Afghanen gesprochen, die sehr eng mit der Karzai-Regierung verbunden sind und schon deshalb an einem möglichst langen Verbleiben der NATO interessiert sind?

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank,
Ihr
Prof. Dr.
Antwort von Karin Strenz
1Empfehlung
28.04.2010
Karin Strenz
Sehr geehrter Herr Professor Dr. ,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Frage und Ihre Gedanken. Zugleich bitte ich um Ihr Verständnis, dass meine Antwort spät kommt. Ich werde mich in Zukunft bemühen, schneller zu sein.

Nun zu Ihren Fragen: Ich teile nur zum Teil Kai Eides Kritik, denn natürlich wollen wir die Herzen der Afghanen gewinnen und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden. Bei meinen zwei Reisen zu den deutschen Soldaten in Afghanistan habe ich nicht erlebt, dass sich auch nur einer unserer Soldaten wie ein "Kolonialherr" aufführen würde. Das Gegenteil ist richtig: Die Soldaten haben sehr großen Respekt - vor allen Afghanen, die friedlich sind und zum Aufbau ihres Landes beitragen wollen. Es ist aber so: Die Soldaten müssen sich auch Misstrauen und Skepsis bewahren. Der Einsatz ist schwierig und gefährlich. Und eine der größten Herausforderungen besteht darin, Taliban überhaupt zu erkennen. Es kommt vor, dass der Bauer auf dem Esel, der angeblich zu seinem Acker reitet, ganz plötzlich ein Gewehr zieht. Mag sein, dass mancher Afghane dieses Misstrauen und diese Skepsis als erniedrigend oder gar arrogant empfindet. Wir erleben ja in unserem friedlichen Alltag bereits, wie missverständlich oft Gesten und Worte sind - in einer vergleichsweise homogenen Gesellschaft wie unserer. Afghanistan liegt nun nicht nur geografisch weit entfernt, das Land hat auch eine vollkommen andere Kultur.

Ich sehe allerdings keine Alternative, wenn man das eigene Leben und die eigene Gesundheit schützen will.

Ich habe auch mit Afghanen gesprochen - vor allem mit politisch und militärisch Verantwortlichen. Aus Sicherheitsgründen war es mir leider nur selten möglich, mit Leuten auf der Straße zu sprechen. Wenn dies möglich war, habe ich allerdings Dankbarkeit gespürt, dass die Internationale Schutztruppe die Afghanen nicht allein lässt mit den Aufständischen. Übrigens erlebt man auch, dass Kinder am Straßenrand den Soldaten freundlich zuwinken. Und das nimmt die Truppe auch wahr.

Unser Ziel muss aber sein, und da haben Sie ohne Zweifel Recht, auch die Köpfe der Afghanen zu gewinnen. Das bedeutet für uns: Wir dürfen nicht erwarten, dass die Afghanen unsere Werte und unseren Lebensstil übernehmen. Wir müssen respektieren, dass manchem das Bild vom Westen, das er hat, auch Angst macht und nicht zu seinen Traditionen passt - so unvollständig und unscharf dieses Bild auch sein mag.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Strenz
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Frage zum Thema Internationales
21.04.2010
Von:

Sie waren in Afghanistan, wie schätzen Sie die Gefahr für unserer Soldaten ein?
Antwort von Karin Strenz
bisher keineEmpfehlungen
21.04.2010
Karin Strenz
Auslandseinsätze sind immer schwierig, weil unsere Soldaten in einer fremden Kultur besonders gefordert werden. Ich habe bei meinen zwei Besuchen in Afghanistan erfahren, wie groß die Belastung jeden Tag ist. Ein riesiges Problem ist zum Beispiel: Wer ist überhaupt ein Taliban? Wie sieht ein Terrorist aus? Will der Bauer auf dem Esel wirklich nur zu seinem Acker, oder zieht er gleich die Waffe und schießt? So etwas kommt häufiger vor.

Die Soldaten wissen um die Gefahr und wollen, dass dies gewürdigt wird. Sie riskieren ihr Leben und ihre Gesundheit für unsere Sicherheit. Anerkennung in der Heimat gibt ihnen Kraft - das haben sie mir erzählt.





Eine Aktion in Zusammenarbeit mit der Schweriner Volkszeitung, dem Nordkurier und den Norddeutschen Neuesten Nachrichten.
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Frage zum Thema Gesundheit
04.05.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Strenz,

als selbstständiger, gesetzlich Krankenversicherter, zahle ich meinen Beitrag auf Grund meines Einkommens des Vorjahres. Wenn ich im laufenden Jahr mehr verdiene, muss ich nachzahlen, verständlich.
Wenn ich weniger verdiene, bekomme ich das zu viel gezahlte Geld nicht zurück. Das ist meiner Ansicht nach Betrug.
Welche Meinung haben Sie dazu und wie setzen Sie sich für eine gerechte Lösung ein?

MfG D.
Antwort von Karin Strenz
bisher keineEmpfehlungen
05.05.2010
Karin Strenz
Sehr geehrter Herr ,

ich bitte Sie, Ihren Unmut einem meiner Kollegen zu schildern, dessen Fachgebiet die Gesundheitspolitik oder die Steuerpolitik ist. Meine Arbeitsschwerpunkte sind Verteidigung und Sport. Wenn Sie mögen, nenne ich Ihnen gern einen Kollegen meiner Fraktion. Sie erreichen mich unter karin.strenz@bundestag.de.

Liebe Grüße in meine Geburtsstadt Lübz
Ihre Karin Strenz
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Frage zum Thema Gesundheit
07.05.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Strenz,
erfreut bin ich über Ihre schnelle Reaktion auf meine Anfrage.
Ich habe mich bewußt mit meinem Problem an ein Mitglied des Bundestages aus meinem Wahlkreis gewandt.
Auch wenn die Gesundheitspolitik nicht zu Ihren Arbeitsschwerpunkten gehört ( das war mir bekannt ) erwarte ich I h r e Meinung zu dieser Problematik zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen

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