Karin Evers-Meyer (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Karin Evers-Meyer
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Autorin, Journalistin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Friesland - Wilhelmshaven
Landeslistenplatz
4, Niedersachsen
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(...) Deshalb meine ich, dass wir beim vorgelegten Gesetzentwurf zur Sperrung kinderpornografischer Internetseiten darauf achten müssen, dass wir nicht über das Ziel hinausschießen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
14.01.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Evers – Meyer

Der Bürgerverein Accum in der Stadt Schortens, als Vertreter von 1100 Bürgern möchte gerne von Ihnen wissen, ob Lärmschutzmaßnahmen am sogenannten Industriestammgleis von Sande, Abzweig " Weißer Floh" bis zum Containerhafen ( Jade Weser – Port) geplant sind.
Fakt ist es, das an einer seit 1972 bestehenden eingleisigen Anlage mit geringen Zugverkehr, 4 Züge pro Tag mit max. 40 kmh, künftig bis zu 90 Züge mit 80 kmh, verkehren sollen.
Laut DB Netz sind Lärmschutzmaßnahmen nicht vorgesehen.
In unmittelbarer Nähe der Gleisanlage ist ohne Einwände von öffentlichen Trägern und der DB, eine Neubausiedlung entstanden, ebenso befindet sich dort eine Grundschule und ein Kindergarten.
Was nutzt eine Lärmsanierung mit 4 fach Verglasung, wenn ich nicht mehr vor Lärm auf der Terrasse meines Hauses sitzen kann!
Die Bürger Accum´s sind nicht gegen die Industrieansiedlung im Norden von Wilhelmshaven, wir wissen um die einmalige Chance für unsere Region.
Wir wollen auch nicht das St. Florian Prinzip, das Gleis ist nun mal da.
Was für die Rohrdommeln im Voslapper Groden möglich ist ( Lärmschutz), sollte auch für Bürger in Accum möglich sein.

Wir bitten und hoffen auf Ihre Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen

1. Vorsitzender
Bürgerverein Accum von 1905 e.V.
Antwort von Karin Evers-Meyer
3Empfehlungen
15.01.2009
Karin Evers-Meyer
Sehr geehrter Herr ,

ich habe die Bürgermeister von Schortens, Sande, Varel und Wilhelmshaven sowie den Landrat Frieslands für den 23. Januar 2009 zu einem Gespräch in das Bundesverkehrsministerium eingeladen. Gemeinsam mit dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär, Achim Großmann, sowie Vertretern der Deutschen Bahn AG wollen wir uns dabei vor allem über den Lärmschutz an der Ausbaustrecke JadeWeserPort-Oldenburg unterhalten. Für mich ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger an der Bahnstrecke so umfassend wie möglich vor Lärmbelastungen geschützt werden. Dafür werde ich mich gemeinsam mit den anwesenden Bürgermeistern und dem Landrat gegenüber dem Ministerium und der Bahn einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Evers-Meyer
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Frage zum Thema Arbeit
15.01.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Karin Evers-Meyer ,

meine Frage lautet wann endlich werden auch von ihrer Partei endlich Gesetze erlassen die es verbieten Menschen als Sklaven zu halten? Denn nichts anderes ist Zeitarbeit. Ich selbst bin 45 Jahre habe den Realschulabschluß und zwei Facharbeiterbriefe.
Trotz intensiver Suche einer Arbeit nach dem Verlust des Arbeitsplatzes in Folge der Privatisierung der Bahn erhalte ich keinerlei Beschäftigung ausser bei Zeitarbeitsfirmen. Zur Zeit arbeite ich in einer Zeitarbeitsfirma für einen Stundenlohn von 6,54 Brutto. Und es handelt sich zumeist um sehr körperlich schwere körperliche Arbeit in den verschiedensten Bereichen. Unter anderem in einem Abfallbeseitigungsunternehmen oder in der Lebensmittelproduktion.
Mir ist klar das einfache Arbeiten nicht zu den hochbezahlten Tätigkeiten gehören können. Aber zumindest von seiner Arbeit sollte man leben können, Bei diesem Stundenlohn und bei normaler vierzig Stundenwoche bleibt am Ende des Monats nicht viel übrig. Auch wenn es oft heißt wir müßen Mindestlöhne einführen nur reden allein genügt nicht sondern endlich handeln.
Bitte glauben sie mir aus meiner zweijährigen Erfahrung in der Zeitarbeit die Menschen werden dort oft wie Sklaven behandelt. Es wird Zeit das sich die Politik endlich ernsthaft mit diesem Thema befasst.
Über eine Antwort von ihnen würde ich mich freuen viel mehr aber noch wäre es wenn es gelingen würde nicht nur darüber zu reden sondern auch endlich zu handeln.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karin Evers-Meyer
2Empfehlungen
19.01.2009
Karin Evers-Meyer
Sehr geehrter Herr ,

vergangene Woche wurde von der großen Koalition vereinbart, in der Zeitarbeitsbranche Lohnuntergrenzen einzuführen. Damit wird es in naher Zukunft auch in der Zeitarbeit faktisch einen Mindestlohn geben. Die entsprechenden Änderungen im Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz werden so schnell wie möglich vorgenommen. Wichtig ist dabei aus meiner Sicht, dass sich die Lohnuntergrenzen für die Zeitarbeit an Tarifverträgen orientieren, die eine ausreichende Bezahlung vorsehen. Nur so können wir garantieren, dass die Lohnuntergrenzen in der Zeitarbeit auch allen Beschäftigten zugute kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Evers-Meyer
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Frage zum Thema Arbeit
21.01.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Evers-Meyer!
Im Dezember erhielt ich von meinem bisherigen Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung zum 31.12.08 und befinde mich daher derzeit auf Arbeitssuche. Durch Eigeninitiative und persönliche Kontakte wurde mir nun zum 01.02.09 ein neuer Arbeitsplatz angeboten. Da ich bisher über ein Firmenfahrzeug verfügte, besitze ich leider kein eigenes Fahrzeug, welches für die Ausübung der Tätigkeit (Arbeitsvermittler eines Bildungsträgers) unbedingte Voraussetzung ist. Durch meine bisherige Tätigkeit als Personaldisponent in einer Zeitarbeitsfirma wurde mir bekannt, dass die Bundesagentur für Arbeit Zuschüsse, bzw. Kleindarlehen vergibt, um eine Arbeitsaufnahme zu gewährleisten. Hierzu erkundigte ich mich heute bei der für mich zuständigen Agentur, da mein finanzieller Rahmen derzeit sehr klein ist. Dort teilte mir der zuständige Betreuer mit, dass es solche Förderungen gar nicht, bzw. es nur noch 1.000,- € für die Anschaffung eines KFZ gibt, und dies nur unter der Voraussetzung, dass man mindestens 6 Monate Arbeitslos gewesen ist. Meine Frage an Sie lautet nun, ob dem wirklich so ist, denn der Berater machte am Telefon nicht unbedingt den Eindruck, dass er sich seiner Sache sehr sicher ist, was er teilweise sogar zugegeben hat (aufgrund irgendwelcher Neuerungen seit dem 01.01.09), und welche Möglichkeiten es tatsächlich gibt!?
.
Da ich am heutigen Tage mit dem neuen Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen erörtert habe, steht einer Arbeitsaufnahme am 01.02., bzw. 02.02.09 nichts mehr im Wege, somit wäre ich auch nicht mehr auf Leistungen der Bundesagentur angewiesen.
Aufgrund dieses Sachverhaltes wundere ich mich schon arg, dass Förderungen erst unter o.a. Voraussetzung möglich sind. Eine längere Arbeitslosigkeit wäre für die Agentur auf jeden Fall teurer

Da sich der Februar unaufhaltsam nähert, wäre ich Ihnen für eine kurzfristige Antwort sehr dankbar, denn ich möchte so schnell wie möglich wieder ins Berufsleben einsteigen.

Mit freundlichem Gruß

H.
Antwort von Karin Evers-Meyer
1Empfehlung
26.01.2009
Karin Evers-Meyer
Sehr geehrter Herr ,

die Berater bei der Bundesagentur für Arbeit haben seit Anfang 2009 ein Budget, mit dem sie gesonderte Leistungen für Arbeitsuchende finanzieren können. Soweit ich das beurteilen kann, müsste in einem Fall wie dem Ihren damit auch die (Teil-)Finanzierung eines PKW möglich sein. Grundsätzlich sind die Berater bei der Vergabe von Geld aus dem Vermittlungs-Budget relativ frei, solange das eingesetzte Geld dazu dient, eine feste Arbeitsstelle zu vermitteln. Allerdings können die örtlichen Arbeitsagenturen den Beratern sogenannte einschränkende Richtlinien auferlegen. Dazu könnte es z.B. gehören, die Fördergelder auf maximal 1000 Euro zu begrenzen oder diese erst nach einer bestimmten Dauer der Arbeitslosigkeit zu bezahlen.
Ich erkundige mich gerne genauer bei der Arbeitsagentur in Wittmund nach Ihrem Fall. Allerdings benötige ich dafür den Namen Ihres Beraters sowie Ihre persönlichen Daten (Name, Anschrift). Diese können Sie mir gern per Mail mitteilen: karin.evers-meyer@bundestag.de.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Evers-Meyer
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
24.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Evers-Meyer,

meine Tochter ist 5, kommt dieses Jahr in die Schule. Ich habe, auf eigene Faust als ich aus dem Erziehungsurlaub kam, mir eine neue Arbeitsstelle gesucht( vom Arbeitsamt kam gar nichts, habe einen tollen Kurs für den PC bekommem aber Berufsfördernd gibt es ja nur was wenn mann Vollzeit im ganzen Bundesgebiet einstetzbar ist , super als 35 jährige Mutter mit 18 jähriger Berufserfahrung). Trotz aller Schwierigkeiten habe ich einen tollen Job in meinem Beruf bekommen, könnte wieder richtig durchstarten und meine Stunden erweitern. Und da das Problem, habe mich gefreut das der Kiga alles versucht auch flexible Zeiten irgendwie möglich zu machen und alles auf eigene Kosten weil die Stadt will das ja nicht , aber noch lustiger wenn meine Tochter zur Schule kommt geht gar nichts mehr.
Mein Job geht um 9 los kann dann aber auf keinen Fall mehr länger als zwölf weil der Spätdienst ja um 20 nach zwölf schon vorbei ist.
Wie soll man Arbeit und Familie in Obenstrohe unter einen Hut kriegen? Der Kiga will, darf aber nicht, weil die Stadt nicht zahlen will. Die Schule ist noch nicht so weit. Muß ich jetzt alles wieder aufgeben nur weil man auf dem Land lebt und hier nichts funktioniert wo ist hier die Familienpolitik?
Antwort von Karin Evers-Meyer
bisher keineEmpfehlungen
25.02.2009
Karin Evers-Meyer
Sehr geehrte Frau ,

wenn ich Ihre Anfrage richtig verstanden habe, dann sind die Öffnungszeiten des derzeitigen Kindergartens Ihrer Tochter zu kurz. Nach meinen Informationen gibt es in Varel zwei Kindergärten, die eine Betreuung am Vormittag und am Nachmittag sowie ein Mittagessen für die Kinder anbieten. Das sind der Städtische Kindergarten sowie der Kindergarten Zum Guten Hirten, den die Diakonie betreibt. Warum die Stadt Varel keine längeren Öffnungszeiten für den Kindergarten Ihrer Tochter finanziert, kann ich ohne weitere Informationen nicht beurteilen. Sie können mir aber gerne den Namen des Kindergartens nennen, dann werde ich mich bei der Stadt Varel entsprechend erkundigen. Sie können mich dazu auch direkt kontaktieren, per Mail: karin.evers-meyer@bundestag.de oder telefonisch: 030/22 77 77 85.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Evers-Meyer
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Frage zum Thema Soziales
28.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Evers-Meyer,

am 17.02.2009 endete die Mitzeichnungsfrist der Online-Petition an den Deutschen Bundestag für ein "Bedingungsloses Grundeinkommen". Fast 53.000 BürgerInnen haben diese Petition mitgezeichnet. Dies sehe ich als deutliches Zeichen dafür, dass in der Bevölkerung ein sehr großes Interesse daran besteht, dieses Thema von der Politik aufgegriffen zu sehen, und zwar mit wesentlich mehr Gewicht und einer breiteren öffentlichen Debatte als bisher.

Sehen Sie dies ähnlich? Wie stehen Sie zur Einführung eines "Bedingungslosen Grundeinkommens"?
Antwort von Karin Evers-Meyer
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04.03.2009
Karin Evers-Meyer
Sehr geehrte Frau ,

tatsächlich hat die Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen in der letzten Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen und viele Menschen interessieren sich für die Position von Politikern dazu. Ich freue mich über dieses Interesse. Das bedingungslose Grundeinkommen erscheint auf den ersten Blick gerecht und überzeugend. Nach längeren Überlegungen bleiben für mich aber doch einige Bedenken.

Aus meiner Sicht spielt Arbeit im Leben des Menschen eine wichtige Rolle. Ein Ziel sozialdemokratischer Politik ist es daher, Vollbeschäftigung zu erreichen. Das bedingungslose Grundeinkommen verringert jedoch den Anreiz, aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen. Dies hätte unter anderem zur Folge, dass einige Gruppen, beispielsweise Geringqualifizierte, zunehmend an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Der Erfolg eines Sozialstaates bemisst sich meiner Meinung nach nicht allein an der Höhe der materiellen Leistungen, sondern auch an der Unterstützung, die er seinen Bürgern durch verschiedene Fördermaßnahmen bietet. Langfristig soll durch diese Unterstützung gewährleistet werden, dass die Bürgerinnen und Bürger eigenständig und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wozu ganz wesentlich auch Arbeit gehört.

Der Sozialstaat hat die Aufgabe, Bürgern Sozialleistungen entsprechend ihrer Bedürfnisse bereitzustellen. Die Tatsache, dass das Grundeinkommen eben bedingungslos ist, berücksichtigt gerade diese unterschiedlichen Bedürfnisse nicht. Den zusätzlichen Betrag erhalten nämlich auch Menschen, deren Lebensunterhalt bereits durch Erwerbstätigkeit gesichert ist. Darüber hinaus soll das Grundeinkommen durch eine allgemeine Konsumsteuer finanziert werden, die keine Rücksicht auf die finanzielle Situation der Konsumenten nimmt. Diese einheitliche Steuer soll alle anderen ersetzen und auf Konsumgüter erhoben werden. Sie würde damit alle Bürger gleich stark belasten. Dies empfinde ich nicht als sozial gerecht.

Ziel unserer Politik ist es, bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen gerade im Niedriglohnbereich zu schaffen. Dies kann z. B. mit einem Mindestlohn für alle Branchen geschehen. Die SPD befürwortet die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Wegen der ablehnenden Haltung der Union konnten wir einen gesetzlichen Mindestlohn leider noch nicht umsetzen. Allerdings haben wir im Januar den Mindestlohn auf insgesamt acht Branchen ausgeweitet. Ich bin sicher, dass bald weitere Branchen folgen werden und wir so unserem Ziel eines flächendeckenden Mindestlohns Schritt für Schritt näher kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Evers-Meyer
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