Sehr geehrter Herr

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Mir scheint Sie gehen bei Ihrer "Frage" doch von einem sehr einseitigen Standpunkt aus. Zunächst einmal: Die Änderungen die, die Bürgerschaft vorgenommen haben stehen in keinem kausalen Zusammenhang mit der Anwendung des Wahlstiftes. Ganz im Gegenteil. Wären wir heute noch bei dem von "Mehr Demokratie" initierten Wahlrecht, wären wir jetzt nicht einmal in der Lage, am Wahlabend ein Listenergebnis zu verkünden, da wir auch dafür eine 5-Stimmen-Wahlrecht hätten. Die Änderungen, die im Herbst vorgenommen wurden, stehen in keinerlei Zusammenhang mit der Einführung des Digitalen Wahlstiftes. Die Bürgerschaft hatte bereits frühzeitig, unter Würdigung diverses Wahlsysteme, sich einstimmig (!!!) dafür entschlossen, den Senat aufzufordern den Digitalen Wahlstift einzuführen. Also nicht der Senat hat darauf gedrängt, sondern die Bürgerschaft, allen voran die GAL. Dies jetzt dem Innensenator vorzuwerfen, mag vielleicht dem Versuch dienen den CCC und vorallen die GAL zu exculpieren, hat jedoch mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.
Die Kritik von Herrn Brunnstein habe ich bisher so verstanden, dass er eine Reihe von Formalitäten kritisiert, aber den Wahlstift insgesamt für ein sinnvolle Technik hält, die einen größeren Feldversuch verdient hätte. Wir als CDU hätten diesen flächendeckenden Feldversuch begrüßt. Er ist an der Weigerung der anderen Fraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft gescheitert. Dies gilt vorallem für die GAL, die dies am Freitagabend noch einmal bestätigt hat.
Ich möchte noch einmal ausdrücklich festhalten. Keiner der vermeintlichen Fachleute, insbesondere der CCC, konnte irgendeinen realen Angriffspunkt nachweisen. Die bloße Behauptung, ich könnte mir etwas vorstellen, hat glücklicherweise nichts mit der Realität zu tun. Der CCC hat aus einer sehr grundsätzlich Position heraus, Hamburg in einem Lage gebracht, bei der wir die erste Wahl in zu einem bundesdeutschen Landtag durchführen werden, die diverse sicherheitsrelevante Frage nur noch schemenhaft klären kann. In diesem Sinne freue ich mich auf die Diskussion nach der Wahl am 24.Februar. Hoffentlich wird "Mehr Demokratie", die GAL und der CCC, dann nicht abtauchen, sondern sich zu ihrer Verantwortung bekennen.
Mit freundlichem Gruß
Kai Voet van Vormizeele, MdHB