Julia Klöckner (CDU)
Kandidatin Rheinland-Pfalz 2011
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Angaben zur Person
Julia Klöckner
Geburtstag
16.12.72
Berufliche Qualifikation
M.A. in Theologie, Politikwissenschaft und Pädagogik, Staatsexamen in Sozialkunde und Religion
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Landesvorsitzende der CDU
Wohnort
Bad Kreuznach
Wahlkreis
Bad Kreuznach , Stimmen (Wahlkreis): 17.672, 44,4%über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1
(...) Frau Ahnen hat im Plenum vom 25.02.2011 eindeutig die Abschaffung der Ziffernoten in der dritten Klasse begrüßt. Gegen die Abschaffung in der Sekundarstufe I sprächen lediglich juristische Gründe zu Fragen der Versetzung. Dann ist wohl klar wohin die bildungspolitische Reise gehen soll! Mit der CDU wird es hingegen § 34 Abs. (...)
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Frage zum Thema Gesellschaft
05.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

der neue Innenminister der BRD hat eine allgemein interessierende Position zum Thema Islam bezogen. In RLP wird die Integration - speziell von Muslimen - besonders gefördert - s. Richtlinien zur Behandlung im Schulalltag - sehen Sie darin einen Widerspruch zu den Äusserungen von Herrn Friedrichs?
Antwort von Julia Klöckner
1Empfehlung
14.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr Trippe,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die CDU Rheinland-Pfalz steht für Integration mit klaren Regeln. Integration braucht einen klaren Rahmen - der schließt Freiräume wie auch Grenzen ein. Grundlage ist unser Grundgesetz, darauf darf er keinen Rabatt geben, auch keinen religiösen. Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaat und insbesondere die Gleichberechtigung von Mann und Frau sind wichtige Aspekte unseres Gesellschaftsentwurfes. Diese gelten für alle, die in unserem Land leben möchten.

Wir betonen, dass jeder, der sich an diese gemeinsamen Regeln hält, in unserem Bundesland herzlich willkommen ist. Das SPD-Faltblatt zur Behandlung von muslimischen Kindern im Schulalltag sehe ich allerdings kritisch. Das Faltblatt muss zurückgezogen werden, weil es nicht zur Orientierung taugt, sondern zur Verunsicherung bei unseren Lehrern und Eltern geführt hat. Es fördert zudem ein längst überholtes Frauenbild, indem Mädchen sich verhüllen und von Jungs getrennt werden können im Unterricht. Das führt nicht zu mehr, sondern weniger Integration.

Dennoch kann ich keinen Widerspruch in der Integration von Muslimen und den Aussagen von Herrn Friedrich sehen, da ich seine Aussage komplett verfolgt und nicht nur Bruchstücke, die in der Presse waren, gelesen habe.

Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Frage zum Thema Gesundheit
06.03.2011
Von:

Warum kann ich als Nichtraucher in Rheinland-Pfalz immer noch nicht alle Veranstaltungen besuchen, ohne von krebserregendem Rauch umgeben zu sein? Vor einiger Zeit wollte ich ein Lokal besuchen, welches damit geworben hatte, Live Musik anzubieten. Ich fiel aus allen Wolken als ich feststellen musste, dass dort geraucht werden darf. Auch finden mittlerweile in Kneipen Lesungen statt. Es gibt also eine Kulturszene die sich in Kneipen etabliert, aber leider ist diese nur Rauchern vorbehalten. Dies finde ich ungerecht und nicht akzeptabel. Wann kann endlich jeder überall hingehen, an allen Veranstaltungen teilnehmen ohne von rauchenden Menschen umgeben zu sein? Das gilt auch für Festzelte. Jetzt, zur Faschingszeit, stellt man Fastnachtszelte auf, damit man den Nichtraucherschutz umgehen kann. Auch Kinder und Jugendliche dürfen dort hingehen. Wieso werden diese nicht geschützt? Das Gesetz in Rheinland-Pfalz hat zu viele Ausnahmen und wird Nichtrauchern, Kindern und Jugendlichen nicht gerecht.

Für mich kommt bei den Wahlen nur eine Partei in Frage, die eine Änderung des bestehenden Gesetzes unterstützt. Wollen Sie meine Stimme, Frau Klöckner?
Antwort von Julia Klöckner
1Empfehlung
14.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Nichtraucherschutz. Die CDU Rheinland-Pfalz steht für einen Nichtraucherschutz der wirksam, aber auch verhältnismäßig ist. Die bestehende Regelung schützt vor allem kleinere Gaststätten, die aufgrund ihrer Ausstattung durch ein generelles Rauchverbot in den Ruin getrieben würden. Insbesondere ist der CDU wichtig, dass die Existenz dieser kleinen Gaststätten mit nur einem Gastraum und getränkegeprägtem Angebot orientiert an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes und des VGH Rheinland-Pfalz gesichert werden kann. Grundsätzlich befürworten wir die Regelungen, die es diesen Gaststätten erlaubt - mit entsprechender Kennzeichnung und Altersbeschränkung - weiterhin in den Gasträumen zu rauchen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz steht dem Gesetzgeber ein Einschätzungs-, Wertungs- und Gestaltungsspielraum für ein Konzept des Nichtraucherschutzes in Gaststätten zu, das den Gesundheitsschutz im Ausgleich insbesondere mit der Berufsfreiheit der Gaststättenbetreiber verfolgt. Ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie kommt daher für uns nicht in Betracht.

Beim Zutritt von Kindern und Jugendlichen zu Gaststätten setzen wir auf die Verantwortung der Eltern. Wir beabsichtigen nicht, den Geltungsbereich des Nichtraucherschutzgesetzes auszuweiten.

Bei kulturellen Veranstaltungen in Gaststätten bestimmt der Veranstalter die Räumlichkeiten und damit auch, ob es sich um eine Raucher- oder um eine Nichtraucherlokalität handelt.

Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
09.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

als Steuerzahler muss ich 16 Landesfürsten mit allen damit verbundenen Zusatzkosten finanzieren. Trotz der hohen Steuerbelastung steigen die Schulden bei Bund und Ländern ins Unermessliche.
Besonders unwirtschaftlich sind so kleine Bundesländer wie Rheinland-Pfalz oder das Saarland.
Frage:
Was haben Sie in der Vergangenheit unternommen und was wollen Sie nach der Wahl unternehmen, damit es endlich zu einer Länderneugliederung kommt (Art. 29 GG)?
Für Rheinland-Pfalz wäre eine Fusion mit Hessen und dem Saarland mit Mainz-Wiesbaden als gemeinsame Hauptstadt naheliegend.
Es geht hierbei aus meiner Sicht nicht nur um betriebswirtschaftliche Kostensynergien, sondern auch um eine bessere Personalauswahl für Spitzenposten zur Sicherstellung einer effektiven Verwaltung, die nur in einem größeren Land möglich ist.
Mit einer mittelmäßigen Verwaltung wären wir künftig einem Wettbewerb der Regionen in Europa nicht mehr gewachsen und wir müssten Wohlstandsverluste hinnehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Julia Klöckner
1Empfehlung
16.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Die Diskussion einer Zusammenlegung von Bundesländern mit dem Ziel der Effizienzsteigerung tritt immer wieder in den Vordergrund. Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich allerdings kaum Realisierungschancen aufgrund der enormen Hürden, die Art 29 GG hierfür vorsieht.

Der Föderalismus in Deutschland besitzt eine lange Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte er vor allem dem Ziel der Machtdezentralisierung dienen. Seit diesem Zeitraum ist in vielen Bundesländern eine eigene Identität erwachsen. Dadurch wurden auch neu gebildete Bundesländer wie Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg zu einer Einheit.

Da eine Zusammenlegung von Bundesländern nur mit den Stimmen der Landesbevölkerung zu Stande kommen kann, ist fraglich, ob sich die Bürger und Bürgerinnen der Bundesländer ihrer eigenen Identität berauben wollen. Nichtsdestotrotz bin ich eine Anhängerin möglicher Länderfusionen. Seit längerem begleite ich aktiv die Debatte.

Herzliche Grüße
Julia Klöckner
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Frage zum Thema Umwelt
09.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

mich interessiert Ihre Meinung zum Thema E 10-Sprit, aber nicht unter dem Gesichtspunkt der (angeblichen) Verträglichkeit der Motoren, sondern unter dem ökologischen und Umweltschutz-Gesichtspunkt.
Wie in der Presse zu lesen ist dürfte mittlerweile unstreitig sein, dass dieser Agrarsprit zu einem Mehrverbrauch von etwa 5 % führt.
Darüber hinaus wird dieser Sprit aus Lebensmitteln gewonnen; er tritt also in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelversorgung und könnte bei uns dazu führen, dass Weizen, Zuckerrüben etc. erheblich teurer werden.
Schon um die jetzigen Mengen an "Biosprit" zu gewinnen ist es erforderlich, Lebensmittel aus anderen Ländern zu importieren. Sollte eine europaweite Einführung erfolgen, besteht zu befürchten, dass Regenwälder gerodet werden müssen, damit wir in Europa "Bio-Sprit" verfeuern können.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Setzen Sie sich für eine Abschaffung von E 10-Sprit ein?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Julia Klöckner
bisher keineEmpfehlungen
22.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema E10-Kraftstoff. Ziel von Bundestag und Bundesregierung ist es, die CO2-Emissionen bis 2020 massiv zu reduzieren, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Neben Einsparungen durch technische Verbesserungen bietet sich vor allem die Substitution von Erdölprodukten durch solche, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden können, an. Im Verkehrsbereich steht hierbei die Verwendung von Biokraftstoffen bzw. deren Beimischung zu fossilen Brennstoffen an erster Stelle, die unter strengsten europäischen Nachhaltigkeitsstandards produziert werden.

Solche Beimischungen werden bereits seit 2004 praktiziert und schon heute enthält das handelsübliche Benzin daher einen Anteil von bis zu 5 % Bioethanol. Die Grundlage der jetzt diskutierten Markteinführung von E10-Benzin ist die geänderte EU-Richtlinie, die die Zulassung von "E10" vorschreibt. Diese Richtlinie wurde vom Bundestag europarechtskonform umgesetzt und verpflichtet die Industrie nun auch in Deutschland dem normalen E5 Kraftstoff höhere Anteile an Bioethanol zuzuführen.

Zudem gilt, dass agrarische Flächen vorrangig der Nahrungsmittelproduktion dienen. Weltweit werden ca. 30 Mio. Hektar Ackerfläche für Energie genutzt, das sind 1,5 % der Weltagrarfläche von 2 Mrd. Hektar. Daraus eine Teller- und Tankdiskussion abzuleiten, halte ich weit dahergeholt.

Ich stehe hinter der Einführung von E10, allerdings muss eindeutig mehr in die Transparenz und Aufklärung investiert werden.



Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Frage zum Thema Gesundheit
09.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

meine Frau wird im Alten- und Pflegeheim versorgt.

In Einzelzimmern wird geraucht. Das Nichtraucherschutzgesetz von RLP erlaube es, weil die Zimmer "privat" seien, hat man mir gesagt rlp.juris.de . Es darf in Altenheimen nicht geraucht werden und es darf doch geraucht werden. Als einfacher Bürger verstehe ich dieses Gesetz nicht, denn wenn die Türen geöffnet werden wabert der Zigarettenrauch in die Gänge und das Zimmer meiner Frau. Das ist eine Zumutung für die nichtrauchenden Heimbewohner und ihre Angehörigen.

Im Sommer, an heißen Tagen, sitzt das Pflegepersonal auf dem Balkon und raucht, dabei ist die Tür weit offen und der Qualm zieht ins Haus (Essraum)!

Vor der Eingangstür des Heims wird jeden Tag geraucht. Genauso ist es bei Feierlichkeiten vor dem Haus. An jedem Tisch, mit wenigen Ausnahmen, sitzen mindestens zwei Raucher. Die Einnebelung ist enorm. Wo bleibt da der Nichtraucherschutz? Die Heimleitung wurde mehrmals darauf angesprochen. Darum bitte ich, das Rauchen im Freien zu verbieten.

Wegen Brandschutz dürfen zu Weihnachten keine Kerzen angezündet werden, aber in den Zimmern darf geraucht werden!?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Julia Klöckner
bisher keineEmpfehlungen
22.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Nichtraucherschutz. Die Regelung im rheinland-pfälzischen Nichtrauchergesetz ist zweigegliedert. Grundsätzlich ist sind Altern- und Pflegeheime rauchfrei. In den privaten Räumlichkeiten ist dies allerdings gestattet, da diese als eigener Wohnraum angesehen wird.

Die Zuschnitte der ausgewiesenen Raucherbereiche sind Sache der Heimleitung. Sie müssten diese bitten, die Raucherbereiche für das Pflegepersonal weiter vom Essensraum zu verlegen, sodass die Heimbewohner und deren Besucher besser vor Passivrauch geschützt werden.



Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Ihre Frage an Julia Klöckner
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