Julia Klöckner (CDU)
Kandidatin Rheinland-Pfalz 2011
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Angaben zur Person
Julia Klöckner
Geburtstag
16.12.72
Berufliche Qualifikation
M.A. in Theologie, Politikwissenschaft und Pädagogik, Staatsexamen in Sozialkunde und Religion
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Landesvorsitzende der CDU
Wohnort
Bad Kreuznach
Wahlkreis
Bad Kreuznach , Stimmen (Wahlkreis): 17.672, 44,4%über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1
(...) Wir werden Ihre Meinung auch weiterhin in der Abwägung mit eben anderen Meinungen und Interessen, die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer an uns richten, abwägen sowie zu guter letzt eine Entscheidung treffen. Dies ist im Falle der Regelung des Nichtraucherschutzes geschehen. Wir werden weiterhin wachsam eine Auge darauf haben, ob die sensible Balance zwischen den widerstreitenden Interessen kippt und darauf reagieren. (...)
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Frage zum Thema Gesundheit
24.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

Kinder können sich am wenigsten gegen Zwangsberauchung wehren.

1) Die Behauptung, im Privatbereich dürfe der Staat nicht eingreifen, stammt von der Tabakindustrie; bedenken Sie die Diskussion um verwahrloste Kinder vor einigen Jahren, als den Behörden deshalb schwere Vorwürfe gemacht wurden.

Tabakrauch ist auch in kleinsten Mengen gesundheitsschädigend.

Kinder, die zwangsberaucht werden, leiden teilweise ihr ganzes Leben an den Folgen.

- Sind Sie dafür, Kinder generell vor Tabakrauch zu schützen, auch in Privaträumen, in Autos wie in Außenbereichen der Gastronomie?


2) In Rheinland-Pfalz ist als einzigem Bundesland der Zugang von Kindern zu Rauchergaststätten und in Raucherräume erlaubt.

- Sind Sie dafür, den Zugang Minderjähriger zu diesen Orten mit hoher Gesundheitsgefahr zu verbieten?

  • Werden Sie sich für rauchfeie Festzelte, geschlossene Veranstaltungen und Spielplätze einsetzen, wie das in anderen Bundesländern längst üblich ist?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Julia Klöckner
bisher keineEmpfehlungen
22.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

die CDU Rheinland-Pfalz beabsichtigt nicht, das Nichtraucherschutzgesetz in Rheinland-Pfalz zu ändern.



Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
24.02.2011
Von:

Liebe Frau Klöckner,

Sie haben mehrmals gesagt, die Landesregierung wollte überall in den Schulen im Land die Noten in der dritten Klasse abschaffen.
Davon habe ich noch gar nichts mitbekommen. An welchen Schulen ist das der Fall? Ich habe bisher lediglich gehört, dass das in Abstimmung mit Elternvertretern in der dritten Klasse möglich ist, dass aber die betroffenen Schüler trotzdem, wenn gewünscht, benotet werden können.
Ehrlich gesagt bin ich angesichts Ihrer Kritik etwas verwirrt, denn die wäre in diesem Fall ja nicht zutreffend.

Über Aufklärung freue ich mich!
Antwort von Julia Klöckner
1Empfehlung
15.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrte Frau ,

wahr ist, dass seit der Einführung der neuen Grundschulordnung schon 30 Schulen umgewandelt wurden, z. B. an der Kleistschule Bad Kreuznach. Frau Ahnen hat im Plenum vom 25.02.2011 eindeutig die Abschaffung der Ziffernoten in der dritten Klasse begrüßt. Gegen die Abschaffung in der Sekundarstufe I sprächen lediglich juristische Gründe zu Fragen der Versetzung. Dann ist wohl klar wohin die bildungspolitische Reise gehen soll! Mit der CDU wird es hingegen § 34 Abs. 2 der Grundschulordnung nicht mehr geben.

Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
24.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

laut Wahlwerbung wollen Sie dafür sorgen, dass keine Unterrichtsstunden mehr ausfallen.

Hört sich gut an, aber, wie wollen Sie das erreichen??

Bereits im 1.halben Jahr fielen bei uns an einem Gymnasium in KL, in der Oberstufe, 55 !! Unterichtsstunden ganz aus (hinzu kommen einige Vertretungsstunden, in denen jedoch kein Fachunterricht stattfand).
Sie haben sich eine schwierige Aufgabe gestellt.
Nach meinen Erfahrungen in den letzten 12 Jahren, leisten viele Lehrer k e i n e n qualifizierten Unterricht mehr. Die Schüler müssen "altes, überholtes Zeug" lernen, was für Ihren beruflichen Werdegang oft nutzlos ist. Von der persönlichen Einstellung mancher Lehrkräfte (schreiben Arbeiten, obwohl die Letzte noch nicht zurückgegeben ist, "würfeln" die Epohalnoten, sagen vor der Klasse. " Ich hab keine Lust auf eueren Kurs, aber ich mußte". Sind persönlich der deutschen Sprache nicht mächtig, sollen aber Arbeiten korrigieren und bewerten.......und, und, und.
Fakt ist, wir haben nicht genügend Lehrkräfte, schon keine Qualifizierten.
Mit großem Interesse erwarte ich Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß
Momperé
Antwort von Julia Klöckner
1Empfehlung
14.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrte Frau Momperé,

Sie haben den Finger in die Wunde gelegt. Das, was Sie schildern, ist kein Einzelfall. Es sind in der Tat zum Teil desaströse Zustände an rheinland-pfälzischen Schulen festzustellen und es muss dringend und nachhaltig umgesteuert werden.

Wir werden die Autonomie der Schulen stärken. Wir werden uns über die Lerninhalte Gedanken machen müssen und - vor allem - wir werden zusätzliche, qualifizierte Lehrkräfte einstellen. Hierfür brauchen wir nicht nur eine neue Gewichtung für diese Art von Fragen, sondern wir müssen auch zusätzliches Geld in die Hand zu nehmen, trotz der äußerst schwierigen Lage der Landesfinanzen.

Eine CDU-geführte Landesregierung wird das dringend gebotene Umsteuern unverzüglich angehen. Die Sache verträgt keinen weiteren Aufschub. Nur muss leider auch klar gesagt werden, dass man die Schulmisere, die aus vielen Jahren bildungspolitischen Unvermögens der Beck-Regierung herrührt, nicht im Handumdrehen beheben kann. Dies bedarf der dauerhaften, engagierten Unterstützung und Mitarbeit aller, denen eine gute Bildung und Ausbildung unserer Kinder am Herzen liegt.

Es geht um nicht Geringeres als die Zukunft unserer Kinder und die Zukunft unseres Landes.

Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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Frage zum Thema Soziales
24.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

warum unterstützen Sie abgeordnetenwatch.de nicht mit einer Spende und warum sind hier bei Ihnen noch so viele Fragen offen?

Vielen Dank für die Antwort

Antwort von Julia Klöckner
bisher keineEmpfehlungen
23.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

als Spitzenkandidatin verspreche ich im Wahlkampf nur das, was ich auch halten kann. Mit der CDU wird es keine Wahlgeschenke geben, da der Landeshaushalt nach 20 Jahren SPD-Regierung an die Wand gefahren wurde. 35 Milliarden Schulden hat Rheinland-Pfalz am Ende des Jahres, d.h. jeder Neugeborene hat bereits über 8000 Euro Schulden, wenn auf die Welt kommt. Wir werden daher auf die Schuldenbremse treten.

Politik muss dabei glaubwürdig sein. Die CDU Rheinland-Pfalz hat früh Ihren Wahlkampfetat aufgestellt und festgezurrt. Man kann leider nicht mehr Geld ausgeben als vorhanden ist. Deshalb verzichten wir auf viele Maßnahmen, die sicherlich attraktiv sind, jedoch schlicht nicht in unserem Budget enthalten.

Dennoch unterstütze ich Transparenz in der Politik und daher auch das gute Angebot von Abgeordnetenwatch. Wie sie sehen habe ich Stand heute nun schon fast alle Fragen beantwortet und bleibe hier am Ball. Bei einer Staatskanzlei, die allein über 50 Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit angestellt hat, erhalten Sie zwar manchmal schneller eine automatisierte Antwort. Ich garantiere Ihnen aber, dass ich jede Frage persönlich beantworte. Ich bitte Sie daher um Verständnis, dass dies in Einzelfällen mal einige Tage länger dauern kann.

Herzliche Grüße
Julia Klöckner
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Frage zum Thema Gesellschaft
25.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

wie bewerten Sie persönlich die Rechtfertigungsstrategie Ihrer Partei zum Fehlverhalten von Ex-Dr. zu Guttenberg?

Herr zu Guttenbergs Bleiben wird gerechtfertigt damit, dass seine Person aufgespalten werden könne in den Privatmann, der sich seinen Dr.-Titel erschlichen haben dürfte und dem deshalb zu Recht die Promotion aberkannt worden ist -, und dem Inhaber des politischen Amtes Verteidigungsminister, dem nichts vorzuwerfen sei. Stimmen Sie mir zu, dass mit Hilfe dieses argumentativen Grundmusters die CDU den Anspruch "über Bord" geworfen hat, Personen in öffentlichen Ämtern auch danach beurteilen zu können, ob diese gewissen (bürgerlichen?) Tugenden wie Ehrlichkeit, Fleiß, Bescheidenheit, Glaubhaftigkeit, Anstand entsprechen? Und ebenso, dass es allgemein geltenden Regeln und Prinzipien geben müsse, die unabhängig von der Person des Regelverletzters gelten sollten?

Müssten Sie sich nicht eigentlich auch im Hinblick auf die Rücktrittsforderungen der CDU-Fraktion im Landtag gegen Justizminister Bamberger - die ich übrigens grundsätzlich für richtig halte - ernsthaft die Frage stellen, wie glaubhaft die CDU bei derartigen Rücktrittsforderungen noch ist?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Julia Klöckner
1Empfehlung
14.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Zuschrift. Demokratie lebt davon, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger konstruktiv in politische Debatten einmischen. Deshalb freue ich mich über Ihren - wenn auch kritischen - Beitrag.

Das große Medienereignis und der Rücktritt zu Guttenbergs haben sicherlich auch innerhalb der CDU die Gemüter erregt und zu kontroversen Diskussionen geführt. Eines steht dabei fest: Viele in der Union - und auch ich - bedauern mit Karl-Theodor zu Guttenberg einen sehr fähigen und sehr anerkannten Minister zu verlieren.

Niemand will ernsthaft bestreiten, dass zu Guttenberg sowohl als Wirtschafts- und auch als Verteidigungsminister eine sehr gute Arbeit geleistet hat. In seiner Zeit als Wirtschaftsminister hat er in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise nach dem Krieg entschlossen und weitsichtig gehandelt. Mit der Bundeswehrreform hat er sich einem drängenden Problem und einer unbequemen Herausforderung angenommen.

Zu Guttenberg selbst sagt, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Zu seinem Fehlverhallten vor einigen Jahren steht er und hat daraus die Konsequenzen gezogen.

Ohne Zweifel bleibt zu Guttenberg eine große Persönlichkeit, die herausragende Akzente gesetzt hat, und mit einem unangepassten sowie unverwechselbaren Politikstil einen großen Rückhalt in der Bevölkerung findet.

Ich würde mich freuen wenn Sie die politischen Entwicklungen weiterhin so aktiv begleiten.



Herzliche Grüße

Julia Klöckner
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