Jonas Ahlgrimm (DIE LINKE)

Angaben zur Person
Jonas Ahlgrimm
Jahrgang
1986
Berufliche Qualifikation
Student Lehramt Englisch und Politik und Wirtschaft
Ausgeübte Tätigkeit
Student JLU Gießen
Wohnort
Gießen
Wahlkreis
Gießen
Ergebnis
7,0%
Landeslistenplatz
-
Öffentliche Äußerungen
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Frage zum Thema Gesundheit
19.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ahlgrimm,

kann das Robert-Koch-Institut eine wissenschaftliche Publikation benennen, in der der Direktnachweis des Schweinegrippevirus A/H1N1 dokumentiert ist?"

Wenn "ja", dann benennen Sie mir bitte eine Publikation, damit u.a. Herrn Dr. Lanka (Virologe) und der klein-klein Bewegung in Deutschland (www.klein-klein-verlag.de) der Sinn der aktuellen Massenimpfung bewiesen werden kann.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Antwort von Jonas Ahlgrimm
bisher keineEmpfehlungen
20.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

eine solche Studie ist mir nicht bekannt.
Der Krankheitsverlauf bei an der sogenannten Schweinegrippe erkrankten Menschen zeigt, dass bei guter medizinischer Versorgung in der Regel keine Lebensgefahr vorliegt. Während der "normalen" alljährlichen Grippewelle sterben viel mehr Menschen. In der Berichterstattung wirkte also auch viel Panikmache mit. Allerdings können Impfungen gegen kursierende Grippevieren (welcher Art auch immer) sinnvoll sein um eine Grippewelle einzudämmen und auch um Todesfällen (zum Beispiel bei alten Menschen oder Menschen mit Imunschwäche) vorzubeugen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jonas Ahlgrimm
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
26.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ahlgrimm,

ich hätte da zwei Fragen an Sie!
Wie soll das Mindestlohnmodell der Linkspartei finanziert werden? Aus den Steuereinahmen durch die vielleicht zukünftige Reichensteuer oder durch andere Töpfe?
Da ich zwar sehr links eingestellt bin, aber durchaus an die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft glaube. Stellt sich mir die Frage, wie sich die Linkspartei von der DKP abgrenzt.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Jonas Ahlgrimm
1Empfehlung
28.08.2009
Sehr geehrte Frau ,

der Mindestlohn soll nicht über Steuern finanziert werden, die Unternehmen tragen die Kosten. Ein Mindestlohn ist nicht nur sozial gerecht, er stärkt auch den Binnenmarkt, weil gerade die bisherigen Geringverdiener mehr Geld in der Tasche haben. Gerade die Wirtschaftszweige, die sich gegen den Mindestlohn wehren (Frisörsalons, Hotels und Gaststätten...) könnten direkt davon profitieren und würden daher keinen Nachteil erfahren. Die Unternehmen stärken durch höhere Löhne den Binnenmarkt und steigern wiederum ihren Umsatz. Ein gesetzlicher Mindestlohn ist moralisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll. Nicht zuletzt werden durch Mehreinnahmen in den Sozialkassen auch die Staatskassen entlastet. Nicht der Mindestlohn, sondern Lohndumping schröpfen Binnenmarkt und Sozialstaat. Die durch unser Finanzierungskonzept erzielten Mehreinnahmen werden hingegeg für die Abschaffung von Hartz 4, Investitionen in die Bildung etc. benötigt.

Zur zweiten Frage:
Die DKP und DIE LINKE sind unabhängige Parteien. Es gibt Kooperationen, da beide Parteien für soziale Gerechtigkeit einstehen und vor allem auf kommunaler Ebene Schnittmengen bestehen (zum Beispiel gegen Privatisierungen zu kämpfen).

Ich denke Sie haben die Befürchtung, dass DKP und vieleicht auch DIE LINKE ein totalitäres System ansteuern. Über die DKP möchte ich nicht urteilen. Ich möchte Ihnen lieber schildern, was DIE LINKE für mich verkörpert und für welche Ausrichtung ich mich stark mache:

Möchte man eine friedliche und solidarische Gesellschaft, so muss auch der Weg dorthin friedlich sein und auf Solidarität beruhen. Ich wende mich gegen die Idee einer gewaltsamen Revolution. Ich bin zwar für mehr direkte Demokratie, jedoch darf die Mehrheit für die Minderheit nicht zur Tyrannei werden. Deshalb muss es stets auch Minderheitenschutz geben. Auch freie Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit müssen gegeben sein, solange es sich nicht um Volksverhetzung handelt. Individualismus und Sozialismus sind keine Gegensätze. Eine sozialistische Gesellschaft mit allen demokratischen Freiheitsrechten ist das, was den demokratischen Sozialismus auszeichnet.

DIE LINKE will Freiheit durch soziale Gerechtigkeit und Demokratie. Auch steht DIE LINKE für eine kritisch-konstruktiven Umgang mit der DDR und nicht für Beschönigungen oder Geschichtsrevisionismus.

Mit freundlichen Grüßen,

Jonas Ahlgrimm
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
07.09.2009
Von:

sehr geehrter herr ahlgrimm,

sie schreiben in den antworten zum kandidatencheck auf spiegel online, neben vielen interessanten thesen, eine zur internetsperre. hier führen sie die sperren im zuge der kinderpornographie-debatte als positives beispiel der internetsperren an, solange sie nur darauf begrenzt bleiben würen.

die partei die linke hat lt. u.a. website folgende position:
"Filtermaßnahmen im Internet betrachten wir grundsätzlich als Zensurmaßnahmen und lehnen diese ab. Sie beeinträchtigen unzulässig das Recht auf freien Informationszugang und freie Meinungsäußerung. Unser Ziel ist es, die offene Technologie des Netzes zu bewahren und so sein Innovations- und Entwicklungspotential zu fördern.

DIE LINKE setzt sich gegen Sperrung von Internetseiten an Stelle der Bekämpfung von kriminellen Handlungen ein."

vielleicht könnten sie vor dem hintergrund ihre argumentation und den angeblichen nutzen nocheinmal ausführlicher darlegen?

mit solidarischen grüßen,
erna
Antwort von Jonas Ahlgrimm
bisher keineEmpfehlungen
08.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

die Position meiner Partei ist mir bekannt. Als Direktkandidat habe ich meine persönliche Auffassung dargelegt und diese vieleicht nicht deutlich genug abgegrenzt.

Ich halte den Gedanken, dass kinderpronografische Seiten nicht gesperrt werden, für unerträglich. Ich bin jedoch auch dagegen, dass es aufgrund des Themas Kinderpornografie Salonfähig wird, Internetseiten zu zensieren, was schnell auch auf politische Webseiten übergreifen kann.

Ich habe keine Musterlösung parat, denke aber, dass es möglich sein muss, Kinderpornografie auch im Internet zu bekämpfen ohne im selben Atemzug dem BKA (oder anderen Instanzen) die Erlaubnis zu geben, Webseiten generell aufgrund des Verdachts krimineller Handlungen zu sperren.

Mit freundlichen Grüßen,

Jonas Ahlgrimm
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Frage zum Thema Soziales und Familie
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ahlgrimm,

wie stehen Sie zum Thema gleichgeschlechtliche Ehen oder wie es in korrekter Ausdrucksweise heißt "Lebenspartnerschaften"? Auch würde mich interessieren wie Sie zu der Frage des Abbaus von Ungleichbehandlungen stehen. Dazu ein Beispiel: Gehen zwei Frauen, von denen eine britische Staatsbürgerin ist, in Großbritanien eine Lebenspartnerschaft ein dann hat dieses Paar in GB die gleiche Rechte und Pflichten wie ein heterosexuell verheiratetes Paar. Genießt auch die gleichen steuerlichen und ähnlichen Privilegien. Ziehen die Beiden nun aus beruflichen Gründen nach Deutschland, werden sie nicht mehr gleich behandelt. Wie kann dies 2009 in einem geeinten Europa möglich sein? Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu tun?

MFG
Antwort von Jonas Ahlgrimm
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

ich setze mich für die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen ein. Auch auf europäischer Ebene müssen entsprechende Regelungen gefunden werden.

Des weiteren halte ich eine Kampagne gegen Diskriminierung für sinnvoll.

Die Umsetzung wird aufgrund der wahrscheinlichen Regierungsbeteiligung der CDU schwierig, DIE LINKE wird jedoch permanent Druck machen und das Thema nicht vernachlässigen.

MfG,

Jonas Ahlgrimm
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Ihre Frage an Jonas Ahlgrimm
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