Jörg Behlen (FDP)

Jörg Behlen
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Agraringenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Landwirt
Wohnort
Ebsdorfergrund
Wahlkreis
Marburg
Ergebnis
8,3%
Landeslistenplatz
17, Hessen
(...) Der Afghanistan-Einsatz ist kein völkerrechtswidriger Angriffskrieg. (...)
 
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Jörg Behlen hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
22.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Behlen,

Sie schreiben in einer Ihrer Antworten:

"Die FDP wird ihr Vorgehen [in Sachen Zugangserschwerungsgesetz] von dem Ausgang der Bundestagswahl abhängig machen. Einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht halte ich für wahrscheinlich, sofern eine Regierungsbeteiligung der FDP ausbleiben sollte."

Ist das so zu verstehen, dass die FDP Ihrer Ansicht nach aus Rücksicht gegenüber des potentiellen Koalitionspartners CDU bei Regierungsbeteiligung auf ein Vorgehen gegen dieses Gesetz verzichten würde?

Es ist ja wohl eher unwahrscheinlich, dass die CDU einer Koalitionsvereinbarung die eine sofortige Abschaffung dieses Gesetzes beinhaltet zustimmen würde. Oder wäre das ein, aus Ihrer Sicht, zwingender Bestandteil eines Koalitionsvertrages?

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Jörg Behlen
16Empfehlungen
22.07.2009
Jörg Behlen
Sehr geehrter Herr ,

in einer demokratischen Partei kann ich als Kandidat nicht den Eindruck erwecken als ob ich für die Fraktion und/oder die Partei schreibe. Ich kann nur für mich sprechen, alles andere wäre Heuchelei. Für mich sind Bürgerrechtsthemen, Datenschutz und besonders Schutz vor staatlicher Willkür wesentliche Bestandteile eines möglichen Koalitionsvertrages.

Es ist abwegig, über das Abstimmungsverhalten anderer Abgeordneter oder gar gesamter Fraktionen zu spekulieren. Eines ist aber sicher, je weniger Stimmen die Union erhält, desto stärker ist die Position der Liberalen in allen Politikfeldern, auch in der Frage des "Zugangserschwerungsgesetz".

Politikverdrossenheit entstammt aus der kultivierten Untugend, Versprechen vor der Wahl abzugeben und danach einen kollektiven Gedächtnisverlust vorzutäuschen. Deswegen bitte ich Sie zu honorieren, dass ich als Kandidat das eigene politische Ziel verdeutliche und keine Garantie für ein Koalitionsergebnis abgeben kann.
Eines gehört allerdings auch zur bitteren Erfahrung der Parteien und Ihrer Protagonisten, dass die ehrlichen Politiker bisher selten von den Wählerinnen und Wählern "belohnt" wurden.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Behlen
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
22.07.2009
Von:

Hallo Herr Behlen,
was gedenken sie, als MdB für die Bürgerrechte der Jäger zu tun?
Wie sehen sie die ursprünglich geplanten Waffengesetzverschärfungen und die Beschneidung der Bürgerrechte von Jägern (Unverletzlichkeit der Wohnung)?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Jörg Behlen
12Empfehlungen
23.07.2009
Jörg Behlen
Sehr geehrter Herr ,

ein sich von der Außenwelt abkapselnder Mensch begeht einen Mehrfachmord mit der unverschlossenen Waffe und Munition eines Familienangehörigen. Eine furchtbare Tragödie!

Politische Antwort der Bundeskanzlerin Dr. Merkel: Unangekündigte "Hausbesuche" der Polizei denkbar. Quelle: tinyurl.com

Verhinderte ein solches Gesetz einen Mord? Wohl leider nicht.

Selbst wenn der Familienangehörige seine Waffen ordnungsgemäß verschlossen hätte, ist es durch ein Zusammenleben in der Familie durchaus wahrscheinlich, dass der Amokläufer den Aufbewahrungsort des Schlüssels gekannt hätte. Der Einzelfall löst reflexartige Populismen weiter Teile der Politik aus. Das ist sehr bedauerlich.

Ein Anschreiben aller legalen Waffenbesitzer mit der Bitte um Beachtung der Sorgfaltspflichten halte ich für sinnvoll. Auch ein Angebot der Polizeidienststellen kostenlos zu beraten, wäre eine passende Antwort.

Alle anderen vorgeschlagenen Maßnahmen lehne ich ab, denn sie dienen nur dem politischen Kalkül. Verdachtsunabhängige "Hausbesuche" der Polizei sind mit meinem Verständnis von Rechtsstaat unvereinbar. Aus einer älteren Bundestagsdebatte empfehle ich z.B. die Rede des Liberalen H. Wolff MdB: tinyurl.com

Die Mehrheit aller Waffen (ca. 2/3) ist ohnehin illegal, wozu sollen die Besitzer legaler Waffen unangekündigt kontrolliert werden.

Diese "virtuelle Politik" lehne ich kategorisch ab.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Behlen
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
23.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Behlen,

sie haben geschrieben:

"Einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht halte ich für wahrscheinlich, sofern eine Regierungsbeteiligung der FDP ausbleiben sollte."

Kann man dies jetzt so auslegen, das wenn eine Regierungsbeteiligung der FDP nicht ausbleibt, die dann nicht gegen das Gesetz vorgehen werden?

Mfg
Antwort von Jörg Behlen
14Empfehlungen
23.07.2009
Jörg Behlen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die Nachfrage. Meine Position lautet: "Zugangserschwerungsgesetz" abschaffen.

Der von mir bevorzugte Weg zur Beseitigung ist in einer Koalitionsregierung mit der FDP. Dieses Gesetz wurde politisch beschlossen und sollte politisch mit einer anderen Mehrheit auch wieder abgesetzt werden. Eine Klage vor dem Verfassungsgericht wäre als Koalitionspartner überflüssig, da man das Gesetz als Regierungspartei abschaffen kann.

Daneben möchte ich zusätzlich auf meine Antworten an die Herren Buggedei und Bungarten vom 22.07.2009 hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Behlen
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
23.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Behlen,

in Ihrer Antwort an Herrn Beil schreiben Sie: "... Einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht halte ich für wahrscheinlich, sofern eine Regierungsbeteiligung der FDP ausbleiben sollte...".

Verstehe ich das richtig, dass man die FDP besser nicht wählen sollte, wenn man will, dass sie gegen das "Zensur-Gesetz" vorgeht? Schliesslich gilt es ja zu verhindern, dass die FDP an der Regierung beteiligt wird.

Oder anders gefragt: was konkret (wenn nicht den Gang vors BVerfG) wird die FDP gegen das Gesetz tun, sollte sie an der Regierung beteiligt werden?

Mit freundlichen Grüßen
M.
Antwort von Jörg Behlen
11Empfehlungen
24.07.2009
Jörg Behlen
Sehr geehrter Herr ,

mit Bedauern stelle ich fest, dass ich mich auch für Sie missverständlich ausdrückte. Meine Antwort empfand ich als klar: Ich lehne das "Zensur-Gesetz" ab. Alles andere lässt sich nicht beantworten. In einer Demokratie kann kein Bewerber für die zukünftige Fraktion seiner Partei oder deren Verhalten sprechen. Sofern ich in den Bundestag einziehen sollte, werde ich mich für die Abschaffung des Gesetzes persönlich einsetzen. Die FDP hat eine klare Beschlusslage: tinyurl.com Um Freiheits- und Bürgerrechte im Deutschen Bundestag zu stärken, halte ich die FDP für die einzig richtige Wahlentscheidung. Das Abstimmungsverhalten der Fraktionen bei "Internetsperren"ist auf diesem Bürger-Portal nachzulesen: tinyurl.com

Für weitere Nachfragen stehe Ich Ihnen über meine Homapage gerne zur
Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Behlen
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
24.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Behlen,

Sie antworten Herrn Beil zum Thema Internet-Zensur:

"Die FDP wird ihr Vorgehen von dem Ausgang der Bundestagswahl abhängig machen. Einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht halte ich für wahrscheinlich, sofern eine Regierungsbeteiligung der FDP ausbleiben sollte."

Soll dies eine Aufforderung darstellen, nicht die FDP zu wählen?

Zur Erklärung dieser merkwürdig erscheinenden, aber durchaus ersnstgemeinten Frage: Da es außerordentlich unwahrscheinlich ist, daß Sie sich bei einer Koalition mit der CDU/CSU mit Ihrer Forderung durchsetzen werden, das Zugangserschwernis Gesetz wieder abzuschaffen, falls es die diese Forderung überhaupt geben würde, wären die Belange des Volkes noch am besten vertreten, wenn die FDP nicht in Regierungsverantwortung kommt und also eine Verfassungsbeschwerde gegen dieses unsägliche Gesetz einreicht. Somit fasse ich Ihre Aussage als Apell auf, die FDP nicht zu wählen.

Eine zusätzliche Frage hätte ich noch. Warum sollte die FDP nicht gegen das ZugErschwG klagen können oder wollen, wenn sie in Regierungsverantwortung steht? Vertreten Sie die Meinung, daß dieses Gesetz verfassungswidrig ist, oder vertreten Sie diese Meinung nicht?

Verzeihen Sie, falls ich Ihnen zu nahe treten sollte, aber Ihre Antwort an Herrn Beil liest sich so, als wäre die FDP bereit, verfassungswidrige Gesetze hinzunehmen, falls die Regierungsbeteiligung lockt.

Selbiges Verhalten haben wir in Bayern erlebt, als die FDP mit der CSU koalierte. Vorher wurde versprochen, daß es eine heimliche Online-Durchsuchung mit der FDP nicht geben würde. Nach der Wahl hat die FDP die heimliche Online-Durchsuchung in leicht modifizierter Form hingenommen, anstatt eine die Koalition von der Bedingung abhängig zu machen, daß die heimliche OD wieder abgeschafft wird. Diese Erfahrung nehme ich mit in die Bundestagswahl.

mfg K.
Antwort von Jörg Behlen
13Empfehlungen
24.07.2009
Jörg Behlen
Sehr geehrter Herr ,

viele Menschen wie Sie und ich stufen dieses Internet-Zensurgesetz als verfassungswidrig und ungeeignet ein.
Daher möchte ich Sie und andere herzlich bitten, weitere Kandidaten in diesem von mir sehr geschätzten Bürgerforum zu befragen, wie Sie persönlich das Gesetz einstufen und ob Sie es abschaffen werden.
Eine Passage herauszugreifen, die sich ausschließlich mit meiner persönlichen Einschätzung für den Fall der Opposition der FDP in der nächsten Legislatur befasst, ist absolut legitim führt aber nicht zum Ziel.
Sie mögen an meiner zeitnahen Beantwortung erkennen, dass für mich Rechtsstaatlichkeit und Bürgerbeteiligung wesentlich sind.
Das Zensurgesetz wird von vielen Menschen wie mir als Eintrittspforte für staatliche Zensur gesehen. Ansonsten wären 134.014 Mitzeichnern der e-Petition "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" nicht zu erklären.
Eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung zu den Ergebnissen einer etwaigen und vom Wählervotum abhängigen Koalitionsregierung kann Ihnen niemand geben.
Wer soll nach Ihrer Meinung als im Bundestag zukünftig vertretene Partei für die Abschaffung streiten?
Da mag ein Blick auf die Abstimmung im Deutschen Bundestag hilfreich sein:
Die beiden Fraktionen SPD und Union haben es beschlossen, die Fraktion der Grünen sich mit 29,14 Prozent enthalten, die Fraktion Die Linke hat mit 32,08% ihrer Abgeordneten nicht teilgenommen. Die Abgeordneten der FDP waren überproportional anwesend und haben geschlossen gegen das Gesetz gestimmt.
Eindeutiger kann aus meiner Sicht die Vertretung von rechtsstaatlichen Interessen in einer Abstimmung nicht ausfallen.
Dank abgeordnetenwatch ist das persönliche Abstimmungsverhalten jedes Abgeordneten transparent, deswegen bin ich selbst Fan dieser Initiative.
Gerne beantworte ich Ihnen weitere Nachfragen über das Kontaktformular meine Homepage: tinyurl.com

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Behlen
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Ihre Frage an Jörg Behlen
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