Jerzy Montag (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Jerzy Montag
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in München
Wahlkreis
München-Süd
Landeslistenplatz
4, Bayern
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(...) Wir bemühen uns interfraktionell eine Mehrheit für die Enführung von Elementen direkter Demokratie in das Grundgesetz zu bekommen. Sollte das wieder am längst überholten Widerstand der CDU/CSU scheitern, werden wir unseren Entwurf zur Abstimmung stellen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten

Veröffentlichungspflichtige Angaben

Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat

Rechtsanwalt, München, Mandant 1, 2005, bis 7.000 Euro

November 2006, 1.000 bis 3.500 Euro

Mandant 2, Juni 2009, 1.000 bis 3.500 Euro

Erläuterungen
  • Grundlage für die Angabe der oben aufgeführten Nebentätigkeiten und Einkünften bilden die "Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestags"
  • Einkünfte sind nur anzugeben, wenn diese im Monat den Betrag von 1000€ oder im Jahr den Betrag von 10.000€ für eine einzelne Tätigkeit übersteigen
  • Die Höhe der Einkünfte werden lediglich in Stufen angegeben: Stufe 1: 1000 - 3500€, Stufe 2: 3500 - 7000€ und Stufe 3: über 7000€
  • Quelle der Daten: www.bundestag.de
Fragen an Jerzy Montag
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
21.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Montag,

seit der neue Edeka an der Implerstrasse aufgemacht hat, haben sich schon einige Fast-Unfälle ereignet. Das Problem ist die Überquerung der Implerstrasse, die sehr stark befahren ist, das Ein-und Ausfahren aus dem Edeka sowie der direkt nebenan gelegenen Tankstelle und dem Verkehr, der noch aus der genau gegenüberliegenden Schmied-Kochelstrasse kommt. Ich selber ware vorgestern fast umgefahren worden, weil eine Autofahrerin beim Abbiegen nicht aufgepasst hatte, eine andere Dame habe ich gestern beobachtet, wie ihr fast dasselbe passiert wäre. Ich würde Sie gerne bitten, sich für eine Ampelanlage genau an diesem Übergang einzusetzen, bevor vielleicht einem Kind oder einem älteren Menschen etwas passiert. Es müsste auch nur eine Bedarfsampel sein, die man als Fußgänger selber einschalten kann.

Viele Grüsse
Antwort von Jerzy Montag
2Empfehlungen
24.08.2009
Jerzy Montag
Sehr geehrte Frau ,

Herzlichen Dank für Ihre Zeilen und das damit verbundene Interesse an meiner Person.

Die von Ihnen geschilderte Situation an der Implerstraße in meinem Wahlkreis ist mir bekannt und sie haben völlig Recht mit ihrer Forderung nach einer entspannteren Verkehrslösung. Gerne werde ich ihr Anliegen an die Grüne Fraktion im Bezirksausschuss Sendling weiter leiten und ich empfehle Ihnen dort im Rahmen des Tagesordnungspunktes: " Bürger haben das Wort " zu Beginn der Sitzung dieses wie ich finde, wichtige Thema anzusprechen.

Gerne steht Ihnen mein Wahlkreis- Büro unter der Telefonnummer 23684450 für weitere Fragen zur Verfügung.

Für Sie Alles Gute & mit den besten Grüßen,

Ihr
Jerzy Montag, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Montag,

der US-Amerikaner Richard Goldstone, hat einen offiziellen UN- Untersuchungsbericht veröffentlicht.
"New York (dpa) - Israel hat sich bei seiner Militäroffensive im Gazastreifen vor acht Monaten zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig gemacht. Sein Team habe starke Beweise für diese Vorwürfe, sagte der Leiter des UN-Untersuchungsteams, Richard Goldstone. Der fast 600 Seiten lange Bericht wurde in Internet veröffentlicht. Die israelische Regierung hatte sich geweigert, mit dem UN-Team zusammenzuarbeiten."

Herr Montag, wie wird die Fraktion der Grünen, wie werden Sie persönlich öffentlich auf diese Kriegsverbrechen Israels reagieren? Ein Verweis auf arabische Verbrechen ist hier unangebracht, denn es geht im Bericht um konkret Israels Kriegsverbrechen.
Die andere Seite wurde und wird ja auch zurecht an andere Stelle scharf kritisert.
Sehen Sie die Gefahr, dass diese politischen Falken in Israel es auf Eskalation anlegen und einen dritten Weltkrieg anzetteln können? Wielange sollte speziell Deutschland sich derart israelische Provokation noch bieten lassen?


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Frage zum Thema Inneres und Justiz
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Montag,

wie Sie vermutlich wissen gibt es in Deutschland sogenannte Psychisch Kranken Sondergesetze welche psychiatrische Zwangsmassnahmen an Schwerbehinderten regeln. Den Richtlinien für die Gesetzgebungspraxis folgend sind an diesen Gesetzen auch die unterschiedlichen Grundrechte aufgeführt welche mit Gesetzeskraft eingeschränkt werden, wie zB. das Recht auf Freizügigkeit oder körperliche Unversehrtheit.

In der Praxis jedoch werden in Deutschland, verstärkt in den letzten Jahren, Substanzen gegen den Willen der Patienten verabreicht welche die Lebenserwartung der Schwerbehinderten häufig um 10 oder manchmal auch mehr Jahre aufgrund von Begleiterkrankungen verringern, und teilweise im Ländern mit umfassenderen Verbraucherschutzrechten schon zu Milliardenstrafen verurteilt worden sind.

Beispiel (von der Moderation angefordert): frontal21.zdf.de

Meine Frage zum Thema Justiz/Gesetzgebung ist nun die folgende: Wird durch eine Verringerung der Lebenserwartung um 10-20 Jahre nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit tangiert, oder ist das bereits ein Eingriff in das in den Gesetzen angeblich nicht eingeschränkte Recht auf Leben ?

Wenn ja, wieso haben diese Sondergesetze vor deutschen Gerichten überhaupt noch bestand ?

mit freundlichen Grüssen
Antwort von Jerzy Montag
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06.10.2009
Jerzy Montag
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage bei abgeordnetenwatch.de.

Ich kann die Unzufriedenheit mit dem geltenden Recht und dessen Anwendung nachvollziehen. Es ist z.B. unverständlich, warum es in manchen Bundesländern und Kommunen weitaus mehr Zwangseinweisungen gibt, als in anderen. Bündnis 90/Die Grünen setzt sich daher für konkrete Gesetzesänderungen im Bereich des Betreuungsrechts, der PsychGKe oder im BGB ein. Allerdings liegen die von Ihnen beklagten PsychKGe in Länderkompetenz, so dass eine Änderung durch die Bundestagsfraktion nicht möglich ist.

Ich meine, dass zur Zeit eine übermäßige Medikalisierung pshychisch Erkrankter zuungunsten anderer therapeutischer Möglichkeiten stattfindet. Dem wollen wir durch Änderungen der Aus- und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten entgegenwirken.

Ob durch eine falsche Medikalisierung ein unzulässiger Eingriff in Leben oder Körper vorliegen, muss im Einzelfall durch Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelt werden.

Die Entscheidung darüber, ob die PsychKGe vor Gerichten weiterhin Bestand haben, können nur die Landesverfassungsgericht im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

Jerzy Montag
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Frage zum Thema Familie
09.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Montag,

als Angela Hoffmeyer vom Bundesvorstand des "Väteraufbruch für Kinder" im Rahmen einer Veranstaltung die Ergebnisse einer Befragung der Bundestagskandidaten aller Parteien zur Väterpolitik im Vorfeld der Wahlen präsentierte und sich dabei zeigte, dass von allen fünf im Bundestag vertretenen Parteien, Bundestagskandidaten der Grünen mit großem Abstand am seltensten zugestimmt hatten bei der Frage: "Soll in Deutschland - so wie europaweit Standard - das gemeinsame Sorgerecht auch für nicht miteinander verheiratete Eltern ab Geburt ihres Kindes bzw. ab Vaterschaftsanerkennung eingeführt werden?" (Was eine tatsächliche Gleichstellung ehelicher und nichtehelich geborener Kinder bedeuten würde), rief ein Besucher ungläubig: "Waaas? Ich dachte immer, die Grünen wären so fortschrittlich." Darauf kam aus einer anderen Ecke: "Die Grünen sind doch von Feministinnen dominiert. Die vertreten Fraueninteressen auf Kosten von Vätern und Kindern." Hat er Recht?

Freundliche Grüße

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Frage zum Thema Internationales
20.10.2009
Von:

Hallo Herr Jerzy Montag,

bereits am 15.09.09 hat Ihnen Herr Homann eine Frage zu Ihrer politischen Reaktion auf den Goldstone Bericht gestellt. Dieser Bericht ist nun auch von der UNO mit breiter und demokratischer Mehrheit angenommen worden, was Sie als Demokrat sicher begrüßen.
Wie also ist denn nun Ihre Meinung konkret zu diesem Bericht und wie werden Sie Ihre politische Arbeit darauf ausrichten? Schweigen zu Kriegsverbrechen ist keine Alternative. Werden Sie Ihren politischen Einfluss einsetzen, die Verantwortlichen offen anzuprangern?


München

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