Jan Saffe (DIE GRÜNEN)
Kandidat Bremen 2011
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Angaben zur Person
Jan Saffe
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter
Wohnort
-
Stadtteil
Bremen-Östliche Vorstadt , Stimmen (Wahlkreis): 1.065
Landeslistenplatz
48
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(...) Wenn alle Akteure aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Politik nach Willen und Kräften ihren Teil dazu beitragen -und es wird ein Kraftakt werden- ist der Wechsel zu den Erneuerbaren bereits bis 2050 möglich. Dazu sind sicher Großanlagen wie Riesenwindparks auf See mit all ihren unangenehmen Begleiterscheunugen nötig. Diese Großkraftwerke schreiben aber die Entwicklung von zentralisierter Großtechnologie in Händen der Großen fort.Zu schweigen von Projekten wie Desertec in der nordafrikanischen Wüste. (...)
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Frage zum Thema Energie
20.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Saffe,

25 Jahre nach Tschernobyl im Jahre von Fukushima denken große Teile der Bevölkerung und Regierungen in Deutschland darüber nach, den Ausstieg aus der "zivilen Nutzung der Atomenergie" zu vollziehen.

1. Wie halten Sie es mit den regenerativen Energien? Sollen sie weiter gefördert werden - oder soll der Markt entscheiden? (D. h. Einberechnung der Endlagerkosten und ggfs. Drosselung der "Vermaisung" der Landschaft)

2. Jeder kann Vorbild sein: woher beziehen Sie Ihren Strom privat?

vielen Dank für Ihre Antworten.
Antwort von Jan Saffe
1Empfehlung
22.04.2011
Jan Saffe
Lieber Herr ,

ich danke für Ihre Frage zur Energiepolitik.
Tschernobyl,Fukushima.aber auch der Klimawandel lehren uns, dass wir keine Alternative zu einem zügigen Energiewechsel haben. Wenn alle Akteure aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Politik nach Willen und Kräften ihren Teil dazu beitragen -und es wird ein Kraftakt werden- ist der Wechsel zu den Erneuerbaren bereits bis 2050 möglich. Dazu sind sicher Großanlagen wie Riesenwindparks auf See mit all ihren unangenehmen Begleiterscheunugen nötig. Diese Großkraftwerke schreiben aber die Entwicklung von zentralisierter Großtechnologie in Händen der Großen fort.Zu schweigen von Projekten wie Desertec in der nordafrikanischen Wüste. Meine Vision ist die Übernahme der Energieerzeugung- und Verteilung durch die Bürgerinnen und Bürger. Also eine dezentrale Energieversorgung mit vielen Solaranlagen und Blockheizkraftwerken. Damit könnte auch ein Großteil des Netzausbaus mit Hochspannungsleitungen entfallen. Dieser Weg würde meiner Meinung auch die Gesellschaft insgesamt wie auch die Demokratie stärken. Mündige Bürgerinnen und Bürger werden zu mündigen Energieerzeugerinnen und Erzeugern, sozusagen zu "Energiebürgerinnen". Der Verstromung von Biomasse (Mais. Raps oder gar Palmöl) stehe ich kritisch bis ablehnend gegenüber. Davon sollte nur Gebrauch gemacht werden, wenn damit ein echter Klimaschutzeffekt verbunden ist, wenn keine Konkurrenz zur Ernährung besteht.

Als wichtigste Handlungsmöglichkeiten sehe ich das Energiesparen und Energieeffizienz. Es ist ein alter Hut, aber die umweltfreundlichste Kilowattstunde ist nach wie vor die, die nicht verbraucht wird.

Meinen Privatstrom beziehe ich von den Elektrizitätswerken Schönau

Ich hoffe, Sie mit meiner antwort zufriedengestellt zu haben. Sonst fragen Sie gerne nochmal nach.

Herzliche Grüße

Jan Saffe
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Frage zum Thema Verkehr und Stadtplanung
20.04.2011
Von:
de

Lieber Herr Saffe,
ich meine, dass ich Sie schon des öfteren mit Infoständen auf dem Bauernmarkt im Viertel gesehen habe.
Gehören Sie auch zu den Grünen, die gegen Autoverkehr massiv vorgehen wollen? Das finde ich ziemlich ideologiegetrieben. Der Versuch im Viertel (Autofreier O-Weg) und der Widerstand der Kaufleute hat doch gezeigt, dass eine Stadt wie Bremen autofreundlich sein muss - sonst schmieren wir wirtschaftlich ab. Wie sind ihre Konzepte für eine gute Verkehrspolitik in Bremen?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
28.04.2011
Von:
Tom

Sehr geehrter Herr Saffe,

beim bremer Kandidatencheck haben Sie auf die These:
Die Polizei soll härter gegen kriminelle Mitglieder von Familienclans und Drogendealer vorgehen.

mit Ja geantwortet, Begründung: Auf jeden Fall. Drogendealer sind potenzielle Mörder

hier würde ich Ihnen gerne zu einem sehr angebrachten Häppchen zynischem Sarkasmus gratulieren, wenn ich davon ausgehen könnte, dass es dies ist.

Ist es dies nicht, so möchte ich Sie fragen, wie sie zu dieser unglaublich kurzsichtigen, beleidigenden und im Ansatz verdeckt rassistischen Aussage kommen.
Mal im Ernst: "Drogendealer sind potenzielle Mörder".... jeder Mensch ist ein potentieller Mörder, und viele Menschen noch sehr viel eher, als einige Drogendealer. Sie beweisen (insofern es nicht zynisch-humorvoll gemeint war) einen Populismus, der dem eines Herrn Sarrazin durchaus das Wasser reichen kann.

sehr verwundert, dennoch mit freundlichen Grüßen,
T.
Antwort von Jan Saffe
1Empfehlung
29.04.2011
Jan Saffe
Sehr geehrter Herr ,

ich danke für Ihre Frage und Ihre Stellungnahme. Ich habe meine Zustimmung deshalb so begründet, da es in Bremen Fälle gibt, wo Menschen durch Drogenkonsum nach langer Leidensstrecke elendig zu Tode gekommen sind. Und es gibt Menschen, die in Bremen ihre Geschäfte damit machen. Ich selbst wurde im Viertel häufig angesprochen, ob ich "suche" oder "brauche". Im Angebot war dabei alles Mögliche. Für mich fördern diese Händler den Drogenkonsum und die damit verbundenen schweren Probleme. Ich stimme Ihern aber zu. Vielleicht habe ich die Bezeichnung "Mörder" zu schnell als Begründung verwendet. Vielleicht ist das kurzsichtug und undifferenziert. Ich habe den Satz jetzt herausgenommen um die Begründung in Ruhe zu überdenken. Ihren Vergleich mit Sarrazin kann ich nicht nachvollziehen und weise ihn zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Saffe
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
05.05.2011
Von:

Wie können die Bürger vor dem zunehmenden Elektrosmog durch Sender, Mobittelefone, WLAN etc. geschützt und informiert werden?
Antwort von Jan Saffe
bisher keineEmpfehlungen
09.05.2011
Jan Saffe
Lieber ,

du sprichst ein wichtiges Problem an , das auch mich schon lange beschäftigt. Ich weiss zu wenig über die Gefahren durch die Handynutzung und die Abstrahlung von den UMTS -Masten oder WLAN, so dass ich keine kompetente Antwort geben kann. Da ist ein Geist aus der Flasche, der überall unterwegs ist, der uns an fast allen Orten erreicht und dem wir uns nicht entziehen können. Ich bezweifle, dass es da wirklichen Schutz geben kann und vertraue auch nicht den Beruhigungsversuchen der Handyanbieter ("Strahlungsarm") .Auch eine umfassendes Informiertsein der Bevölkerung stelle ich mir sehr schwer vor. Wie soll das gehen? Überall Schilder, die auf WLAN oder diese Masten in de Nähe hinweisen? Die Bürgerinnen und Bürger sind ja auch nicht nur Opfer, viele sind Opfer und vor allem Täter zugleich. Eine Schutzmassnahme ist ganz einfach die Nichtnutzung des Handys.
Es ist aber nicht nur die mögliche Gefährdung durch die Strahlung- auch die rücksichtslose Nutzung von Handys im öffentlichen Raum mit den damit verbundenen Geräuschen empfinde ich als zuweilen sehr störend und belästigend. Es gibt da kaum noch Grenzen und Hemmungen. So sehr das Handy auf der einen Seite nützlich ist: Wie bei vielen anderen Dingen ist auf der anderen ein - für viel nicht geringer - Preis dafür zu zahlen

Ich hoffe, meine Ausführungen sind einnigermassen zufriedenstellend. Über ein Handy verfüge ich übrigens nicht, und lebe bisher gut damit

Herzliche Grüße

Jan
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