Ina Korter (DIE GRÜNEN)
Abgeordnete Niedersachsen 2008-2013
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Angaben zur Person
Ina Korter
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Haupt- und Realschullehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Wesermarsch
Ergebnis
8,8%
Landeslistenplatz
-
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Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Schulpolitik.


Die Sorgen, dass durch den Ausbau der Schule zu einer Ganztagsschule der Freiraum der Kinder und Jugendlichen für ein außerschulisches Engagement zu sehr eingeschränkt werden könnte, hören wir von vielen Seiten, und wir nehmen sie sehr ernst. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Schulen
16.01.2013
Von:
-

Sehr geehrte Frau Korter,

ich habe eine Frage zu dem schulpolitischen Programm Ihrer Partei.

Werden die Grünen das Ganztagsschulangebot im ganzen Land weiter ausbauen oder muss ich damit rechnen, dass die Grünen die Pläne der SPD unterstützen, kleine Schulen auf dem Land zu schließen und Ganztagsschulangebote nur noch in den Oberzentren vorzuhalten?

Für eine kurze Antwort noch vor der Landtagswahl wäre ich Ihnen sehr dankbar. Für mich ist diese Frage wichtig für meine Wahlentscheidung.
Antwort von Ina Korter
bisher keineEmpfehlungen
16.01.2013
Ina Korter
Sehr geehrte Frau -,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Schulpolitik.

Getreu dem Motto "Kurze Wege für kurze Beine" wollen wir auch kleine Schulen erhalten, wenn sonst zu lange Schulwege entstehen. In unserem Wahlprogramm heißt es dazu: "Wir GRÜNE wollen Standorte kleiner wohnortnaher Grundschulen aufrechterhalten, wenn in einem pädagogischen Konzept - zum Beispiel durch altersgemischtes Lernen und jahrgangsübergreifenden Unterricht - erfolgreiches Lernen gesichert werden kann."

Wir wollen schrittweise alle Schulen zu Ganztagsschulen weiterentwickeln. Davon sollen selbstverständlich auch kleine Schulen nicht ausgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ina Korter
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Frage zum Thema Schulen
31.01.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Korter,

laut Zeitungsberichten plant die künftige Koalition evtl. das "Sitzenbleiben" abzuschaffen. Grundsätzlich finde ich die Idee, die Idee, die Kinder mit Schwierigkeiten mitzunehmen und ihnen Gelgenheit zu geben, Dinge nachzuholen und dabei aber in Ihrem Umfeld zu bleiben, sehr gut.
Nur denke ich, wird da das Pferd von hinten aufgezäumt.

Diese Kinder brauchen mehr pädagogische Unterstützung. Wenn die Schulen Personal bekämen, um diesen Kindern punktuell, konkret und intensiv zu helfen (nennen sie es Nachhilfe, Förderunterricht oder anders), dann könnte man einige Mißstände beseitigen und in vielen Fällen Sitzenbleiben vermeiden.
Wenn Sie dafür Geld investieren, werden später Früchte geerntet werden können.

Wenn man aber jetzt, den Lehrern zumutet, noch mehr aufzufangen und auszugleichen: wie sollen die das leisten? Ich finde, sie machen einen großartigen Job, der sehr an den Nerven zehrt. Und sie sind in der Regel weder als Sonderpädagogen ausgebildet (um mit den Integrationskindern umzugehen), noch können sie die Hektik und Unruhe unserer Zeit im Klassenzimmer auffangen. Es ist jetzt schon zu viel.

Und was mutet man den Kindern zu? Die, die Schwierigkeiten haben und die nicht motiviert werden können, schleift man durch bis sie einen miserablen Abschluß haben und dann im Arbeitsmarkt scheitern? und den Kindern, denen es leichter fällt? Die lernen weniger und kaspern rum, weil sie sich langweilen.

Bitte!!!! Investieren Sie in pädagogisches Personal!!!!

Lehrer sind keine Alleskönner und Kinder sind eben sehr unterschiedlich.

Mit freundlichem Gruß

(Ich bin Mutter von zwei Schulkindern, ich bin nicht Lehrerin!, sondern im Verwaltungsbereich tätig)
Antwort von Ina Korter
1Empfehlung
01.02.2013
Ina Korter
Sehr geehrte Frau ,

Vielen dank für Ihre Mail.

Ich kann Ihre Bedenken sehr gut verstehen. Bedenken gibt es aber auch von vielen Seiten zu den negativen Folgen des Sitzenbleibens. (Kinder fühlen sich als Verlierer, müssen ihren Klassenverband verlassen und kommen als Verlierer in eine neue Klasse, sie sind dann in der Regel älter als die anderen Schüler,...) Natürlich müssen die Schulen Konzepte entwickeln, mit welchen Maßnahmen das Scheitern der Kinder verhindert werden soll. Dazu haben viele Schulen bereits gute Instrumente entwickelt, beginnend mit mehr innerer Differenzierung in den Klassen - also Aufgabenstellungen mit unterschiedlichem Anforderungsniveau, mehr leistungsgemischten Gruppen, in denen Aufgaben gemeinsam bewältigt werden und Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig unterstützen, bis hin zu besonderen Hilfestellungen und Förderungen, mit denen Lernrückstände oder Probleme angegangen werden können oder Versetzung auf Probe, usw. Eine bessere Unterstützung durch Fachpersonal ist dafür hilfreich, mehr Fortbildungen für die Lehrkräfte sind notwendig. Das Sitzenbleiben kostet immens viel Geld, diese Ressourcen sollten wir besser in die Förderung der Kinder stecken. Ich werde diese Ziele für Die Grünen weiter verfolgen, damit mehr Kinder am Erfolg lernen und nicht durch Misserfolg demotiviert werden.

Freundliche Grüße von Ina Korter
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