Ilse Aigner (CSU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Ilse Aigner
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Elektrotechnikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wahlkreis
Starnberg
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Eine effektive Strafverfolgung ist hierfür unverzichtbar. Ohne wirksame Ermittlungsinstrumente wie die Telekommunikationsüberwachung und die Vorratsdatenspeicherung ist dies aber unmöglich. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.01.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

ich habe zwei Fragen an Sie:

1.
wie stehen Sie als Wahlkreisabgeordnete zu den Ausbauplänen des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen?
Ist es richtig, immer weiter den Flugverkehr auszubauen, wenn doch seine Klimaschädlichkeit längst bewiesen ist und durch den Ausbau die Lebensqualität im Fünfseenland massiv beeinträchtigt wird.

2. Welche Position vertreten Sie grundsätzlich gegenüber dem vom thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus vorgelegten Entwurf eines "Solidarischen Bürgergeldes"?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Ilse Aigner
4Empfehlungen
01.08.2007
Ilse Aigner
Flughafen Oberpfaffenhofen:

Für mich als Bundestagsabgeordnete ist das primäre Ziel der Erhalt von bestehenden und - wenn möglich - die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Dies darf jedoch nicht ohne Rücksicht auf die Bürger geschehen. Deshalb bin ich dafür, dass die EDMO die beantragten Flugzeiten zu Gunsten der Anwohner noch einmal verändern sollte, insbesondere an den Wochenenden und Feiertagen.

Natürlich darf man nicht für jede Entscheidung das Argument der Arbeitsplatzsicherheit heranziehen. Für mich ist aber entscheidend, dass die bestehenden Arbeitsplätze bei DLR und RUAG nicht gefährdet werden. Und der Standort der beiden Einrichtungen hängt unmittelbar mit dem Flughafen zusammen. Wenn der Betrieb eines Flughafens mit diesen beiden Firmen allein wirtschaftlich möglich wäre, würde sich die Frage einer Ausweitung nicht stellen.

Solidarisches Bürgergeld:

Das Konzept von Dieter Althaus sieht vor, dass der Staat jedem erwachsenen Bürger vermögensunabhängig 800 pro Monat bezahlt, jedes Kind erhält 500 Euro. Im Gegenzug sollen sämtliche Transferzahlungen gestrichen werden. Von den 800 Euro bzw. 500 müssen 200 Euro an die Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden. Modellrechnungen belegen, dass das Bürgergeld finanzierbar ist. Dabei wird jedoch unterstellt, dass dieses System keinen Anreiz zur Nichtarbeit schafft. Diese Prämisse darf durchaus angezweifelt werden.

Laut Althaus bekommt eine Familie mit zwei Kindern 2600 Euro pro Monat. Ein Familienvater, der zuvor einer ungeliebten Tätigkeit nachgehen musste, um seine Familie zu ernähren, könnte nach der Systemumstellung einen Anreiz verspüren, lieber seine Zeit anders zu verbringen als weiter zu arbeiten. Dieses Verhalten aber würde das Solidarische Bürgergeld sprengen.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.04.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,
wie stehen Sie zu einem Tempolimit auf den deutschen Autobahnen?
Mit freundlichen Grüßen A.
Antwort von Ilse Aigner
bisher keineEmpfehlungen
06.05.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrte Frau ,

die Notwendigkeit der Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist sehr zweifelhaft. Die deutschen Autobahnen gehören im europäischen Vergleich zu den sichersten Straßen. Auch im Vergleich mit den Bundesstraßen erweisen sich die Autobahnen als sicherer. Obwohl über ein Drittel des gesamten Kraftfahrzeugverkehrs auf den Autobahnen stattfindet, ereignen sich hier nur zwölf Prozent der Verkehrsunfälle mit Todesopfern.

Auch ohne Geschwindigkeitsbegrenzung liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den unlimitierten deutschen Autobahnstrecken derzeit unter 120 km/h, weiterhin ist es sehr fraglich, ob eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung überhaupt zweckmäßig wäre, um eine erhöhte Verkehrssicherheit zu erreichen. Mehr als 95 % aller Unfälle geschehen in einem Geschwindigkeitsbereich bis 100 km/h, ein Tempolimit führt letztendlich zu einer Erhöhung der Verkehrsdichte und somit auch zu einer Erhöhung des Verkehrsrisikos. In Dänemark wurde beobachtet, dass eine Heraufsetzung des Autobahn-Tempolimits von 110 auf 130 Stundenkilometer innerhalb eines Jahres zu einer Reduzierung der Todesopfer durch Verkehrsunfälle um 25 % führte. In anderen europäischen Ländern wie Italien, Österreich oder Frankreich, die ein Tempolimit auf den Autobahnen eingeführt haben, wurden gegenüber Deutschland keine erhöhten Sicherheitswerte beobachtet. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, empfiehlt es sich, Tempolimits anzuordnen, wo Gefahrensituationen dies erfordern. Auf freien, übersichtlichen Strecken würde bei den Verkehrsteilnehmern jedoch die Akzeptanz fehlen, ein nicht gerechtfertigtes allgemeines Tempolimit einzuhalten. Wenn wir uns auf die Autobahnabschnitte mit erhöhter Gefahrensituation konzentrieren, können wir diese Abschnitte mit unseren begrenzten Kapazitäten effektiv kontrollieren.

Außerdem bin ich für den weiteren Ausbau von Verkehrsbeeinflussungsanlagen. Diese messen die aktuelle Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die Verkehrsdichte und die Witterungsbedingungen und regeln aufgrund dieser Messungen den Verkehr. Durch diese Regelung können Unfälle und Staus vermieden und somit die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Hinzukommt, dass durch ein generelles Tempolimit keine erkennbaren Verbesserungen beim Umweltschutz zu erzielen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
02.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

wann ist mit einem Ausbau der A8 von Rosenheim nach Salzburg zu rechnen?

MfG
Antwort von Ilse Aigner
bisher keineEmpfehlungen
19.05.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

der Abschnitt zwischen Rosenheim und Bernauer Berg ist im Bundesverkehrswegeplan im Vordringlichen Bedarf. Die Autobahndirektion Süd wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr die Planfeststellung beantragen, so dass ca. anderthalb Jahre nach der Antragstellung mit dem Ausbau zu einem dreispurigen Streckenabschnitt plus Standstreifen je Fahrtrichtung begonnen werden kann, anschließend sollen weitere Streckenabschnitte ausgebaut werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
26.05.2008
Von:

Guten Tag Frau Aigner,

Problem: S-Bahnanschluss im Mangfalltal und Feinstaubbelastung in München.
Warum hat Ihr Heimatort noch keinen S-Bahnanschluss obwohl hierzu nur eine zusätzliche Weiche in Holzkirchen notwendig wäre, um von der zweigleisigen Bahntrasse München-Holzkirchen auf die eingleisige Trasse Holzkirchen Rosenheim zu verzweigen.
Dann könnte eine S-Bahn von Rosenheim über Holzkirchen zum Hauptbahnhof direkt fahren und das in ca 45 Minuten von Bruckmühl.(=Mitte des Mangfalltales).
Alles könnte ohne zusätzliche Züge realisiert werden, da die S-Bahn ja schon von Deisenhofen nach München fährt.

65 000 Leute aus dem Mangfalltal hätten einen S-Bahnanschluss und mindestens 1000 Pendler würden vom Auto auf die S-Bahn umsteigen. Bringt der Bahn ca. 3 000 000.€ Umsatz mehr pro Jahr auf dieser Strecke und verringert die Feinstaubbelastung in München.

Problem Express S-Bahn Müchen Ost - Flughafen.
Die Verringerung der Taktzeit von 20 auf 10 Minuten bei der S-Bahn würde die maximale Fahrzeit (= Fahrzeit+max Wartezeit) zwischen Flughafen und Ostbahnhof um 20 % verkürzen. Die durchschnittliche um 12,5%. Dafür bräuchte man keine Milliarden für eine ExpressS-Bahn ausgeben die eine Taktzeit von 20 Minuten hat .
Antwort von Ilse Aigner
bisher keineEmpfehlungen
07.07.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

bezüglich Ihrer Anfrage habe mich erkundigt.

Um die Attraktivität der S-Bahn zu erhöhen, werden zahlreiche Ideen und Konzepte diskutiert. Die Ausweitung des S-Bahnsystems über die derzeitigen Grenzen hinaus ist eine theoretische Möglichkeit, die bewertet werden muss. Dabei sind bei dieser Option nicht nur Weichenverbindungen zu berücksichtigen, sondern vielfältige Aspekte wie z.B. passende Bahnsteighöhen, Toiletten in den Fahrzeugen, etc.

Die günstigsten Verbindungen Bruckmühl - München Hbf bestehen derzeit mit dem BOB-Anschluss in Holzkirchen, wobei die Reisezeit in Fahrtrichtung München Hbf - Bruckmühl rund 50 Minuten und in Fahrtrichtung Bruckmühl - München Hbf rund 60 Minuten beträgt. Die längere Fahrtzeit in der Gegenrichtung ist bedingt durch den längeren Umsteigeaufenthalt in Holzkirchen.

Diese Reisezeiten können mit direkten S-Bahn-Verbindungen nicht
unterboten werden.

Zusätzliche durchgebundene Züge hätten in der Regel einen Kreuzungsaufenthalt in der Station Kreuzstraße, da der Grundtakt mit dem BOB-Anschluss auf jeden Fall beibehalten bliebe. Dies würde die Reisezeit sogar noch mehr verlängern.

Der Freistaat wird alle Möglichkeiten zur optimierten Flughafenanbindung über die Schiene überprüfen lassen. Die Verringerung der Taktzeiten wird ebenfalls Bestandteil der Untersuchung sein. Näheres kann ich Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider nicht mitteilen. Für Feldkirchen-Westerham ist übrigens meine Kollegin Daniela Raab die zuständige Bundestagsabgeordnete.


Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
21.12.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,
die Anhebung der LKW-Maut war 2008 u.a. ein Thema, dass die Gemüter beschäftigte.
Die Politiker, weil natürlich Geld in die Staatskasse fließen soll, die Bürger, weil wir alle, die auch nur irgendwie in der Nähe von BAB wohnen unter der "Mautflucht" leiden.
Als Feldkirchnerin dürfte Ihnen das Problem anhand Ihres Heimatortes hinreichend bekannt sein.
Wäre es nicht möglich, die LKW-Maut in eine "allgemeine Straßenbenutzungsgebühr" umzuändern, um das Ausweichen auf die Bundesstraßen zu unterbinden? Dann würden die LKW wieder dort bleiben, wo sie hingehören, nämlich auf die Autobahnen.
Unsere Straßen gehen nach und nach kaputt und für die Sanierung ist kein Geld da.
Mfg
Antwort von Ilse Aigner
7Empfehlungen
22.12.2008
Ilse Aigner
Sehr geehrte Frau Schloegl,

vielen Dank für Ihre Frage.

Das Problem ist mir bekannt, nicht nur als Feldkirchnerin. Ich habe in dieser Sache Ihre Anfrage bezüglich Mautflucht und Ihren Vorschlag einer allgemeinen Straßenbenutzungsgebühr mit der Bitte um Stellungnahme an den zuständigen Minister Wolfgang Tiefensee weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen und eine frohe, gesegnete Weihnacht wünscht
Ilse Aigner, MdB
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