Von:

Rus
Sehr geehrte Frau Aigner,
in dem Magazin "Junge Freiheit" wurden Sie im Zusammenhang mit dem Q-Rage-Sachverhalt wie folgt zitiert: "Die Auswahl der Texte und Themen ist tendenziös und pädagogisch höchst fragwürdig."
www.jungefreiheit.de
Dadurch wurde bei Außenstehenden der Eindruck erzeugt, dass Sie neben den unpassenden Formulierungen auch das Anliegen der jugendlichen Autoren, Kritik an Seminaren zur "Heilung von Homosexualität" zu üben, für "fragwürdig" halten.
Um mehr Klarheit über ihre Meinung zu schaffen, möchte ich Sie Folgendes fragen.
Was halten Sie von dem Grundanliegen der Autoren, das gestrichene Seminarangebot für homosexuelle Christen beim Christival 2008 zu kritisieren? (dessen Werbetext lautete: "Viele Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen. Im Seminar geht es um Ursachen und konstruktive Wege heraus aus homosexuellen Empfindungen.")
Halten Sie derartige Seminare für pädagogisch sinnvoll und hilfreich?
War es richtig, das die Bundesregierung die Seminare zur Heilung von Homosexualität beim Christival 2008 streichen lies? Warum?
Wie stehen Sie als Verbraucherschutzministerin zu den Konversionstherapien, die auch "Reparative Therapien" genannt werden, zur "Veränderung homosexueller Gefühle", welche durch evangelikale Organisationen (Wüstenstrom, Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft der OJC) angeboten und beworben werden?
Halten Sie als Verbraucherschutzministerin die evangelikalen Hilfen zur "Veränderung der sexuellen Empfindungen" für die Genesung homosexueller Christen, die unter Ihrer Orientierung aufgrund "internalisierter Homophobie" oder "Ichdystone Sexualorientierung" leiden, für sinnvoll und wirkungsvoll?
Ich freue mich auch Ihre Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen

Rus